Denkendorf (Württemberg)
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Stuttgart | |
| Landkreis: | Esslingen | |
| Höhe: | 291 m ü. NN | |
| Fläche: | 13,06 km² | |
| Einwohner: |
10.407 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 797 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 73770 | |
| Vorwahl: | 0711 | |
| Kfz-Kennzeichen: | ES | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 1 16 015 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Furtstraße 1 73770 Denkendorf |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Peter Jahn | |
| Lage der Gemeinde Denkendorf im Landkreis Esslingen | ||
Die Gemeinde Denkendorf liegt im Landkreis Esslingen in Baden-Württemberg.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Geographische Lage [Bearbeiten]
Denkendorf liegt am Rande der Filderebene an den südlichen Hängen zum Körsch- und Sulzbachtal.
Gemeindegliederung [Bearbeiten]
Zu Denkendorf gehören das Dorf Denkendorf, das Gehöft Spieth-Hof und das Haus Friedrichsmühle sowie die abgegangene Ortschaft Der hangende Hof.[2]
Nachbargemeinden [Bearbeiten]
Angrenzende Gemeinden sind Esslingen im Norden, Deizisau im Nordosten, Köngen im Osten, Unterensingen im Süden, Neuhausen auf den Fildern im Westen und Ostfildern im Nordwesten (alle Landkreis Esslingen).
Geschichte [Bearbeiten]
Denkendorf wurde urkundlich erstmals vor 1129 in einem Schriftstück erwähnt, in dem Papst Honorius II. das Kloster Denkendorf unter seinen Schutz nimmt. Keltische Bodenfunde zeigen, dass das Gemeindegebiet schon vor dem Jahre 700 v. Chr. besiedelt war.
Religionen [Bearbeiten]
Durch die Einführung der Reformation 1535 wurde Denkendorf evangelisch. Das Kloster Denkendorf wurde in eine evangelische Klosterschule umgewandelt. Seit 1972 beherbergt es eine evangelische Fortbildungsstätte. Neben der evangelischen Kirchengemeinde gibt es auch je eine Ortsgruppe der Süddeutschen Gemeinschaft, der Hahn’schen Gemeinschaft und der Altpietistischen Gemeinschaft, die alle auch dem Verbund der Evangelischen Landeskirche angehören.
Eine römisch-katholische Kirche gibt es in Denkendorf erst wieder seit 1961.
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
Die Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes (nur Hauptwohnsitze).
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Politik [Bearbeiten]
Gemeinderat [Bearbeiten]
Die Kommunalwahl am 7. Juni 2009 führte zu folgendem Ergebnis:[3]
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2009 |
Sitze 2009 |
% 2004 |
Sitze 2004 |
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| FWV | Freie Wählervereinigung Denkendorf | 45,1 | 8 | 38,4 | 7 | |
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 30,5 | 6 | 35,1 | 6 | |
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 24,3 | 4 | 26,5 | 5 | |
| gesamt | 100,0 | 18 | 100,0 | 18 | ||
| Wahlbeteiligung | 55,4 % | 57,4 % | ||||
Weiteres Mitglied des Gemeinderates und dessen Vorsitzender ist der Bürgermeister.
Wappen [Bearbeiten]
Das Wappen zeigt in Gold das Doppelkreuz der Patriarchen von Jerusalem sowie links und rechts davon zwei goldene Ds, alles auf blauem Grund.
Städtepartnerschaften [Bearbeiten]
Die Städtepartnerschaft mit dem Ort Meximieux in Frankreich (bei Lyon) besteht seit 27. September 1986 und wird aktiv gepflegt. Es finden gemeinsame Sommercamps statt, jährliche Feste, Sportvereine organisieren Turniere und Schüleraustausche werden in der Denkendorfer Realschule und in den Nellinger Gymnasien angeboten.
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Verkehr [Bearbeiten]
Von 1926 bis 1978 war Denkendorf durch die Straßenbahn Esslingen–Nellingen–Denkendorf mit der Kreisstadt Esslingen am Neckar per Schiene verbunden. Die Verbindung mit Nellingen und Esslingen stellt heute die Buslinie 119 der END Verkehrsgesellschaft her. In Nellingen besteht ferner Anschluss an die Linien U7 und U8 der Stuttgarter Stadtbahn, sie enden beide dort.
Die Bundesstraße 10 ist über das Körschtal oder die Nellinger Umgehungsstraße in wenigen Minuten zu erreichen und verbindet Denkendorf mit Stuttgart, Esslingen, Plochingen und Göppingen. Die Bundesautobahn 8 streift den Ort. Auf dem Gemeindegebiet befindet sich das Sulzbachviadukt, das die Autobahn über den namensgebenden Fluss führt. Die A 8 verbindet Stuttgart mit München und Karlsruhe. Der Flughafen Stuttgart ist in knapp 15 Minuten zu erreichen.
