Bodman-Ludwigshafen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bodman-Ludwigshafen
Bodman-Ludwigshafen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bodman-Ludwigshafen hervorgehoben
47.8127777777789.0316666666667397Koordinaten: 47° 49′ N, 9° 2′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Konstanz
Höhe: 397 m ü. NHN
Fläche: 28,04 km²
Einwohner: 4427 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 158 Einwohner je km²
Postleitzahl: 78351
Vorwahl: 07773
Kfz-Kennzeichen: KN
Gemeindeschlüssel: 08 3 35 098
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hafenstraße 5
78351 Bodman-Ludwigshafen
Webpräsenz: www.bodman-ludwigshafen.de
Bürgermeister: Matthias Weckbach
Lage der Gemeinde Bodman-Ludwigshafen im Landkreis Konstanz
Bodensee Bodenseekreis Landkreis Waldshut Schwarzwald-Baar-Kreis Landkreis Tuttlingen Landkreis Sigmaringen Aach (Hegau) Allensbach Bodman-Ludwigshafen Büsingen am Hochrhein Stockach Eigeltingen Engen Gaienhofen Gailingen am Hochrhein Gottmadingen Hilzingen Hohenfels (bei Stockach) Konstanz Mainau Moos (am Bodensee) Mühlhausen-Ehingen Mühlingen Öhningen Orsingen-Nenzingen Radolfzell am Bodensee Reichenau (Landkreis Konstanz) Reichenau (Landkreis Konstanz) Reichenau (Landkreis Konstanz) Reichenau (Landkreis Konstanz) Rielasingen-Worblingen Singen (Hohentwiel) Steißlingen Stockach Tengen Volkertshausen SchweizKarte
Über dieses Bild

Bodman-Ludwigshafen ist eine Gemeinde, die am 1. Januar 1975 aus den ehemals selbständigen Gemeinden Bodman und Ludwigshafen am Bodensee (ehemals Sernatingen) hervorgegangen ist. Die Bodensee-Gemeinde Bodman-Ludwigshafen gehört zum Landkreis Konstanz in Baden-Württemberg.

Geographie[Bearbeiten]

Ludwigshafen
Blick auf Bodman vom Bodensee

Geographische Lage[Bearbeiten]

Bodman-Ludwigshafen liegt am westlichen Ende des Überlinger Sees mit Bodman auf der Süd- und Ludwigshafen auf der Nordseite des Seearms. Die Gemeinde gehört zum Hegau. Zwischen Bodman und Ludwigshafen erstreckt sich das Naturschutzgebiet Aachried, in dem seltene Vögel und Pflanzen ein Refugium gefunden haben.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Bodman-Ludwigshafen besteht aus den ehemaligen Gemeinden Bodman und Ludwigshafen am Bodensee mit insgesamt 15 Dörfern, Weilern, Höfen und Häusern. Zur ehemaligen Gemeinde Bodman gehören das Dorf Bodman, der Weiler Bodman-Sommerhalde, die Höfe Bodenwald, Mooshof und Rehmhof und die Häuser Frauenberg und Späth, Espasingerstraße. Zur ehemaligen Gemeinde Ludwigshafen am Bodensee gehören das Dorf Ludwigshafen am Bodensee, die Höfe Blumhof, Bühlhof, Ober-Laubegg, Unter-Laubegg und Weierhof, Haus und Gehöft Regentsweiler und die Häuser Laubegg-Forsthaus. In Bodman aufgegangenen ist die Ortschaft Weiler und im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Bodman liegt die Burgruine Altbodman[2] und das heutige Bodendenkmal der ehemaligen Wallburg Burg Hals.

