Oosterhout

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Gemeinde Oosterhout
Flagge der Gemeinde Oosterhout
Flagge
Wappen der Gemeinde Oosterhout
Wappen
Provinz Noord-Brabant Noord-Brabant
Bürgermeister Mark Buijs (VVD)[1]
Sitz der Gemeinde Oosterhout
Fläche
 – Land
 – Wasser
73,09 km2
71,47 km2
1,62 km2
CBS-Code 0826
Einwohner 55.687 (31. Jan. 2019[2])
Bevölkerungsdichte 762 Einwohner/km2
Koordinaten 51° 39′ N, 4° 51′ OKoordinaten: 51° 39′ N, 4° 51′ O
Bedeutender Verkehrsweg A27 E311 A59 N282 N629 N631
Vorwahl 0162
Postleitzahlen 4849, 4901–4909, 4911
Website oosterhout.nl
LocatieOosterhout.png
Vorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte

Oosterhout (Audio-Datei / Hörbeispiel anhören?/i) ist eine Gemeinde in den Niederlanden, Provinz Noord-Brabant, mit 55.687 Einwohnern (Stand 31. Januar 2019). Ihre Gesamtfläche beträgt etwa 73 km².

Orte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde gehören die Stadt Oosterhout und die Dörfer Den Hout, Dorst und Oosteind.

Lage und Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oosterhout liegt etwa 8 km nördlich der Innenstadt von Breda (regelmäßige Busverbindung) an der Autobahn Breda – Utrecht. Der Wilhelminakanal verbindet es mit Tilburg und mit der Amer (die sich bei Geertruidenberg mit der „Bergse Maas“ vereint und in westliche Richtung in das Hollands Diep mündet). In Oosterhout gibt es ziemlich viel Industrie, unter anderem die Süßwarenfabrik Jamin, ein Zentrallager der EGLO Leuchten, eine Produktionsstätte zur Fruchtverarbeitung der Döhler GmbH und viele Kleinbetriebe. Der weltgrößte Hersteller von Einkaufswagen Wanzl betreibt seit 1970 in Oosterhout eine Service- und Vertriebsniederlassung.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oosterhout wurde 1213 erstmals urkundlich erwähnt. Der Herr von Strijen, der für die Gegend sehr bedeutsam war, ließ hier 1288 ein Schloss bauen. Willem van Duvenvoorde (* 1290, † in Brüssel 1353), kaufte dieses Schloss 1324. Er war sehr reich und erwarb die Herrschaft über das ganze Gebiet um Breda und Bergen op Zoom (die Herrlichkeit Oosterhout).

In der Nacht vom 18. zum 19. November 1421 gab es eine Flutkatastrophe, die Sankt Elisabethsflut, durch die sich die Ländereien nördlich von Oosterhout in unfruchtbaren Sumpf verwandelten.

In der Innenstadt Oosterhout

Zwischen 1300 und 1800 ließen mehrere Adelsgeschlechter hier Herrenhäuser, sogenannte slotjes (zu deutsch: „Schlösschen“) bauen. Im Jahre 1625, als Breda von Friedrich Heinrich belagert wurde, erlitt Oosterhout schwere Kriegsschäden.

Trotz der protestantischen Herrschaft konnten sich mehrere Klöster in Oosterhout behaupten, beispielsweise die Benediktiner, die Benediktinerinnen und die Norbertinerinnen.

Die Norbertinerinnen ließen sich 1647 in einem ehemaligen Schloss nieder. Ihre Abtei, Sint-Catharinadal (Sankt Catharina im Tal), besteht bis heute. Die Ordensschwestern widmen sich unter anderem der Restaurierung von alten Büchern.

Das Benediktinerkloster St. Paulus (Sint-Paulusabdij) wurde 1907 von Mönchen gegründet, die aus der Abtei Saint-Paul in Wisques vertrieben worden waren.[3] 1928 wurde es zur Abtei erhoben.[3] 2006 mussten sich die Benediktiner mangels Nachwuchs aus der Abtei zurückziehen. Sie wurde von der Gemeinschaft Chemin Neuf übernommen. Es besteht noch das 1924 zur Abtei erhobene Kloster Onze-Lieve-Vrouweabdij, das aus der Benediktinerinnenabtei Wisques hervorgegangen war.

Um 1860 begann die Industrialisierung der bisher agrarischen Gemeinde, als Zigarrenfabrikanten hier ein Unternehmen gründeten.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Basilika Johannes de Doper (Johannes der Täufer)

In Oosterhout stehen einige Herrenhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die sogenannten „slotjes“, Schlösschen.

Die Basilika Johannes der Täufer, die 1475 durch Mitglieder der Johanniter erbaut und 2000 zuletzt restauriert wurde, und die Häuser am Platz „Heuvel“ (deutsch: Hügel) sind bemerkenswert.

