Amische

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Kinder einer amischen Gemeinde auf dem Weg zur Schule

Die Amischen (englisch Amish ['aːmɪʃ]) sind eine täuferisch-protestantische Glaubensgemeinschaft. Sie haben ihre Wurzeln in der reformatorischen Täuferbewegung Mitteleuropas (z. B. Deutschland, Niederlande, Österreich). Im Jahre 1693 spalteten sich die Amischen von der Gruppe der Mennoniten ab. Im Jahr 2010 lebten sie in 28 Staaten der Vereinigten Staaten sowie im kanadischen Ontario in 427 Siedlungen und 1826 Gemeindedistrikten.[1]

Amische führen ein stark in der Landwirtschaft verwurzeltes Leben und sind bekannt dafür, dass sie viele Seiten des technischen Fortschritts ablehnen und Neuerungen nur nach sorgfältiger Überlegung akzeptieren. Die Amischen legen großen Wert auf eine heterosexuelle Familie mit klar vorgegebenen Geschlechtsrollen,[2] Gemeinschaft und Abgeschiedenheit von der Außenwelt. Wie andere täuferische Kirchen praktizieren die Amischen ausschließlich die Bekenntnistaufe und lehnen entsprechend der Bergpredigt Gewalt und das Schwören von Eiden ab. Sie stammen überwiegend von Südwestdeutschen oder Deutschschweizern ab und sprechen untereinander meist Pennsylvaniadeutsch.

Namensgebungen

Der Name „Amische“ bzw. „Amish“ entwickelte sich aus dem Nachnamen von Jakob Ammann, der Ältester (Gemeindeleiter) einer Mennonitengemeinde in der Schweiz war und sich 1693 mit Gleichgesinnten vom Hauptzweig der Mennoniten abtrennte.

Im Englischen werden die Amischen als „Amish“ bezeichnet, wobei das „A“ wie das deutsche A ausgesprochen wird[3].

Geschichte

Gründe der Entstehung und Abspaltung

Die Vorgeschichte der Amischen ist in der Reformationszeit verankert. Neben dem bekannten Reformator Martin Luther gab es noch weitere. Sein Aufbegehren gegen das Papsttum gab die Initialzündung für andere Personen, die sich mit ähnlichen Fragen beschäftigt hatten oder durch ihn erst darauf gekommen waren, sich ebenfalls aktiv für eine Kirchenreform einzusetzen. So sind sowohl die Reformatoren Thomas Müntzer, Ulrich Zwingli und Johannes Calvin zu nennen als auch die zeitgleich aufkommende radikal-reformatorische Täuferbewegung (despektierlich auch Wiedertäufer genannt) mit ihren eigenen Reformatoren wie z. B. Felix Manz, Konrad Grebel oder Menno Simons.

Aus der Täuferbewegung entstand im Laufe der Zeit die evangelische Religionsgemeinschaft der Mennoniten, zu denen sich im 17. Jahrhundert auch die Gemeinden zählten, die sich in der Schweiz als Reste der verfolgten Täufer als Schweizer Brüder bezeichneten. Diese hatten das Dordrechter Bekenntnis der Mennoniten der Niederlande und Norddeutschlands 1632 angenommen, praktizierten aber den dort genannten Gemeindebann nicht so streng. Schließlich entstand, verursacht durch die strenge Interpretation des Schweizer Ältesten Jakob Ammann, Unruhe in den Schweizer und nahen elsässischen Gemeinden.

Jakob Ammann stritt sich mit dem mennonitischen Ältesten Hans Reist über die Frage, wer gerettet werden könne, wer also in den Himmel käme. Viele Nichtmennoniten halfen damals verfolgten Mennoniten, indem sie sie versteckten oder andere Hilfe zukommen ließen und retteten ihnen dadurch das Leben. Hans Reist meinte, dass diese so genannten „Treuherzigen“ auch gerettet werden könnten, obwohl sie nicht in die „Gemeinde Gottes“ eintraten; die eigene Gemeinde wurde als die einzige richtige Gemeinde verstanden. Viele dieser „Treuherzigen“ standen auch den mennonitischen Glaubenslehren sehr nahe, doch die Umstände hinderten viele daran, sich ihnen anzuschließen, etwa aus Angst vor dem Verlust des Lebens etc. Jakob Ammann sah dies viel rigoroser: Er verlangte einen vollständigen Übertritt zum Mennonitentum, mitsamt dem Ertragen aller Konsequenzen. Die wahren Gläubigen sollten „das Kreuz auf sich nehmen wie das Vorbild“ und hätten dann eine „lebendige Hoffnung auf Rettung“, während die Zweifler, Weichlinge, also diejenigen, die sich nicht klar für ihre Gruppe entschieden, weil sie „diese Welt eben doch noch mehr lieb haben als den Herrn“, keine Gnade erwarten können. Dies war einer der Hauptpunkte des Streites.

Im Pferdewagen (Buggy)

Daneben hatte Jakob Ammann unter anderem spezifische Ansichten über das Aussehen des Gläubigen wie über die Handhabung der Gemeindezucht und betonte sehr strenge Kleidungsregeln und den Bart. Wegen Jakob Ammanns Betonung starker Äußerlichkeiten kamen viele strenge Elemente in die sich neu formende Gruppe hinein. Begründet fand er diese Punkte zum Beispiel in dem Bekenntnis von 1632, aber auch in der Heiligen Schrift, wo von einem demütigen Lebenswandel gesprochen wird und deren Worte er dann zeitbezogen so auslegte, dass zum Beispiel kein Oberlippenbart erlaubt sei, weil er an Militärpersonen erinnere.

All diese Streitpunkte endeten in einer Spaltung. Es entstanden die „ammannschen Leute“, die Gemeinde Jakob Ammanns, die sich als die rechte Gemeinde ansah. Dabei ging die Spaltung von Jakob Ammann aus: Wer mit Jakob Ammann nicht übereinstimmte, den bannte er und forderte von der Gemeinde, den Kontakt mit ihm abzubrechen (Meidung). Dies galt auch innerhalb der Familie: Mann und Ehefrau hatten sich fortan ihres ehelichen Geschlechtslebens zu enthalten und dürfen nicht am selben Tisch essen. Später kam er zu der Einsicht, dass seine Verfahrensweise zu rigide war, und bannte zur Strafe sich selbst.

Allerdings war zu diesem Zeitpunkt die Spaltung schon zu weit verfestigt, als dass sie hätte rückgängig gemacht werden können. So gab es im süddeutschen, elsässischen und schweizerischen Raum ab 1693 zwei getrennte Formationen der Schweizer Brüder oder Mennoniten.

Verfolgung und Auswanderung

Die Gruppe der Amischen wahrte eine strenge Disziplin innerhalb ihrer Gemeinschaft und sah sich aufgrund dessen zunehmend Feindseligkeiten und Verfolgungen ausgesetzt. Ein beachtlicher Teil der Amischen lebte im frühen 17. Jahrhundert im Elsass. Dieses Gebiet geriet ab 1648 allmählich unter französische Kontrolle. Der König von Frankreich duldete keine anderen Bekenntnisse neben der römisch-katholischen Kirche. Dies führte dazu, dass ein Teil der Amischen in die reichsdeutschen Gebiete Mömpelgard (heute Montbéliard), Lothringen, Saarland und in die Pfalz auswanderten, wo sie sich allmählich den lokalen Mennoniten anschlossen. Auch in Bayern bestanden im 18. und 19. Jahrhundert amische Gemeinden.[4] Die letzte amische Gemeinde in Deutschland bestand bis 1937 in Ixheim, die letzte in Europa befand sich bis 1941 in Luxemburg. Beide Gemeinden schlossen sich anschließend den Mennoniten an.

Pennsylvania und US-Amerika

Amische in Pennsylvania benutzen statt Fahrrädern häufig Tretroller

Der Großteil der Amischen wanderte im 18. Jahrhundert nach Pennsylvania in Nordamerika aus, um dort den in großen Teilen Europas anhaltenden Verfolgungen zu entgehen. In den deutschen Territorien warben damals Flugschriften und auch professionelle Werber für eine Auswanderung nach Nordamerika. Viele Fürsten europäischer Kleinstaaten ließen die Bevölkerung ziehen - nicht jedoch ohne zuvor einen Großteil ihres Besitzes eingezogen zu haben. Pennsylvania bot sich für die Auswanderer vor allem wegen der vom Quäker William Penn garantierten Glaubensfreiheit an. Bereits 1683 hatten deutsche Auswanderer mit Germantown (Deitscheschteddel) eine Siedlung in Pennsylvania gegründet. Die amische Auswanderung geschah meist zusammen mit anderen deutschsprachigen Europäern in zwei unterschiedlichen Wellen. Die ersten amischen Zuwanderer kamen zwischen 1736 und 1770 und siedelten sich vor allem im Südosten Pennsylvanias im Lancaster County an. Diese erste Gruppe bestand aus mehreren hundert Amischen. Noch heute findet man in Lancaster County eine große Siedlungsdichte an Amischen, es leben dort heute ca. 25.000. Von diesem Landkreis aus begann die Besiedlung anderer Gebiete Amerikas, so etwa auch die nur wenig später entstandenen Siedlungen in Ohio (Holmes County, Wayne County, Tuscarawas County, Stark County und die nächstgrößere Siedlung in Geauga County, Ohio) sowie LaGrange County, Indiana. Eine zweite Einwanderungswelle fand zwischen 1815 und 1860 statt. Amische der zweiten Einwanderungswelle siedelten sich vor allem im Mittleren Westen wie in Illinois, Indiana, Iowa, Ohio sowie im kanadischen Ontario an.

Mittlerweile sind Amische in über zwanzig US-Staaten und in Ontario, Kanada zu finden. Außerhalb Nordamerikas gab es Versuche, in Mittelamerika und in Paraguay Siedlungen zu bilden, diese waren aber zumeist nicht von langer Dauer.

Die Amischen leben nicht in geschlossenen Siedlungen bzw. Dörfern. Zwar gibt es Gebiete, wo sie dominieren, aber oft leben sie neben „englischen“ Nachbarn.

In den Siedlungen fällt allgemein auf, dass bestimmte Nachnamen überwiegen. Dies lässt darauf schließen, dass ganze Sippen mit ihren Namensträgern von den Erstsiedlungen auszogen. Damit ist auch ihr Genpool mitgewandert. So überwiegen in Lancaster County zu 25 Prozent der Name Stoltzfus/Stoltzfoos, dann kommen die Namen Byler, Fisher, Petersheim, Lapp und King. In LaGrange, Indiana, überwiegen Borntrager, Miller und Schrock, in den schweizerdeutschen Siedlungen in Allen County, Adams County, Indiana die Nachnamen Graber, Grabill/Kraybill oder Schwartz.

In den Jahren 1862 bis 1878 entstanden innerhalb der amischen Gemeinschaft zwei unterschiedliche Gruppen. So gab es zum einen diejenigen, die die alte Ordnung nicht aufgeben wollten und an einem traditionellen Lebensstil festhielten und zum anderen diejenigen, die bereit waren, sich stärker gegenüber der nordamerikanischen Gesellschaft zu öffnen. Erstere Gruppe wird heute zusammenfassend als Old Order Amish (Amische alter Ordnung oder Altamische) bezeichnet und prägt bis heute das mediale Bild der Amischen.

Verteilung der Amischen auf die US-Bundesstaaten

  1. Ohio 71.800
  2. Pennsylvania 57.900
  3. Indiana 47.150
  4. Wisconsin 15.200
  5. Michigan 13.450
  6. Missouri 8.800
  7. Kentucky 7.450
  8. New York 7.200
  1. Iowa 7.000
  2. Illinois 6.050
  3. Minnesota 2.300
  4. Tennessee 2.150
  5. Delaware & Kansas 1.600
  6. Maryland 1.550
  7. Oklahoma 1.000
  8. Montana & Virginia 800

gesamt: 251.000 Personen

Sichtbare Merkmale der amischen Kultur

Ordnung: Verhältnis zur Technik und Lebensführung

Die Amischen alter Ordnung fahren Pferdekutschen, die je nach der Gruppe grau, schwarz, gelb, weiß oder braun sind, deren Räder Stahlreifen haben und keine Gummibereifung (dies erlauben andere Gruppen), was ebenso übertragen wird auf den Einsatz von Traktoren (zumeist im stationären Betrieb), aber auch auf Fahrräder (verboten im Lancaster County, erlaubt außerhalb lancastrianischer Siedlungen); erwachsene (getaufte oder verheiratete) Männer tragen einen Vollbart ohne Schnurrbart; Frauen tragen ein Häubchen aus filigranem Organzastoff (Cap oder Kappe genannt) und darüber beim Ausgehen noch eine meist schwarze Stoffhaube (Bonnet genannt). Die klassische Kopfbedeckung der Männer zur Arbeit und an Werktagen ist der Strohhut. Am Sonntag wird ein schwarzer Filzhut mit ähnlicher Form getragen. Für die Kleidung wird einfarbiges Tuch verwendet. Gemusterte Stoffe werden dagegen vermieden.

Amische Kleidung ist zumeist einfach, jedoch hochwertig gehalten. Es ist nicht gestattet, Knöpfe an Mänteln anzubringen – sie müssen Kleidernadeln oder Haken mit Ösen verwenden. Es werden jedoch durchaus auch synthetische Stoffe vernäht, um zeitaufwändiges Bügeln zu reduzieren. Zumeist wird die Kleidung selbst gefertigt, wobei Hemden jedoch auch in Läden gekauft und Mäntel als Spezialarbeit von besonders fähigen Näherinnen bezogen werden.

Amische Haushalte besitzen keinen Anschluss an das Elektrizitätsnetz, sondern verwenden gasbetriebene Lampen oder erzeugen für einige Geräte eigene Elektrizität. Batterien sind teilweise erlaubt, mancherorts wird ein Hydraulikbetrieb genutzt. Fotografiert zu werden, so wird oft behauptet, sei den Amischen aus religiösen Gründen untersagt. Es gibt kein derartiges Verbot. Das Individuum herauszustellen wird abgelehnt. Dementsprechend auch das Fotografiertwerden, das mit „Posieren“ verbunden ist.

Ein Beispiel für ein Verbot: Anfang des 20. Jahrhunderts kam langsam das Auto in Mode, mehr und mehr Menschen schafften es sich an, besonders seitdem mit dem relativ preiswerten Ford Modell T breitere Volkskreise es sich leisten konnten. Amische alter Ordnung reagierten darauf mit einem Verbot, weil das Auto „automatische Mobilität“ (nach Donald B. Kraybill in „Das Rätsel der Amish“) bedeutete und es dem Einzelnen erlaubte, einfach wegzufahren, außerhalb des Kontroll- und Sichtbereiches der Gemeinde zu verweilen, und weil die nahen Verbindungsstrukturen auseinanderzubrechen drohten. Zudem wurde das Auto als unnötiges Statussymbol angesehen, als ein weltliches „schnelles Element“. Autobesitz wurde also verboten, nicht aber die Nutzung, die lediglich ungern gesehen wurde – so besteht noch immer ein radikales Nutzungsverbot außer in Notfällen bei den Swartzentruber Amischen.

Amisches Paar im Pferdewagen (Dachwägle) im ländlichen Holmes County, Ohio (September 2004)

Im Laufe der Zeit etablierte sich eine „Amish driver industry“, ein Fahrdienst durch „Englische“, der die Amischen teils auf langen Strecken, vermehrt aber auch auf kurzen Strecken, kutschiert, so dass das Verbot des Besitzes noch immer bestehen bleiben konnte und blieb, indessen die Nutzung als Taxi anstieg. Mittlerweile werden Autos etwa in Lancaster County auch bei Kurzstrecken benutzt, anstatt einige Meilen mit dem „Dachwägle“, der Kutsche, zu fahren. Der Taxidienst wuchs aber nicht nur aus Bequemlichkeit an, sondern auch, um sich bei dem angestiegenen Verkehrsaufkommen in den älteren Siedlungen nicht Unfallgefahren auszusetzen (Pferde scheuen das schwierige Überqueren der Straßen etc.). Liberale amische Gruppen erlaubten relativ schnell Autos, verlangen aber zum Teil eine gänzlich schwarze Lackierung, auch der Stoßstangen, als Zeichen der Demut.

Das Verbot des Autobesitzes und das Gebot der sorgsam abgewogenen Nutzung ist durch die frühe Entscheidung am Anfang des 20. Jahrhunderts in die „heilige Ordnung“ eingegliedert worden. Diese Ordnung erlaubt bei Verstößen, das Gemeindeglied zu bestrafen. So wird, falls das altamische Mitglied ihn nicht rückgängig machen will, der Kauf eines Autos mit dem Bann geahndet, das Mitglied verliert seine Heilshoffnung (nach Verständnis der Gemeinde) und muss gemieden werden.

Liberalere Gruppen sind äußerlich noch immer als Amische zu erkennen, die Unterschiede sind zumeist nur für die Gruppen untereinander durch kleine Unterschiede in den Kleidungsschnitten, den Farbgebungen, den Arten der Kappen und wie weit diese über Ohren getragen werden usw. zu erkennen. Beachy Amische haben zum Beispiel einen getrimmten Vollbart (ohne Schnauzer).

Die Akzeptanz technischer Errungenschaften variiert von Gruppe zu Gruppe. Über eine Annahme oder Nutzung kann folgendermaßen entschieden werden: Sie wird ohne weiteres Aufsehen von der Gruppe akzeptiert, indem einer nach dem anderen ohne Widerspruch sich diese Neuerung zulegt, diese kann jedoch später, sollte Widerspruch aufkommen, verboten werden. Oder sie wird mit einem einstimmigen Gemeindebeschluss offiziell erlaubt. Bei von vornherein sinnlos oder gar gefährlich scheinenden Neuerungen, z. B. dem Fernsehen, kann eine Nutzung sofort verboten werden, ohne dass sie erst Eingang in die Gemeinschaft gefunden hat. Bei fehlender Einigung können neue Aufsplitterungen in liberalere (zumeist bei den Amischen) oder konservativere Gruppen (zumeist bei den Old Order Mennonites, dies sind verwandte Gruppierungen) entstehen.

Glaubensgründe für die Isolation und die Ordnung

Die selbst auferlegte Ordnung liegt zum einen darin begründet, dass die Amischen mit Bezug auf den Apostel Paulus betonen, „in dieser Welt, aber nicht von dieser Welt zu sein“ und damit immer wieder gefordert werden, zu erklären, was weltlich gesinnt sei und was nicht.

Es gibt für Andersdenkende durchaus nachvollziehbare Überlegungen zu der amischen Ordnung. Die Maxime ist: „Gruppenerhalt und Gruppenleben gehen vor individueller Verwirklichung“. So wird der Einfluss des Fernsehens und vieler Neuerungen auf das Familien- und Gruppenleben kritisch gesehen.

Religiöses Leben

Die Amischen treffen sich alle zwei Wochen reihum zu einem Hausgottesdienst (lediglich in Wilmington, Delaware, trifft man sich in einem Gemeindehaus). Das Haus wird für diesen über vierstündigen Gottesdienst am Sonntag zugerüstet, zum Beispiel Zwischenwände verschoben, die große Wohnküchenstube freigeräumt, die Bänke hineingebracht oder etwa im Sommer in der Scheune Platz geschaffen oder ein Keller genutzt.

Sonntagmorgen kommen die Gläubigen mitsamt ihren Kindern und Säuglingen mit dem „Dachwägle“ zum Haus des diessonntäglichen Gottesdienstbeherbergers und versammeln sich geschlechtergetrennt. Die Kutschen werden von den Männern angebunden, man geht in die Männerrunde und geht reihum begrüßen, redet über dies und jenes, soll aber nicht so viel über Geschäftliches an einem Sonntag reden. Schließlich geht man in das Haus, legt die Hüte ab, setzt sich auf bestimmte Bänke, Männer und Frauen getrennt. Die Frauen haben die kleinsten Kinder bei sich, die auch teilweise unter den Bänken auf Decken schlafen, wenn sie müde werden.

Der Gottesdienst mit einem Lied aus dem Ausbund, dem ältesten täuferischen Gesangbuch, das in einem Gesang sehr lang gestreckt gesungen wird, teilweise ist die Melodie schwer zu hören. Das zweite Lied ist das Loblied. Während dieses Liedersingens kommen die Prediger hinzu. Die Predigt beginnt mit dem sogenannten „kleinen Teil“, der nicht spezifische Glaubensthesen thematisiert, sondern einen Rundumriss durch das Alte und Neue Testament zieht. Danach folgt der Hauptteil, eine Predigt, die meist über eine Stunde dauert. Dazwischen gibt es eine Schriftlesung des Almosenpflegers, dem katholischen Diakon vergleichbar. Insgesamt dauert das sehr gesangartige Predigen über zwei Stunden. Dabei werden die Lieder extrem langsam gesungen. Traditionelle Amischgemeinden singen daher bis zu 25 Minuten an einem Lied mit zehn Strophen. Liberalere Amische singen schneller und sehr liberale, wie die Beachy Amischen, gehen auch wegen des Sprachwechsels zu ganz anderem Liedgut über.

Der Almosenpfleger, der aus der Schrift einen Teil vorliest, gibt in gewisser Weise das Predigtthema vor. Dieser Schriftteil wurde im Versammlungsraum der Dienerschaft, dem so genannten Abrat, ausgewählt. Man geht auch Vers für Vers den Schriftteil später durch, doch wird die ganze Predigt begleitet von Einfügungen aus erinnerten Bibelgeschichten, Verweisen auf das Verhältnis zur Welt draußen (dies ist eine Zentrallehre), der Notwendigkeit eines demütigen und einfachen Lebens und weiteres. Die Predigt ist anders strukturiert als etwa in deutschen Freikirchen, in denen die Gläubigen mit einer Bibel in der Hand zu Querverweisnachschlägen aufgefordert werden, der Prediger diese auch nennt, und in gewisser Weise Bibelstudium betrieben wird.

Nach dem Gottesdienst gehen zuerst die Männer hinaus, die Frauen bleiben drinnen und bereiten den Mittagsimbiss zu. Die Männer essen reihum zuerst, während die Frauen Wasser nachschenken, es geht in Reihen hinaus und hinein zum Essen. Zuletzt essen die Frauen selbst und waschen ab. Danach fährt man entweder heim, geht andere besuchen oder geht wie die Jugendlichen zu sportlichen Veranstaltungen, die man selber gestaltet, etwa Baseball.