Geschichte[Bearbeiten]

Bodman[Bearbeiten]

Badehaus in Bodman

In Bodman wurden Pfahlbauten aus der Stein- und Bronzezeit gefunden. Unter dem Namen „Prähistorische Pfahlbauten rund um die Alpen“ hat die UNESCO im Juni 2011 insgesamt 111 Pfahlbaufundstellen in sechs Alpenländern als grenzüberschreitendes Weltkulturerbe anerkannt, darunter auch die Fundstelle in Bodman-Schachen. Aus römischer Zeit ist zwei Kilometer westlich des heutigen Dorfes Bodman, im Gewann „Auf Mauren“ am Ausgang des Dettelbachtales, eine villa rustica mit Hypokaustenheizung wohl aus der zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr. nachweisbar, sie wurde bereits 1686 ergraben.[3] Ebenso fanden sich hier zwei Bronzegefäße. Die Fundamente zeigen sich im Ackerland als negatives Bewuchsmerkmal. Im Gewann „Fraasen“ unterhalb der sogenannten „Bodenburg“ steht ein Grabhügel.[4] Aus der Völkerwanderungszeit stammt nordöstlich des Dorfes auf halber Bergeshöhe bei der „Bodenburg“ ein alemannisches Reihengräberfeld.[5]

Im 9. Jahrhundert stand in Bodman eine Pfalz der Karolinger mit dem Namen Potamico (diente als Namensgebung für den Bodensee), die von Ludwig dem Deutschen und Karl dem Dicken genutzt wurde, hier wurde 759 Othmar gefangengesetzt. 1277 erwarb Johann von Bodman die Pfalz von König Rudolf von Habsburg.

„Durch die Abschleifung der Sprache wurde aus Potamanns Bodam, Bodan, Bodensee und das Geschlecht zu Rittern von Bodman, und der Bergrücken zwischen den beiden Seen, der hauptsächlich den Rittern gehörte, zum Bodanrück, und das Dorf zu Bodman.“ [6]

Für Bodman gab es im 19. Jahrhundert die Schreibweise Bodmann. Das Staatsministerium genehmigte 1884 den Antrag von Johann Franz von Bodman (1835-1906) auf Angleichung an die Schreibweise seines Namens und veröffentlichte die Änderung im Staatsanzeiger für das Großherzogtum Baden.[7]

Bisons am Bodanrück

Ludwigshafen[Bearbeiten]

Ludwigshafen wird als Sernatingen 1145 erstmals urkundlich erwähnt. 1810 wurde Sernatingen badisch. 1826 wurde der neu errichtete Hafen von Großherzog Ludwig auf den Namen Ludwigshafen getauft. Auf Wunsch der Bewohner wurde dieser Name kurz darauf für die ganze Gemeinde übernommen. Ein Zeuge der Vergangenheit ist an der Schiffsanlegestelle der langgestreckte, wuchtige Bau des Zollhauses mit der Inschrift an der Hafenseite „Großherzogliches Badisches Hauptzollamt“ mit badischem Wappen. Das Gebäude wurde um 1990 umgebaut und dient seit 1993 als Rathaus, Bürger- und Gästezentrum.[8]

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs war Ludwigshafen am 22. Februar 1945 im Rahmen der alliierten Operation Clarion, eines gemeinsamen Unternehmens der US-amerikanischen und britischen Luftstreitkräfte, Ziel eines Luftangriffes. Ziel des US-amerikanischen 320. Bombergeschwaders (320th Bomb Group) mit sechs Mittelstreckenbombern vom Typ Martin B-26 Marauder aus dem lothringischen Épinal war der Rangierbahnhof von Ludwigshafen.[9] Die Bomber warfen innerhalb von 70 Sekunden 48 Bomben ab, davon sechs mit einem chemischen Langzeitzünder.[10]Bereits am 24. Juli 1944 fand ein Tieffliegerangriff auf mehrere Schiffe aus Konstanz statt, die im Hafen und in der Bucht von Ludwigshafen vermeintlich sicher stillgelegt worden sind. Eines sank im Hafen und zwei wurden vor Anker schwer beschädigt.

Bodman-Ludwigshafen[Bearbeiten]

Bis zur Kreisreform 1973 gehörten beide Orte zum Landkreis Stockach, seither zum Landkreis Konstanz. Am 1. Januar 1975 vereinigten sich Bodman und Ludwigshafen am Bodensee zur neuen Gemeinde Bodman-Ludwigshafen.

