Hegau

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Hegau (Begriffsklärung) aufgeführt.

Der Hegau ist eine vulkanisch geprägte Landschaft im Süden von Baden-Württemberg nordwestlich des Bodensees. Er liegt zwischen der Baaralb und der Donau im Norden, dem Bodensee im Osten, dem Hochrhein im Süden und dem Schweizer Kanton Schaffhausen im Westen. Zum ersten Mal wurde er 787 in der latinisierten Form „in pago Egauinsse“ erwähnt.[1]

Sein Zentrum rings um die Stadt Singen weist markante Vulkankegel auf. Die Höhenlage reicht von 395 m am Bodensee bis 924 m am Schweizer Grenzberg Randen, dem südwestlichsten Ausläufer der Schwäbischen Alb.

Entstehung[Bearbeiten]

In der Mitte des Miozäns (vor etwa 14 Mio. Jahren) setzte im Hegaugebiet, das am Schnittpunkt zweier Störungssysteme liegt, ein starker Vulkanismus ein (beim Hohenstoffeln erst 1,5 Mio. Jahre später). Es bildeten sich rund ein Dutzend Vulkane, die große Mengen Tephra förderten. Dadurch bildete sich eine 100 m mächtige Tuffschicht. Vor 9 Mio. Jahren intrudierte in die östlichen Schlote Phonolith. Dieser konnte jedoch nicht bis zur Erdoberfläche gelangen und erstarrte unter der Tuffschicht. Vor 6 Mio. Jahren erfolgte die Intrusion von Melilithit („Hegauer Basalt“) in die westlichen Schlote, wo dieses ebenfalls erstarrte. Der Grund für diese Vulkantätigkeit wird in einer für geologische Verhältnisse schnellen Absenkung des Oberrheingrabens gesehen.

Im Pleistozän wurde im Zuge der Riß-Kaltzeit (vor etwa 150.000 Jahren) auch das Hegau-Gebiet von einem dicken Eispanzer bedeckt. Der Gletscher räumte Molasse und Tuff ab, die härteren Phonolith- bzw. Basaltkerne waren jedoch widerstandsfähiger und hielten den Eismassen stand. Auf diese Weise wurde das erstarrte Magma freigelegt, und erst dadurch bekam die Landschaft ihr heutiges Aussehen.

Teillandschaften[Bearbeiten]

Neben dem Hegauer Kegelbergland gehören zum Hegau im weiteren Sinne der an den Bodensee und den Hochrhein angrenzende Uferbereich bis zum Rheinfall bei Schaffhausen im Süden sowie der Randen und die Hegaualb, die geologisch zwei Ausläufer des Schwäbischen Juras darstellen. Insgesamt finden sich eine Reihe kuppiger, kegelförmiger Schlote von erloschenen Vulkanen, die mit isolierten Höhen zwischen 643 m und 867 m sämtlich die auf 400–600 m ü. NN liegende Landschaft überragen.

Phonolithberge (östliche Reihe)

  • Hohentwiel (ugs. „Hontes“) (686 m), Wahrzeichen der Stadt Singen. Die ehemalige Festung Hohentwiel (möglicherweise aus kelt. „twiel“ = „Fels“ / vielleicht aber auch alemannisch aus der idg. Wurzel „tui“ = „anschwellen“) war mit einem Festungsareal von 9,92 ha die größte und wichtigste der zahlreichen Hegauburgen. Sie wurde 1800 auf Anweisung Napoleons geschleift.
  • Staufen (593 m): Die frühere Festung ist vollständig zerstört.
  • Hohenkrähen (ugs. „Krähen“) (643 m) als kleinster, steilster und zugleich markantester Kegel mit der krönenden Ruine Hohenkrähen, einer ehemaligen Raubritterburg (vgl. kelt. craig = „steiler Fels“, um 1200 belegt als „creigin“ oder „creien“).
  • Mägdeberg (665 m): Umfangreiche, gut erhaltene Burgruine der Burg Mägdeberg (Nachweis um 1240: „in castro Megideberc“) auf dem gleichnamigen Phonolithkegel. Den Namen bekam der Berg der Legende nach durch die Wallfahrt der englischen Königstochter Ursula, die mit tausenden Mägden an seinem Fuß lagerte (Name von althochdeutsch „maga(i)d“ = „Jungfrau“).

Basaltberge (westliche Reihe)

  • Hohenstoffeln (ugs. „Stoffel“) (844 m): Basaltberg mit ehemals drei Burgruinen Vorder-, Mittel- und Hinterstoffeln. (1506 „in Stofola“ genannt, von ahd. „stophil“ = „kleiner Fels“). Die Hinterburg wurde insbesondere in den 1930er-Jahren durch den Steinbruchbetrieb für den Straßenbau ganz abgetragen, von Mittel- und Vorderburg sind noch Reste zu erkennen.
  • Hohenhewen (ugs. „Höwen“) (846 m): Ruine Hohenhewen auf dem gleichnamigen Basaltkegel (vgl. kelt. „ceven“ = „Bergkuppe“). Hausberg der Stadt Engen.
  • Neuhewen, der höchste der Hegauberge (867 m): Burgruine Neuhewen („Stettener Schlössle“), nahe der Stadt Engen, erbaut um 1200. Burg und Ort Stetten waren ursprünglich im Besitz der Herren von Höwen (Hohenhewen). Gemeinsam mit der Burg Höwenegg (auch Burg Hewenegg genannt) sollte Burg Neuhewen das Herrschaftsgebiet nach Norden hin absichern.
  • Höwenegg (812 m), vier Kilometer südlich von Immendingen im Naturschutzgebiet Hewenegg: Die Bergspitze ist infolge eines alten Basaltabbaus abgetragen. An dessen Stelle ist nur noch ein 80 m tiefer Steinbruch übrig, in dem sich ein See befindet. An den südlichen Hangfüßen existiert – im Sedimentbereich eines ehemaligen Kratersees – eine der wichtigsten tertiären Fossilienfundstätten Deutschlands. Das Hewenegg ist heute ein Naturschutzgebiet. Die ehemalige, zur Herrschaft Hewen gehörende Burg Hewenegg fiel ebenfalls dem Steinbruch zum Opfer (deshalb auch als Burgstelle Hewenegg bezeichnet); die Burg wurde zusammen mit Neuhewen 1639 zerstört. 400 m südwestlich der Hauptburg befand sich eine kleine Burg (auch Vorburg und Burgstall genannt); von ihr erhielt sich der Burgrest Hewenegg, eine Burgruine.
  • Wartenberg (844 m): Zwei Kilometer westlich der Stadt Geisingen gelegen. Der Wartenberg liegt in der Landschaft Baar. Geologisch gehört er zu den Hegauvulkanen.[2] Im 12. Jahrhundert bauten die Wartenberger, die Geisinger Ortsherren, hier eine erste Burg. Heute befinden sich hier sowohl die Ruine der ersten Burg, die Burgruine Wartenberg, als auch ein kleines Lustschloss mit englischem Garten.

Alle diese Berge haben oder hatten eine Burgruine auf ihrem Gipfel.

Der Heimatdichter Ludwig Finckh bezeichnete den Hegau aufgrund der Vulkankegel auch als Des Herrgotts Kegelspiel.

Hinzu kommen zahlreiche andere Berge, die nicht vulkanischem Ursprungs sind, und kleinere Hegauvulkane wie Galgenberg (nördlich von Bohlingen), Hardtberg (östlich von Worblingen), Junkerbühl (Worblingen), Heilsberg (nördlich von Gottmadingen), Plören (südöstlich von Hilzingen), Gönnersbohl (östlich von Hilzingen), Homboll (südlich von Weiterdingen), Friedinger Schlossberg mit Burg Hohenfriedingen (östlich von Friedingen), Lederbohl, Offerenbühl, Schwindel, Sickerberg, Philippsberg (alle westlich von Mühlhausen), Rosenegg (549 m), (westlich von Rielasingen).

Städte und Orte[Bearbeiten]

Gewässer[Bearbeiten]

Der Rhein bei Gailingen im Hegau

Geschichte[Bearbeiten]

Vorgeschichte und Antike[Bearbeiten]

Der Hegau ist eine uralte Kulturlandschaft. Am Ende der Eiszeit siedelten die Rentierjäger im Wasserburgertal, beim Petersfels sowie im Umfeld der Gnirshöhle. Funde aus der Steinzeithöhle Petersfels bei Bittelbrunn zeigen, dass erste Menschen bereits in der Altsteinzeit im Hegau gewesen sein müssen.

In der Jungsteinzeit (5000–2000 v. Chr.) entstanden am Bodenseeufer die Pfahlbaudörfer, die bis in die Bronzezeit (2000–800 v. Chr.) bestanden.

