Oosterhout

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Gemeinde Oosterhout
Flagge der Gemeinde Oosterhout
Flagge
Wappen der Gemeinde Oosterhout
Wappen
Provinz Nordbrabant
Bürgermeister Helmi Huijbregts-Schiedon
Sitz der Gemeinde Oosterhout
Fläche
 – Land
 – Wasser
73,00 km2
71,86 km2
1,14 km2
CBS-Code 0826
Einwohner 55.005 (31. Aug. 2017[1])
Bevölkerungsdichte 753 Einwohner/km2
Koordinaten 51° 39′ N, 4° 51′ OKoordinaten: 51° 39′ N, 4° 51′ O
Vorwahl 0162
Postleitzahlen 4901–4911
Website www.oosterhout.nl
LocatieOosterhout.png
Vorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte

Oosterhout (Audio-Datei / Hörbeispiel anhören?/i) ist eine Gemeinde in den Niederlanden, Provinz Nordbrabant, mit 55.005 Einwohnern (Stand 31. August 2017). Ihre Gesamtfläche beträgt etwa 73 km².

Orte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde gehören die Stadt Oosterhout und die Dörfer Den Hout, Dorst und Oosteind.

Lage und Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oosterhout liegt etwa 8 km nördlich der Innenstadt von Breda (regelmäßige Busverbindung) an der Autobahn Breda – Utrecht. Der Wilhelminakanal verbindet es mit Tilburg und mit der Amer (die sich bei Geertruidenberg mit der „Bergse Maas“ vereint und in westliche Richtung in das Hollands Diep mündet). In Oosterhout gibt es ziemlich viel Industrie, unter anderem die Süßwarenfabrik Jamin, ein Zentrallager der EGLO Leuchten, eine Produktionsstätte zur Fruchtverarbeitung der Döhler GmbH und viele Kleinbetriebe. Der weltgrößte Hersteller von Einkaufswagen Wanzl betreibt seit 1970 in Oosterhout eine Service- und Vertriebsniederlassung.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oosterhout wurde 1213 erstmals urkundlich erwähnt. Der Herr von Strijen, der für die Gegend sehr bedeutsam war, ließ hier 1288 ein Schloss bauen. Willem van Duvenvoorde (* 1290, † in Brüssel 1353), kaufte dieses Schloss 1324. Er war sehr reich und erwarb die Herrschaft über das ganze Gebiet um Breda und Bergen op Zoom (die Herrlichkeit Oosterhout).

In der Nacht vom 18. zum 19. November 1421 gab es eine Flutkatastrophe, die Sankt Elisabethsflut, durch die sich die Ländereien nördlich von Oosterhout in unfruchtbaren Sumpf verwandelten.

Zwischen 1300 und 1800 ließen mehrere Adelsgeschlechter hier Herrenhäuser, sogenannte slotjes (zu deutsch: „Schlösschen“) bauen. Im Jahre 1625, als Breda von Friedrich Heinrich belagert wurde, erlitt Oosterhout schwere Kriegsschäden.

Trotz der protestantischen Herrschaft konnten sich mehrere Klöster in Oosterhout behaupten, beispielsweise die Benediktiner, die Benediktinerinnen und die Norbertinerinnen.

Die Norbertinerinnen ließen sich 1647 in einem ehemaligen Schloss nieder. Ihre Abtei, Sint-Catharinadal (Sankt Catharina im Tal), besteht bis heute. Die Ordensschwestern widmen sich unter anderem der Restaurierung von alten Büchern.

Das Benediktinerkloster St. Paulus (Sint-Paulusabdij) wurde 1907 von Mönchen gegründet, die aus der Abtei Saint-Paul in Wisques vertrieben worden waren.[2] 1928 wurde es zur Abtei erhoben.[2] 2006 mussten sich die Benediktiner mangels Nachwuchs aus der Abtei zurückziehen. Sie wurde von der Gemeinschaft Chemin Neuf übernommen.

Um 1860 begann die Industrialisierung der bisher agrarischen Gemeinde, als Zigarrenfabrikanten hier ein Unternehmen gründeten.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Oosterhout stehen einige Herrenhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die sogenannten „slotjes“, Schlösschen.

Die Basilika Johannes der Täufer, die 1475 durch Mitglieder der Johanniter erbaut und 2000 zuletzt restauriert wurde, und die Häuser am Platz „Heuvel“ (deutsch: Hügel) sind bemerkenswert.

Auch das Kloster St.-Catharinadal ist sehenswert.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Oosterhout, North Brabant – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand August 2017Centraal Bureau voor de Statistiek, Niederlande
  2. a b Catalogus Monasteriorum O.S.B. Monachorum. Editio XIX. S. Anselmo, Rom 2000, S. 456.