Die Autobahn und die Einflugschneise des Flughafens, welche zwischen Denkendorf und Nellingen liegt, bescheren Denkendorf einen erhöhten Lärmpegel.
Die im Zuge des Projekts Stuttgart 21 geplante Neubaustrecke Stuttgart–Wendlingen soll im Bereich von Denkendorf in Verkehrswegebündelung mit der Autobahn, unter anderem mit dem Tunnel Denkendorf und der Sulzbachtalbrücke, verlaufen.
Ansässige Unternehmen [Bearbeiten]
Bekannte Unternehmen in Denkendorf sind:
- Object Carpet, weltweiter Teppichhersteller
- Deutsche Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf, bestehend aus dem ITCF – Institut für Textilchemie und Chemiefasern, dem ITV – Institut für Textil- und Verfahrenstechnik sowie dem Zentrum für Management Research (DITF-MR).
- Stiefelmayer entwickelt und produziert Geräte der Prüf-, Mess- und Lasertechnik für den industriellen Einsatz.
- Festo Didactic. Die Tochter des Automationsunternehmens Festo bietet unter anderem Lösungen zur Ausbildung im gesamten Spektrum der Fertigungs- und Prozessautomatisierung.
- Schmuck Design. Die Schmuckdesignerin Barbara Anna Schletterer vertreibt ihre eigene Kollektion weltweit über Juweliere und Galeristen.
- F.Zimmermann GmbH, weltweit führender Hightech-Anbieter für 5 und 6 achsige Portalfräsmaschinen.
- BMC – CineManufaktur Weltmarktführer für 3 Achsige Remotesysteme.
Medien [Bearbeiten]
Im Nussbaumverlag erscheint das wöchentliche Amtsblatt.
Bildung [Bearbeiten]
Mit der Albert-Schweitzer-Schule verfügt Denkendorf über eine Grund-, Haupt- und Realschule. Außerdem gibt es mit der Ludwig-Uhland-Schule noch eine reine Grundschule. In der Nachbargemeinde Ostfildern gibt es weitere Grundschulen und zwei Gymnasien, das Otto-Hahn-Gymnasium und das Heinrich-Heine-Gymnasium. Der Schulträger der beiden Gymnasien ist der Gymnasiale Schulverband Ostfildern, ein kommunaler Zweckverband der Gemeinden Denkendorf und Neuhausen und der Stadt Ostfildern. Die Profile beider Gymnasien unterscheiden sich hinsichtlich ihrer sprachlichen und naturwissenschaftlichen Ausrichtung kaum.
Es gibt sechs evangelische und einen römisch-katholischen Kindergarten im Ort.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Museen [Bearbeiten]
In der Kirchstraße gibt es ein Heimatmuseum. Dieses ist an jedem ersten Sonntag eines Monates geöffnet.
Bauwerke [Bearbeiten]
Das im Jahre 1129 gegründete Kloster Denkendorf ist heute eine evangelische Fortbildungsstätte. Die ehemalige Kelter und die Zehntscheuer des Klosters stehen unter Denkmalschutz und sind in den 1990er-Jahren grundlegend saniert worden.
Sport [Bearbeiten]
Denkendorf verfügt über ein Fußball- und Leichtathletikstadion, mehrere Fußball- und Bolzplätze, einen Tennisplatz mit Außen- und Hallenfeldern, eine Multifunktions-Sporthalle sowie kleinere Sportstätten wie einen Skatepark, einen Bouleplatz und eine weitere kleine Sporthalle nahe dem Ortskern. Weiter verfügt Denkendorf auch über ein großzügiges, reizvoll im Körschtal gelegenes Freibad. Die Vereinsstruktur ist sehr vielfältig. Neben Breitensportvereinen gibt es auch diverse Nischenangebote (z. B. Billard oder Sportkegeln).
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Söhne und Töchter der Gemeinde [Bearbeiten]
- Fritz Alexander Kauffmann (1891–1945), Kunstlehrer und Schriftsteller
Literatur [Bearbeiten]
- Wurster, Otto: Eßlinger Heimatbuch für Stadt und Umgebung. Eßlingen 1931. Darin: Denkendorf (S. 294–298).
- Der Landkreis Esslingen – Hrsg. vom Landesarchiv Baden-Württemberg i. V. mit dem Landkreis Esslingen, Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2009, ISBN 978-3-7995-0842-1, Band 1, Seite 389.
Weblinks [Bearbeiten]
- Offizielle Internetpräsenz der Gemeinde
- Die Klosterkirche Denkendorf, in der Albrecht Bengel lange gewirkt hat
- Geschichte des Denkendorfer Klosters
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2011 (Hilfe dazu)
- ↑ Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2, S. 164–166.
- ↑ Endgültige Ergebnisse der Gemeinderatswahlen 2009 mit Vergleichsangaben von 2004. Gemeinde Denkendorf (Kreis Esslingen). Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, 2010, abgerufen am 23. Juli 2011.
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