Religionen[Bearbeiten]

Die Bevölkerung von Bodman-Ludwigshafen ist überwiegend römisch-katholisch. So gibt es in beiden Teilorten je eine katholische Kirche und zusätzlich je eine katholische Kapelle. Aber auch die evangelische und die neuapostolische Kirche sind im Ort vertreten.

Politik[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2014[11]
Wahlbeteiligung: 52,6 % (2009: 55,5 %)
 %
50
40
30
20
10
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43,9 %
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13,3 %
14,6 %
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Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
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-3,6 %p
+2,3 %p
+8,5 %p

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 16 Mitglieder, als Nachwirkung der 2004 aufgehobenen unechten Teilortswahl. Ab 2019 wird er auf 14 Mitglieder verringert werden. Die Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 ergab folgendes Ergebnis:

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Seit dem 30. Juli 2000 gibt es eine Freundschaftsvereinbarung zwischen der früheren Gemeinde Schweta, der Stadt Mügeln und der Gemeinde Bodman-Ludwigshafen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Gräfliches Schloss in Bodman

Bodman-Ludwigshafen liegt am Bodensee-Radweg und am Bodensee-Rundweg, die in unterschiedlichen Streckenführungen an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführen. Auch einer der Jakobswege führt an Ludwigshafen und Bodman vorbei.

Museen und Freilichtskulpturen[Bearbeiten]

Das Triptychon Ludwigs Erbe

Im Rathaus Bodman befand sich ein kleines Museum mit zahlreichen Fundstücken aus der Steinzeit. Da das Rathaus für den Neubau einer Veranstaltungshalle mit Tourist-Info, Bürgerbüro und Bistro abgebrochen wurde, besteht das Museum derzeit nicht. Es soll jedoch in moderner Form im neuen Gebäude wieder eingerichtet werden, wenn die Finanzierung gesichert werden kann. Bis dahin sind im Restaurant im neuen Gebäude "Seeum" einige wenige Funde in Vitrinen ausgestellt.

In der Kaiserpfalzstraße in Bodman am Ortsausgang Richtung Ludwigshafen befindet sich die Freilichtausstellung zahlreicher Skulpturen von Peter Lenk. An einem Gebäudesatellit des ehemaligen badischen Hauptzollamts am Ludwigshafener Hafen (seit 1993 Bürger- und Gästezentrum „Zollhaus“) persifliert das Relief Ludwigs Erbe von Peter Lenk die Umbenennung des Ortes von Sernatingen in Ludwigshafen und weist hin auf neuere Eingriffe der Politik anlässlich der Finanzkrise. Heftig diskutiert wurde die Darstellung von fünf Politikern als Global Players.

Musik[Bearbeiten]

In beiden Orten gibt es Blasmusikorchester. Vorläufiger Höhepunkt ist das selbst komponierte Musical Stettelberger, benannt nach einer Sagenfigur aus Ludwigshafen.

Bauwerke[Bearbeiten]

In und bei Bodman:

  • In Bodman befindet sich das gleichnamige Schloss Bodman. Es wurde 1831/1832 durch Johann Baptist Wehrle (1791–1857) gebaut. Da es von der gräflichen Familie bewohnt wird, kann nur der Park besichtigt werden.
  • Auf dem Bodanrück befinden sich die Ruine Altbodman sowie das Kloster Frauenberg. Letzteres war ursprünglich der Sitz der gräflichen Familie, bis 1307 ein Blitzschlag zum Brand geführt hatte. Der Legende nach verbrannte die gesamte gräfliche Familie, die Amme ließ in einem Kessel den kleinen Stammhalter Johannes zu Boden. Der Fundort ist heute durch einen kleinen Obelisken gekennzeichnet. Nach dem Brand wurde das Schloss dem Zisterzienser-Kloster in Salem für die Errettung des Stammhalters geschenkt. Das Kloster baute das abgebrannte Schloss zum Kloster Frauenberg aus. Im Zuge der Säkularisation gelangte dieses Kloster 1806 in den Besitz der gräflichen Familie zurück.
  • Die Weiler Kapelle in Bodman stand einst weit vor dem Ort Bodman. Sie wurde um 1700 erbaut. Das große Altarbild des Leidens und der Auferstehung Jesu stammt aus der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts.
  • Burg Bodman (Karolingische Königspfalz)
  • Burg Bodman (Staufische Pfalz)
  • Ehemaliges Schloss Bodman
  • Katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul in Bodman

