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Münster (Lech)

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Wappen Deutschlandkarte
Münster (Lech)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Münster hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 48° 37′ N, 10° 54′ OKoordinaten: 48° 37′ N, 10° 54′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Donau-Ries
Verwaltungs­gemeinschaft: Rain
Höhe: 417 m ü. NHN
Fläche: 17,72 km²
Einwohner: 1226 (31. Dez. 2025)[1]
Bevölkerungsdichte: 69 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86692
Vorwahl: 08276
Kfz-Kennzeichen: DON, NÖ
Gemeindeschlüssel: 09 7 79 187
Gemeindegliederung: 3 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
86692 Münster
Website: gemeinde-muenster.de
Erster Bürgermeister: Jürgen Raab (CSU)
Lage der Gemeinde Münster im Landkreis Donau-Ries
KarteDornstadt-LinkersbaindtDornstadt-LinkersbaindtEsterholz (gemeindefreies Gebiet)Rain (Lech)Münster (Lech)Holzheim (Landkreis Donau-Ries)Oberndorf am LechMertingenDonauwörthAsbach-BäumenheimGenderkingenNiederschönenfeldMarxheimTagmersheimRöglingMonheim (Schwaben)KaisheimBuchdorfDaitingFremdingenAuhausenOettingen in BayernHainsfarthEhingen am RiesTapfheimMarktoffingenMaihingenMegesheimMunningenWolferstadtWallersteinNördlingenReimlingenEderheimForheimAmerdingenWemdingWechingenHarburg (Schwaben)HohenaltheimDeiningenAlerheimOttingFünfstettenHuisheimMönchsdeggingenMöttingenBaden-WürttembergLandkreis AnsbachLandkreis Weißenburg-GunzenhausenLandkreis EichstättLandkreis Neuburg-SchrobenhausenLandkreis Aichach-FriedbergLandkreis AugsburgLandkreis Dillingen an der Donau
Karte
Kirche St. Peter und Paul in Münster

Münster ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Donau-Ries.

Münster liegt in der Planungsregion Augsburg.

Gemeindegliederung

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Es gibt drei Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2][3]

Es gibt auf dem Gemeindegebiet nur die Gemarkung Münster.[4] Sie hat eine Fläche von 17,716 km². Sie ist in 1478 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 11986,20 m² haben.[5] In ihr liegen sämtliche Gemeindeteile der Gemeinde Münster und ein Teil des 2014 aufgelösten gemeindefreien Gebiets Brand.[6]

Nachbargemeinden

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Bis zur Gemeindegründung

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Münster gilt als Gründung irisch-schottischer Mönche. Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort als „Munestra in Husa“ in der Stiftungsurkunde von Bischof Embrico Graf von Leiningen (im Amt von 1063 bis 1077) für das Gertrudis-Stift Augsburg im Jahr 1071. Münster wird bei den dem Stift übereigneten Güter aufgezählt. Seit 2025 ist bewiesen, dass es sich dabei nicht, wie lange vermutet, um Münsterhausen handelt. Das Stift bezog bis zu seiner Aufhebung im Zuge der Säkularisation Abgaben aus Münster bei Rain.[7]

Bis zur Säkularisation 1803 war allerdings das Zisterzienserinnenkloster Niederschönenfeld wichtigster Grundherr im Ort. Münster gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Rain des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die selbstständige Gemeinde Münster.

Kreiszugehörigkeit

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Bis zum 1. Juli 1972 gehörte Münster zum Landkreis Neuburg an der Donau und wurde dann im Zuge der Gebietsreform in Bayern dem Landkreis Donau-Ries zugeschlagen.

Gebietsveränderungen

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Die Gemeinde Münster trat am 1. Mai 1978 die Gemeindeteile Altenbach und Königsbrunn an das südlich angrenzende Thierhaupten (Landkreis Augsburg) ab.[8] Am 1. Juli 2014 bekam Münster noch eine Teilfläche von 1,5 km² des ehemaligen gemeindefreien Gebietes Brand zugeschlagen.[9]

Einwohnerentwicklung

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Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 850 auf 1176 um 326 Einwohner bzw. um 38,4 %.