Das religiöse Leben zu Hause ist weniger intensiv. Man lebt stark nach Glaubensprinzipien, privates Bibelstudium findet jedoch nicht statt. Es wird aber jeden Tag aus der Bibel gelesen, beispielsweise beim Frühstück, abends liest man gemeinsam aus einem Gebetbuch. Hier variieren die Gebräuche der Familien deutlich. Indessen ist deutlich, dass eine private „Sonntagsschule“, ein tiefes schriftkundiges Studium nicht stattfindet, davon wird auch stark abgeraten.

Sozialisation

Bildung

Kinder der Old Order Amish besuchen heutzutage zumeist keine öffentlichen Bildungseinrichtungen mehr, sondern gesonderte private Schulen, in denen sie von jungen, unverheirateten Frauen unterrichtet werden. Diese so genannten „one-room schools“ (Ein-Raum-Schulen) verteilen sich über das Siedlungsgebiet und werden durch Schulgelder der Eltern finanziert – nicht durch die amerikanischen Schulbehörden.

Die eigenen Schulen erlauben die Kontrolle der Unterrichtsinhalte und konditionieren sowie sozialisieren die Kinder stärker in Richtung des späteren Beitritts zur eigenen Gruppe. In diesen Schulen werden die Basisfähigkeiten des Lesens, Schreibens und Rechnens gelehrt, nicht aber Biologie (besonders nicht Sexualkunde), keine wissenschaftlichen oder erdgeschichtlichen Lehren oder gar die Evolutionstheorie.

Hinsichtlich des Wissens über „die drei Rs“ (reading, writing, ’rithmetic = Lesen, Schreiben, Rechnen) können amische Schüler mit ihren amerikanischen Gleichaltrigen in öffentlichen Schulen mithalten. In amischen Schulen herrscht große Disziplin, vieles wird durch Stillarbeit erlernt. Es wird ebenfalls Deutsch unterrichtet (wofür angepasstes Schulmaterial entwickelt wurde), damit die religiösen Texte gelesen werden können.

Das amische Schulwesen ist stark identitätsstiftend, einige Soziologen sehen in ihm sogar den größten Faktor für das Überleben der Amischen als eigene Gruppe, da Religion nicht durch wissenschaftliche Erkenntnisse in argumentative Beweisnot gerät und andere Lebensoptionen weder gezielt angesprochen noch gefördert werden (ähnlich verhält es sich mit dem zunehmenden amerikanischen „home-schooling“, das ebenfalls zumeist auf religiöse Gründe zurückzuführen ist).

Jugendzeit bis zur Taufe

Amische Jungen beim Baseball

Die Zeit zwischen Schulende und dem (möglichen und frei zu wählenden) Beitritt als Erwachsener in die Gemeinde (durch die „Übersprengtaufe“) ist als die Zeit des „Rumspringa“ bekannt. Währenddessen tolerieren Eltern viele Freiheiten, die nach dem Beitritt nicht mehr geduldet würden. Hierbei kommt es auch zu regelrechten Exzessen, die zum Beispiel in der Dokumentation „Devil’s Playground“ gezeigt werden. Mädchen sind in dieser Zeitspanne zumeist eher zurückhaltend in ihrer Selbstfindung.

Diese Zugeständnisse erlauben auch eine gewisse sexuelle Freizügigkeit, die sogar bei extrem traditionellen Gruppen zum sog. Bundling führt. Allgemein wird Sexualität vor der Ehe als Makel empfunden.

Nach dieser Zeit kann der amische Jugendliche sich schließlich für oder gegen die Mitgliedschaft in seiner Religionsgruppe entscheiden. Durch das Zeremoniell der Übersprengtaufe wird er schließlich ein Mitglied der „Gemeinde Gottes“ und erkennt deren Regeln an. Dies bedeutet auch, dass von nun an Vergehen geahndet werden. Eine Rückkehr in Reue wird jedoch gegeben.

Die meisten Jugendlichen entscheiden sich nach dieser Zeit für das Leben als Amische. Dies hängt davon ab, wie konservativ die Gruppe ist: Liberalere Gemeinden können zum Teil nur 40 Prozent der Jugendlichen halten (der Rest tritt eher mennonitischen Gruppen bei), die extrem konservativen Swartzentruber sollen 95 Prozent halten. In Lancaster County sagen die Zahlen, dass 85 Prozent beitreten.

Erwerbsleben

Lancaster County, Pennsylvania, 1941. Ein amischer Vater stellt ein Pferde-Geschirr her, der Sohn sieht bei der Arbeit zu.

Nach ihrer Schulzeit arbeiteten die amischen Jugendlichen früher meistens auf der Farm ihrer Familie, bis sie heirateten. Sie übernahmen mit Hilfe der Eltern eine eigene „Bauerei“ oder blieben in der Landwirtschaft.

Heute hat sich das berufliche Spektrum der Amischen erweitert, da es nicht mehr genügend Farmen zu kaufen gibt und diese teilweise extrem teuer wurden, etwa in den alten Siedlungsgebieten, die stark vom Tourismus frequentiert werden und in denen die Amischen mit Bauspekulanten und Hinzuziehenden um den vorhandenen erwerbbaren Boden in Konkurrenz treten.

Früher war man bei nicht vorhandenen Kaufmöglichkeiten von Farmen in andere Gebiete ausgewandert, so dass sich die Verbreitung der Amischen auf mehr und mehr Staaten erstreckte. Dies findet heute auch noch statt, allerdings ist diese Tendenz in den großen Siedlungen stark abnehmend. Die Amischen gelten in diesen Gebieten als sehr bodenverhaftet und wollen am heimatlichen Ort bleiben. Somit wich man aus in zuerst landwirtschaftsnahe Berufe, in denen eine Nische zu finden war, und erweiterte diese zunehmend bis zum Klein- und Großkaufmannswesen. Berufe wie Maurer, Schreiner, Holzwerker etc. werden nun vielfach durch Amische besetzt, sie arbeiten in so genannten „construction crews“, sind oftmals auf Montage. Daneben wächst die Schicht amischer Geschäftsleute, entweder im produzierenden Gewerbe oder im reinen Handel.

Wie schon beschrieben, hat die Tendenz des „Aussiedelns“ abgenommen (im Gegensatz zu den Altmennoniten). Amische, die heutzutage aus den bestehenden Siedlungsgebieten noch aussiedeln und woanders nach preiswertem Land suchen, bringen entweder eine sehr starke Bindung an die Landwirtschaft mit oder wollen den liberalisierenden Tendenzen in den großen Siedlungen entfliehen, woanders unter einer strengeren, nach ihrem Ermessen gottgemäßeren Ordnung, mehr abgesondert von der „Welt“ leben. So kann davon gesprochen werden, dass das konservative Element vermehrt aussiedelt und noch immer den Pioniergeist früherer Generationen besitzt.

Viele der amischen Neusiedlungen sind nicht unbedingt erfolgreich. In dem Buch „Amish Settlement that Failed“ sind an die hundert Siedlungen aufgelistet und beschrieben, die in den letzten Dekaden nicht erfolgreich waren. Dabei gibt es sogar amische Siedler, die mehrfach in neue Siedlungen zogen.