In und bei Ludwigshafen:

  • Die Seeseite von Ludwigshafen wird vom ehemaligen großherzoglich-badischen Hauptzollamt beherrscht. Nach wechselvoller Geschichte wurde das in den 1830er Jahren errichtete Gebäude von Grund auf saniert und wird seit 1993 als Bürger- und Gästezentrum Zollhaus sowie als Rathaus genutzt.
  • Die St. Anna-Kapelle in Ludwigshafen wurde 1734 erbaut und 1764 erweitert. Ihre Fassade ziert eine historisch interessante Ansicht von Ludwigshafen (um 1897).
  • Katholische Pfarrkirche St. Otmar in Ludwigshafen
  • ehemalige Burg Laubegg
  • ehemaliges Knorenschloss

Parks und Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Blick aufs Naturschutzgebiet

Beide Ortsteile verfügen über ausgedehnte Uferparks mit Sicht auf den Überlinger Teil des Bodensees. Die Bodenseelandschaft ist am Uferbereich von zahlreichen Tobeln gekennzeichnet, östlich von Bodman zum Beispiel das Echotal mit Molasse-Felswänden. Das Naturschutzgebiet Bodenseeufer (Bodman-Ludwigshafen) erstreckt sich entlang des ganzen Uferbereichs zwischen Bodman und Ludwigshafen mit dem Aachried.

Gemälde von Bodman[Bearbeiten]

  • Georg Schulz: See-Ende bei Bodman, 1942. Im Archiv der Kunstsammlung Bodenseekreis in Schloss Salem.

Sport[Bearbeiten]

Aus sportlicher Sicht präsentiert die Gemeinde Bodman-Ludwigshafen ein breit gefächertes Angebot an Aktivitäten im Wasser und an Land. Surf- und Segelschulen bieten Kurse an, auch Wasserski und die Wakeboarden auf dem Programm, auch gibt eine Skike-Akademy. Die Gemeinde bietet ein ausgebautes Wander- und Radwegenetz, sowohl Bodman als auch Ludwigshafen liegen am Bodensee-Rundweg und am Bodensee-Radweg.

Im Oktober 2005 wurde zum Gedenken an die von 1969 bis 1981 durchgeführten Haldenhofrennen das Haldenhof-Revival veranstaltet. In fünf Klassen konnten sich Oldtimer und Rennfahrzeuge auf der etwa 1,7 Kilometer langen Bergstrecke messen. Alte Porsche, Maserati und Formelwagen ließen ein besonderes Flair entstehen. Die Veranstaltung fand im Oktober 2007 erneut statt.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Blick aufs Zollhaus Ludwigshafen

Im Sommer finden regelmäßig Strandfeste in den Uferanlagen statt, so das Hafenfest rund um das Zollhaus mit Nachtflohmarkt am letzten Juni-Wochenende und das Seefest am dritten Wochenende im August mit einem großen Oldtimertreffen, beide in Ludwigshafen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Beide Ortsteile sind stark durch Obstanbau und Fremdenverkehr geprägt. Eine kleine exponierte Weinlage ist der Königsweingarten in Bodman. Hier wurde im Jahre 884 durch Kaiser Karl den Dicken erstmals in Deutschland die Spätburgunderrebe angepflanzt.

