Aluniș (Mureș)

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Aluniș
Haseldorf
Magyaró
Wappen von Aluniș (Mureș)
Aluniș (Mureș) (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Mureș
Koordinaten: 46° 53′ N, 24° 49′ OKoordinaten: 46° 53′ 29″ N, 24° 48′ 54″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 425 m
Fläche: 40,53 km²
Einwohner: 3.972 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 98 Einwohner je km²
Postleitzahl: 547035
Telefonvorwahl: (+40) 02 65
Kfz-Kennzeichen: MS
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016)
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Aluniș, Fițcău, Lunca Mureșului
Bürgermeister: József Loránt Kristóf (UDMR)
Postanschrift: Str. Principală, nr. 656
loc. Aluniș, jud. Mureș, RO–547035
Website:
Sonstiges
Stadtfest: letztes Wochenende im Juni, Gemeindefest

Aluniș [aluˈniʃ] (veraltet Maieru; deutsch Haseldorf, ungarisch Magyaró) ist eine Gemeinde im Kreis Mureș, in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Der Ort Aluniș ist auch unter den veralteten Bezeichnungen Măierău, Maierău, und Muierău, und der deutschen Monja bekannt.[2]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage der Gemeinde Aluniș im Kreis Mureș

Die Gemeinde Aluniș liegt im Miereschtal im nördlichen Teil des Siebenbürgischen Beckens westlich des Gurghiu-Gebirges (Munții Gurghiu). Am Oberlauf des Mureș (Mieresch), der Kreisstraße (Drum județean) DJ 154A und der Bahnstrecke Târgu Mureș–Deda–Gheorgheni liegt der Ort 18 Kilometer nordöstlich von der Stadt Reghin (Sächsisch-Regen) und etwa 50 Kilometer nordöstlich von der Kreishauptstadt Târgu Mureș (Neumarkt am Mieresch) entfernt. Die zwei eingemeindeten Dörfer liegen vier beziehungsweise drei Kilometer vom Gemeindezentrum entfernt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Aluniș wurde erstmals (nach unterschiedlichen Angaben) 1220[3] oder 1228 urkundlich erwähnt.[4]

Auf eine Besiedlung der Region in der Römerzeit, deuten archäologische Funde auf dem Berg Dealul Cetății (ungarisch Várbérc). Einige der Funde auf dem Areal des Dorfes wurden der Jungsteinzeit zugeteilt.[5]

Im Königreich Ungarn gehörte die heutige Gemeinde dem Stuhlbezirk Régen felső (Ober-Regen) im Komitat Maros-Torda, anschließend dem historischen Kreis Mureș und ab 1950 dem heutigen Kreis Mureș an.

Die Salzwasserquellen auf dem Areal des eingemeindeten Dorfes Lunca Mureșului (deutsch Holten; ungarisch Holtmaros) wurden vernachlässigt, sodass das ehemalige Salzbad des Ortes aufgegeben wurde und nur noch eine kleinere Quelle erhalten ist.[6]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung der Gemeinde Aluniș entwickelte sich wie folgt:

Volkszählung Ethnische Zusammensetzung
Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere
1850 1.917 435 1.230 16 236
1930 3.688 755 2.757 2 156
1977 4.147 886 3.143 4 114
2002 3.300 524 2.383 - 393
2011 3.236 422 2.177 - 637

Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl und auch gleichzeitig die der Rumänen und Magyaren 1977 registriert. Die höchste Anzahl der Roma (589) wurde 2011 und die der Rumäniendeutschen (16) 1850 ermittelt.[7]

Die Hauptbeschäftigung der Bevölkerung ist die Landwirtschaft und die Holzverarbeitung.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Gemeindezentrum, die reformierte Kirche im 14. Jahrhundert errichtet wurde letztens 1975 erneuert[8] und die orthodoxe Kirche Sfinții Arhangheli Mihail și Gavriil[9] 1824 errichtet, steht an Stelle einer abgebrannten Holzkirche.[4]
  • Im eingemeindeten Dorf Lunca Mureșului, die reformierte Kirche 1876 errichtet.[10]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tömösváry Ödön (1852–1884), war Zoologe[11]
  • Attila Palkó (1922–2012), war Historiker, Archäologe und ethnographischer Schriftsteller.[12]
  • Ferenc Vajda (* 1936), Dichter und Herausgeber[13]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aluniș – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB)
  2. Arcanum Kézikönyvtár: Historisch-administratives Ortsnamenbuch von Siebenbürgen, Banat und Partium. Abgerufen am 2. September 2018 (ungarisch).
  3. Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2, S. 517.
  4. a b Angaben auf der Website der Gemeinde Aluniș abgerufen am 2. September 2018 (rumänisch)
  5. Institute Of Archaeology − Aluniș abgerufen am 2. September 2018 (rumänisch)
  6. Das salzige Areal im Mureș Tal, aufwärts von Reghin. (PDF; 589 kB) 2. Juni 2006, abgerufen am 2. September 2018 (rumänisch).
  7. Volkszählungen 1850–2002, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 1 MB; ungarisch)
  8. Angaben zu der reformierten Kirche in Aluniș bei biserici.org, abgerufen am 2. September 2018 (rumänisch)
  9. Angaben zu der orthodoxen Kirche in Aluniș bei biserici.org, abgerufen am 2. September 2018 (rumänisch)
  10. Angaben zu der reformierten Kirche in Lunca Mureșului bei biserici.org, abgerufen am 2. September 2018 (rumänisch)
  11. Herman Ottó: Tömösváry Ödön. Rovartani Lapok, 1885, abgerufen am 2. September 2018 (ungarisch).
  12. Dávid Gyula: Palkó Attila. Romániai magyar irodalmi lexikon, abgerufen am 2. September 2018 (ungarisch).
  13. Dávid Gyula: Ferenc Vajda. Romániai magyar irodalmi lexikon, abgerufen am 2. September 2018 (ungarisch).