Jahr19611970198719952000200520102015
Einwohner809[8]735[8]8569361028107310111119

Bei der Wahl zum Gemeinderat am 15. März 2020 konnten die CSU und die Freie Wählergemeinschaft/Freier Bürgerblock jeweils sechs Sitze besetzen, wobei die CSU geringfügig mehr Stimmen erhielt (50,44 %).

Bei der Wahl zum Gemeinderat am 8. März 2026 blieb die Sitzverteilung unverändert mit jeweils sechs Mandaten für die CSU und die Freie Wählergemeinschaft/Freier Bürgerblock (FWG/FBB). Die CSU erhielt 46,7 % der Stimmen, FWG/FBB kam auf 53,3 %.[10]

1. Bürgermeister war von 1978 bis 1994 Konrad Dumberger und von 1994 bis 2008 Alois Stuber. Bei den Kommunalwahlen 2008 und 2014 wurde jeweils Gerhard Pfitzmaier (ohne Mitbewerber) zum 1. Bürgermeister gewählt.

Dessen Nachfolger ist seit 1. Mai 2020 der am 15. März 2020 ohne Mitbewerber gewählte Jürgen Raab (CSU); er wurde am 8. März 2026 für weitere sechs Jahre von den Bürgern bestätigt.

Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Rain.

Wappen Gde. Münster a.Lech
Wappen Gde. Münster a.Lech
Blasonierung: „Über einem von Silber und Rot gespaltenen, oben mit einem von Schwarz und Silber gespaltenen Wellenbalken begrenzten Schildfuß, geviert von Rot und Silber, belegt mit einem schräggekreuzten silbernen Schlüssel und einem schwarzen Schwert.“[11]

Bau- und Bodendenkmäler

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Wirtschaft und Infrastruktur

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Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft

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Am 30. Juni 2019 gab es 377 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Die Gemeinde hat sich in den vergangenen Jahren sehr gut entwickelt, denn im Jahr 2000 waren nur 31 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze im Ort vorhanden. Von der Wohnbevölkerung standen 661 Personen in einer versicherungspflichtigen Tätigkeit.

2020 gab es folgende Einrichtungen:

  • 1 Kindertageseinrichtung mit 62 Plätzen (2 Kindergarten- und 1 Krippengruppe; ganztags geöffnet), 52 Besucher
  • Grundschule in Holzheim (drei Kilometer), Mittelschule und Realschule in Rain (neun Kilometer)

Persönlichkeiten

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  • Franz Xaver Wirth (1845–1913), österreichischer Großindustrieller und Politiker
  • Albert Schönberger (* 1949), Komponist und von 1985 bis 2010 Organist am Hohen Dom zu Mainz, verbrachte in Münster seine Kindheit und Jugendjahre und übte hier an der Kirchenorgel.
  • Hans-Georg Andreae (1934–2014), Gutsbesitzer und Agrarfunktionär
Commons: Münster – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2025. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt für Statistik, Mai 2026, abgerufen am 21. Mai 2026 (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Münster in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 1. Mai 2023.
  3. Gemeinde Münster, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 9. Dezember 2021.
  4. Gemarkungs- und Gemeindeverzeichnis. In: ldbv.bayern.de. Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, 17. April 2025, abgerufen am 16. April 2026.
  5. Gemarkung Münster (096976). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 16. April 2026.
  6. Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 16. April 2026.
  7. Felix Guffler / Gerhard Pfitzmaier: Münster oder Münsterhausen? Diskussion der Stiftungsurkunde von St. Gertrud in Augsburg in Bezug auf die Erstnennung der beiden Orte, in: Zeitschrift des historischen Vereins für Schwaben, 117. Band, Jahrgang 2025, Seite 127–134
  8. 1 2 3 Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 768 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
  9. Amtsblatt Schwaben 6/2014 (Memento vom 26. Juli 2014 im Internet Archive)
  10. Gemeinderatswahl 8. März 2026 – Gemeinde Münster, abgerufen am 11. März 2026
  11. Wappen von Münster in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte