Gheorghe Doja (Mureș)

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Gheorghe Doja
Dózsa György
Gheorghe Doja (Mureș) führt kein Wappen
Gheorghe Doja (Mureș) (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Mureș
Koordinaten: 46° 28′ N, 24° 30′ OKoordinaten: 46° 27′ 49″ N, 24° 30′ 27″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 303 m
Fläche: 37,45 km²
Einwohner: 2.982 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 80 Einwohner je km²
Postleitzahl: 547260
Telefonvorwahl: (+40) 02 65
Kfz-Kennzeichen: MS
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016)
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Gheorghe Doja, Ilieni, Leordeni, Satu Nou, Tirimia
Bürgermeister: Tibor Iszlai (UDMR)
Postanschrift: Str. Principală, nr. 6
loc. Gheorghe Doja, jud. Mureș, RO–547260
Website:

Gheorghe Doja [ˈɟeorɟe ˈdoʒa] (veraltet Lucafalău; ungarisch Dózsa György oder auch Lukafalva) ist eine Gemeinde im Kreis Mureș, in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage der Gemeinde Gheorghe Doja im Kreis Mureș

Die Gemeinde Gheorghe Doja liegt nördlich des Kokeltals (Podișul Târnavelor) im südlichen Teil des Kreises Mureș im so genannten Țara Morcovilor (Karottenland). Am Niraj, ein linker Nebenfluss des Mureș (Mieresch) und der Kreisstraße (Drum județean) DJ 151D befindet sich der Ort Gheorghe Doja sieben Kilometer östlich von der Kleinstadt Ungheni (Nyaradfluß) und 16 Kilometer südlich von der Kreishauptstadt Târgu Mureș (Neumarkt am Mieresch) entfernt. Die eingemeindeten Dörfer befinden sich etwa ein bis vier Kilometer vom Gemeindezentrum entfernt.

Bis etwa 2010 verkehrte auf dem Areal der Gemeinde eine Schmalspurbahn der ursprünglichen Schmalspurstrecke von Cristești nach Sovata (Szováta).[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Gheorghe Doja, von Szekler gegründet, wurde nach unterschiedlichen Angaben 1331[3] oder 1333[4] erstmals urkundlich erwähnt.

Auf dem Areal des eingemeindeten Dorfes Tirimia, am Fuße des Berges Porumbelul (ungarisch Galambhegy), wurden archäologische Funde die noch keinem Zeitalter zugeordnet wurden, gefunden.[5]

Im Königreich Ungarn gehörte die heutige Gemeinde dem Stuhlbezirk Maros alsó („Unter-Maros“) im Komitat Maros-Torda, anschließend dem historischen Kreis Mureș und ab 1950 dem heutigen Kreis Mureș an.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung der Gemeinde Gheorghe Doja entwickelte sich wie folgt:

Volkszählung Ethnische Zusammensetzung
Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere
1850 3.054 843 2.048 3 160
1941 3.823 851 2.963 - 9
2002 2.869 611 2.068 - 190
2011 2.982 617 2.169 - 196

Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl und die der Magyaren 1941 registriert. Die höchste Einwohnerzahl der Rumänen (1.190) wurde 1920, die der Roma (188) 2002 und die der Rumäniendeutschen (24) 1880 ermittelt.[6]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Gemeindezentrum die reformierte Kirche, 1750 errichtet. Deren Holzglockenturm wurde 1781 durch den Steinturm ersetzt.[4]
  • Im eingemeindeten Dorf Leordeni (Lörinzdorf) die reformierte Kirche, um 1815 errichtet,[7] steht unter Denkmalschutz.[8] Des Weiteren wird auf dem Gelände des Dorfes eine Römerstraße vermerkt. Von den Einheimischen wird er Calea Dracului (Ördögutja) (Teufelsweg).[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gheorghe Doja – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB)
  2. Trecerile la nivel cu soseaua E60 din Ungheni si Acatari au fost desfiintate bei transira.ro, abgerufen am 12. Februar 2018 (rumänisch)
  3. Angaben auf der Website der Gemeinde Gheorghe Doja, abgerufen am 15. April 2018 (rumänisch).
  4. a b Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2, S. 517.
  5. Institute Of Archaeology − Tirimia, abgerufen am 15. April 2018 (rumänisch).
  6. Volkszählungen 1850–2002, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 1 MB; ungarisch)
  7. Angaben zur reformierten Kirche in Leordeni bei biserici.org, abgerufen am 15. April 2018 (rumänisch)
  8. Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch)
  9. Institute Of Archaeology − Leordeni, abgerufen am 15. April 2018 (rumänisch).