Bad Brückenau

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Bad Brückenau
Bad Brückenau
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bad Brückenau hervorgehoben
50.3094444444449.7905555555556332Koordinaten: 50° 19′ N, 9° 47′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Bad Kissingen
Höhe: 332 m ü. NHN
Fläche: 23,73 km²
Einwohner: 6400 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 270 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97769
Vorwahl: 09741
Kfz-Kennzeichen: KG, BRK, HAB
Gemeindeschlüssel: 09 6 72 113
Stadtgliederung: 11 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 2
97769 Bad Brückenau
Webpräsenz: www.bad-brueckenau.de
Bürgermeisterin: Brigitte Meyerdierks (CSU)
Lage der Stadt Bad Brückenau im Landkreis Bad Kissingen
Dreistelzer Forst Forst Detter-Süd Geiersnest-Ost Geiersnest-West Waldfensterer Forst Kälberberg (Unterfranken) Mottener Forst-Süd Neuwirtshauser Forst Omerz und Roter Berg Römershager Forst-Nord Römershager Forst-Ost Roßbacher Forst Waldfensterer Forst Großer Auersberg Münnerstadt Thundorf in Unterfranken Maßbach Rannungen Nüdlingen Oerlenbach Bad Kissingen Aura an der Saale Bad Bocklet Euerdorf Sulzthal Ramsthal Elfershausen Fuchsstadt Hammelburg Elfershausen Wartmannsroth Oberthulba Oberthulba Oberthulba Burkardroth Burkardroth Zeitlofs Zeitlofs Bad Brückenau Bad Brückenau Oberleichtersbach Geroda (Unterfranken) Schondra Schondra Schondra Riedenberg Motten (Bayern) Wildflecken Hessen Landkreis Rhön-Grabfeld Landkreis Main-Spessart Landkreis Schweinfurt Landkreis Haßberge Landkreis Haßberge SchweinfurtKarte
Über dieses Bild

Bad Brückenau ist eine Stadt im unterfränkischen Landkreis Bad Kissingen. Der Kurort ist bayerisches Staatsbad und liegt an der bayerischen Rhön.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Bad Brückenau vom Dreistelzberg aus gesehen

Bad Brückenau liegt im Sinntal, in den westlichen Ausläufern der Kuppenrhön.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind Motten, Riedenberg, Markt Geroda, Oberleichtersbach, Markt Zeitlofs, und die hessische Gemeinde Sinntal.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Bad Brückenau hat elf amtlich benannte Stadtteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten]

Stadt Bad Brückenau[Bearbeiten]

Bereits zu Zeiten Karls des Großen führte an der Stelle der heutigen Stadt Bad Brückenau eine „Heerstraße in Speeresbreite“ über die Sinn, und vermutlich siedelten sich an dieser Furt bereits erste Bauern an. Gegen Ende des 12. Jahrhunderts entstand eine größere Siedlung, die auf Grund ihrer Lage Sinn-Aue genannt wurde. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahr 1249, als das Bistum Fulda der Siedlung Sinn-Aue nach dem Vorbild von Gelnhausen verschiedene Privilegien zusprach. Um das Jahr 1260 gestattete das Bistum Adeligen der Region die Errichtung von vier Burggütern, von denen eines, das Hohelinsche Burggut, zum Teil erhalten ist. Um diese Zeit erhielt die Stadt auch eine erste Schutzmauer, die bereits 1337 erweitert werden musste.

Brückenau mit der alten Brücke. Zeichnung von H.Girl, vor 1876

Im Jahr 1310 erhielt der Ort Sinn-Aue vom Fuldaer Abt Heinrich V. sowie König (und späterem Kaiser) Heinrich VII. die Stadtrechte. Im Laufe des 14. Jahrhunderts erlangte die Stadt durch weitere Rechte wie das Mauerrecht, das Schankrecht, das Marktrecht, das Ratsrecht und das Waldnutzungsrecht verstärkte wirtschaftliche und politische Eigenständigkeit. Das Fortbestehen der vier Rittergüter in der Stadt sorgte immer wieder für Streitigkeiten um die Ausübung verschiedener Rechte. Eine Legende berichtet, die Ritter von Thüngen hätten 1400 die Stadt überfallen, der Angriff sei jedoch mit Hilfe des Heiligen Georgs abgewehrt worden. Georg wird seither als Stadtpatron verehrt, ein ehemaliges Kriegerdenkmal mit der Figur des Drachentöters steht heute vor dem alten Rathaus.