Das ausgeweitete berufliche Spektrum wird durchaus kritisch und positiv gesehen. Einerseits verschafft es Amischen mehr und mehr Möglichkeiten, in ihrer Parallelgesellschaft zu verbleiben und dort ihre Einkäufe und Reparaturbedürfnisse zu befriedigen, ohne viel „Weltkontakt“ zu haben. So wird dies noch positiv bewertet in „The Riddle of Amish Culture“, andererseits gibt es mittlerweile eine amische „lunch bag-culture“, eine Kultur, in der der Vater morgens aus dem Hause geht, abends oder (bei Montagearbeiten) sogar erst Tage später nach Hause zurückkehrt und sein familiäres Leben und seine Einflussmöglichkeiten abnehmen (z. B. dem Sohn direkt ein Handwerk zu vermitteln). Darüber hinaus sind die vermehrt außerhalb Arbeitenden und die Geschäftsleute einem hohen Einfluss der Außenwelt ausgesetzt, was durchaus ihre Sichtweise der „Welt“ positiv beeinflusst, aber wohl auch das Gemeinschaftsgefühl und -leben auf einer tradierten Grundlage gefährdet.

Sprache

Die Amischen sind ursprünglich eine Religionsgemeinschaft, die mit den deutschen Einwanderern nach Amerika kam, einen Teil der „Pennsylvania-Dutch“-Kultur und -Volksgruppe bildete und nun fast gänzlich mit einigen tausend Anhängern konservativer Mennonitengruppen diese Volksgruppe bildet. Man kann heute sagen, dass Amische und Pennsylvania Dutch sehr ähnlich geworden sind, da der weltliche Teil sich ans Englische assimilierte und lediglich noch kulturelle Reste tradiert. Daher ist es rechtens, auch schon heute „the Dutch“ mit Amischen gleichzusetzen.

Die meisten Amischen sind dreisprachig. Untereinander sprechen sie in der großen Mehrzahl einen deutschen Dialekt, das sogenannte Pennsylvaniadeutsch, in einigen Countys Indianas auch Schweizerdeutsch, genauer eine Form des Berndeutschen im Adams County, sowie niederalemannisches Elsässisch im Allen County.

Pennsylvaniadeutsch war früher die Alltagssprache des gesamten südöstlichen Pennsylvanias und umfasste rund 800.000 Personen bis etwa zur Mitte des 20. Jahrhunderts, danach assimilierten die meisten sich sprachlich und nur die konservativen Altamischen und altmennonitischen Gruppen verblieben beim Pennsylvaniadeutsch als Umgangssprache untereinander. Damit wurde die Sprache auch Abgrenzungsmittel zur „sündigen, englischen Welt“.

„Pennsylfaanisch Deitsch“ (so eine andere Schreibweise) basiert auf dem pfälzischen Deutsch und beinhaltet aufgrund der Vermischung der Sprachen viele englische Lehnwörter. So gibt es auch Eigenwortschöpfungen und direkte Übersetzungen in den Dialekt wie etwa „Ich geb nichts drum!“ oder „Wie bischt?“ (How are you?).

Die wenigen Schweizerdeutsch und Elsässisch verwendenden amischen Gemeinden stammen aus Einwanderungsschüben im 19. Jahrhundert direkt aus dem Berner Oberland und siedelten sich in Indiana in eigenen Gemeinden an. Sie unterscheiden sich auch hinsichtlich ihrer Gemeindeordnungen von Gruppen, die schon vorher in Amerika ansässig waren.

Während des Gottesdienstes benutzen Amische ein stark dialektal gefärbtes, gemischtes Hochdeutsch, welches auch englische Lehnwörter enthält: zum Beispiel „Wenn mir realize“ (gesprochen ri-ä-lei-ße).

Die englische Sprache gebrauchten Amische vormals lediglich, um mit der Außenwelt zu kommunizieren. Aufgrund zunehmender beruflicher Anbindung an die Außengesellschaft verstärkt sich jedoch der Gebrauch des Englischen, was sehr kritisch gesehen wird.

Eine Sprachprobe (obiger Absatz in Pennsylvaniadeutsch): Die englisch Sproch hen Amische ebbmols juscht ge’just far mit die outside Welt zu kommunikäte. Dieweil sie nau immer mehr mit die outside Welt verbunne sin, ischt der Use vun die englisch Sproch ge’wochse, was een Deel Leit critical sehne. Seit Mitte der 1990er Jahre verfassen zunehmend auch Mitglieder der Amischen Texte – Lyrik und Prosa – in Pennsylvaniadeutsch und veröffentlichen diese in der pennsylvaniadeutschen Zeitung Hiwwe wie Driwwe.

Kleidung

Die Kleidung der Amischen bringt deren Bescheidenheit und Abgeschiedenheit von der Außenwelt zum Ausdruck. Die Kleidung soll weder durch Schnitt noch Farbe die Aufmerksamkeit auf den Träger ziehen. Außerdem verleiht die schlichte Kleidung dem amischen Glauben Ausdruck. Die Amischen glauben, dass durch die schlichte Kleidung die Bindung zu Gott aufrecht gehalten wird. Darüber hinaus symbolisiert die Bekleidung die Zugehörigkeit der jeweiligen Gruppe.

Die Kleidung ist schlicht gestaltet und soll ihren Zweck erfüllen. Sie wird aus einfachen, meist dunkelfarbigen Stoffen genäht. Ebenfalls möglich sind violette, blaue, braune, graue und schwarze Farbtönungen. Hellere Farben werden von Kindern getragen, im Sommer aber auch von Erwachsenen.

Junge Männer sind immer gründlich rasiert. Von verheirateten Männern wird das Tragen eines Bartes jedoch verlangt. Schnurrbärte hingegen sind verboten, da diese an das Militär erinnern. Die Haare der Männer sind am Hinterkopf kurz und gerade geschnitten. Frauen tragen ihre Haare zu einem Zopf oder Dutt. Jegliche Art von Schmuck und Verschönerung ist untersagt, dazu gehört auch das Tragen von Ringen und Make-up.

Die Männer tragen traditionell geschnittene Anzugjacken mit Stehkragen. Während des Sommers legen sie diese Jacken ab und tragen Westen. Die Stoffwahl reicht von Baumwolle über Polyester und Gabardine, jedoch hängt diese auch von der jeweiligen Gruppe ab. Die Männer in Lancaster County tragen die Farbe Schwarz. In anderen Siedlungsgebieten bzw. Gruppierungen bestimmen braune, blaue, graue und andere Farbtönungen das Erscheinungsbild.

Die Hosen haben keine Falten oder Hosenaufschläge. Da Gürtel verboten sind, trägt man Hosenträger. Vorne besitzen die Hosen eine klappenartige Öffnung, die man mit Knöpfen verschließt, um den Gebrauch eines Reißverschlusses zu vermeiden. Die amischen Hausfrauen schneidern Hosen aus Mischfaserstoffen, die aus Polyester, Baumwolle und Viskose bestehen. Diese Gewebe sind haltbarer als reine Baumwolle und daher für Arbeitskleidung besser geeignet.

Auch Hemden sind nicht aus reiner Baumwolle, sondern haben einen hohen Polyesteranteil, der das Waschen, Trocknen und Bügeln erleichtert, weniger Fäden zieht und weniger knittert. Knöpfe sind bei den Amischen nicht erlaubt. Daher schließen sie Anzugjacken und Westen mit Haken und Ösen, Kleider und Schürzen mit Stecknadeln. Werktags werden die Kleider häufig mit Druckknöpfen geschlossen.

Frauen in einfarbigen Kleidern und weißen Schürzen

Die Frauen tragen traditionelle, einfarbige Kleider (meist Pastellfarben) mit langen Ärmeln und einer schwarzen, passenden, kontrastierenden oder weißen Schürze. Die Kleider sind niemals ärmellos, jedoch erlauben weniger konservative Gruppen kurze Ärmel. Gemusterte Kleider sind nicht gestattet. Die Schnittdetails und Länge der Kleider wird durch die Kleiderordnung der jeweiligen Gemeinde vorgegeben. Sie variiert zwischen Knie- und Knöchellänge. Am Sonntag tragen die Frauen ein gedecktes Kleid mit weißer Schürze.

