Streitkräfte Dschibutis

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Flagge Dschibutis Streitkräfte Dschibutis
Forces armées djiboutiennes
Emblem of the Djiboutian Armed Force.png
Führung
Oberbefehlshaber: Präsident
Ismail Omar Guelleh
Sitz des Hauptquartiers: Dschibuti
Militärische Stärke
Aktive Soldaten: 16.962 Soldaten[1].
Reservisten: 15.234
Wehrpflicht: keine
Wehrtauglichkeitsalter: 18-49 Jahre[1]
Haushalt
Militärbudget: 0,369 Milliarden $ (2011)
Anteil am Bruttoinlandsprodukt: 3,7 % (2011)
Geschichte
Gründung: 1977

Die Streitkräfte Dschibutis (französisch Forces armées djiboutiennes) sind das Militär der seit 1977 unabhängigen Republik Dschibuti.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Französische Afar- und Issa-Territorium wurde am 27. Juni 1977 unter dem Namen Dschibuti unabhängig. Die Beziehungen zwischen den Ethnien der Afar und Somali waren seit Beginn gespannt. Hassan Gouled Aptidon machte die RPP 1981 zur einzig erlaubten Einheitspartei. Afar, die sich benachteiligt fühlten, gründeten daher die Rebellenorganisation Front pour la Restauration de l'Unité et de la Démocratie (FRUD), die sich 1991–1994 Kämpfe mit der Regierungsarmee lieferte. Dieser Dschibutische Bürgerkrieg trug dazu bei, dass 1992 wieder ein Mehrparteiensystem eingeführt wurde. Die RPP – der sich nach dem Friedensschluss auch die FRUD größtenteils anschloss – dominiert jedoch weiterhin die Politik. Mitte 2008 kam es im umstrittenen Grenzgebiet um Ras Doumeira mehrfach zu Zusammenstößen dschibutischer Truppen mit Truppen Eritreas. Die USA und der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen beschuldigten Eritrea der militärischen Aggression gegen Dschibuti.[2]

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Streitkräfte Dschibutis stehen unter dem Oberbefehl von Präsident Ismail Omar Guelleh und haben eine Gesamt-Truppenstärke von 16.962 Soldaten[1]

Heer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Panhard AML während einer Parade 2003.
Soldaten während der Operation Able Dart in Ali Sabieh.

Die Landstreitkräfte als größtes Kontingent bestehen aus ca. 8.000 Soldaten, die in sieben Regimentern aufgeteilt sind. Sie verfügen über folgenden Bestand:

Name Typ Herkunft In Dienst Anmerkungen
T-72 Kampfpanzer SowjetunionSowjetunion Sowjetunion -- Bestellt im Jemen.[3]
AMX-13 Leichter Panzer FrankreichFrankreich Frankreich 60[4] Einsatzbereitschaft unsicher.[5]
BTR-80 Mannschaftstransporter SowjetunionSowjetunion Sowjetunion 8[6]
BTR-60 Mannschaftstransporter SowjetunionSowjetunion Sowjetunion 10[6] BTR-60PB.[5]
Puma Mannschaftstransporter ItalienItalien Italien 6[7]
Ratel-90 Schützenpanzer SudafrikaSüdafrika Südafrika 9[8] 12 ausgeliefert.[4]
Casspir gepanzertes Radfahrzeug SudafrikaSüdafrika Südafrika 9[6] Casspir III Variante
Cougar gepanzertes Radfahrzeug Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 10[7]
Panhard AML Radpanzer FrankreichFrankreich Frankreich 20[5] 24 ausgeliefert.[4]
BRDM-2 Aufklärer SowjetunionSowjetunion Sowjetunion 12[4] Einsatzbereitschaft unsicher.[5]
Véhicule Blindé Léger Aufklärer FrankreichFrankreich Frankreich 10[4]
Humvee Geländewagen Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 14[5]
Land Rover Defender Geländewagen Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 13[5]
M35 Lastwagen Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 10[5]
Mercedes-Benz G-Klasse Geländewagen DeutschlandDeutschland Deutschland 4[5]
Mercedes-Benz Unimog Artilleriezugfahrzeug DeutschlandDeutschland Deutschland 4[5]
Toyota Land Cruiser Geländewagen JapanJapan Japan 26[9]
Ural-4320 Artilleriezugfahrzeug SowjetunionSowjetunion Sowjetunion 3[5]
VLRA Verbindungsfahrzeug FrankreichFrankreich Frankreich 4[5]
BM-21 Grad[10] Raketenwerfer SowjetunionSowjetunion Sowjetunion 12
M109 Panzerhaubitze Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 10
120mm Mörser RT-61 Schwerer Mörser FrankreichFrankreich Frankreich 20[5] Erworben 1981.[4]
122-mm-Haubitze D-30 (2A18) Haubitze SowjetunionSowjetunion Sowjetunion 6[4]
M56 105mm Haubitze[6] Haubitze Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Jugoslawien

Marine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Seestreitkräfte Djibutis verfügen über sechs Patrouillenboote der Swari-Klasse. Daneben existieren 2 Patrouillenboote der Klasse Metal Shark 28 und ein EDIC-Landungsboot. Die Küstenwache verfügt über weitere 8 Boote.

Luftstreitkräfte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mi-35P Hind

Die Force Aérienne du Djibouti (FAdD) verfügt über:

Gendarmerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gendarmerie Nationale Djiboutienne zählt zu den Streitkräften Dschibutis, hat aber überwiegend Polizeiaufgaben.

Ausländische Kontingente[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben den Truppen Dschibutis sind ausländische Kontingente im Land stationiert, so auch das 5e Régiment interarmes d’outre-mer (5e RIAOM) der französischen Armee de Terre. Neben Frankreich, im Rahmen der Forces françaises stationnées à Djibouti (FFDj) (mit etwa 2.000 Soldaten; 2012) und den USA (Camp Lemonier) unterhält Deutschland einen ständigen Stützpunkt, der als Deutsche Verbindungs- und Unterstützungsgruppe bezeichnet wird. Die Deutsche Marine setzt zurzeit am Horn von Afrika etwa 230 Soldaten im Rahmen der Operation Atalanta ein. Die Einheiten werden jeweils für mehrere Monate an das Bab al-Mandab verlegt, um vom südlichen Roten Meer über den Golf von Aden bis in den Golf von Oman den Schiffsverkehr zu überwachen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Streitkräfte Dschibutis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c The World Factbook. Abgerufen am 23. Oktober 2014.
  2. BBC News: France backing Djibouti in ‚war‘
  3. Defence talk. In: defencetalk. 2003. Abgerufen am 14. Oktober 2003.
  4. a b c d e f g Trade Registers. Armstrade.sipri.org. Abgerufen am 25. Juni 2014.
  5. a b c d e f g h i j k l Djibouti Army. Defence & Civil Database. unidentified. Abgerufen am 25. Juni 2014.
  6. a b c d Djibouti
  7. a b Jane's: Djibouti parades new armour
  8. Army Recognition. In: EquipmentInsight. 2012. Abgerufen am 7. März 2012.
  9. Djibouti armed forces receive 26 donated land cruisers
  10. Weaponsystems. In: Weaponsystems. 2012. Abgerufen am 7. März 2012.
  11. Djibouti Air Force gets two Y-12s; Dauphin helicopters, Defence Web, 19. Juli 2016
  12. World Air Forces 2015 pg. 14. Flightglobal Insight. 2015. Abgerufen am 2. Januar 2015.