Im Jahre 1597 wurde an der Stelle der heutigen Sinnbrücke unterhalb des Kleinen Steinbuschs eine Steinbrücke über die Sinn gebaut. Ihr verdankt der Ort den Namen Brückenau. Die Brücke entging in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs nur knapp der Sprengung und wurde in den 1960er-Jahren durch eine moderne Betonbrücke ersetzt.

Im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) wurden zwar zahlreiche umliegende Dörfer wie Zeitlofs, Geroda, Weißenbach und Detter geplündert und zum Teil zerstört, Brückenau blieb jedoch verschont. 1634 brach in der Stadt die Pest aus, der zahlreiche Menschen zum Opfer fielen.

Der heutige Marktplatz von Bad Brückenau Stadt

In der Nacht vom 13. auf den 14. August 1876 brannte die Stadt Brückenau fast vollständig nieder. Verschont blieb allein die Vorstadt, die heutige Altstadt. Fünf Menschen kamen ums Leben, von 260 Gebäuden wurden 140 zerstört. Bei dem Brand wurden außerdem zahlreiche historische Dokumente vernichtet, was die Geschichtsschreibung der Stadt erschwert.

Nach dem Wiederaufbau der Stadt begann man nach dem Vorbild des benachbarten Staatsbades auch dort nach Heilquellen zu bohren. Vor dem Ersten Weltkrieg erschlossen Brückenauer Privatleute eine Stahl- und eine Schwefelquelle im Siebener Park und die Stadt erschloss eine weitere Eisenquelle im heutigen Georgi-Kurpark. Im Siebener Park wurde ein Badehaus errichtet, in dem unter anderem Moorbäder und Massagen verabreicht wurden. Später kam nebenan ein Freibad hinzu, das zunächst mit dem Wasser der Schwefelquelle gefüllt wurde. Anfang der 1970er-Jahre wurde ein Hallenbad gebaut, das in den 1990ern aufwändig modernisiert und zu einem Freizeitbad umgestaltet wurde.

Am 8. April 1970 wurde die bisherige Stadt Brückenau in Bad Brückenau umbenannt.[3]

Staatsbad Brückenau[Bearbeiten]

Schon im 15. Jahrhundert war im Sinntal rund vier Kilometer südwestlich der Stadt ein „Sauerbrönn“, eine sauer schmeckende Quelle bekannt, deren Wasser Heilwirkung zugesprochen wurde. 1747 wurde dort unter dem Fuldaer Fürstabt Amandus von Buseck die erste Heilquelle eingefasst. Unter seinem Nachfolger, dem Fuldaer Fürstbischof Heinrich von Bibra, entwickelte sich im Sinntal ein Badeort mit ersten kleineren Hotels und einem Badehaus. Der beginnende Kurbetrieb sorgte zwischen 1759 und 1788 für eine erste Blütezeit Bad Brückenaus. Aus dieser Zeit stammen die barocken Bauten entlang der Hauptachse des Kurparks im heutigen Staatsbad, unter anderem der Fürstenhof und die Häuser Schwan und Löwe.

Überdachter Wandelgang im Kurpark
Lindenlaubengang im Kurpark
Großer Kursaal mit Denkmal König Ludwig I.
Kurpark mit Blick auf Fürstenhof

Durch Beschluss des Wiener Kongresses wurde Brückenau 1816 dem Königreich Bayern zugesprochen. 1818 besuchte Kronprinz Ludwig von Bayern zum ersten Mal das Staatsbad. Bei seinen zahlreichen Aufenthalten, einmal auch in Begleitung von Lola Montez, residierte er im Fürstenhof. Als späterer König Ludwig I. ließ er das Bad umgestalten. Gegenüber dem Fürstenhof ließ er 1819 den Kellerbau errichten; diese Sichtachse bestimmt den Park bis heute. Zentrales Bauwerk aus dieser Zeit ist der Große Kursaal im Stile des Klassizismus. Im Vergleich zum benachbarten Bad Kissingen blieb der Kurbetrieb jedoch bescheiden. Zwar kamen unter anderem die russische Zarin Maria Alexandrowna (geborene Prinzessin Marie von Hessen-Darmstadt) und die griechische Königin Amalie (Ludwigs Schwiegertochter) nach Brückenau, doch vermutlich war der König aufgrund seiner hervorragenden Gesundheit kein guter Werbeträger für ein Kurbad.

Nach der Abdankung Ludwigs I. im Jahr 1848 wurde das Bad an verschiedene private Träger verpachtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm der Freistaat Bayern die Trägerschaft.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Im Jahr 1939 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Römershag und Wernarz eingegliedert.[3] Am 1. Mai 1978 kam Volkers hinzu.[4]

Religionen[Bearbeiten]

Christentum[Bearbeiten]

1694 wurde Brückenau zur eigenen Pfarrei erhoben und aus der Pfarrei Oberleichtersbach herausgelöst. Heute besitzt die Stadtpfarrei St. Bartholomäus Bad Brückenau mit der Schlosskirche St. Benedikt eine Filiale im Stadtteil Römershag. Wernarz ist Sitz der Kuratie St. Josef, Bräutigam Mariens mit der Filiale Maria, Heil der Kranken im Staatsbad Brückenau. Zusammen mit der Kuratie Kreuzerhöhung in Volkers bilden diese Gemeinden seit 2009 die katholische Pfarreiengemeinschaft St. Georg Bad Brückenau, die somit das gesamte Stadtgebiet umfasst. Die Pfarreiengemeinschaft gehört zum Dekanat Hammelburg der Diözese Würzburg.

Die evangelisch-lutherische Friedenskirche wurde 1957 bis 1959 im Georgi-Kurpark erbaut. Die für Kurgäste 1908 im Staatsbad erbaute Christuskirche war das erste evangelische Gotteshaus in Bad Brückenau.

Von 1908 bis 1920 bestand im Hotel "Bellevue" unter Schirmherrschaft der von Erzpriester Alexej Maltzew geleiteten "Bruderschaft des heiligen Fürsten Wladimir" eine vom im Fürstenhof wohnenden Baron Andrej Andrejewitsch Budberg eingerichtete russische orthodoxe Hauskapelle der heiligen Maria Magdalena.

Judentum[Bearbeiten]

Seit dem Mittelalter lebten Juden in Brückenau. Davon zeugt bis heute eine Gasse namens Judengasse, die außerhalb der Stadtmauern lag und das jüdische Viertel der Stadt markierte. Dort richteten die jüdischen Bürger auch eine Synagoge ein. Nachdem das bayerische Judenedikt von 1813 Juden den Erwerb von Grundbesitz und die Teilnahme am politischen Leben gestattete, übernahmen sie als Händler, Bauern und Handwerker eine wichtige Rolle im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben der Stadt.

Am 22. August 1913 weihte die israelitische Kultusgemeinde im Beisein zahlreicher Repräsentanten des öffentlichen Lebens ihre neue Synagoge im Alten Schlachthofweg ein. Bürgermeister Reinwald versprach beim Festakt ihren Schutz durch die Stadt. 1923 wurde der jüdische Friedhof errichtet.

Sehr anschaulich werden verschiedene Aspekte des jüdischen Lebens in Brückenau in einer Erzählung (Zwischen zwei Städten) des israelischen Literaturnobelpreisträgers Samuel Josef Agnon beschrieben.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Januar 1933 und der Verabschiedung der Nürnberger Gesetze im September 1935 konnten Juden ihren Berufen nicht mehr nachgehen, Brückenauer Geschäftsleute jüdischen Glaubens waren gezwungen, Häuser und Geschäfte zu verkaufen. In der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde die Synagoge in der Unterhainstraße zerstört. Der SA-Kreisleiter Willy Heimbach legte persönlich das Feuer. Danach begann die Deportation Brückenauer Juden, zunächst in Gefängnisse und Zwangsunterkünfte in Deutschland, ab 1940 in Ghettos in den besetzten Gebieten Osteuropas und ab 1942 in Konzentrations- und Vernichtungslager, vor allem Theresienstadt, Riga und Majdanek. Rund 35 der Opfer des Holocaust sind namentlich bekannt. Wie viele Brückenauer Juden sich ins Ausland retten konnten, ist nicht bekannt. Seit 1987 erinnert ein großer Gedenkstein auf dem Neuen Friedhof an die jüdischen Einwohner und ihr Gotteshaus.[5]

