Baltmannsweiler

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Baltmannsweiler
Baltmannsweiler
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Baltmannsweiler hervorgehoben
48.7433333333339.4491666666667453Koordinaten: 48° 45′ N, 9° 27′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Esslingen
Höhe: 453 m ü. NHN
Fläche: 18,54 km²
Einwohner: 5644 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 304 Einwohner je km²
Postleitzahl: 73666
Vorwahl: 07153
Kfz-Kennzeichen: ES, NT
Gemeindeschlüssel: 08 1 16 007
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 1
73666 Baltmannsweiler
Webpräsenz: www.baltmannsweiler.de
Bürgermeister: Martin König
Lage der Gemeinde Baltmannsweiler im Landkreis Esslingen
Alb-Donau-Kreis Landkreis Böblingen Landkreis Göppingen Landkreis Ludwigsburg Landkreis Reutlingen Landkreis Tübingen Rems-Murr-Kreis Stuttgart Aichtal Aichwald Altbach Altdorf (Landkreis Esslingen) Altenriet Altenriet Baltmannsweiler Bempflingen Beuren (bei Nürtingen) Bissingen an der Teck Deizisau Denkendorf (Württemberg) Dettingen unter Teck Erkenbrechtsweiler Esslingen am Neckar Filderstadt Frickenhausen (Württemberg) Großbettlingen Hochdorf (bei Plochingen) Holzmaden Kirchheim unter Teck Köngen Kohlberg (Württemberg) Kohlberg (Württemberg) Leinfelden-Echterdingen Lenningen Lichtenwald Neckartailfingen Neckartenzlingen Neidlingen Neuffen Neuhausen auf den Fildern Notzingen Nürtingen Oberboihingen Ohmden Ostfildern Owen Plochingen Reichenbach an der Fils Schlaitdorf Unterensingen Weilheim an der Teck Wendlingen am Neckar Wernau (Neckar) WolfschlugenKarte
Über dieses Bild

Baltmannsweiler ist eine Gemeinde im Landkreis Esslingen in Baden-Württemberg.

Geographie[Bearbeiten]

Baltmannsweiler liegt in 370 bis 465 Meter Höhe im Schurwald nördlich von Plochingen. 69 % der Gemeindefläche ist Waldgebiet.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Angrenzende Gemeinden sind im Norden Weinstadt und Winterbach (beide Rems-Murr-Kreis), im Osten Lichtenwald, im Süden Reichenbach an der Fils, im Südwesten Plochingen, im Westen Esslingen am Neckar und Aichwald (die fünf letztgenannten Landkreis Esslingen).

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Baltmannsweiler besteht aus den beiden Ortsteilen Baltmannsweiler und Hohengehren, jeweils nur aus dem gleichnamigen Hauptort bestehend. Das Gebiet der Ortsteile ist identisch mit dem der ehemals selbstständigen Gemeinden gleichen Namens. Die offizielle Benennung des Ortsteils Hohengehren lautet Baltmannsweiler-Hohengehren.[2] Auf dem Gebiet des Ortsteils Baltmannsweiler liegen die abgegangenen Ortschaften Balzschmied, Holdermannshofstatt, Oberweiler und Steinenbach. Auf dem Gebiet des Ortsteils Hohengehren liegen die abgegangenen Ortschaften Burg, Borgenhardt, Holdesteiningen, Katzenlohe, Steinenbach, Witzlingsweiler und Katzenbachhof.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Baltmannsweiler wurde 1299 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort gehörte ursprünglich den Zähringern und kam dann zu Württemberg. Dort war es ab 1381 dem Amt, später Oberamt Schorndorf zugeordnet. Seit 1938 gehört Baltmannsweiler zum Landkreis Esslingen.

Hohengehren[Bearbeiten]

Hohengehren wurde bereits vor Baltmannsweiler, nämlich 1275, urkundlich erwähnt. Die Landeszugehörigkeit entspricht der von Baltmannsweiler.

Religionen[Bearbeiten]

Ende 1998 hatte die Gemeinde 1275 Einwohner, die römisch-katholisch, und 2998 Einwohner, die evangelisch waren.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Baltmannsweiler 1683/1685 im Kieserschen Forstlagerbuch
Hohengehren 1683/1685 im Kieserschen Forstlagerbuch

Das heutige Baltmannsweiler wurde am 1. Januar 1975 im Rahmen der baden-württembergischen Gebietsreform aus den bis dahin selbständigen Gemeinden Baltmannsweiler und dem nördlich gelegenen Hohengehren gebildet.

