Bischofsheim an der Rhön

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Bischofsheim a.d.Rhön
Bischofsheim an der Rhön
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bischofsheim a.d.Rhön hervorgehoben
50.40138888888910.007222222222448Koordinaten: 50° 24′ N, 10° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Rhön-Grabfeld
Höhe: 448 m ü. NHN
Fläche: 67,72 km²
Einwohner: 4794 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 71 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97653
Vorwahl: 09772
Kfz-Kennzeichen: NES, KÖN, MET
Gemeindeschlüssel: 09 6 73 117
Stadtgliederung: 14 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Kirchplatz 4
97653 Bischofsheim a.d.Rhön
Webpräsenz: www.bischofsheim-rhoen.de
Bürgermeister: Udo Baumann (CSU)
Lage der Stadt Bischofsheim a.d.Rhön im Landkreis Rhön-Grabfeld
Fladungen Hausen (Rhön) Bundorfer Forst Burgwallbacher Forst Forst Schmalwasser-Nord Forst Schmalwasser-Süd Mellrichstadter Forst Steinacher Forst rechts der Saale Sulzfelder Forst Weigler Willmars Nordheim vor der Rhön Sondheim vor der Rhön Stockheim (Unterfranken) Mellrichstadt Mellrichstadt Ostheim vor der Rhön Oberelsbach Bischofsheim an der Rhön Bischofsheim an der Rhön Sandberg Schönau an der Brend Hohenroth Niederlauer Burglauer Strahlungen Salz (Unterfranken) Bastheim Oberstreu Unsleben Wollbach (Unterfranken) Bad Neustadt an der Saale Heustreu Hendungen Hollstadt Rödelmaier Wülfershausen an der Saale Höchheim Saal an der Saale Aubstadt Herbstadt Trappstadt Großeibstadt Großbardorf Sulzfeld (im Grabfeld) Bad Königshofen im Grabfeld Bad Königshofen im Grabfeld Sulzdorf an der Lederhecke Thüringen Landkreis Haßberge Landkreis Schweinfurt Hessen Landkreis Bad KissingenKarte
Über dieses Bild

Bischofsheim an der Rhön (amtlich: Bischofsheim a.d.Rhön) ist eine Stadt im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld und liegt am Fuße des Kreuzberges in der Rhön.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Bischofsheim gliedert sich in 14 Stadtteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten]

Die ältesten Urkunden stammen vom Anfang des 13. Jahrhunderts. Funde aus der Keltenzeit zeigen jedoch, dass Bischofsheim viel älter ist. Es ist anzunehmen, dass die Namensgebung auf den Heiligen Bonifatius zurückgeht. Von Fulda aus, wo er im Jahr 744 ein Benediktinerkloster errichtete, führte der Weg des Bischofs über Bischofsheim zur Kaiserpfalz Salz. Dort errichtete er vermutlich eine Siedlung, um auf dem Weg Rast zu machen. Das Oberamt des Hochstiftes Würzburg, das zum Fränkischen Reichskreis gehörte, wurde nach der Säkularisation zugunsten Bayerns 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen und fiel mit diesem 1814 endgültig an Bayern.
siehe auch Burgstall Altenbrenda

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurde Wegfurt eingegliedert.[3] Am 1. Februar 1975 kam Haselbach in der Rhön hinzu. Frankenheim, Oberweißenbrunn und Unterweißenbrunn folgten am 1. Mai 1978.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 4809[4]
  • 1970: 4942[4]
  • 1987: 4610
  • 2000: 5158
  • 2011: 4722
  • 2012: 4794[5]

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Udo Baumann (CSU). Er wurde im Jahr 2004 Nachfolger von Armin Lommel (CSU/Freie Wähler).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 2.199.000 Euro, davon waren umgerechnet 476.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Wirtschaft[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 587 und im Bereich Handel und Verkehr 139 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 326 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1697. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe acht Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 173 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1617 Hektar, davon waren 568 Hektar Ackerfläche und 1045 Hektar Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2009):

  • 200 Kindergartenplätze mit 147 Kindern (Kindergärten in Bischofsheim an der Rhön, Wegfurt, Oberweißenbrunn und Unterweißenbrunn)
  • Eine Grund- und Mittelschule mit 38 Lehrern und 505 Schülern
  • Staatliche Berufsfachschule für Holzbildhauer. Sie ist die einzige Holzschnitzschule in Nordbayern und die älteste in Deutschland. Sie wurde am 1. Mai 1843 in Poppenhausen (Wasserkuppe) gegründet und 1861 nach Bischofsheim verlegt. 2003 feierte sie ihr 150-jähriges Bestehen.
  • Landwirtschaftsschule, Abteilung Hauswirtschaft
  • Das Schullandheim Bauersberg des Schullandheimwerks Unterfranken

Verkehr[Bearbeiten]

Bischofsheim ist über die BAB 7, Ausfahrt Bad Brückenau-Wildflecken sowie über die BAB 71, Ausfahrt Bad Neustadt a.d.S. zu erreichen. Die Stadt liegt an der B 279 Fulda – Bischofsheim – Bamberg und ist Ausgangspunkt der B 278, die über Tann (Rhön) ins thüringische Buttlar führt. Die Hochrhönstraße verbindet Bischofsheim mit Fladungen.

Nächster Bahnhof: Gersfeld (Rhön)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Dorflinde in Haselbach – 7,13 m Stammumfang
  • Holz-Skulpturenweg durch Bischofsheim

Museen[Bearbeiten]

Das Haus der kleinen Wunder gibt es nicht mehr.

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Katholische Pfarreiengemeinschaft Am Kreuzberg, Bischofsheim/Rhön
    • St. Georg Bischofsheim,
    • St. Wendelin Haselbach,
    • St. Antonius und St. Vitus Oberweißenbrunn,
    • St. Kilian Frankenheim,
    • St. Katharina Unterweißenbrunn,
    • St. Peter und Paul Wegfurt,
    • St. Laurentius Schönau
    • Klosterkirche Kreuzberg
  • Evang. Lutherische Kirchengemeinde Bischofsheim
  • Orthodoxe Kirchengemeinde Hl. Nektarius von Ägina
  • Kloster Kreuzberg mit Wallfahrtskirche (erbaut von 1681 bis 1692)
  • Historischer Stadtturm Zentturm (13. Jahrhundert, 26 Meter hoch)[6]
  • Historisches Rentamt
  • Sendemast Kreuzberg, 208 Meter[6]
  • Sendemast Heidelstein, 218 Meter[6]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Ausflugsziele[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

Bischofsheim ist Mitglied der Bewegung Cittàslow zur Verbesserung der Lebensqualität durch Entschleunigung.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bischofsheim an der Rhön – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111120/181525&attr=OBJ&val=1589
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 428.
  4. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 740 und 741.
  5. siehe Einwohnerzahl in der Infobox
  6. a b c Bischofsheim Rhön bei rhoentourist.de