Thomas Meunier

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Thomas Meunier
Thomas Meunier 2018.jpg
Thomas Meunier (2018)
Personalia
Geburtstag 12. September 1991
Geburtsort Sainte-OdeBelgien
Größe 190 cm
Position Rechter Außenverteidiger
Junioren
Jahre Station
1996–2002 RUS Sainte-Ode
2002–2004 RUS Givry
2004–2006 Standard Lüttich
2006–2009 RE Virton
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2009–2011 RE Virton 49 (15)
2011–2016 FC Brügge 149 (15)
2016– Paris Saint-Germain 45 0(5)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2006 Belgien U-15 1 0(0)
2011–2012 Belgien U-21 7 0(1)
2013– Belgien 19 0(5)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: Saisonende 2017/18

2 Stand: 18. Oktober 2017

Thomas Meunier (* 12. September 1991 in Sainte-Ode) ist ein belgischer Fußballspieler, der bei Paris Saint-Germain in der Ligue 1 spielt.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meunier spielte, nachdem er verschiedene Jugendmannschaften durchlaufen hatte, in der 3. belgischen Liga für RE Virton und wechselte im Juli 2011 zum Erstligisten FC Brügge. Am 28. Juli kam er in der 3. Qualifikationsrunde der UEFA Europa League 2011/12 gegen den Dritten der aserbaidschanischen Meisterschaft FK Qarabağ Ağdam zu seinem ersten internationalen Einsatz. Dabei wurde er fünf Minuten vor dem Ende beim Stand von 4:1, an dem sich dann auch nichts mehr änderte, eingewechselt.[1] Im Rückspiel konnten sich die Belgier dann eine 0:1-Niederlage erlauben um die Play-offs zu erreichen. Hier setzten sie sich nach einem 3:3 beim georgischen Meister FC Sestaponi mit 2:0 im Rückspiel durch. Die Gruppenphase überstanden sie dann als Gruppensieger vor Sporting Braga und Meunier erzielte beim 2:2 gegen Birmingham City das erste Tor.[2] Im Sechzehntelfinale scheiterten sie dann allerdings am Bundesligavierten Hannover 96. Insgesamt brachte er es zu 12 Einsätzen in der Europa League.

Sein Jupiler-Pro-League-Debüt gab Meunier am 31. Juli 2011 (1. Spieltag) im Heimspiel gegen den KVC Westerlo (5:0), als er in der 71. Minute für Nabil Dirar eingewechselt wurde und zehn Minuten später das 4:0 erzielte.[3] Insgesamt kam er in seiner ersten Saison auf 35 Einsätze, an deren Ende er mit Brügge Vizemeister wurde und sich für die Qualifikation zur UEFA Champions League 2012/13 qualifizierte. Dort scheiterte Brügge aber am dänischen Vizemeister FC Kopenhagen, denn nach einem torlosen Remis in Dänemark verloren sie das Heimspiel mit 2:3. Sie konnten dann aber in den Playoffs der UEFA Europa League 2012/13 weiterspielen, wo sie den ungarischen Vertreter Debreceni VSC mit 3:0 und 4:1 aus dem Weg räumten und die Gruppenphase erreichten. Hier belegten sie aber hinter Girondins Bordeaux, Newcastle United und Marítimo Funchal, gegen den der einzige Sieg gelang, nur den vierten Platz. Meunier kam aber neben den beiden Playoff-Spielen nur zu zwei Gruppenspieleinsätzen. In der Liga reichte es diesmal nur zum dritten Platz, der aber zur Teilnahme an der 3. Qualifikationsrunde zur UEFA Europa League 2013/14 berechtigte. In dieser trafen sie auf den polnischen Dritten Śląsk Wrocław, gegen den sie nach einer 0:1-Auswärtsniederlage durch ein 3:3 im Rückspiel ausschieden. Bei beiden Spielen kam er aber nicht zum Einsatz. Die folgende Saison beendete Brügge wieder als Dritter und durfte damit an der 3. Qualifikationsrunde zur UEFA Europa League 2014/15 teilnehmen. Hier kam er im ersten Spiel gegen Brøndby IF zum Einsatz, das mit 3:0 gewonnen wurde. Beim 2:0 im Rückspiel saß er nur auf der Bank. In den Playoffs gegen den Grasshopper Club Zürich kam er dann bei beiden Siegen zum Einsatz, zudem bei vier Spielen in der Gruppenphase, die Brügge als Gruppensieger abschloss und dabei ohne Niederlage blieb. Auch das Sechzehntelfinale gegen Aalborg BK wurde mit zwei Siegen überstanden, bei denen er ebenso zum Einsatz kam wie bei den beiden Siegen im Achtelfinale gegen Beşiktaş Istanbul. Im Viertelfinale, in dem sie durch ein einziges Auswärtstor an Dnipro Dnipropetrowsk scheiterten, kam er aber nicht zum Einsatz. In der Meisterschaftssaison 2014/15 belegten sie zwar nach der regulären Punktspielrunde den ersten Platz, mussten diesen aber in der Meisterschaftsrunde an KAA Gent abtreten. Dagegen konnten sie das Pokalfinale gegen den RSC Anderlecht gewinnen. Als Vizemeister waren sie auch zur Teilnahme an der 3. Qualifikationsrunde zur UEFA Champions League 2015/16 berechtigt. In dieser setzten sie sich gegen den griechischen Vizemeister Panathinaikos Athen nach einer 1:2-Auswärtsniederlage mit einem 3:0-Heimsieg durch. In den Play-offs scheiterten sie dann aber am englischen Vierten Manchester United mit 1:3 und 0:4. Meunier kam aber in den vier Spielen nicht zum Zuge und saß lediglich beim 0:4 auf der Bank. Brügge durfte aber anschließend in der Gruppenphase der UEFA Europa League 2015/16 weiter spielen, konnte aber lediglich beim 1:0 gegen KP Legia Warschau einen Sieg feiern, wobei er das Tor schoss.[4] Ein weiteres gelang ihm noch beim 1:3 gegen den FC Midtjylland, der am Ende vor Brügge und hinter dem SSC Neapel lag. Besser lief es in der Liga: wieder lagen sie nach der Punktspielrunde auf dem ersten Platz, konnten diesen aber diesmal in der Meisterschaftsrunde verteidigen. Den Pokal mussten sie aber nach einer 1:2-Finalniederlage an Standard Lüttich weiter reichen.

