Super League (Schweiz)

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Super League
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Voller Name Raiffeisen Super League
Abkürzung RSL
Verband Schweizerischer Fussballverband
Erstaustragung 1931
Hierarchie 1. Liga
Mannschaften 10
Meister FC Basel (17. Titel)
Rekordmeister Grasshopper Club Zürich (27 Siege)
Rekordspieler Urs Fischer (545)
Rekordtorschütze Peter Risi (216)
Website www.sfl.chVorlage:InfoboxFußballwettbwerb/Wartung/Webseite
Qualifikation für Champions League
Europa League

Die Raiffeisen Super League (RSL) ist die höchste Spielklasse im schweizerischen Fussball. Ab der Ligareform im Jahre 2003 trug sie den Namen des Hauptsponsors Axpo. Seit der Saison 2012/13 trägt sie den Namen des neuen Sponsors Raiffeisen. In den öffentlich-rechtlichen Schweizer Medien (Radio/Fernsehen) wird der Sponsor nicht genannt und nur von Super League gesprochen.

Die Super League wird im Ligasystem und einer Doppelrunde ausgetragen. Jeder Verein trifft viermal auf jeden Gegner, zweimal vor heimischem Publikum, zweimal auswärts. Insgesamt absolviert jeder Verein somit 36 Spiele pro Spielzeit. Ausgespielt werden der Schweizer Fussballmeister sowie die Teilnehmer der Europapokalwettbewerbe. Die letztplatzierte Mannschaft steigt in die Challenge League, die zweithöchste Spielklasse, ab. Die Relegation (schweiz. "Barrage") gegen den Zweiten der Challenge League entfällt mit der Modusänderung zur Saison 2012/13.

Seit dem 13. Juli 2013 wird die 117. Spielzeit, die Schweizer Fussballmeisterschaft 2013/14 ausgetragen. Sie endet am 18. Mai 2014. Aktueller Titelträger ist der FC Basel.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Liga wurde zum ersten Mal im Jahre 1931 als Nachfolgerin der alten Serie A ausgetragen, Hintergrund war die Einführung des Professionalismus. Bis dahin wurde der Schweizer Meister seit 1897 in einer Finalrunde der regionalen Meister aus der Ost-, West- und Zentralschweiz ausgespielt. Die Nationalliga war bis 1933 noch in zwei Gruppen geteilt und bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht berechtigt, den Schweizer Meister zu ermitteln. In den beiden Übergangsmeisterschaften 1931/32 und 1932/33 kam daher noch weiterhin die Finalrunde zur Siegerermittlung zum Einsatz, für die der Meister der zweiten Spielklasse, anno dazumal noch die 1. Liga, ebenfalls qualifiziert war. 1932 gelang Lausanne Sports das Kunststück, als Zweitligist Meister zu werden. Der erste Meister in der eingleisigen Nationalliga wurde Servette FC Genève in der Saison 1933/34.

Während sieben Jahrzehnten wechselte die Liga mehrmals die Anzahl zugelassener Mannschaften und die Modi. In den Jahren vor der Reform 2003 wurde die Liga nach dem Grunddurchgang oftmals in zwei Gruppen, Final- resp. Auf-/Abstiegsrunde genannt, eingeteilt. Während die Topteams um die Meisterschaft und die internationalen Plätze kämpften, spielten die schwächeren Vereine zusammen mit den besten Teams der zweiten Liga, der damaligen Nationalliga B, um den Auf- resp. Abstieg.

Ligareform 2003[Bearbeiten]

Aufgrund des vorhergehenden Modus, der als zu kompliziert empfunden wurde, wurde die Liga im Jahr 2003 reformiert, welche auch eine Namensänderung beinhaltete. Erstmals erhielt die höchste Spielklasse nun einen Titelsponsor. Als weiteren Schritt reduzierte man die Liga von zwölf auf zehn Teams. Die Vereine mussten sich zudem verpflichten, bis ins Jahr 2010 die Baubewilligung zum Bau eines modernen Stadions zu erhalten. Theoretisch droht Vereinen ein Zwangsabstieg, wenn sie dieses Kriterium nicht erfüllen würden, jedoch wurden seitens der Swiss Football League Aufschübe gewährt. Neuaufsteiger erhalten die Bewilligung für die oberste Liga in der Regel nur dann, wenn ihr Stadion entweder den Anforderungen entspricht oder das Stadion umgebaut werden kann.

Frühere Bezeichnungen[Bearbeiten]

Im Laufe der über 100-jährigen Geschichte der obersten Schweizer Fussball-Liga hat diese ihren Namen oft gewechselt. Seit der Ligareform 2003 steht zudem der Name des Hauptsponsors der Liga in der offiziellen Bezeichnung.