Entwicklung der Einwohnerzahl[Bearbeiten]

Jahr Einwohner¹
1871 1.310
1880 1.335
1890 1.191
1900 1.171
1910 1.184
1925 1.230
1933 1.274
1939 1.333
Jahr Einwohner¹
1950 1.963
1961 2.688
1970 3.944
1975 4.599
1980 5.143
1985 5.206
1990 5.307
1995 5.425
Jahr Einwohner¹
2000 5.520
2005 5.552
2010 5.554
2011 5.573

¹ laut Statistisches Landesamt Baden-Württemberg; bis 1970 Volkszählungsergebnisse, ab 1975 Fortschreibungen jeweils zum 31. Dezember des Jahres.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Baltmannsweiler hat 14 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem vorläufigen Ergebnis[4]. Das amtliche Endergebnis wird vom Statistischen Landesamt gegen Ende des Jahres bekannt gegeben. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
Kommunalwahl 2014
 %
30
20
10
0
23,91 %
20,77 %
20,10 %
14,78 %
10,91 %
9,53 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
+4,90 %p
+3,77 %p
+1,77 %p
-1,44 %p
+0,05 %p
-9,04 %p
FWV Freie Wählervereinigung 23,91 3 19,01 3
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 20,77 3 17,00 2
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 20,10 3 18,33 3
UB Unabhängige Bürger 14,78 2 16,22 2
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 10,91 2 10,86 1
NFL Neue Freie Liste 9,53 1 18,57 3
gesamt 100,0 14 100,0 14
Wahlbeteiligung 55,29 % 58,88 %

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde Baltmannsweiler wurde im Oktober 1979 verliehen. Es ist eine Verbindung der beiden Wappen der früheren Gemeinden Baltmannsweiler und Hohengehren. Blasonierung: "Unter silbernem (weißem) Schildhaupt darin drei gestaffelt, durchgehend blaue Berge in Gold (gelb), darunter eine blaue Scheibe, belegt mit einem silbernen (weißen) Leistenkreuz, unten anhängend ein blauer Haken."

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Im Ortsteil Hohengehren ist mit dem Schneider Verlag ein Fachbuchverlag ansässig.

Bildung[Bearbeiten]

  • Grundschule Baltmannsweiler mit acht Schulklassen, in denen etwa 160 Schüler unterrichtet werden
  • Grundschule Hohengehren mit sieben Schulklassen, in denen etwa 130 Kinder unterrichtet werden

Außerdem verfügt Baltmannsweiler über vier Kindergärten.

  • Die Gemeinde Baltmannsweiler betreibt auch eine eigene Volkshochschule.[5]

Abfallentsorgung[Bearbeiten]

Für die Abfallentsorgung ist der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Esslingen zuständig. Es bestehen getrennte Sammlungen für Biomüll, Hausmüll und Papier. Verpackungen werden im Rahmen des Grünen Punktes in sogenannten gelben Säcken gesammelt. Sperrmüll wird gegen Abgabe eines von zwei Gutscheinen jährlich kostenlos abgeholt oder kann zu einer Entsorgungsstation gebracht werden. Bei den Entsorgungsstationen können auch Elektro- und Metallschrott sowie andere wiederverwertbare Stoffe abgegeben werden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Gemeinde Baltmannsweiler organisiert jedes Jahr fünf bis acht kulturelle Veranstaltungen wie Kabarett und Theater, Konzerte und mobiles Kino im Kulturzentrum Baltmannsweiler. Das Kulturzentrum hat ein Foyer mit Bar, in dem es Platz für Feiern mit bis zu 120 Personen gibt. Daneben gibt es einen großen Saal für 300 bis 500 Personen.

Im ehemaligen Wildpark stand bis 1839 das Jagdschloss Hohengehren. Dieses wurde von der Gemeinde Altbach erworben, dort als Rathaus wieder aufgebaut und bis 1975 in dieser Funktion verwendet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Landesarchiv Baden-Württemberg i.V. mit dem Landkreis Esslingen (Hrsg.): Der Landkreis Esslingen. Band 1, Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2009, ISBN 978-3-7995-0842-1, S. 313.
  • Klaus Merker: Baltmannsweiler : 1299 - 1999 ; ein Streifzug durch die Ortsgeschichte in Bildern und Anekdoten / hrsg. von der Gemeinde Baltmannsweiler und der Evangelischen Kirchengemeinde Baltmannsweiler. Klaus Merker .... - Baltmannsweiler : Gemeinde, 1999. ISBN 3-89570-511-X

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Baltmannsweiler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Hauptsatzung der Gemeinde Baltmannsweiler vom 22. Mai 2001 (PDF; 22 kB)
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2, S. 241–242.
  4. Wahlinformationen des Kommunalen Rechenzentrums Stuttgart
  5. Volkshochschule Baltmannsweiler