Um 1000 v. Chr. lernte man die Gewinnung und Verarbeitung des Eisens kennen: Neben der Bronze verwendeten die Menschen damals zunehmend mehr Eisenmetalle zur Herstellung von Waffen und Gebrauchsgegenständen. Die Hegaualb war in jener Zeit ein bevorzugter Siedlungsplatz, was vermutlich auf das hier vorhandene Bohnerz zurückzuführen ist. In der Eisenzeit war die Gegend geprägt von der vorgermanischen, hier voralemannischen Hochkultur der Kelten, die große Teile des europäischen und insbesondere auch des südwestdeutschen Raums besiedelt haben. Grabhügel aus der sogenannten Hallstattzeit (800–400 v. Chr.) und zahllose Funde aus der Zeit des 8. bis 2. Jahrhunderts v. Chr. verweisen auf die keltischen Gallier und Helvetier, die mit den Resten ihrer mächtigen Fürstenburgen und -gräber (wie beispielsweise der Heuneburg und dem Hohmichele bei Riedlingen) Spuren einer großen Kultur hinterließen. Erst neuerdings, im Jahre 2000, wurden etwa in Altheim Überbleibsel einer keltischen Grabanlage entdeckt.

Zum einen sind es die Bodenfunde, zum anderen ist es die sprachliche Überlieferung, die von keltischer Vorgeschichte zeugen. Etliche der heutigen geographischen Namen sind keltischen Ursprungs, neben einer Reihe von Ortsnamen sind dies insbesondere Fluss- und Bergnamen wie Donau, Neckar, Enz, Nagold bzw. Neuffen, Teck, Ipf im südwestdeutschen Raum. So gibt es auch deutliche Hinweise dafür, dass die Benennung der kuppigen tertiären Vulkankegel-Landschaft des Hegau selbst von dem keltischen „kewen“ = Bergbuckel stammt. Zusammen mit „Gau“, einer sehr alten Bezeichnung für einen Verwaltungsbezirk, entstand aus „hewen“-gau der heutige Name „Hegau“. Entsprechend lassen sich sowohl der Name des ehemaligen mittelalterlichen Grafengeschlechts der „Hewen“ als auch die Namen für die Berge (Hohen-)Hewen und Hewenegg ableiten. Die keltischen Bezeichnungen „twiel“ bzw. „craig“ für „Fels“ wiederum finden sich in den Namen der Berge/Burgruinen Hohentwiel und Hohenkrähen.

Als Ariovist von Norden anrückte, mussten die Kelten den Sueben weichen. Doch etwa zeitgleich drangen die Römer im Jahre 15 n. Chr. ein und besetzten auch den Hegau. Die Gegend gehörte nunmehr zur römischen Provinz „Raetien“. Ab 50 v. Chr. waren die Römer gut zweihundert Jahre lang im Zehntland.

Um 260 n. Chr. gelang es den germanischen Alemannen, den Limes zu überwinden. Sie brachen in das Zehntland und das nördliche Raetien ein, somit auch in den Hegau. Die Ortsnamen mit der Endung „-ingen“ weisen darauf hin, dass der Hegau alemannisches Siedlungsgebiet wurde (z. B. Rielasingen, Markelfingen). Mitten durch das Gebiet verläuft die Dialektgrenze zwischen dem Hochalemannischen (Nähe zum heutigen Schwyzerdütsch) und dem überwiegend im heutigen Badischen gesprochenen Mittelalemannischen. In der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts versuchten die Alemannen, nach Norden vorzudringen, wurden aber von den Franken aufgehalten und von ihrem König Chlodwig I. im Jahre 496 besiegt. Die Alemannen mussten das Land an die Franken abtreten.

Mittelalter[Bearbeiten]

Die Karte des Herzogtums Schwaben zeigt den Hegau

Im 8. Jahrhundert bereitete Pippin, der Vater Karls des Großen, den Unabhängigkeitsbestrebungen der Alemannen ein Ende. Das Herzogtum wurde beseitigt und Alemannien als ein Teil des fränkischen Reiches unmittelbar dem König unterstellt. Die Verwaltung des Landes wurde mehreren Gaugrafen übertragen. In diesem Zusammenhang wird die Grafschaft im Jahre 787 erstmals als „Hegau“ erwähnt. Einer der mächtigsten frühen Gaugrafen war Adalbert der Erlauchte, der auch den Thurgau und den Albgau verwaltete.[3]

Verhältnismäßig früh setzte die Christianisierung der Region ein, nachdem Chlodwig die Alemannen besiegt hatte. Doch erst als zur Zeit der Karolinger (8. Jahrhundert) die alemannischen Urklöster Reichenau und St. Gallen auf ihren weitverzweigten Besitzungen kleine Gotteshäuser errichteten (Reichenau 724), wurde eine breitere Grundlage für eine erfolgreiche Missionierung geschaffen. Bekanntermaßen waren die Alemannen dem Christentum nur schwer zugänglich.