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister war seit 1998 Thomas Ullmann. Er wurde von der Parteilosen Wählergruppe nicht mehr aufgestellt, sodass er bei der Bürgermeisterwahl am 20. Juni 2010 für die neu gegründete Bad Brückenauer Liste kandidierte. Bei der Wahl erhielt Ullmann nur 17,6 % der Stimmen. Zur neuen Bürgermeisterin wurde Brigitte Meyerdierks (CSU) gewählt, die 63,3 % erhielt. Weiterer Kandidat war Ralf Kessler (SPD), der 18,8 % erzielte. Die Wahlbeteiligung betrug knapp 53 %.[6]

Stadtrat[Bearbeiten]

Der Stadtrat Bad Brückenau zählt 20 Mitglieder. Nach der Kommunalwahl am 16. März 2014 ergab sich folgende Sitzverteilung:

CSU: 9 Sitze
PWG: 7 Sitze
FDP/FB: 2 Sitze
SPD: 2 Sitze

Wappen[Bearbeiten]

  • Kleines Wappen
Roter Schrägbalken auf goldenem Grund
  • Großes Stadtwappen
Geviert mit Herzschild, im Zentrum das kleine Stadtwappen, in Feld 1 und 4 das fuldische Kreuz, in Feld 2 und 3 Brustbild der Hildegard vor rot-blauem Grund
  • Wappengeschichte
In Siegelabdrucken aus dem Jahr 1399 ist als Wappen das fuldische Kreuz im Schild überliefert. Dies ist ein Hinweis auf die Herrschaft der Abtei Fulda über Brückenau. Von 1525 ist ein Siegel mit einem völlig anderen Wappen bekannt. Im Abdruck stehen über einer Zinnenmauer mit offenem Tor zwei Türme zwischen denen ein mit Rosen bestecktes Herz schwebt. 1818 wird das Wappen des Fürstabts Bernhard Gustav von Baden-Durlach als Stadtwappen angesehen (siehe kleines Wappen oben). Dieses Wappen enthielt jedoch nicht die Brustbilder der Hildegard, die erst später hinzugefügt wurden. Da bei der Wappenrevision 1819 das fuldische Kreuz entfiel und das kemptische Wappen (geteilt von Rot und Blau) in Brückenau nicht zugeordnet werden konnte, blieb nur das Herzschild erhalten und wurde zum Stadtwappen gemacht. Das blau und rote kemptische Wappen ist das Wappen der Fürstabtei Kempten, in der Bernhard Gustaf Markgraf von Baden-Durlach ab 1672 auch Fürstabt war. Bad Brückenau hat heute zwei Wappen. Das offizielle badische Wappen (in Gold ein roter Schrägbalken), das auch im amtlichen Siegel verwendet und von der Bevölkerung auch das „Kleine Wappen“ genannt wird und das so genannte „Große Stadtwappen“, welches das persönliche Wappen des Fürstabts Bernhard Gustav von Baden-Durlach ist, mit Hinzufügung der Brustbilder der Hildegard, der Gründerin des Klosters in Kempten.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Es bestehen Städtepartnerschaften mit:

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Musik[Bearbeiten]

Der Ort ist Sitz des Bayerischen Kammerorchesters Bad Brückenau.

Bauwerke[Bearbeiten]

Der Große Kursaal, Stahlstich aus dem 19. Jahrhundert
  • Großer Kursaal (Staatsbad)

Der Große Kursaal wurde von Ludwig I. von Bayern in Auftrag gegeben, 1827 vom Münchner Architekten Johann Gottfried Gutensohn geplant und in den folgenden zwei Jahren unter der Leitung des Brückenauer Baumeisters Lorenz Hergenröder erbaut. Mit seiner Anlehnung an antike griechische Tempelbauten und die Renaissancearchitektur ist der Kursaal ganz im Stile des von Ludwig I. geförderten Münchner Neoklassizismus erbaut. Er wirkte stilbildend für die historisierende Kurarchitektur in ganz Süddeutschland.

