Wald (Allgäu)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wald
Wald (Allgäu)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wald hervorgehoben
47.72277777777810.558055555556800Koordinaten: 47° 43′ N, 10° 33′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Ostallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft: Seeg
Höhe: 800 m ü. NHN
Fläche: 17,97 km²
Einwohner: 1098 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 61 Einwohner je km²
Postleitzahl: 87616
Vorwahl: 08302
Kfz-Kennzeichen: OAL, FÜS, MOD
Gemeindeschlüssel: 09 7 77 179
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Lengenwanger Str. 2
87616 Wald
Webpräsenz: www.wald-allgaeu.de
Bürgermeisterin: Hanni Purschke (Allgem. Wählergruppe)
Lage der Gemeinde Wald im Landkreis Ostallgäu
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Über dieses Bild
Wald mit Walder Weiher
Winterbild - Gemeinde Wald

Wald ist eine Gemeinde im Allgäu. Sie ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Seeg und liegt im Landkreis Ostallgäu in Bayerisch-Schwaben.

Geographie[Bearbeiten]

Das Dorf Wald liegt in der Region Allgäu. Die Gemeinde Wald gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Seeg und liegt im Regierungsbezirk Schwaben im Bundesland Bayern. Zum staatlich anerkannten Erholungsort Wald gehören viele umliegende Weiler: Barnstein, Bergers, Birngschwend, Geigers, Gemmels, Häusern, Herings, Hofen, Holzmanns, Kaltenbrunn, Kaufamnns, Kippach, Klosterhof, Neupolz, Öbele, Ofen, Stechele, Wetzlers, Wies, Wimberg.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ortsteil Barnstein wird bereits 1059 urkundlich erwähnt. Wald selbst wurde im Jahr 1404 noch als Wittisried (Rodung des Witt oder Wittirich) bezeichnet, die Bezeichnung Wald wurde von der im später üblichen Ortsbezeichnung zu den Newen Kirchen in dem Wald abgeleitet. Die ortsansässigen Ritter zu Kemnat verkauften 1493 ihre Gerichtsbarkeit an das Hochstift Augsburg. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 kam der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Die 1397 erstmals urkundlich erwähnte katholische Pfarrkirche zum heiligen Nikolaus wurde bei einem durch Blitzschlag ausgelösten Brand[2] am 5. Januar 2012 erheblich beschädigt.[3][4][5] Turm und Kirche wurden in den folgenden Jahren grundlegend renoviert. Zugleich wurde in den letzten Jahren die gesamte Infrastruktur des Dorfes modernisiert.

Gegenwart[Bearbeiten]

Die Gemeinde Wald im Allgäu präsentiert sich heute als ein Ort, der Tradition und Moderne verbindet, "Laptop und Lederhose". Wirtschaftlich steht der Ort auf mehreren Beinen: Land- und Forstwirtschaft, Tourismus, Beherbergungsbetriebe, moderne Dienstleistungen. - Die "Waldhalla" ist die Mehrzweckhalle der Gemeinde. Überregionale Bedeutung hat der Ort gewonnen durch hervorragende Veranstaltungen in den Bereichen Sport, Blumen und Gartenbau, Chormusik, Blasmusik, Theater. - Einheimische, Aktivurlauber und Familienurlauber genießen die "Walder Weiher" und die zahlreichen "Walder Wanderwege". Sie führen auf gekennzeichneten Wegen durch Wiesen, Wälder und Moore, über Täler und Höhen, über viele Kilometer an der Wertach entlang, über eine Fußgänger-Hängebrücke zum Wasserfall im Wertachtal etc. - Im Ort gibt es eine Schaukäserei sowie ein interessantes kleines Dorfmuseum mit vielerlei Gegenständen aus Landwirtschaft und Handwerk.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Wald im Allgäu hat ca. 1100 Einwohner (Stand Dezember 2014). Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 857, 1987 dann 946 und im Jahr 2000 994 Einwohner gezählt. Der Ort wuchs zwischen 1970 und 2015 um ca. 30 %.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeisterin seit 2014 ist Hanni Purschke (Allgmeine Wählergruppe). Bürgermeister davor war Josef Ampßler (Allgemeine Wählergruppe). Seine Amtsvorgänger waren Max Hartmann und Ludwig Hummel.

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Unter einem durch einen silbernen Wellenbalken unterstützten schwarzen Schildhaupt, darin nebeneinander drei goldene Kugeln, in Grün zwischen zwei bewurzelten silbernen Tannen ein silberner Kirchturm. - Der Kirchturm im Wappen symbolisiert die Kirche St.Nikolaus, die das Ortsbild prägt. Der Legende nach hat er drei jungen bedürftigen Frauen drei Goldkugeln geschenkt. Die Wellen symbolisieren den Fluss Wertach. Die Tannen symbolisieren den Wald.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Besonders sehenswert ist die Kirche St.Nikolaus in Wald: Deckengemälde von Joseph Keller (1740–1823) aus der Barockmaler-Keller-Dynastie Pfronten, Figuren des "Meisters von Wald" von ca. 1500, Figuren aus der Werkstatt des großen Barockbildhauers Anton Sturm (1690–1757) aus Füssen, dem Schöpfer der Kirchenlehrerfiguren in der weltberühmten Wieskirche. Baugeschichte: 1397 erste Erwähnung "zu der Newen Kirchen in dem Wald". 1426 Die "Neue Kirche im Wald" wird Pfarrei. 1493 Der Turm wird in seiner heutigen Form errichtet. 1696 Die mittelalterliche Kirche wird vergrößert und barockisiert. 1781/82 Die Kirche wird nochmals erweitert. Das Langhaus erhält seine typische Fenstergestaltung: Drei fünf Meter hohe dreipassförmig geschlossene Fenster, eine ausgesprochene Besonderheit in der Umgebung, und ein kleines Vierpassfenster. 1790 Der mittelalterliche Turm wird repariert. 2012 Ein Blitz zerstört Kirchturm und Sakristei. 2012–2014 Wiederaufbau und Renovierung.

Galerie[Bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2015):

  • Kindergarten und Kita im denkmalgeschützten ehemaligen Pfarrhaus.
  • Grundschule: Wald gehört zum Grundschulverband Wald/Leuterschach. Je nach Schülerzahl werden zwei oder drei Schulklassen im Schulgebäude Wald unterrichtet.


Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wald (Allgäu) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Kirchturmbrand in Wald: Ursache eindeutig Blitzschlag auf der Seite der Gemeinde, abgerufen am 19. April 2012.
  3. zeit.de: Kirche im Allgäu in Flammen: Turmspitze bricht ab, vom 5. Januar 2012.
  4. Brand der Kirche in Wald auf der Seite der Gemeinde, abgerufen am 9. Januar 2012.
  5. Brand der Kirche in Wald (YouTube).