Zur Saison 2016/17 wechselte Meunier in die Ligue 1 zu Paris Saint-Germain. Er erhielt beim französischen Meister einen bis zum 30. Juni 2020 datierten Vierjahresvertrag.[5]

Nationalmannschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meunier bestritt am 29. März 2006 ein Spiel für die belgische U-15-Nationalmannschaft. Fünf Jahre später wurde er in der U-21-Mannschaft in der Qualifikation für die U-21-EM 2013 eingesetzt und erzielte beim 4:1 gegen Aserbaidschan auch ein Tor. Die Belgier belegten aber hinter England und Norwegen nur den dritten Platz. 15 Monate nach seinem letzten U-21-Länderspiel kam er am 14. November 2013 zu seinem ersten Einsatz in der A-Nationalmannschaft. Beim 0:2 gegen Kolumbien spielte er sofort über 90 Minuten.[6] Fünf Tage später wurde er beim 2:3 gegen Japan in der 80. Minute unmittelbar nach dem 2:3 für Daniel Van Buyten eingewechselt.[7] Danach musste er aber ein Jahr auf seinen nächsten Einsatz warten und wurde auch nicht für die WM 2014 berücksichtigt. Am 12. November 2014 wurde er beim Freundschaftsspiel gegen Island in der 66. Minute eingewechselt, musste dann aber wieder elf Monate bis zum nächsten Einsatz warten. In den beiden letzten Spielen der Qualifikation für die EM 2016 durfte er gegen Andorra 81 Minuten lang mitspielen. Mit einem 4:1-Sieg sicherten sich die Belgier die Teilnahme an der EM-Endrunde. Drei Tage später wurde er beim abschließenden 3:1 gegen Israel nach 58 Minuten eingewechselt. In den darauf folgenden Freundschaftsspielen kam er weder im November, noch März und Juni zum Einsatz, wurde aber in das Aufgebot Belgiens für die EM-Endrunde aufgenommen. Bei der Fußball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich wurde er erstmals im zweiten Gruppenspiel beim 3:0 gegen Irland über 90 Minuten eingesetzt und verpasste dann auch im letzten Gruppenspiel gegen Schweden, im Achtelfinale gegen Ungarn und beim Ausscheiden im Viertelfinale gegen Wales keine Minute. Bei der Fußballweltmeisterschaft 2018 in Russland schoss er im Spiel um den dritten Platz gegen England das erste von zwei Toren.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Club Brugge KV vs. Qarabağ 4 - 1
  2. Birmingham City FC vs. Club Brugge KV 2 - 2
  3. Club Brugge KV vs. KVC Westerlo 5-0, soccerway.com
  4. Club Brugge KV vs. KP Legia Warszawa 1 - 0
  5. Thomas Meunier signs four-year deal, 3. Juli 2016, abgerufen am 5. Juli 2016.
  6. Belgium 0 - 2 Colombia
  7. Belgium 2 - 3 Japan