  • Christuskirche (Staatsbad), erbaut nach dem Vorbild der Grabeskirche in Jerusalem, nach Plänen von Eugen Drollinger
  • Marienkirche (Staatsbad) im Stil des bayerischen Barock, ebenfalls von Eugen Drollinger
  • Altes Rathaus mit Heimatmuseum, Stadtbibliothek und Standesamt
  • Altstadtensemble mit historischen Gasthäusern aus dem 16. Jahrhundert
  • Kloster Volkersberg (Stadtteil Volkers)
  • Grenzwaldbrücke und Sinntalbrücke

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Bad Brückenau

Parks[Bearbeiten]

  • Historischer Kurpark im Staatsbad mit der König-Ludwig-Eiche
  • Georgi Kurpark
  • Siebenerpark
  • Sinntal (Landschaftspark)

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Bad Brückenauer Stadtfest
  • Open Air - Festival Saison im Schlosspark/Staatsbad
  • Historisches Parkfest im Juli
  • Mantelsonntag
  • Hochschulpodium (Konzerte des Bayerischen Kammerorchesters einmal im Monat an einem Samstagabend im Hotel Dorint)
  • Jahreszeiten (Konzerte des Bayerischen Kammerorchesters im Januar, März, Juli und Dezember im Staatsbad)
  • Verleihung des Valentin-Becker-Preises für Komposition (alle zwei Jahre)

Sport[Bearbeiten]

  • Städtisches Freizeitbad mit Saunalandschaft Sinnflut
  • Hans-Pfister-Stadion
  • Während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland war Bad Brückenau Gastgeber der Nationalmannschaft von Kroatien
  • Der 1. FC Bad Brückenau hat eine Vielzahl von Herren-, Damen und Jugendmannschaften in den Abteilungen Fußball, Handball, Faustball und Turnen.

Heilquellen in Bad Brückenau[Bearbeiten]

Vor mehr als 250 Jahren wurde in Bad Brückenau die erste Heilquelle erschlossen. Der Ruf Bad Brückenaus als Kurort geht auf heute sieben Mineralquellen zurück, von denen zwei offiziell als Heilquellen anerkannt sind.

Siebener Sprudel[Bearbeiten]

316 Meter tief. Temperatur 18 Grad, Schüttung zirka 300 Liter pro Minute. Das Wasser weist einen hohen Gehalt an Kalzium, Magnesium, Sulfat und Hydrogenkarbonat auf. Wegen ihres früher höheren Schwefelgehaltes wird die Quelle auch Schwefelquelle genannt. Erbohrt 1906 von sieben Bürgern der Stadt und gelegen im Siebener Park.

König-Ludwig-I.-Quelle[Bearbeiten]

Stahlquelle, erstmals 1747 gefasst, 1965 Bohrung auf 300 Meter Tiefe. Sehr große Schüttung. Das Wasser wird von der Staatl. Mineralbrunnen AG als Bad Brückenauer Mineralwasser abgefüllt.

Georgi-Quelle[Bearbeiten]

Bohrung 1906, Neubohrung 1969, 554 Meter tief, Temperatur 18 °C. Ein erdiger, weil kalzium- und magnesiumhaltiger, Säuerling mit starker Mineralisation, Eisen und reichlich Kohlensäure.

Wernarzer Quelle[Bearbeiten]

Anerkannte Heilquelle. Erstmals 1747 gefasst, 60 Meter tief, Temperatur 10 °C. Ein fast kochsalz- und natriumfreier Säuerling mit Kohlensäure, sehr arm an freien mineralischen Bestandteilen. Aufgrund des Wassers der Wernarzer Quelle, welches von der Staatl. Mineralbrunnen AG abgefüllt wird, genießt Bad Brückenau den Ruf als Nierenheilbad Nr. 1 in Deutschland.

