Măgherani

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Măgherani
Nyárádmagyarós
Wappen von Măgherani
Măgherani (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Mureș
Koordinaten: 46° 34′ N, 24° 54′ OKoordinaten: 46° 33′ 52″ N, 24° 54′ 16″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 384 m
Fläche: 58,02 km²
Einwohner: 1.309 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 23 Einwohner je km²
Postleitzahl: 547385
Telefonvorwahl: (+40) 02 65
Kfz-Kennzeichen: MS
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016)
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Măgherani, Șilea Nirajului, Torba
Bürgermeister: Antal Kacsó (UDMR)
Postanschrift: Str. Principală, nr. 245
loc. Măgherani, jud. Mureș, RO–547385
Website:

Măgherani [ˈməɟeranʲ] (veraltet Măgheruș; ungarisch Nyárádmagyarós oder auch Magyarós)[2] ist eine Gemeinde im Kreis Mureș, in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage der Gemeinde Măgherani im Kreis Mureș

Die Gemeinde Măgherani liegt nördlich des Kokel-Hochlands (Podișul Târnavelor) im Siebenbürgischen Becken. Am Bach Nirajul Mic, ein linker Zufluss des Niraj (Niersch) und der Kreisstraße (Drum județean) DJ 135, befindet sich der Ort Măgherani zehn Kilometer nordöstlich von der Kleinstadt Miercurea Nirajului (Sereda) und etwa 30 Kilometer östlich von der Kreishauptstadt Târgu Mureș (Neumarkt am Mieresch) entfernt. Die zwei eingemeindeten Dörfer sind zwischen einem bis fünf Kilometer vom Gemeindezentrum entfernt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der von Szekler gegründete Ort Măgherani wurde erstmals 1576 urkundlich erwähnt.[3] Noch keinem früheren Zeitalter zugeordnet, deuten in Măgherani Reste einer Siedlung auf dem von den Einheimischen genannten Areal Culmea cetății (ungarisch Várbérce),[4] hingegen datiert das Rumänische Kulturministeriums die Siedlung unter der Bezeichnung Piscul Cetății in die Hallstattzeit oder in die Latènezeit. In den eingemeindeten Dörfern Șilea Nirajului (Nyárádselye) und Torba (Toperdorf) in die Bronzezeit.[5] Archäologische Funde auf dem Gemeindeareal wurden der Jungsteinzeit zugeordnet.[4]

Im Königreich Ungarn gehörte die heutige Gemeinde dem Stuhlbezirk Nyáradszereda im Komitat Maros-Torda, anschließend dem historischen Kreis Mureș und ab 1950 dem heutigen Kreis Mureș an.

Bis 1994 waren die drei Dörfer Teil der Gemeinde Bereni (ungarisch Székelybere). Auf dem Gebiet der Gemeinde ist kein Trink- und Abwassernetz vorhanden; ist für 2018 geplant zu realisieren.[6]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung in den Dörfern der heutigen Gemeinde Măgherani entwickelte sich wie folgt:

Volkszählung Ethnische Zusammensetzung
Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere
1850 1.856 - 1.836 - 20
1910 2.946 4 2.893 11 38
1956 3.016 ? ? ? ?
2002 1.377 8 1.357 - 12
2011 1.309 11 1.177 - 121

Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl und (wahrscheinlich) die der Magyaren 1956 registriert. Die höchste Einwohnerzahl der Rumänen (39) wurde 1920, die der Roma (104) 1966 und die der Rumäniendeutschen 1910 ermittelt.[7]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Gemeindezentrum stehen die Bauten, beidseitig in der Strada Principală (Hauptstraße) im 19. Jahrhundert errichtet, unter Denkmalschutz.[5]
  • Im eingemeindeten Dorf Torba, die Anwesen in der Str. Principală Nr. 4, 5, 10, 12, 20–26, 31, 46, 49, 54, 62, 64 und 112 im 19. Jahrhundert errichtet, stehen unter Denkmalschutz.[5]
  • Im Gemeindezentrum[8] und im eingemeindeten Dorf Torba[9] die reformierten Kirchen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Péterfy László (* 1936), geboren in Șilea Nirajului (ungarisch Nyárádselye), ist Maler und Bildhauer.[10]
  • Sándor Tóth (1913–2007), geboren in Torba (ungarisch Torboszló), war Mathematiker.[11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Măgherani – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB)
  2. Arcanum Kézikönyvtár: Historisch-administratives Ortsnamenbuch von Siebenbürgen, Banat und Partium. Abgerufen am 11. Juni 2018 (ungarisch).
  3. Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2, S. 517.
  4. a b Institute Of Archaeology − Măgherani abgerufen am 12. Juni 2018 (rumänisch)
  5. a b c Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch)
  6. Umweltbericht für das Siedlungsbebiet der Gemeinde Măgherani. Abgerufen am 13. Juni 2018 (PDF; 3,1 MB, rumänisch).
  7. Volkszählungen 1850–2002, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 1 MB; ungarisch)
  8. Angaben zur reformierten Kirche in Măgherani bei biserici.org, abgerufen am 13. Juni 2018 (rumänisch)
  9. Angaben zur reformierten Kirche in Torba bei biserici.org, abgerufen am 13. Juni 2018 (rumänisch)
  10. The First Hungarien Painting Expert's Office: Péterfy, László. biralat.hu, abgerufen am 11. Juni 2018 (ungarisch).
  11. Romániai Magyar Irodalmi Lexikon: Tóth Sándor. lexikon.kriterion.ro, abgerufen am 13. Juni 2018 (ungarisch).