Zau de Câmpie

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Zau de Câmpie
Mezőzáh
Wappen von Zau de Câmpie
Zau de Câmpie (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Mureș
Koordinaten: 46° 37′ N, 24° 8′ OKoordinaten: 46° 36′ 57″ N, 24° 7′ 32″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 306 m
Fläche: 51,08 km²
Einwohner: 3.236 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 63 Einwohner je km²
Postleitzahl: 547660
Telefonvorwahl: (+40) 02 65
Kfz-Kennzeichen: MS
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016)
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Zau de Câmpie, Bărboși, Botei, Bujor-Hodaie, Ciretea, Gaura Sângerului, Malea, Ștefăneaca, Tău
Bürgermeister: Alexandru Iurian (PNL)
Postanschrift: Str. Republicii nr. 18
loc. Zau de Câmpie, jud. Mureș, RO–547660
Website:

Zau de Câmpie [ˈzau de ˈkɨmpie] (alte Schreibweise Zau de Cîmpie; ungarisch Mezőzáh oder Záh) ist eine Gemeinde im Kreis Mureș, in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Der Ort ist auch unter den rumänisch veralteten Bezeichnungen Zăul de Câmpie, Zau und Moinești bekannt.[2] Unter der Bezeichnung Moinești war der Ort um das Jahr 1926 nur für kurze Zeit bekannt.[3]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage der Gemeinde Zau de Câmpie im Kreis Mureș

Die Gemeinde Zau de Câmpie liegt in der Siebenbürgischen Heide (Câmpia Transilvaniei) – Teil des Siebenbürgischen Becken – im Westen des Kreises Mureș am Pârâul de Câmpie ein rechter Zufluss des Mureș (Mieresch). An der Kreisstraße (Drum județean) DJ 151 und der Bahnstrecke Luduș–Măgheruș Șieu befindet sich der Ort Zau de Câmpie 20 Kilometer nördlich der Kleinstadt Luduș (Ludasch) und etwa 50 Kilometer nordwestlich von der Kreishauptstadt Târgu Mureș (Neumarkt am Mieresch) entfernt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Zau de Câmpie wurde 1339 erstmals urkundlich erwähnt und war im Mittelalter vorwiegend von Rumänen bewohnt.[4]

Archäologische Funde auf dem Areal des Gemeindezentrums deuten in die Bronze- und Römerzeit;[5] ebenfalls in die Römerzeit deuten Funde bei Cireșaș auf dem Areal des eingemeindeten Dorfes Bărboși (ungarisch Mezőszakál).[6]

Im Königreich Ungarn gehörten die Orte der heutigen Gemeinde dem Stuhlbezirk Marosludas in der Gespanschaft Torda-Aranyos und anschließend dem historischen Kreis Mureș und ab 1950 dem heutigen Kreis Mureș an.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung der Gemeinde Zau de Câmpie entwickelte sich wie folgt:

Volkszählung Ethnische Zusammensetzung
Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere
1850 1.787 1.371 151 - 265
1920 2.757 1.893 523 2 339
1977 4.051 3.371 475 2 203
2002 3.509 2.777 306 - 426
2011 3.236 2.577 240 2 417

Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl 1977 ermittelt. Die höchste Anzahl der Rumänen (3.958) wurde 1966, die der Roma (425) wurde 2002, die der Magyaren (671) 1910 und die der Rumäniendeutschen (41) 1900 registriert.[7]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In Zau de Câmpie das gesamte Anwesen des Schlosses der ungarischen Adelsfamilie Ugron, 1911 errichtet und dessen dendrologische Park, und ein Anwesen in der Str. Republicii nr. 5 im 19. Jahrhundert errichtet, stehen unter Denkmalschutz.[8]
  • Im eingemeindeten Dorf Bărboși die Holzkirche[9] und eine katholische Kapelle.[10]
  • Auf dem Areal der Gemeinde befindet sich das etwa 0,4 Hektar große Naturschutzgebiet Bujorii de stepă Zau de Câmpie (Fremde Pfingstrose). Diese ist durch die Weltnaturschutzunion IUCN als Schutzgebiet der Kategorie IV eingestuft.[11]
  • Auf dem Stausee des Pârâul de Câmpie[12] wird Fischzucht und -fang betrieben.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Zau de Câmpie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB)
  2. Arcanum Kézikönyvtár: Historisch-administratives Ortsnamenbuch von Siebenbürgen, Banat und Partium. Abgerufen am 12. Mai 2019 (ungarisch).
  3. Angaben zu Zau de Câmpie in der Gemeindedarstellung, abgerufen am 14. Mai 2019 (rumänisch).
  4. Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2, S. 517.
  5. Institute Of Archaeology − Zau de Câmpie, abgerufen am 14. Mai 2019 (rumänisch).
  6. Institute Of Archaeology − Bărboși, abgerufen am 14. Mai 2019 (rumänisch).
  7. Volkszählungen 1850–2002, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 1 MB; ungarisch).
  8. Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch).
  9. Angaben zur Holzkirche in Bărboși bei biserici.org, abgerufen am 14. Mai 2019 (rumänisch).
  10. Angaben zur katholischen Kapelle in Bărboși bei biserici.org, abgerufen am 14. Mai 2019 (rumänisch).
  11. European Environment Agency: Rezervatia de bujori Zau de Câmpie. www.eea.europa.eu, abgerufen am 14. Mai 2019 (rumänisch).
  12. Bild des Stausees am Pârâul de Câmpie