Sinnberger Quelle[Bearbeiten]

Anerkannte Heilquelle. Erstmals 1749 gefasst, 50 Meter tief. Ein der Wernarzer Quelle sehr ähnlicher Säuerling mit reichlich Kohlensäure, erhöhter Mineralisation und geringem Natriumgehalt. Das Wasser wird als Staatlich Bad Brückenauer Heilwasser von der Staatl. Mineralbrunnen AG abgefüllt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Bad Brückenau liegt an der A 7 an der bayerischen Rhön und besitzt zwei eigene Abfahrten:

  • Bad Brückenau/Wildflecken (B 286)
  • Bad Brückenau/Volkers (B 27)

Nächster Bahnanschluss: Bahnhof Jossa (Sinntal) an der Bahnstrecke Flieden–Gemünden, aber es besteht auch eine direkte Busverbindung mit dem Bahnhof Fulda.
Früher existierte eine Bahnverbindung direkt nach Bad Brückenau mit der Sinntalbahn.

Nächster Flugplatz: Flugplatz Oberleichtersbach

Kliniken[Bearbeiten]

  • Hartwaldklinik der Deutschen Rentenversicherung Bund, Rehabilitationsklinik
  • Sinntalklinik der Deutschen Rentenversicherung Nordbayern, Rehabilitationsklinik
  • Sanatorium Regena, Klinik für innere Medizin und Naturheilverfahren
  • Malteser Klinik von Weckbecker, Fachklinik für Naturheilverfahren und Heilfasten
  • My Way Betty Ford Klinik (ehemaliges Clara-Kox-Haus)
  • Capio-Franz-von-Prümmer-Klinik, Akut- und Rheumaklinik

Medien[Bearbeiten]

  • Brückenauer Anzeiger

Der Brückenauer Anzeiger erschien als „unabhängige Heimatzeitung“ von 1879 bis 1977. Ende der 1930er Jahre stellte das Lokalblatt sein Erscheinen ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging es erst im Juli 1949 wieder in den Druck. Das Blatt kam anfangs zweimal pro Woche heraus, dann öfter. Verlegt wurde der Brückenauer Anzeiger zunächst bei Eisenacher, später bei Nikolaus. Seit 1977 erscheint der Brückenauer Anzeiger als teilidentische Lokalausgabe der Saale-Zeitung des Schachenmayer-Verlages in Bad Kissingen.

Bildung[Bearbeiten]

  • Grundschule
  • Schul- und Sportzentrum mit Hauptschule, Realschule und Gymnasium (Franz-Miltenberger-Gymnasium)

Personen[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • Melchior Adam Weikard (1742–1803), Arzt und Philosoph
  • Ernst Putz (1896–1933), Reichstagsabgeordneter der Kommunistischen Partei, 1933 von den Nationalsozialisten ermordet
  • David Schuster (1910-1999), Kaufmann, Senator im bayerischen Senat und Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde Würzburg und Unterfranken
  • Johann Altfuldisch, auch Hans Altfuldisch (1911–1947, hingerichtet), SS-Obersturmführer und zeitweise stellvertretender Leiter eines zentralen Teils des KZ Mauthausen
  • Gerda Müller (* 1944), Vizepräsidentin des Bundesgerichtshofs
  • Michael Schramm (* 1960), Hochschullehrer (Theologie, Wirtschaftsethik)
  • Götz Widmann (* 1965), deutscher Liedermacher

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Fritz Dunkel: Volkstümliches Heimatbuch des Landkreises Brückenau. 2. überarbeitete Auflage. Bad Brückenau, k.V., 1973.
  • Ewald Wegner und Helmut Wehner: Bad Brückenau im Wandel der Jahrhunderte: ein Städtebild aus mehr als 6 Jahrhunderten. Bad Brückenau, k.V., 1976.
  • Cornelia Binder und Mike Mence: Last Traces/Letzte Spuren von Deutschen jüdischen Glaubens im Landkreis Bad Kissingen. Schweinfurt, k.V. 1992.
  • Michael Mott: Römershag und sein Buseck-Wappen, in: "Buchenblätter" Fuldaer Zeitung, 73. Jahrg., Nr. 21, 24. Aug. 2000, S. 82, 83.
  • Gabriele Zieschank: Bad Brückenau und sein Altlandkreis. Sutton Verlag, 2004.
  • Jürgen Lieb: Dampf und Diesel auf der Nebenstrecke Jossa–Bad Brückenau–Wildflecken. Eigenverlag, Auflage 2004.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111111/221245&attr=OBJ&val=1562
  3. a b  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 425.
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 738.
  5. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 117
  6. Bürgermeisterwahl auf mittelbayerische.de

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bad Brückenau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Bad Brückenau – Reiseführer