Strümpfe und Schuhe sind schwarz. Vor allem Kinder gehen während der Sommermonate barfuß. Frauen tragen flaches Schuhwerk.

Die typische Kopfbedeckung der männlichen Amischen sind steife, breitkrempige Filzhüte. Die Breite der Krempe und die Form der Hutspitze variiert von Gruppe zu Gruppe. Im Sommer tragen die meisten Männer Strohhüte. Frauen tragen Häubchen, die in Lancaster County z. B. aus filigranem Organzastoff hergestellt werden. Die Größe des Häubchens und die Art, wie es getragen wird, bestimmt die jeweilige Gruppenordnung. Eine amische Frau verlässt das Haus nicht ohne Kopfbedeckung. Schon im Teenageralter fangen die Mädchen an, die Häubchen zu tragen. In vielen Siedlungsgebieten werden weiße Häubchen getragen. Ledige Frauen bis ca. 40 Jahren tragen sonntags schwarze Häubchen.

Früher wurde sämtliche Oberbekleidung von den Frauen selbst hergestellt. Die Stoffe kauften sie für gewöhnlich im Dorfgeschäft, welches von einer Frau der Kirchgemeinde geführt wird. Die Amischen lehnen Geschäfte, die aktuelle Mode verkaufen, ab. Die Fabriken produzieren für den großen Absatzmarkt, daher gibt es nur wenige Lieferanten, die Stoffe an Amische liefern. Heute gibt es Firmen, wie zum Beispiel Weaver`s Apparel, die sich auf die Herstellung von Kleidung für Amische spezialisiert haben. So müssen die Amischen nicht alle Kleider selbst herstellen. Die meisten nähen nur noch ihre Sonntagskleidung selbst.[5]

Das Gewicht der Stoffe ist von großer Bedeutung. Sie dürfen nicht zu schwer, aber auch nicht zu dünn sein. Es wird darauf geachtet, dass die Kleidung gut anliegt und schön fällt.

Mennoniten und Amische

Die Mennoniten und die Amischen teilen miteinander die gleichen historischen Wurzeln und vertreten die gleichen theologischen Positionen bei Glaubenstaufe, Eidesverweigerung und Verweigerung von Militärdiensten. Amische sind grundsätzlich (wenn man dies vergleichen will) strenger in ihrer Handhabung des Glaubens, wobei ihnen einige mennonitische, später entstandene Gruppen in dieser Hinsicht sehr ähneln.

Da jede Gemeinde, sofern sie nicht in einer Konferenz organisiert ist, über ihre eigenen Belange entscheidet, bildeten und bilden sich immer neue Gruppen, auch besonders durch viele Spaltungen. Insofern existieren sehr liberale und auch sehr konservative Gemeinden.

Zuweilen werden bestimmte Mennonitengruppen mit den Amischen verwechselt, dazu gehören besonders jene, die wie die Amischen alter Ordnung (Altamischen) mit Pferdefuhrwerken fahren. Gemeinhin bezeichnet man diese Mennonitengruppen als Old Order Mennonites (im Deutschen auch Altmennoniten nach Mary Ann Horst). Diese Gruppen erreichen zum Teil Mitgliederzahlen von bis zu 15.000, es gibt aber auch Kleinstgruppen mit nur bis zu drei Leuten, die sich ebenfalls als eine Kirche verstehen. Die größte dieser Gruppen ist die Groffdale Conference (andere Bezeichnungen: Fuhremennischte, Wenger Mennonites usw.).

Eine deutliche Unterscheidung der Amischen und Mennoniten findet sich in der Örtlichkeit ihrer Gottesdienste. Amische treffen sich dazu fast durchweg im Wechsel in ihren Häusern, wogegen Mennoniten meist Gemeindehäuser errichten. Kleinstgruppen versammeln sich in ihren Wohnhäusern, doch sobald die Gemeinde eine bestimmte Größe erreicht hat, wird ein Gemeindehaus errichtet. Wird eine amische Gemeinde zu groß, teilen sie sich, um weiterhin die Treffen in den Wohnhäusern abhalten zu können. Diese Gemeinden (die sich zwar teilen, jedoch nicht voneinander spalten) leben dann „in fellowship with each other“ (in Gemeinschaft miteinander). So tauschen sie zum Beispiel Prediger aus oder erlauben das Heiraten untereinander.

Gegenwart

Zurzeit gibt es etwa 249.500 Amische (Stand 2010), die größtenteils in 427 Siedlungen in 28 Bundesstaaten der USA und in Ontario, Kanada leben.[1] Es gibt viele Dutzende amische Gemeinschaften, die sich voneinander unterscheiden, insbesondere durch die unterschiedlich hohe Akzeptanz technischer Neuerungen oder auch durch die Handhabung der „strengen Meidung“ (Verhalten gegenüber Ausgeschlossenen, z. B. Transaktionsverbot von Geschäften). Einige sind nur regional vertreten und haben keine bundesstaatweiten Verbindungen. Die Vielfalt der Gruppen kann verwirren und ist zudem schwer zu erfassen.

Von extrem konservativ bis sehr liberal gibt es (in Auswahl) folgende Gruppen:

Nebraska Amish/White-top Amish/Old School Amish (mehrere Untergruppen); Swartzentruber Amish; Andy Weaver Amish – diese Gemeindegruppen repräsentieren überwiegend den ultrakonservativen Flügel der Amischen; die Old Order Amish/Altamische/Amische alter Ordnung bilden dagegen die konservative Hauptrichtung der Amischen in Nordamerika; als eher „progressiv“ und liberal gelten hingegen die kleineren amischen Sondergruppen der New Order Amish, New Order Fellowship oder der Beachy Amish/Byler Amish.

Es gibt auch Mennonitengruppen mit historischen Amisch-Ursprüngen. Diese waren zumeist liberale Abspaltungen, die immer liberaler wurden, dann den Namen „Amish“ als einengend ablegten und sich mennonitischen Positionen näherten wie etwa die Western Ontario Mennonite Conference; Association des églises évangéliques mennonites de France.

Der Zuwachs der Amischen belief sich von 2007 auf 2008 auf etwa sechs Prozent, alle 18 bis 20 Jahre verdoppelt sich ihre Mitgliederzahl. Einige amische Gemeinden wie zum Beispiel die Swartzentrubers haben 12 bis 16 Kinder pro Familie, also rund 57 Geburten auf 1.000 Einwohner pro Jahr und verdoppeln sich alle 15 Jahre. (Zum Vergleich: Deutschland hat 9 Geburten auf 1.000 Einwohner pro Jahr.)

Zukunftsaussichten und -prognosen

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Frühere Prognosen, die Amischen würden im „melting pot“ aufgehen, erwiesen sich als falsch, allerdings findet eine gewisse Anpassung an die Umgebungsgesellschaft statt. So kann gesagt werden, dass die Amischen des 21. Jahrhunderts nicht die des 20. Jahrhunderts sind, sondern sich ständig verändert haben. Es gibt gegenwärtig in den großen Siedlungen Tendenzen des Aufbruchs der Strukturen.

Der amische Historiker Abner Beiler berichtete in einem Interview, dass er die Zukunft der Amischen in Lancaster County nicht als positiv sieht. Dies war der Bericht eines Mannes, der die amische Gemeinschaft damals schon seit über siebzig Jahren kannte.