Verkehr[Bearbeiten]

Die neue Strecke der Bundesstraße 31 führt nicht mehr durch Ludwigshafen, sondern als Fortsetzung der Bundesautobahn 98 in Richtung Osten, damit ist Ludwigshafen vom Schwerverkehr entlastet. Durch Ludwigshafen führt aber noch die Verbindung RadolfzellÜberlingen. Dieser Ortsteil ist durch die Bodenseegürtelbahn (RadolfzellLindau) an das Schienennetz angebunden.

Bodman ist der einzige Ort am Bodensee ohne jegliche Durchgangsstraße. Selbst für Radfahrer ist der Uferweg aus Richtung Wallhausen nach Bodman nicht befahrbar, so dass der Weg von Wallhausen über die Marienschlucht nach Bodman als Teil des Bodensee-Rundweges den Wanderern vorbehalten bleibt. Der Bodensee-Radweg aus Richtung Konstanz verläuft ab Wallhausen landeinwärts über den Bodanrück, tangiert zwar Bodman, verläuft aber auch von dort teilweise im Hinterland, teilweise am See nach Ludwigshafen.

Die Kurslinie der Motorbootgesellschaft Bodman mbH verbindet während der Saison einige Male am Tag im Zickzackkurs die Orte am Überlinger See zwischen Bodman und Überlingen einschließlich der Marienschlucht.

Im Rahmen der Strecke Stahringen–Stockach verkehrt zwischen Bodman und Ludwigshafen eine Buslinie. Außerdem wird im Verlauf der Strecke Überlingen–Stockach Ludwigshafen per Bus bedient.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

In der Gemeinde gibt es Bootswerften, Obstverwertungen, Gärtnereien und viele Gaststätten, ferner metallverarbeitende Betriebe, IT&Telekommunikation, Handel und Handwerk. Im „Königsweingarten“ der gräflichen Familie von Bodman wird Wein angebaut.[12]

Medien[Bearbeiten]

Südkurier, s'Blättle (Gemeindemitteilungsblatt) sowie das Wochenblatt.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Einsames Boot

Bürger- und Gästezentrum Zollhaus, Parkanlagen am Seeufer in Bodman und Ludwigshafen, Natur-Strandbad Bodman, Natur-Strandbad Ludwigshafen.

Bildung[Bearbeiten]

In der Gemeinde gibt es mit der Sernatingen Schule eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule, die über Standorte in beiden Teilorten verfügt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • 1925: Hugo Schlosser (1862–1948), Lehrer (Ehrenbürger der damals selbständigen Gemeinde Bodman)
  • 1925: Karl Weber (1862–1934), Altbürgermeister (Ehrenbürger der damals selbständigen Gemeinde Bodman)
  • 1925: Franz-Josef Baumann (1851-1944), Pfarrer, Geistlicher Rat und Dekan (Ehrenbürger der damals selbständigen Gemeinde Bodman). Er wirkte in Bodman von Dezember 1884-Oktober 1937 und wurde in unmittelbarer Nähe der gräflichen Begräbnisstätte in einem Ehrengrab beigesetzt.
  • 1948: Wilhelm Schäfer (1868–1952), deutscher Schriftsteller (Ehrenbürger der damals selbständigen Gemeinde Bodman)
  • 1969: Johannes Graf von und zu Bodman (1899–1976), Land- und Volkswirt (Ehrenbürger der damals selbständigen Gemeinde Bodman)
  • 1973: Paul Weber (1893–1985), Obstbaupionier, Politiker, Prähistoriker und Kunstsammler (Ehrenbürger der damals selbständigen Gemeinde Bodman)
  • 2010: Wilderich Graf von und zu Bodman (* 12. Dezember 1936 in Möggingen), Chef des Adelshauses Bodman, Politiker und Unternehmer. Er ist Träger des Bundesverdienstkreuzes, zudem ist er Ehren- und Devotionsritter des souveränen Malteserritterordens. Des Weiteren ist er Präsident des Hegau-Geschichtsvereins, Vorstandsmitglied der Vereinigung des Adels in Baden, Ehrenvorsitzender des Segelclubs Bodman und des Yachtclubs Stockach.[13]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Franz von und zu Bodman (1835–1906), Reichstags- und Landtagsabgeordneter (Zentrum)
  • Ulrich Goll (* 1950), ehemaliger Justizminister und ehemaliger stellvertretender Ministerpräsident von Baden-Württemberg