Auch das Kloster St.-Catharinadal ist sehenswert.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die lokale Wählergruppe Gemeentebelangen Oosterhout konnte sich bei der Kommunalwahl im Jahr 2018 mit 27,64 Prozent durchsetzen und ihren Wahlsieg aus dem Jahr 2014 verteidigen. Die Koalition der Legislaturperiode 2018–2022 besteht neben Gemeentebelangen Oosterhout aus der CDA und der VVD.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl am 21. März 2018[4]
Wahlbeteiligung: 49,09 %
 %
30
20
10
0
27,64
16,79
14,18
10,77
10,47
7,57
4,42
4,00
4,15
GBOa
GBVd
GBg
Sonst.i
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-14
+11,85
+1,19
+5,81
+0,63
-2,41
-2,26
-0,19
-1,08
-13,56
GBOa
GBVd
GBg
Sonst.i
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
a Gemeentebelangen Oosterhout
d Gezond Burger Verstand
g Groen Brabant
i Lokaal Sociaal 2,62 % (+2,62 %), Oosterhout Samen 1,53 % (+1,53 %), SP 0,00 % (–10,51 %), Onafhankelijke Fractie 0,00 % (–2,38 %), PRO Oosterhout 0,00 % (–2,22 %), Oosterhout Anders 0,00 % (–1,85 %), Jezus Leeft 0,00 % (–0,75 %)

Der Gemeinderat wird seit 1982 folgendermaßen gebildet:

Partei Sitze[4]
1982 1986 1990 1994 1998 2002 2006 2010 2014 2018
Gemeentebelangen Oosterhout 6 9 10 11 8 8 6 5 6 10
VVD 5 4 3 4 6 5 4 5 6 6
GroenLinks 1 1 2 3 5
Gezond Burger Verstand 1 4 3 3
CDA 10 8 8 5 6 7 5 4 4 3
D66 1 1 3 4 2 2 1 2 3 2
Groen Brabant 2 4 3 2 2 1 1
PvdA 4 7 4 5 5 4 8 5 1 1
SP 2 1 4
Onafhankelijke Fractie 1 1 1 0
De Groenen 1
PSP 1 0
CPN
Gesamt 27 29 29 31 31 31 31 31 31 31

College van B&W[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Koalitionsparteien CDA und VVD stellen dem College van burgemeester en wethouders jeweils einen Beigeordneten bereit. Die Lokalpartei Gemeentebelangen Oosterhout hingegen wird durch zwei Beigeordnete repräsentiert. Folgende Personen gehören zum Kollegium und haben folgende Ressorts inne[5]:

Funktion Name Partei Ressort Anmerkung
Bürgermeister Mark Buijs VVD allgemeine administrative Koordination, Strategie, öffentliche Ordnung und Sicherheit, externe Sicherheit, Überwachung und Vollstreckung, sonstige gesetzliche Aufgaben, regionale Verwaltungszusammenarbeit, Kommunikation und Bürgerpartizipation seit dem 19. Dezember 2018 im Amt[1]
Beigeordnete Marian Witte Gemeentebelangen Oosterhout Bauen und Wohnen, Natur und Grün, Mobilität, Projekt Umweltgesetz, Sport erste Stellvertreterin des Bürgermeisters
Robin van der Helm VVD Wirtschaftswesen, Projekt Innenstadt, regionale Wirtschaftszusammenarbeit, Markenmanagement und Stadtmarketing, Jugend, integrale Sicherheit, Bildung zweiter Stellvertreter des Bürgermeisters
Marcel Willemsen CDA Erwerbsmittel, öffentliche Versorgungsunternehmen, Projekt Rathaus, Dienstleistung, Grundprobleme, Nachhaltigkeit und Umwelt, Arbeitsmarkt und -partizipation, Sozialwesen dritter Stellvertreter des Bürgermeisters
Clemens Piena Gemeentebelangen Oosterhout Pflege und Wohl, öffentlicher Raum, Informationstechnik und Datenmanagement, Kultur und Medien vierter Stellvertreter des Bürgermeisters
Gemeindesekretär Paul de Ridder seit Januar 2010 im Amt

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Oosterhout – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Sjoerd Marcelissen: Mark Buijs nieuwe burgemeester van Oosterhout. In: BN De Stem. De Persgroep Nederland, 31. Oktober 2018, abgerufen am 2. Dezember 2018 (niederländisch).
  2. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand. In: StatLine. Centraal Bureau voor de Statistiek (niederländisch)
  3. a b Catalogus Monasteriorum O.S.B. Monachorum. Editio XIX. S. Anselmo, Rom 2000, S. 456.
  4. a b Ergebnisse der Kommunalwahlen: 1982–2002 2006 2010 2014 2018, abgerufen am 14. Juli 2019 (niederländisch)
  5. College van B&W. In: oosterhout.nl. Gemeente Oosterhout, abgerufen am 15. Juli 2019 (niederländisch)