Durch die zunehmende Hineinverwebung in das amerikanische Geschäftsleben und den wachsenden Umgang mit „Englischen“ beginnen einige zusammenhaltende Werte zu erodieren.

Donald B. Kraybill, ein Soziologe, berichtete, dass der zunehmende Wohlstand der Amischen die größte Herausforderung sein wird. Es wird abzuwarten sein, wie sich der zunehmende Wohlstand einer amischen Geschäftsleuteschicht auswirkt auf die Gemeinderegeln, denn gerade jene neigen vermehrt zur Liberalität

  • im eigenen geschäftlichen Bereich: fortschrittlicherer Maschinenpark, etwaig von außen kommende Elektrizität doch zu akzeptieren, wenn es wirtschaftlicher ist usw.,
  • hinsichtlich der Doktrin von der Trennung von der Außenwelt, denn ihre Kunden bleiben bei längerem Kontakt nicht nur die „Englischen“, sondern werden teilweise zu engen Freunden, man sieht auch das Gute draußen, man ist mit anderen Werten und Gedanken konfrontiert und bekommt andere Gedankenanstöße etc.,
  • in dem, was ein Mensch braucht und haben könnte, denn ihre zunehmende Akkumulation von geldlichen Werten fördert den Wunsch nach Konsum, wie etwa in Bezug auf „pleasure trips“, „amusement trips“, von denen eigentlich abgeraten wird.

Die amische Gemeinschaft war früher grundsätzlich agrarisch geprägt, dies wird oft noch heute betont, doch nimmt die Schicht der Landwirte immer mehr ab, so dass andere Erwerbsbereiche, die gezwungenermaßen einen viel offeneren Umgang mit der Außenwelt pflegen müssen, zunehmen. Dadurch bricht die tradierte Gesellschaftsstruktur auseinander, so dass nicht mehr von einer auf einem Stand eher verharrenden Generationenfolge gesprochen werden kann.

Die Prognosen für die großen Siedlungen deuten darauf hin, dass sich die Geschäftsleuteschicht abspalten und sich diese Personengruppe der amischen Identität entledigen wird (auch äußerlich) und in mennonitischen konservativen Gruppen sammelt.

Wie sich die bestehende Bauerngruppe und agrarnahe Gruppe dann entwickeln wird, wird abzuwarten sein.

Eine andere Veränderung wird sich in der Frauenrolle ergeben. Zunehmend betreiben amische Frauen Geschäfte und dadurch erwerben sie Kompetenzen in vielerlei Hinsicht:

  • einen freieren Umgang mit der Außenwelt,
  • eine finanzielle Unabhängigkeit zu einem gewissen Sinn,
  • darausfolgend starke Mitspracherechte,
  • und eine starke wirtschaftliche Gewichtung in den Gemeinden.

Wie sich dies weiterentwickeln wird in der stark patriarchalisch geprägten amischen Kirche, wird ebenso abzuwarten sein.

Gesundheit

Eine amische Farm in Pennsylvania

Die Amischen schließen prinzipiell keine Versicherungen ab. Auch von der unter dem US-amerikanischen Präsidenten Barack Obama eingeführten Krankenversicherungspflicht wurden die Amischen 2012 ausgenommen.[6] Anfallende Gesundheitskosten werden ausschließlich durch Spenden der Amischen untereinander getragen. In der Regel ist es zunächst die Familie, die für die Gesundheitskosten eines Familienmitgliedes aufzukommen bemüht ist. Werden diese zu hoch, wird das Anliegen dem Diakon der Gemeinde vorgetragen. Dieser verkündet die anstehenden Kosten an einem Sonntag öffentlich und sammelt in der nächstfolgenden Woche die Spenden ein. Reicht dies noch immer nicht, werden eventuell Nachbargemeinden angesprochen. Nachbarliche Hilfe geschieht nicht nur durch Geld, sondern besonders durch emotionale Unterstützung. Bisher hat diese Form der Subsidiarität gut funktioniert. Mittlerweile haben sich aber auch amische Selbsthilfeorganisationen wie Amish Aid gegründet, um beispielsweise Krankenkosten, die ein enormes Maß erreichen, zu decken.

Unter den plain-people-Gruppen (dazu gehören dann auch ähnlich konservativ ausgerichtete Mennoniten- und Brüdergemeinden) hat sich das Powwowing oder der Gang zum „Brauchdoktor“ noch immer teilweise erhalten. Aus dem alten Europa mit herüber genommen, gibt es noch immer Heilpraktiker, die mit Hilfe von Gebeten, dem Wegsprechen und überlieferten Heilrezepten Patienten behandeln. Dies findet aber im Verborgenen statt und ist heute fast ausgestorben, daneben nutzen die Amischen die homöopathischen Heilverfahren.

Allerdings gibt es unter den Amischen verschiedene, doch auffällig auftretende erbliche Gendefekte. Da fast alle modernen Amischen von wenigen Gründerfamilien (es gibt insgesamt nur um die 130 amische Nachnamen und in den verschiedenen Siedlungen treten davon nur eine bestimmte Menge auf) aus dem 18. Jahrhundert abstammen, treten durch die Fortpflanzung untereinander viele mitgetragene, rezessive Gendefekte auf, das heißt, gleiche Erbträger treffen aufeinander und bewirken, dass Krankheiten, die durch die Fortpflanzung Nichtverwandter unterdrückt blieben, nun ausbrechen.

Die enge Verwandtschaft innerhalb der Amischen erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass zwei Träger des gleichen Gendefekts Kinder bekommen, die dann mit Behinderungen geboren werden. Dieser „Gründereffekt“ hilft Gen-Forschern, die genetische Ursache für diese sonst seltenen Erbkrankheiten zu finden.[7] Einige dieser Störungen sind sehr selten, wie etwa die Hirschsprung-Krankheit, oder sogar einzigartig und gravierend genug, um die Sterblichkeitsrate unter amischen Kindern zu erhöhen. Die Mehrheit der Amischen akzeptiert dies als „Gottes Wille“ und kümmert sich integrierend um diese kranken Menschen.

Da die Amischen nur untereinander heiraten und dies zumeist nur innerhalb der eigenen Siedlung, stellen sie wie einige europäische Gebirgstäler, für Genforscher, eine Möglichkeit zur Forschung über genetische Krankheiten dar. Viele Erkenntnisse sind über Erbkrankheiten daher auch gewonnen worden, doch hat dies nicht unbedingt Auswirkungen auf ihr Heiratsverhalten, denn dieses bedingt innerhalb der eigenen Gruppe zu heiraten (auch außerhalb der Siedlungen, so lange andere Gemeinden mit ihnen in „fellowship“ sind und es „im Herrn“ bleibt). Dem wachsenden Bewusstsein unter den Amischen, dass Exogamie genetischen Krankheiten vorbeugen kann, stehen nach wie vor einengende Heiratsvorschriften gegenüber. Wo sich Erkrankungen auf eine Gemeinde oder eine Siedlung beschränken, kann das bedeuten, dass an anderen Orten die Inzucht noch nicht so ausgeprägt ist. Im Zeitalter der wachsenden Mobilität werden auch Autofahrten zum Verwandtenbesuch in anderen Siedlungen organisiert. Allerdings erschwert auch hier die räumliche Distanz dauerhaften Kontakt. Generell wählen amische Jugendliche noch immer zumeist ihre Ehepartner in der nächsten Umgebung, aus der nahen „Peer group“, die zu den gleichen „Singings“ geht. Unter den Amischen ist es durch die Gemeindeordnung verboten, Cousins und Cousinen zu heiraten, erst deren Kinder könnten dies tun, dadurch sind sie erst durch dieselben Urgroßeltern verwandt. Einige Siedlungen sind zudem völlig miteinander unverwandt, so beispielsweise die Gründerfamilien der Lancaster County Amish mit den Gründern der Perth County Amish Siedlung in Kanada. Räumliche Distanz und teilweise unterschiedliche Glaubensvorstellungen (eine andere Gemeindeordnung erlaubt keine Heirat untereinander) lassen aber diese exogame Heiratmöglichkeit innerhalb der amischen Gruppen nicht zu.

