Amerdingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Amerdingen
Amerdingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Amerdingen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 44′ N, 10° 29′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Donau-Ries
Verwaltungs­gemeinschaft: Ries
Höhe: 530 m ü. NHN
Fläche: 19,11 km2
Einwohner: 851 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 45 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86735
Vorwahl: 09089
Kfz-Kennzeichen: DON, NÖ
Gemeindeschlüssel: 09 7 79 112
Adresse der Verbandsverwaltung: Beuthener Str. 6
86720 Nördlingen
Webpräsenz: www.gemeinde-amerdingen.de
Bürgermeister: Hermann Schmidt (Dorfgemeinschaft)
Lage der Gemeinde Amerdingen im Landkreis Donau-Ries
Dornstadt-LinkersbaindtDornstadt-LinkersbaindtEsterholz (gemeindefreies Gebiet)Rain (Lech)Münster (Lech)Holzheim (Landkreis Donau-Ries)Oberndorf am LechMertingenDonauwörthAsbach-BäumenheimGenderkingenNiederschönenfeldMarxheimTagmersheimRöglingMonheim (Schwaben)KaisheimBuchdorfDaitingFremdingenAuhausenOettingen in BayernHainsfarthEhingen am RiesTapfheimMarktoffingenMaihingenMegesheimMunningenWolferstadtWallersteinNördlingenReimlingenEderheimForheimAmerdingenWemdingWechingenHarburg (Schwaben)HohenaltheimDeiningenAlerheimOttingFünfstettenHuisheimMönchsdeggingenMöttingenBaden-WürttembergLandkreis AnsbachLandkreis Weißenburg-GunzenhausenLandkreis EichstättLandkreis Neuburg-SchrobenhausenLandkreis Aichach-FriedbergLandkreis AugsburgLandkreis Dillingen an der DonauKarte
Über dieses Bild

Amerdingen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Donau-Ries und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Ries mit Sitz in Nördlingen.

Pfarrkirche Sankt Vitus
Schloss Amerdingen
Ortsteil Bollstadt

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amerdingen ist Teil der Planungsregion Augsburg und liegt an der Kessel.

Das Gemeindegebiet gliedert sich in die zwei Gemarkungen Amerdingen und Bollstadt. Im Süden grenzt es an den Landkreis Dillingen. Neben dem Hauptort gehören zur Gemeinde Amerdingen noch das Dorf Bollstadt und die Einöden Seelbronn und Sternbach.

Geologisch gehört das Gebiet zur Riesalb, dem östlichsten, nur mehr hügeligen Ausläufer der Schwäbischen Alb.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amerdingen war vor 1806 Sitz der gleichnamigen Herrschaft und gehörte den Freiherren Schenk von Stauffenberg. Die von Ludwig II. von Bayern im 19. Jahrhundert in den Grafenstand erhobenen Stauffenberger sind noch immer die größten Grundbesitzer in Amerdingen und gleichzeitig Bewohner des Schlosses im Ort. Alle lebenden Schenken von Stauffenberg entstammen der so genannten „Amerdinger Linie“. Sie sind Nachfahren des Schenken Hans von Stauffenberg, der 1566 das Rittergut Amerdingen durch Heirat mit Barbara von Westernach erwarb.

Amerdingen lag zwischen dem Herzogtum Pfalz-Neuburg und der Grafschaft Oettingen, die landesherrliche Rechte über Amerdingen innehatten. Mit dem Inkrafttreten der Rheinbundakte 1806 fiel der Ort an das Königreich Bayern.

Familie Stauffenberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Nachfahren des ersten Amerdinger Stauffenberg, Hans von Stauffenberg, zählt auch Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der am 20. Juli 1944 das erfolglose Attentat auf Adolf Hitler gewagt und mit dem Leben bezahlt hat.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Bollstadt eingegliedert.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 840 Einwohner[2]
  • 1970: 824 Einwohner[2]
  • 1987: 789 Einwohner
  • 1991: 871 Einwohner
  • 1995: 873 Einwohner
  • 2000: 852 Einwohner
  • 2005: 872 Einwohner
  • 2010: 845 Einwohner
  • 2015: 851 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit mai 1996 Hermann Schmidt (Dorfgemeinschaft).

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1998 gab es im Bereich der Land- und Forstwirtschaft keine, im produzierenden Gewerbe 40 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 290. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 35 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 427 ha. Davon waren 296 ha Ackerfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2011 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergarten mit 60 Plätzen und 64 betreuten Kindern, davon elf unter drei Jahren
  • Grundschule mit vier Lehrern und 81 Schülern

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Amerdingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 794.