Ehingen am Ries

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ehingen a.Ries
Ehingen am Ries
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ehingen a.Ries hervorgehoben
Koordinaten: 48° 58′ N, 10° 33′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Donau-Ries
Verwaltungs­gemeinschaft: Oettingen in Bayern
Höhe: 440 m ü. NHN
Fläche: 15,64 km2
Einwohner: 801 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 51 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86741
Vorwahl: 09082
Kfz-Kennzeichen: DON, NÖ
Gemeindeschlüssel: 09 7 79 138
Adresse der Verbandsverwaltung: Schloßstr. 36
86732 Oettingen i.Bay.
Website: www.ehingen-am-ries.de
Bürgermeister: Erhard Michel (Freie Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Ehingen a.Ries im Landkreis Donau-Ries
Dornstadt-LinkersbaindtDornstadt-LinkersbaindtEsterholz (gemeindefreies Gebiet)Rain (Lech)Münster (Lech)Holzheim (Landkreis Donau-Ries)Oberndorf am LechMertingenDonauwörthAsbach-BäumenheimGenderkingenNiederschönenfeldMarxheimTagmersheimRöglingMonheim (Schwaben)KaisheimBuchdorfDaitingFremdingenAuhausenOettingen in BayernHainsfarthEhingen am RiesTapfheimMarktoffingenMaihingenMegesheimMunningenWolferstadtWallersteinNördlingenReimlingenEderheimForheimAmerdingenWemdingWechingenHarburg (Schwaben)HohenaltheimDeiningenAlerheimOttingFünfstettenHuisheimMönchsdeggingenMöttingenBaden-WürttembergLandkreis AnsbachLandkreis Weißenburg-GunzenhausenLandkreis EichstättLandkreis Neuburg-SchrobenhausenLandkreis Aichach-FriedbergLandkreis AugsburgLandkreis Dillingen an der DonauKarte
Über dieses Bild

Ehingen am Ries (amtlich Ehingen a.Ries) ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Donau-Ries und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Oettingen in Bayern.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Pfarrdorf liegt am Rand des Nördlinger Rieses, die Gemeinde gehört zur Planungsregion Augsburg.

Sie besteht aus folgenden Ortsteilen:

Es existieren die Gemarkungen Belzheim und Ehingen am Ries.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehingen am Ries entstand aus einer alemannischen Gründung und gehörte zum Fürstentum Oettingen. Etwa die Hälfte des Dorfes (wie auch das nördlich gelegene Erlbach) gehörte der protestantischen Linie dieses Hauses und nahm deshalb im Jahr 1539 den neuen Glauben an. Neben der anderen Dorfhälfte blieb auch Niederhofen beim katholischen Glauben. Seit der Reformationszeit ist die Pfarrkirche von Ehingen eine Simultankirche – neben Illschwang in der Oberpfalz eine der wenigen in Bayern. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zum Königreich Bayern.

Die erste schriftliche Erwähnung von Belzheim erfolgte 1053 als Villa Bellesheim. Der Ort gehörte zur Zeit des Alten Reiches fast ausschließlich zum Deutschen Orden.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Belzheim eingegliedert.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 891 Einwohner[2]
  • 1970: 890 Einwohner[2]
  • 1987: 834 Einwohner
  • 1991: 816 Einwohner
  • 1995: 829 Einwohner
  • 2000: 814 Einwohner
  • 2005: 809 Einwohner
  • 2010: 788 Einwohner
  • 2015: 799 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit November 2009 Erhard Michel (Freie Wählergemeinschaft). Vorgänger war Paul Fackler (Freie Wählergemeinschaft).

Der Gemeinderat besteht nach der Wahl im März 2014 aus acht Mitgliedern:

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Stephanus in Ehingen
  • Wehrkirche St. Ulrich und St. Stephan
  • Antoniuskapelle in Belzheim

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 259.000 €, davon waren 17.000 € (netto) Gewerbesteuereinnahmen. Im Jahre 2010 gab es nach der amtlichen Statistik 43 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es 334. Es bestanden 42 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1302 ha, davon waren 1183 ha Ackerfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2011 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergarten: 50 Kindergartenplätze mit 30 Kindern

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Georg Bickel, Malerpfarrer (1862–1924)
  • Anton Jaumann (1927–1994), Jurist und Politiker (CSU), 1970 bis 1988 Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft und Verkehr, außerdem 1958 bis 1990 Mitglied des Bayerischen Landtages
  • Johannes Hanselmann (1927–1999), 1975 bis 1994 Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ehingen am Ries – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 794.