Logo der Axpo Super League von 2003 bis 2012

Von 2003 bis 2012 war die Axpo Holding Titelsponsor der Liga, weshalb diese währenddessen offiziell Axpo Super League hiess.[1]

Ab der Spielzeit 2012/13 heisst die Liga, benannt nach dem neuen Titelsponsor Raiffeisen Schweiz, Raiffeisen Super League.[2]

Hier die Übersicht der verschiedenen Namen seit der Gründung der Liga:

  • 18971931: Serie A
  • 19321944: Nationalliga / Ligue Nationale / Lega Nazionale
  • 19442003: Nationalliga A / Ligue Nationale A / Lega Nazionale A
  • seit 2003: Super League

Zukünftige Entwicklung der Liga[Bearbeiten]

Nach der Ligareform im Jahre 2003 waren Anfang 2008 Überlegungen im Gange, die Liga wieder auf zwölf Mannschaften zu vergrössern und die Wiedereinführung des „Strichs“ umzusetzen.[3] Mit dem „Strich“ wird in der Schweiz umgangssprachlich der Modus bezeichnet, der nach der Vorrunde die Schaffung einer Auf-/Abstiegsrunde vorsieht. In diesem Fall würden bei einer 12er-Liga nur noch die acht besten Teams der Vorrunde um den Meistertitel in der Super League kämpfen. Die restlichen vier Mannschaften müssten in der Rückrunde gegen die vier besten Teams der Challenge-League-Vorrunde antreten und dort um Ligaerhalt oder Abstieg spielen.[4]

Im Juni 2009 hatten die Klubs der Swiss Football League (SFL) in einer ausserordentlichen Generalversammlung in Bern beschlossen, die Super League wieder auf zwölf Mannschaften aufzustocken, eine Arbeitsgruppe sollte bis im November 2009 Details über die Zeit und den Modus der Einführung ausarbeiten.[5] An der Generalversammlung im November 2009 wurde der Vorschlag jedoch wieder verworfen.[6]

Zweck[Bearbeiten]

Die Super League dient der Ermittlung des Schweizer Fussballmeisters. Der Tabellenerste nach Abschluss einer Saison erhält den Titel Schweizer Fussballmeister. Da die Vereine aus dem Fürstentum Liechtenstein mangels eigenen Ligabetriebs im Schweizer Ligenverband mitspielen, gibt es eine Sonderregel, die den Titel ausschliesslich Schweizer Mannschaften zuschreibt, selbst wenn ein Verein aus dem Fürstentum die Saison auf Platz eins der Tabelle abschliesst. In einer befristeten Zusatzvereinbarung geloben die Vereine des Nachbarlandes zudem, auf sämtliche Startplätze in europäischen Wettbewerben zu verzichten, falls sie diese durch sportliche Erfolge erreichen sollten. Somit sind die Schweizer Startplätze in Champions League und Europa League tatsächlich ausschliesslich Vereinen aus der Schweiz vorbehalten. Neben der Ermittlung des Schweizer Fussballmeisters werden die Startplätze für die Champions League und die Europa League für Schweizer Mannschaften ermittelt.

Spielmodus[Bearbeiten]

Alle Vereine der Liga spielen viermal gegeneinander, je zweimal im eigenen Stadion und zweimal im gegnerischen Stadion. Der Spielplan wird dabei für die ganze Saison (36 Runden) erstellt. Die Ansetzung der definitiven Anspielzeiten pro Runde erfolgt in vier Tranchen (Runden 1-9, 10-18, 19-27, 28-36), jeweils mindestens 30 Tage vor dem ersten Spiel des entsprechenden Viertels. Seit der Saison 1995/96 gilt die Drei-Punkte-Regel: Es werden für einen Sieg drei Punkte, für ein Unentschieden ein Punkt und für eine Niederlage null Punkte vergeben.

Die beste Schweizer Mannschaft nach 36 Runden wird Schweizer Meister. Der letztplatzierte Verein steigt in die Challenge League ab.

Übersicht: sportliche Qualifikation[Bearbeiten]

Anmerkungen:

  1. Wenn eine Liechtensteinische Mannschaft den 1. Platz belegt, so fällt der Titel Schweizer Meister und das Teilnahmerecht an den Zweitplatzierten.
  2. Abhängig von der aktuellen Platzierung in der UEFA-Fünfjahreswertung und den daraus resultierenden Qualifikationsberechtigungen
  3. Wenn eine Liechtensteinische Mannschaft den 2. Platz belegt, so verschieben sich die UEFA-Plätze entsprechend.
  4. Abhängig von der aktuellen Platzierung in der UEFA-Fünfjahreswertung und den daraus resultierenden Qualifikationsberechtigungen
  5. Wenn sich Liechtensteiner Mannschaften darunter befinden, so verschieben sich die UEFA-Plätze entsprechend.
  6. Garantiert sind nach derzeitigem Reglement nur die Teilnahmen des Meisters, Pokalsiegers und Vizemeisters an den europäischen Wettbewerben. In den vergangenen Jahren stand der Schweiz immer ein oder sogar zwei weitere Teilnahme-Plätze in der UEFA Europa League zu.

