Forheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Forheim
Forheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Forheim hervorgehoben
Koordinaten: 48° 46′ N, 10° 27′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Donau-Ries
Verwaltungs­gemeinschaft: Ries
Höhe: 574 m ü. NHN
Fläche: 23,25 km2
Einwohner: 565 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 24 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86735
Vorwahl: 09089
Kfz-Kennzeichen: DON, NÖ
Gemeindeschlüssel: 09 7 79 146
Adresse der Verbandsverwaltung: Beuthener Str. 6
86720 Nördlingen
Webpräsenz: www.forheim.de
Bürgermeister: Werner Thum (Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Forheim im Landkreis Donau-Ries
Dornstadt-Linkersbaindt Dornstadt-Linkersbaindt Esterholz (gemeindefreies Gebiet) Rain (Lech) Münster (Lech) Holzheim (Landkreis Donau-Ries) Oberndorf am Lech Mertingen Donauwörth Asbach-Bäumenheim Genderkingen Niederschönenfeld Marxheim Tagmersheim Rögling Monheim (Schwaben) Kaisheim Buchdorf Daiting Fremdingen Auhausen Oettingen in Bayern Hainsfarth Ehingen am Ries Tapfheim Marktoffingen Maihingen Megesheim Munningen Wolferstadt Wallerstein Nördlingen Reimlingen Ederheim Forheim Amerdingen Wemding Wechingen Harburg (Schwaben) Hohenaltheim Deiningen Alerheim Otting Fünfstetten Huisheim Mönchsdeggingen Möttingen Baden-Württemberg Landkreis Ansbach Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Landkreis Eichstätt Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis Aichach-Friedberg Landkreis Augsburg Landkreis Dillingen an der DonauKarte
Über dieses Bild

Forheim (schwäbisch Fora) ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Donau-Ries und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Ries mit Sitz in Nördlingen.

Forheim, Luftaufnahme (2016)

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Forheim liegt in der Planungsregion Augsburg.

Es existieren die Gemarkungen Forheim und Aufhausen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chronik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1000 v. Chr.: Die Menschen der Urnenfelderzeit bauten eine Wallanlage.

800 v. Chr.: Die Menschen der Hallstattzeit bestatteten einen Fürsten in einem Grabhügel am Weilerhungerberg.

400 v. Chr.: Kelten siedelten nahe Forheim.

200: Römer gründeten einige Gutshöfe im Weilerfeld und ein Gebäude namens „Einsiedel“, dessen Zweck bis heute unbekannt ist.

1144: Forheim wurde zum ersten Mal in einer Schenkungsurkunde erwähnt.

1153: Eine Urkunde verbindet den Namen „Forheim“ mit dem Bistum Augsburg.

13. Jahrhundert: Das Geschlecht der Forren, mit Sitz in Fronhofen, stirbt aus. Der ganze Besitz wechselt an die Grafen von Oettingen, an das Kloster von Neresheim, an die Spät von Vaimingen, an die Herren von Hürnheim und an die von Scheppach.

1295: Heinrich Spät von Vaimingen schenkt dem Kloster Zimmern einen Hof und zwei Lehen zu Voren.

1305: Bischof Andreas von Würzburg schenkt dem Kloster Zimmern ein Gut von neun Morgen Acker.

1363: Graf Ludwig der Ältere von Oettingen überlässt gegen 15 Mlt. Getreide jeder Sorte den Kirchensatz zu Vore dem Kloster Zimmern. Von nun an bestimmen die Äbtissingen des Klosters Zimmern die Pfarrer.

1364: Einverleibung der Kirche an Kloster Zimmern durch den Bischof von Augsburg

1540: Der erste evangelische Pfarrer wird berufen; sein Name: Michael Pferinger (Pfersinger).

1546: Eine Feuersbrunst zerstört das ganze Dorf mit Kirche und Pfarrhaus bis auf einige Häuser.

1557: Endgültiger Übertritt zum Protestantismus

1628: Aufgrund des dreißigjährigen Krieges finden andauernd Einquartierungen statt; mehrere Plünderungen – die Einwohner fliehen größtenteils nach Nördlingen. Über die letzten zehn Jahre des dreißigjährigen Krieges fehlen Aufzeichnungen.

1638: Nur noch drei Haushaltungen existieren (auf dem Jungbauerhof ein alter Mann und in der Nähe eine alte Frau).

1796: Die kaiserlichen Truppen unter General Montescuculi lagern im Weilerfeld. Es kommt zum Zusammenstoß mit französischen Truppen unter General Moreau. Ein Gewitter vermeidet eine Schlacht, da es noch nicht möglich ist, bei Regen zu schießen. Die Kaiserlichen ziehen ab und verwüsten Forheim. Im Anschluss plündern die Franzosen Forheim. 1806: Forheim wird in das bayerische Königreich eingegliedert.

1819: 18 Häuser brennen ab.

1847: Johannes Link wird geboren, der 1875 in Weißenfels die weltberühmte Trommelfabrik "Erste Trommelfabrik Weissenfels a. S.", ab 1907 unter dem Namen "Sonor",gründet.

1911: Der Bau einer Wasserleitung wird geplant.

1923: Die Haushalte werden an das Stromnetz des Überlandwerkes Ellwangen angeschlossen. 1956: An Weihnachten gibt es zum ersten Mal in jedem Betrieb fließendes Wasser. 1966 wird die Flurbereinigung abgeschlossen.

1959: Die Ortskanalisation und die erste biologische Kläranlage im Kreis Nördlingen werden gebaut.

1975: Der Kindergarten wird eingeweiht.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Aufhausen eingegliedert.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 595 Einwohner[2]
  • 1970: 624 Einwohner[2]
  • 1987: 588 Einwohner
  • 1991: 600 Einwohner
  • 1995: 609 Einwohner
  • 2000: 607 Einwohner
  • 2005: 601 Einwohner
  • 2010: 574 Einwohner
  • 2015: 565 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Werner Thum (Wählergemeinschaft).

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus acht Mitgliedern:

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 21 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 216. Im verarbeitenden Gewerbe gab es sechs, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 52 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1162 ha, davon waren 870 ha Ackerfläche und 291 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergarten: 25 Kindergartenplätze mit 23 Kindern

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Forheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 793.