Persönlichkeiten mit Verbindung zur Gemeinde[Bearbeiten]

  • Pit Beirer (* 1972), ehemaliger Motorradrenn- und Motocrossfahrer, wuchs in Bodman-Ludwigshafen auf.
Bekannte Einwohner

Literatur[Bearbeiten]

  • Reallexikon der Germanischen Altertumskunde, Bd. 3 (1978): Bodman. ISBN 3-11-006512-6.
  • Joachim Hotz: Friedrich Maler und Johann Baptist Wehrle als Architekten des Schlosses Bodman. Eine Studie zur badischen Baukunst nach dem Tod Friedrich Weinbrenners. Sonderdruck aus dem Jahrbuch der Staatlichen Kunstsammlungen in Baden-Württemberg, Bd. 14, 1977; S. 71-92.
  • Ludwigshafen ist Schauplatz des Romans Seegfrörne von Christof Hamann (Göttingen 2001). Außerdem spielt in Bodman die Sage vom Nebelmännle.
  • Herbert Berner (Hrsg.): Bodman, Dorf Kaiserpfalz Adel. Band 1, Thorbecke Verlag, 1977.
  • Herbert Berner (Hrsg.): Bodman, Dorf Kaiserpfalz Adel. Band 2, Thorbecke Verlag, 1985.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bodman-Ludwigshafen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2. S. 784–786
  3. L. Ley: Römische Niederlassung bei Bodman am Bodensee. In: Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung, V, 1874, S. 160–164.
  4. Bodman. In: Franz Xaver Kraus, Josef Durm, Ernst Wagner: Die Kunstdenkmäler des Grossherzogthums Baden. Band 1: Die Kunstdenkmäler des Kreises Konstanz: Beschreibende Statistik im Auftrage des Grossherzoglichen Ministeriums der Justiz. Akademische Verlagsbuchhandlung von J.C.B. Mohr (P. Siebeck), 1887, S. 461.
  5. Jörg Aufdermauer, Franz Götz: Römische Niederlassung bei Bodman Ausgrabungsbericht mit Plänen aus dem Jahr 1686, In: Herbert Berner (Hrsg.): Bodman. Band 1: Dorf, Kaiserpfalz, Adel, Jan Thorbecke Verlag, Sigmaringen 1977, S. 65–68.
  6. zitiert aus: Lilly Braumann-Honsell: Bodensee ahoi! Oberbadische Verlagsanstalt Merk & Co., K.-G., Konstanz 1947. (Segelturn von der Reichenau, unter der Rheinbrücke nach Konstanz, Überlingen, Friedrichshafen, Lindau, Bad Schachen, Rorschach, Allensbach, Stein am Rhein. Eine Rundfahrt aus Seesicht im Plauderton.), S. 35.
  7. Friedrich W. Strub: Wie Bodmann sein zweites „n“ verlor. In: Südkurier vom 11. Januar 2013
  8. Lexikon Bodensee Gesamtgebiet. Kompass Karten GmbH, Innsbruck. ISBN 3-85491-002-9. S. 37
  9. 320th Bomb Group Final mission report Ludwigshafen Marshalling Yards (Germany) (PDF; 74 kB)
  10. Friedrich W. Strub: Bombiger Verdacht am See-Ufer. In: Südkurier vom 18. Juni 2004
  11. http://www.statistik.baden-wuerttemberg.de/Wahlen/Kommunalwahlen_2014/Gem.asp?335098
  12. Fremdenverkehrsprospekt Bodman-Ludwigshafen
  13. Senger: Wilderich Graf Bodman ist Ehrenbürger. In: Südkurier vom 22. Oktober 2010