Hohenaltheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hohenaltheim
Hohenaltheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hohenaltheim hervorgehoben
Koordinaten: 48° 47′ N, 10° 32′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Donau-Ries
Verwaltungs­gemeinschaft: Ries
Höhe: 454 m ü. NHN
Fläche: 17,79 km2
Einwohner: 569 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 32 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 86745, 86739Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 09088
Kfz-Kennzeichen: DON, NÖ
Gemeindeschlüssel: 09 7 79 162
Adresse der Verbandsverwaltung: Beuthener Str. 6
86720 Nördlingen
Webpräsenz: www.hohenaltheim.de
Bürgermeister: Wulf-Dietrich Kavasch
Lage der Gemeinde Hohenaltheim im Landkreis Donau-Ries
Dornstadt-Linkersbaindt Dornstadt-Linkersbaindt Esterholz (gemeindefreies Gebiet) Rain (Lech) Münster (Lech) Holzheim (Landkreis Donau-Ries) Oberndorf am Lech Mertingen Donauwörth Asbach-Bäumenheim Genderkingen Niederschönenfeld Marxheim Tagmersheim Rögling Monheim (Schwaben) Kaisheim Buchdorf Daiting Fremdingen Auhausen Oettingen in Bayern Hainsfarth Ehingen am Ries Tapfheim Marktoffingen Maihingen Megesheim Munningen Wolferstadt Wallerstein Nördlingen Reimlingen Ederheim Forheim Amerdingen Wemding Wechingen Harburg (Schwaben) Hohenaltheim Deiningen Alerheim Otting Fünfstetten Huisheim Mönchsdeggingen Möttingen Baden-Württemberg Landkreis Ansbach Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Landkreis Eichstätt Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis Aichach-Friedberg Landkreis Augsburg Landkreis Dillingen an der DonauKarte
Über dieses Bild
Hohenaltheim, Luftaufnahme (2016)
Niederaltheim, Luftaufnahme (2016)

Hohenaltheim ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Donau-Ries und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Ries mit Sitz in Nördlingen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hohenaltheim liegt am südlichen Rand des Nördlinger Ries und im Geopark Ries. Der Froschbach, ein Quellfluss der Wörnitz, fließt durch den Ort.

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Hohenaltheim mit den Einöden Forsthaus und Sägmühle sowie der ehemals selbstständigen Gemeinde Niederaltheim mit den Einöden Brunnenhaus, Frohnmühle, Ganzenmühle, Hochhaus, Karlshof, Mühlauhof, Schellenhof und Weiherhof.

Nachbargemeinden sind im Norden die Stadt Nördlingen und die Gemeinde Möttingen, im Osten Mönchsdeggingen, im Süden Bissingen und Amerdingen sowie im Westen Forheim und Ederheim. Bis auf die zum Landkreis Dillingen an der Donau gehörende Gemeinde Bissingen sind alle Gemeinden Teil des Landkreises Donau-Ries.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindefusion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hohenaltheim wurde urkundlich bereits 878 erwähnt. Im Jahre 916 fand hier die Synode von Hohenaltheim statt.[2] Bis um das Jahr 1300 hieß der Ort Altheim. Im Jahre 1508 verkaufte Hans von Altheim seinen Besitz an die Grafen von Oettingen. Im Jahre 1633 wurde Hohenaltheim dreimal ausgeplündert, 1634 fand nur wenige Kilometer entfernt die Schlacht am Albuch statt; sie brachte der katholischen Liga den Sieg über die evangelische Union. Ab der Mitte des 18. Jahrhunderts diente Schloss Hohenaltheim als Sommerresidenz, zunächst der Linie von Oettingen-Oettingen, später der von Oettingen-Wallerstein. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort dann zum Königreich Bayern. Der nach einem Großbrand 1899 fast vollständig zerstörte und neu aufgebaute Ortskern von Niederaltheim steht unter Ensembleschutz.

Die mit dem Gemeindeedikt von 1818 entstandene Gemeinde Hohenaltheim wurde am 1. Juli 1973 im Zuge der Gebietsreform mit der Gemeinde Niederaltheim zusammengelegt.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 700 Einwohner[3]
  • 1970: 641 Einwohner[3]
  • 1987: 575 Einwohner
  • 1991: 587 Einwohner
  • 1995: 616 Einwohner
  • 2000: 626 Einwohner
  • 2005: 626 Einwohner
  • 2010: 591 Einwohner
  • 2015: 569 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit Mai 2008 der Tierarzt und Heimatforscher Wulf-Dietrich Kavasch.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus acht Mitgliedern, die sich auf folgende Wählergemeinschaften verteilen:

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 989 T€, davon waren 131 T€ Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf Hohenaltheim
Evangelische Johanneskirche

Die Wappenbeschreibung lautet: In Silber der Rumpf eines goldbewehrten und rotbezungten blauen Löwen, der in den Pranken einen roten Schild hält; darin ein blauer Herzschild, von dem vier goldene Eisenhüte zu den Schildrändern ausgehen, im Ganzen belegt mit einem silbernen Schragen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch wenn die Landwirtschaft in Hohen- und Niederaltheim keine besonders große Rolle mehr spielt, so kann man die beiden Dörfer doch noch als landwirtschaftlich geprägt bezeichnen. Die Wälder des Riesrandes sind überwiegend im Besitz des Fürstlichen Hauses Oettingen-Wallerstein. In der Gemeinde gibt es verschiedene Gewerbebetriebe, darunter ein Baugeschäft, eine Gärtnerei, eine Bäckerei und einen Sanitärbetrieb. Weit sichtbar ist der Sender Unterringingen.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 2011 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindertageseinrichtung: 30 Kindergartenplätze mit 20 Kindern (davon fünf unter drei Jahren)

Bis 2004 bestand eine Schule mit vier Grundschulklassen.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Die Geschichte der Kirche in Hohenaltheim. Archiviert vom Original am 25. Mai 2005, abgerufen am 26. Februar 2009.
  3. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 792.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wilfried Sponsel: Die Geschichte von Hohenaltheim und Niederaltheim. Hohenaltheim 2010, ISBN 978-3-939777-67-0.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hohenaltheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien