Tăureni (Mureș)

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Tăureni
Mezőzáh
Wappen von Tăureni (Mureș)
Tăureni (Mureș) (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Mureș
Koordinaten: 46° 35′ N, 24° 5′ OKoordinaten: 46° 34′ 48″ N, 24° 5′ 10″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 299 m
Fläche: 20,71 km²
Einwohner: 989 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 48 Einwohner je km²
Postleitzahl: 547600
Telefonvorwahl: (+40) 02 65
Kfz-Kennzeichen: MS
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016)
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Tăureni, Fânațe, Moara de Jos
Bürgermeister: Ovidiu-Petru Oltean (PSD)
Postanschrift: Str. Principală nr. 256
loc. Tăureni, jud. Mureș, RO–547600
Website:
Sonstiges
Stadtfest: jährlich im August „Festivalul Peștelui“ (Fischerfest)

Tăureni [təuˈrenʲ] (ungarisch Mezőtóhát oder auch Tóhát) ist eine Gemeinde im Kreis Mureș, in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage der Gemeinde Tăureni im Kreis Mureș
Stausee bei Tăureni

Die Gemeinde Tăureni liegt in der Siebenbürgischen Heide (Câmpia Transilvaniei) – Teil des Siebenbürgischen Becken – im Westen des Kreises Mureș am Pârâul de Câmpie ein rechter Zufluss des Mureș (Mieresch). An der Kreisstraße (Drum județean) DJ 151 und der eingleisigen 94 Kilometer langen Bahnstrecke Luduș–Măgheruș Șieu (5 km auf Tăurenis Gemeindegebiet) befindet sich der Ort Tăureni 14 Kilometer nördlich der Kleinstadt Luduș (Ludasch) und etwa 60 Kilometer westlich von der Kreishauptstadt Târgu Mureș (Neumarkt am Mieresch) entfernt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Tăureni wurde 1454 erstmals urkundlich erwähnt, war im Mittelalter ein rumänisches Hörigendorf und gehörte zum Herrenhof Gieresch. Die Magyaren des Gemeindezentrums sind größtenteils Nachfahren reformierter Kleinadliger.[2]

Im Königreich Ungarn gehörten die Orte der heutigen Gemeinde dem Stuhlbezirk Marosludas in der Gespanschaft Torda-Aranyos und anschließend dem historischen Kreis Mureș und ab 1950 dem heutigen Kreis Mureș an.

Auf den Gemeindegebiet sind nicht alle Haushalte an das etwa 8,5 Kilometer lange Trinkwassernetz angeschlossen; ein Abwassernetz ist nicht vorhanden. Etwa 270 Haushalte sind an das 22 Kilometer lange Gasnetz der Gemeinde angeschlossen. In der Gemeinde sind eine Möbelfabrik und zwei Getreidemühlen vorhanden.[3]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung der Gemeinde Tăureni entwickelte sich wie folgt:

Volkszählung Ethnische Zusammensetzung
Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere
1850 822 753 8 1 60
1920 1.171 887 229 - 55
1966 1.943 1.872 60 - 11
2002 1.049 657 19 - 73
2011 989 813 13 - 163

Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl und die der Rumänen 1966 ermittelt. Die höchste Anzahl der Magyaren wurde 1920, die der Roma (140) 2011 und die der Rumäniendeutschen (17) 1890 registriert.[4]

Die Hauptbeschäftigung der Gemeindebevölkerung ist die Landwirtschaft und Viehzucht.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Außer den beiden Stauseen, etwa 155 Hektar groß, welche zum Fischfang und als Erholungsgebiet genutzt werden, sind in der Gemeinde Tăureni keine nennenswerte Sehenswürdigkeiten zu erwähnen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tăureni – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB)
  2. Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2, S. 517.
  3. Angaben auf der Webdarstellung der Gemeinde Tăureni, abgerufen am 20. Mai 2019 (rumänisch).
  4. Volkszählungen 1850–2002, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 1 MB; ungarisch).