Breaza (Mureș)

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Breaza
Bretzdorf
Beresztelke
Breaza (Mureș) führt kein Wappen
Breaza (Mureș) (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Mureș
Koordinaten: 46° 46′ N, 24° 38′ OKoordinaten: 46° 45′ 40″ N, 24° 38′ 11″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 375 m
Fläche: 41,39 km²
Einwohner: 2.473 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 60 Einwohner je km²
Postleitzahl: 547135
Telefonvorwahl: (+40) 02 65
Kfz-Kennzeichen: MS
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016)
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Breaza, Filpișu Mare, Filpișu Mic
Bürgermeister: Gheorghe Chira (PNL)
Postanschrift: Str. Principală, nr. 129
loc. Breaza, jud. Mureș, RO–547135
Website:

Breaza (veraltet Brețcu; deutsch Bretzdorf, ungarisch Beresztelke) ist eine Gemeinde im Kreis Mureș, in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage der Gemeinde Breaza im Kreis Mureș

Die Gemeinde Breaza liegt westlich des Reener Ländchens (Ținutul Reghinului) im nördlichen Teil des Siebenbürgischen Beckens. Am Luț, ein rechter Zufluss des Mureș (Mieresch) und der Nationalstraße DN16, befindet sich der Ort Breaza sechs Kilometer südwestlich von der Stadt Reghin (Sächsisch-Regen) und etwa 30 Kilometer nördlich von der Kreishauptstadt Târgu Mureș (Neumarkt am Mieresch) entfernt. Die eingemeindeten Dörfer befinden sich fünf bzw. vier Kilometer vom Gemeindezentrum entfernt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Breaza wurde erstmals 1319 urkundlich erwähnt.[2] Eine Besiedlung auf dem Areal des Ortes Breaza, wird nach Angaben von Márton Roska und Kurt Horedt in die Bronzezeit datiert. Zahlreiche archäologische Funde wurden im Bereich der Straße nach Reghin (DN16) und dem Bach Luț (ungarisch Lucpatak) hinter der Mühle, als auch in Richtung Bistrița (Bistriz) (DN15A) und dem Dorf Sântu der Nachbargemeinde Lunca gefunden.[3]

Im Königreich Ungarn gehörte die heutige Gemeinde dem Stuhlbezirk Régen alsó (Unter-Regen) im Komitat Maros-Torda, anschließend dem historischen Kreis Mureș und ab 1950 dem heutigen Kreis Mureș an.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung der Gemeinde Breaza entwickelte sich wie folgt:

Volkszählung Ethnische Zusammensetzung
Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere
1850 1.913 737 981 - 195
1910 2.648 942 1.610 20 76
1956 3.120 1.364 1.694 1 58
2002 2.531 1.105 1.138 3 285
2011 2.473 1.110 1.025 2 336

Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl 1956 registriert. Die höchste Einwohnerzahl der Rumänen (1.381) wurde 1977, die der Magyaren (1.905) 1941, die der Roma (284) 2002 und die der Rumäniendeutschen (22) 1890 ermittelt.[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Gemeindezentrum die reformierten Kirche,[5] Anfang des 15. Jahrhunderts und der Glockenturm 1895 errichtet, stehen unter Denkmalschutz.[6]
  • Im eingemeindeten Dorf Filpișu Mare (Großphlepsdorf), die reformierten Kirche[7] im 15. Jahrhundert errichtet, im 18. erneuert und gleichzeitig der Holzglockenturm errichtet, stehen unter Denkmalschutz.[6]
  • Im eingemeindeten Dorf Filpișu Mic (Kleinphlepsdorf), die reformierten Kirche[8] um 1836 errichtet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Breaza – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB)
  2. Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2, S. 517.
  3. Institute Of Archaeology − Breaza, abgerufen am 21. Juli 2018 (rumänisch).
  4. Volkszählungen 1850–2002, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 1 MB; ungarisch)
  5. Angaben zur reformierten Kirche in Breaza bei biserici.org, abgerufen am 21. Juli 2018 (rumänisch)
  6. a b Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch)
  7. Angaben zur reformierten Kirche in Filpișu Mare bei biserici.org, abgerufen am 21. Juli 2018 (rumänisch)
  8. Angaben zur reformierten Kirche in Filpișu Mic bei biserici.org, abgerufen am 21. Juli 2018 (rumänisch)