Viișoara (Mureș)

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Viișoara
Hohndorf
Csatófalva
Wappen von Viișoara (Mureș)
Viișoara (Mureș) (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Mureș
Koordinaten: 46° 18′ N, 24° 36′ OKoordinaten: 46° 17′ 53″ N, 24° 35′ 51″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 375 m
Fläche: 60,87 km²
Einwohner: 1.659 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 27 Einwohner je km²
Postleitzahl: 547645
Telefonvorwahl: (+40) 02 65
Kfz-Kennzeichen: MS
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016)
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Viișoara, Ormeniș, Sântioana
Bürgermeister: Ovidiu Dorel Stoica (PSD)
Postanschrift: Str. Principală nr. 111
loc. Viișoara, jud. Mureș, RO–547645
Website:

Viișoara [viiˈʃoara] (veraltet Hundorf; deutsch Hohndorf, ungarisch Csatófalva) ist eine Gemeinde im Kreis Mureș, in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Der Ort Viișoara ist auch unter den ungarischen Bezeichnungen Hundorf und Hondorf, und der deutschen Hohendorf und Hahnendorf bekannt.[2]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage der Gemeinde Viișoara im Kreis Mureș

Die Gemeinde Viișoara liegt im Kokeltal (Podișul Târnavelor) in einem südlichen Seitental der Târnava Mică (Kleine Kokel). Am Domald – ein linker Zufluss der Târnava Mică – und der Kreisstraße (drum județean) DJ 142C, befindet sich der Ort Viișoara acht Kilometer nördlich von der Kleinstadt Dumbrăveni (Elisabethstadt) und etwa 45 Kilometer südlich von der Kreishauptstadt Târgu Mureș (Neumarkt am Mieresch) entfernt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der heutige Ort Viișoara entstand durch die Zusammenlegung der beiden Dörfer Hohndorf und Maldorf. Hohndorf wurde nach unterschiedlichen Angaben 1367[3] oder 1376 und Maldorf 1420 erstmals urkundlich erwähnt.[4]

Archäologische Funde wurden auf dem Gebiet von Hohndorf in die Jungsteinzeit und auf dem Areal von den Einheimischen genannt Pe Platou (Auf der Breite), in die Spätbronzezeit datiert.[5]

Auf dem Gebiet des Ortsteil Domald (Maldorf) wurde eine Urne aus der Römerzeit gefunden.[6]

Unter den Kleinadligen welche auf dem Gebiet des Gemeindezentrums Grundbesitz hatten, war auch der Mathematiker János Bolyai.[4]

Im Königreich Ungarn gehörte der Ort dem Stuhlbezirk Erzsébetváros in der Gespanschaft Klein-Kokelburg anschließend dem historischen Kreis Târnava-Mică und ab 1950 dem heutigen Kreis Mureș an.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung der Gemeinde Viișoara entwickelte sich wie folgt:

Volkszählung Ethnische Zusammensetzung
Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere
1850 2.780 822 20 1.855 83
1941 3.750 1.161 47 2.310 232
1977 2.574 1.319 32 1.013 210
1992 1.636 1.092 27 115 402
2002 1.663 1.151 47 39 426
2011 1.659 1.008 29 28 594

Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl und die der Rumäniendeutschen 1941 registriert. Die höchste Anzahl der Rumänen (1.708) 1956, der Magyaren (66) wurde 1900 und die der Roma (530) 2011 ermittelt.[7]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Gemeindezentrum die evangelische Kirche im 15. Jahrhundert errichtet und mehrere Male erneuert,[8] steht unter Denkmalschutz.[9]
  • Im eingemeindeten Dorf Ormeniș (Irmesch), die evangelische Kirche[10] im 16. Jahrhundert errichtet, steht unter Denkmalschutz.[9]
  • Im eingemeindeten Dorf Sântioana (Johannisdorf), die schlichte evangelische Kirche,[11] steht nicht unter Denkmalschutz.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Viișoara – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB)
  2. Arcanum Kézikönyvtár: Historisch-administratives Ortsnamenbuch von Siebenbürgen, Banat und Partium. Abgerufen am 10. März 2019 (ungarisch).
  3. Angaben auf der Webdarstellung der Gemeinde Viișoara, abgerufen am 10. März 2019 (rumänisch).
  4. a b Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2, S. 517.
  5. Institute Of Archaeology − Viișoara/Hundorf, abgerufen am 12. März 2019 (rumänisch).
  6. Institute Of Archaeology − Viișoara/Maldorf, abgerufen am 12. März 2019 (rumänisch).
  7. Volkszählungen 1850–2002, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 1 MB; ungarisch).
  8. Angaben zur evangelischen Kirche in Viișoara bei biserici.org, abgerufen am 12. März 2019 (rumänisch).
  9. a b Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch).
  10. Angaben zur evangelischen Kirche in Ormeniș bei biserici.org, abgerufen am 12. März 2019 (rumänisch).
  11. Bild der evangelischen Kirche in Sântioana