In der Diskussion über Impfungen als mögliche Quelle des Autismus findet sich immer wieder die Behauptung, unter den Amischen gebe es keinen Autismus, was mit ihrer Ablehnung von Impfungen erklärt wird.[8] Beide Behauptungen sind jedoch unzutreffend: Weder lehnen die Amischen Impfungen generell ab, noch ist Autismus in ihren Gemeinden unbekannt.[9]

Filmografie

Spielfilme

Über die Amischen wurden fast ausschließlich in den USA Spielfilme gedreht:

Dokumentarfilme

Im Jahre 2004/5 wurde eine Art „Amish Big Brother“ in den USA gezeigt, „Amish in the City“, die herausfinden sollte, ob die amischen „Rumspringer“ nicht letztlich im engen Kontakt mit Weltlichen doch lieber „den American Way of Life“ wählten. Jene amischen Jugendlichen standen zum Zeitpunkt der Aufnahmen aber nicht mehr vor dieser Frage, sondern hatten sich schon für die Außenwelt entschieden.

Darüber hinaus gibt es viele weitere Dokumentationen:

  • How much Wood would a Woodchuck chuck… - Beobachtungen zu einer neuen Sprache,

1976, 44 Min., von Werner Herzog. In dieser fürs deutsche Fernsehen produzierten Dokumentation stellt der Regisseur das Leben der Amischen den Vorgängen einer Schnellsprech-Weltmeisterschaft von Vieh-Auktionatoren gegenüber.

  • Amish – Ein Bauernhof für unsere Kinder,

Produktion: ORF, 1998, 60 Min., von Eva Maria Berger. Diese Dokumentation behandelt explizit die Lancaster County Amischen und enthält soziologische Bewertungen durch Donald B. Kraybill. Siehe Donald B. Kraybill und Steven M. Nolt: Amish Enterprise – From Plows to Profits unter der Rubrik Literatur.

  • Die Amish – alte Werte in der neuen Welt,

3sat, 1999, von Wolfgang Wegner. Diese Dokumentation handelt ebenfalls von den Amischen in Lancaster County und enthält Interviews (z. B. mit dem Eisproduzenten von Lapp’s Valley Farm) mit Beach Amischen und New Order Amischen.

  • Amish People – Leben in einer anderen Welt. Dokumentation, Frankreich, 2005, 53 Min., Regie: Alexandre Fronty, Produktion: arte, Reihe: WunderWelten, Inhaltsangabe von arte
  • 3sat, 2009, Kreuz & Quer: Amish People von Alexandre Fronty, schildert das Leben der Amischen der alten und neuen Ordnung in einem Dorf in Pennsylvania
  • „Die Amischen sind gelandet“. Originaltitel: „Meet the Amish“ bzw. „Amish: World's Squarest Teenagers“, Dokusoap GB 2011. IMDB

Amerikanische Dokumentarfilme sind unter anderem:

  • The Riddle of the Amish
  • Amish – A People of Preservation
  • The Amish and US
  • The Amish Riddle
  • The Devil’s Playground

Trivia

Ein recht bekanntes Lied mit dem Titel Amish Paradise stammte von Weird Al Yankovic. Dieses ist eigentlich eine Parodie auf Coolios Gangsta’s Paradise, wobei das Original von Stevie Wonder stammt und den Namen Pastime Paradise trägt. Weird Al ersetzte die Gangsta durch Amische und stellte ihren Lebensstil in einer recht humorvollen – nicht ganz ernstzunehmenden – Art und Weise zur Schau.

Siehe auch

Literatur

  • Peter Ester: Die Amish People. Überlebenskünstler in der modernen Gesellschaft. Patmos, Düsseldorf 2005, ISBN 3-491-72487-2.
  • Hermann Hage: Amische Mennoniten in Bayern. edition vulpes, Regensburg 2009, ISBN 978-3-939112-45-7.
  • John A. Hostetler: Amish Society. 4. Auflage, The Johns Hopkins University Press, London 2008, ISBN 978-0-8018-4442-3 (Neutral gehaltene Einführung in das Leben der Amischen von einem Soziologie-Professor).
  • Donald B. Kraybill und Steven M. Nolt: Amish Enterprise – From Plows to Profits. (2nd ed.) Johns Hopkins University Press, Baltimore 2004, ISBN 0-8018-7805-5 (Über den wirtschaftlichen Wandel der Amish vom Soziologen Donald B. Kraybill, siehe Text oben).
  • Bernd Längin: Gottes letzte Inseln. Wie die Hutterer und Amischen leben. Pattloch, Augsburg 1996, ISBN 3-629-00674-4.
  • Bernd Längin: Die Amischen. Vom Geheimnis des einfachen Lebens. List, München 1990, ISBN 3-471-78049-1.
  • Silke Langwasser: Die Old Order Amish. Eine Glaubensgemeinschaft zwischen Beharrlichkeit und Entwicklung. Tectum, Marburg 2008, ISBN 978-3-8288-9586-7.
  • Barbro Lovisa: Old Order Amish in Illinois. In: Kirche an der Grenze. Bogen, Darmstadt 1993, ISBN 3-920606-07-8.
  • Steven M. Nolt: A History of the Amish. 2. Auflage, Good Books, Intercourse 2003, ISBN 1-56148-393-1.
  • Jodi Picoult: Die einzige Wahrheit. Roman, Piper TB, München / Zürich 2005, ISBN 978-3-492-24524-1 (Roman über eine junge Amish-Bauernfrau in Lancaster County).
  • Rüdiger H. Schneider: Die Amish. Von Gewaltlosigkeit und Widerstand. Überleben in drei Jahrhunderten, Monsenstein und Vannerdat, Münster 2007, ISBN 978-3-86582-518-6
  • Jürgen Weber: Die Altamischen in Kanada. Geschichte und sakralisierte Identität einer weltabgewandten religiösen Gemeinschaft. Kovač, Hamburg 1996, ISBN 3-86064-409-2 (Zugleich Dissertation an der Universität Tübingen 1995).

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b Amish Population Trends 1991-2010. Young Center for Anabaptist and Pietist Studies, Elizabethtown College, abgerufen am 4. August 2010.
  2. Eva Stanzl: Pandora kriegt die Büchse nicht zu. In: Wiener Zeitung. 22. Februar 2012, abgerufen am 31. August 2014.
  3. Merriam-Webster: Aussprache "Amish" (WAV; 6 kB)
  4.  Hermann Hage: Amische Mennoniten in Bayern. Regensburg 2009, ISBN 978-3-939112-45-7.
  5. nach:beverly lewis 2009
  6. Donald B. Kraybill: Amische In: Mennonitisches Lexikon Band V (MennLex V).
  7. Sascha Karberg:Goldgrube im Amish-Land, in: Bild der Wissenschaft 2/2010, S. 19
  8. Dan Olmsted: The Age of Autism: The Amish anomaly,UPI.com, 18. April 2005
  9. Lisa Jo Rudy: Do The Amish Vaccinate? About.com, April 23, 2008