Russische Volleyballnationalmannschaft der Männer

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Russland
Flag of Russia.svg
Verband Confédération Européenne de Volleyball (CEV)
Weltrangliste Platz 2
Trainer Andrei Woronkow
(Андрей Геннадьевич Воронков)
Homepage Wserossijskaja Federazija Volejbola (Всероссийская Федерация Волейбола)
Weltmeisterschaft
Endrundenteilnahmen 1949–2010
Bestes Ergebnis Weltmeister 1949, 1952, 1960, 1962, 1978, 1982
Olympische Spiele
Endrundenteilnahmen 1964–1980 (Sowjetunion), 1988 (Sowjetunion), 1992 (Vereintes Team), 1996–2008
Bestes Ergebnis Gold 1964, 1968, 1980, 2012
Europameisterschaft
Endrundenteilnahmen 1950–1991 (Sowjetunion), 1993–2007
Bestes Ergebnis Europameister 1950, 1951, 1967–1987, 1991 (Sowjetunion)
World Cup
Endrundenteilnahmen 1965–1991 (Sowjetunion), 1999, 2007
Bestes Ergebnis Sieger 1965, 1977, 1981, 1991 (Sowjetunion), 1999
Weltliga
Endrundenteilnahmen 1990–1991 (Sowjetunion), 1992 (Vereintes Team), 1993–2003, 2006–2013
Bestes Ergebnis Sieger 2002, 2011, 2013
Europaliga
Endrundenteilnahmen 2004, 2005
Bestes Ergebnis Sieger 2005
(Stand: 15. August 2012)

Die russische Volleyballnationalmannschaft der Männer ist eine Auswahl der besten russischen Spieler, die den russischen Volleyballverband (Wserossijskaja Federazija Volejbola, Всероссийская Федерация Волейбола) bei internationalen Turnieren und Länderspielen repräsentiert. Sie ist der offizielle Nachfolger der Volleyballnationalmannschaft der Sowjetunion, die bis 1991 international antrat. Im Jahr 1992 spielte das Vereinte Team.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sowjetunion wurde 1949 mit einem Finalsieg gegen Gastgeber Tschechoslowakei erster Volleyball-Weltmeister. Drei Jahre später konnte sie im eigenen Land den Titel gegen den gleichen Gegner verteidigen. Nach einem dritten Platz 1956 gab es 1960 und 1962 zwei weitere WM-Titel. Sowohl in Brasilien als auch in der Sowjetunion war erneut die Tschechoslowakei der Endspiel-Gegner. Bei den beiden folgenden Turniere verpasste die UdSSR als Dritter und Sechster das Finale, 1974 unterlag sie Polen. 1978 und 1982 holten die Sowjets gegen Italien und Brasilien zweimal in Folge den WM-Titel. Bei ihren letzten beiden Turnieren gab es einen zweiten und dritten Platz. Russland als Nachfolger war bislang weniger erfolgreich. Das beste Resultat gab es 2002 mit der Finalniederlage gegen Brasilien. In den anderen Turnieren reichte es nur zu zwei fünften und zwei siebten Plätzen.

Olympische Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sowjetunion war auch erster Olympia-Sieger im Volleyball und gewann bei der Premiere 1964 gegen die Tschechoslowakei die Goldmedaille. 1968 in Mexiko gelang gegen Japan die Titelverteidigung. Mit Bronze 1972 und Silber 1976 blieben die Sowjets in den Medaillenrängen. Beim Heimspiel 1980 in Moskau wurden sie zum dritten Mal Olympia-Sieger. Durch den Boykott der Spiele 1984 verpassten sie ihr einziges Turnier. Vier Jahre später, 1988 in Seoul unterlagen sie den USA. Beim Turnier 1992 sorgte das Vereinte Team mit dem siebten Platz für das bislang schlechteste Ergebnis. Russland verpasste 1996 in Atlanta knapp die Medaillenränge. Bei den Spielen 2000 verloren die Russen im Endspiel gegen Jugoslawien, 2004 gewannen sie Bronze. Das gleiche Ergebnis gab es 2008 in Peking, als die Russen im Spiel um den dritten Platz die Italiener besiegten. Nach 32 Jahren Pause wurden die russischen Männer 2012 in London durch einen 3:2-Finalsieg über Brasilien zum vierten Mal Olympia-Sieger.

Europameisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der ersten Volleyball-Europameisterschaft fehlte die Sowjetunion, doch 1950 gewann sie gegen den großen Rivalen Tschechoslowakei bereits den Titel, den sie im folgenden Jahr gegen Bulgarien verteidigte. Bei den nächsten drei Turnieren mussten sich die Sowjets mit den Plätzen vier und drei begnügen, doch dann begann eine Siegesserie. Von 1967 bis 1987 gab es keinen anderen Europameister als die Sowjetunion. Nach einem vierten Platz 1989 gewann die Sowjetunion bei ihrem letzten Auftritt 1991 den letzten Titel. Nachfolger Russland blieb ein solcher Erfolg bislang verwehrt, doch außer 1995 und 1997 (jeweils Fünfter) waren die Russen immer unter den besten drei Mannschaften. 1999 und 2005 verloren sie die Endspiele gegen Italien, 2007 scheiterten sie im eigenen Land mit einem 14:16 im Tiebreak an Spanien.

World Cup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie bei der WM und Olympia hieß auch im World Cup der erste Sieger 1965 Sowjetunion. Die Osteuropäer waren in diesem Wettbewerb nie schlechter als Platz drei. 1977, 1981 und 1991 konnten sie den Wettbewerb erneut gewinnen. Russland nahm 1995 nicht teil und holte 1999 gegen Kuba den Titel. Nach einer erneuten Pause unterlagen die Russen 2007 im Endspiel gegen Brasilien.

Weltliga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sowjetunion belegte kurz vor ihrem Zusammenbruch die Plätze drei und vier, das Vereinte Team wurde Sechster. Russland erreichte bei seinem ersten Auftritt 1993 das Finale gegen Brasilien. Nach einem sechsten Rang im folgenden Jahr arbeiteten sich die Russen allmählich wieder nach oben und unterlagen 1998 im Endspiel den Kubanern. Im Jahr 2000 blieb ihnen der Turniersieg gegen Italien erneut verwehrt, doch 2002 schafften sie gegen Brasilien ihren ersten und bislang einzigen Sieg. Ein Jahr später gab es mit Rang sieben das schlechteste Ergebnis. Es folgten zwei Jahre ohne Weltliga. Bei der Rückkehr 2006 reichte es zum dritten Rang, 2007 war Brasilien im Finale erfolgreich. In den Wettbewerben 2008 und 2009 wurde Russland wieder Dritter. 2010 unterlag man erneut im Finale gegen Brasilien, während man sich 2011 mit einem Finalsieg gegen Brasilien revanchieren konnte.

Europaliga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Premiere der Europaliga unterlagen die Russen 2004 erst im Finale gegen Tschechien. 2005 gewannen sie den Wettbewerb im Endspiel gegen Finnland.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]