Mannschaften[Bearbeiten]

In der Saison 2014/15 bilden die zehn folgenden Vereine die Super League:

Team Trainer Stadion Kapazität Platzierung Saison 2013/14
FC Aarau FC Aarau SchweizerSchweizer Sven Christ Stadion Brügglifeld 09'249 9.
FC Basel FC Basel PortugiesePortugiese Paulo Sousa St. Jakob-Park 38'500 1., Meister
Grasshopper Club Zürich Grasshopper Club Zürich DeutscherDeutscher Michael Skibbe Letzigrund 25'000 2.
FC Luzern FC Luzern SchweizerSchweizer Carlos Bernegger Swissporarena 17'500 4.
FC Sion FC Sion ItalienerItaliener Claudio Gentile Stade de Tourbillon 16'000 8.
Fc St. Gallen FC St. Gallen LuxemburgerLuxemburger Jeff Saibene AFG Arena 19'586 7.
FC Thun FC Thun SchweizerSchweizer Urs Fischer Stockhorn Arena 10'000 6.
FC Vaduz FC Vaduz SchweizerSchweizer Giorgio Contini Rheinpark Stadion 07'838 1. Challenge League, Aufsteiger
BSC Young Boys BSC Young Boys ItalienerItaliener Uli Forte Stade de Suisse Wankdorf 31'120 3.
FC Zürich FC Zürich SchweizerSchweizer Urs Meier Letzigrund 25'000 5.

Die Schweizer Meister[Bearbeiten]

Seit 1897 wird der Titel des Schweizer Meisters vergeben. Dies geschah in allen Jahren mit Ausnahme der Spielzeit 1922/1923, da der erstplatzierte FC Bern einen unerlaubten Spieler eingesetzt hatte. Erster Schweizer Meister wurden die Zürcher Grasshoppers, die insgesamt die meisten Titel gewinnen konnten. Bis heute gewannen 19 verschiedene Mannschaften die Schweizer Meisterschaft.

Dank ihrer Erfolge dürfen manche Vereine sogenannte Meistersterne in ihrem Vereinswappen tragen. Für zehn Meistertitel dürfen die Vereine je einen Stern tragen. Auf der folgenden Liste sind bei gleicher Anzahl der Meistertitel immer diejenigen Vereine zuerst aufgelistet, die den letzten Titel als erste gewannen.

Rang Verein Meistertitel Zuletzt Meistersterne
1 Grasshopper Club Zürich 27 2003 2
2 Servette Genf 17 1999 1
FC Basel 17 2014 1
4 FC Zürich 12 2009 1
5 BSC Young Boys 11 1986 1
6 Lausanne-Sports 7 1965
7 FC Winterthur 3 1917
FC Lugano 3 1949
FC La Chaux-de-Fonds 3 1964
Neuchâtel Xamax 3 1988
FC Aarau 3 1993
12 FC Sion 2 1997
FC St. Gallen 2 2000
14 Anglo-American Club Zürich 1 1899
SC Brühl St. Gallen 1 1915
Étoile-Sporting La Chaux-de-Fonds 1 1919
FC Biel-Bienne 1 1947
AC Bellinzona 1 1948
FC Luzern 1 1989

Ewige Tabelle[Bearbeiten]

Ewige Tabelle der Schweizer Super League.

Derzeit auf Platz 1 der ewigen Tabelle liegt der Grasshoppers Club Zürich. Gefolgt vom FC Basel und Servette FC Genève. Insgesamt 74 Teams durften bisher in der höchsten Schweizer Spielklasse seit 1897 auflaufen. Dies ergibt nach der Saison 2012/2013 39'587 Partien aller erstklassigen Teams (inkl. Abstiegs- und Entscheidungsspiele) bei denen insgesamt 69'341 Tore fielen.

UEFA-Fünfjahreswertung[Bearbeiten]

Platzierung in der UEFA-Fünfjahreswertung (in Klammern die Vorjahresplatzierung). Die Kürzel CL und EL hinter den Länderkoeffizienten geben die Anzahl der Vertreter in der Saison 2014/15 der Champions League bzw. der Europa League an.

Stand: Ende der Europapokalsaison 2012/13[7]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Swiss Super League – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Nati A – in den Nachrichten

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. «Raiffeisen Super League»: Name und Logo durch die Hintertür. Swiss Football League, 1. Juni 2012, abgerufen am 12. Juni 2012.
  2. Volker Strohm: «Raiffeisen Super League»: Name und Logo durch die Hintertür. Handelszeitung, 1. Juni 2012, abgerufen am 12. Juni 2012.
  3. Zurück zum Strich mit 12 Teams. Bluewin, 22. April 2008, archiviert vom Original am 7. Februar 2010, abgerufen am 22. April 2008.
  4. Der Strich gibt Druck. Blick, 24. Februar 2008, abgerufen am 5. März 2011.
  5. Super League wird auf 12 Mannschaften aufgestockt. Tages-Anzeiger, 13. Juni 2009, abgerufen am 14. Juni 2009.
  6. Keine Aufstockung der Axpo Super League. Swiss Football League, 13. November 2009, abgerufen am 13. November 2009.
  7. Bert Kassies: Aktuelle UEFA-Fünfjahreswertung 2013. Abgerufen am 16. Mai 2013 (englisch).