Zu Beginn des 10. Jahrhunderts überfielen die Ungarn den Hegau und vernichteten mit ihren Raubzügen nahezu die gesamten kulturellen Ansätze der Karolingerzeit. Zugleich versuchten die Stammesherzöge, ihre frühere Selbstständigkeit zurückzugewinnen. Die Grafen zu Bodman lehnten sich gegen König Konrad I. (911–918) auf. Sie siegten zwar 915 in der Schlacht bei Wahlwies, wurden aber später gefangengenommen und mussten den Hochverrat mit ihrem Leben bezahlen. Dennoch gelang es dem Jüngeren Burchard, ein neues Stammesherzogtum, das bald allgemein Schwaben genannt wurde, zu begründen. (Sein Name erlosch mit Herzog Burckhard IV., dem Gemahl jener Hadwig, die auf dem alten Herzogssitz Hohentwiel lebte und deren Bild durch Scheffels Ekkehard verewigt ist).

Nachdem vom 8. bis ins 10. Jahrhundert vor allem Angehörige der hochadeligen Udalrichinger und Hunfridinger die Grafenwürde im Hegau innegehabt hatten, befand sich die Grafschaft ab der 2. Hälfte des 11. Jahrhunderts im Besitz der Grafen von Pfullendorf und fiel nach deren Aussterben mit dem Tod des Rudolf von Pfullendorf um 1180 an Kaiser Friedrich Barbarossa.

Die Herzogswürde von Schwaben (Alemannien) kam 1079 an den Grafen Friedrich von Staufen, den Stammvater des berühmten Kaisergeschlechtes, bis knapp zweihundert Jahre später mit Konradin, dem letzten Hohenstaufen (und seinem Freund Friedrich von Baden), auch zugleich der letzte Schwabenherzog auf dem Blutgerüst von Neapel (1268) endete. (Um 1267 kam es in Engen zu einer bedeutsamen Begegnung zwischen dem jungen Staufer Konradin und dem Grafen Rudolf von Habsburg, den sechs Jahre später die deutschen Fürsten auf den Kaiserthron riefen)

Gegen Ende des 12. Jahrhunderts setzte im Hegau eine rege Bautätigkeit ein. Die Bergkegel wurden mit Burganlagen befestigt, in deren Umgebung kleine Städte und Siedlungen wuchsen. In der Folgezeit wechselten je nach Kriegslage die Herrschaften. Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit war die Burg Hohentwiel oftmals Schauplatz der großen Politik, während Singen als unscheinbares Dorf am Fuße der Festung höchstens Zeuge und oftmals Leidtragender der Machtkämpfe war. Es war die Stadt Schaffhausen, die den Hegau mit wichtigen Handelsgütern versorgte. Schaffhausens Adel hatte einen großen Einfluss auf die städtische Politik, sie war Zentrum des Salzhandels und größte Stadt in unmittelbarer Umgebung.

Die engsten Berater König Sigismunds stammten aus dem Hegau: Graf Eberhard von Nellenburg (der seine Grafenrechte im Hegau um 1250 erhielt), Graf Hans von Lupfen auf Hohenhöwen, Kaspar von Klingenberg auf Hohentwiel, Hans Konrad von Bodman und Hans von Heudorf. Mit Beginn des 15. Jahrhunderts verfielen viele im Hegauer Ritterbund „St.-Jörgen-Schild“ zusammengeschlossene Adelige einem Raubrittertum, woraufhin die verbündeten oberschwäbischen Städte einen Großteil der Hegauburgen zerstörten. Was noch stand oder wieder aufgebaut worden war, wurde im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) im Auftrag des württembergischen Kommandanten des Hohentwiels, Konrad Widerholt, zerstört. Als die Grafen von Nellenburg 1442 ausstarben, ging die Grafschaft an die von Tengen über. Diese verkauften 1465 die Landgrafschaft an Erzherzog Sigismund von Österreich.

Neuzeit[Bearbeiten]

Von nun an gehörte die Landgrafschaft Nellenburg dreihundertfünfzig Jahre lang als Teil von Vorderösterreich zum Hause Österreich. Zunächst, 1805, wurde die Region Württemberg zugeteilt, und 1810, unter napoleonischer Herrschaft, kam der Hegau mit Ausnahme des Hohentwiels an Baden. 1863 wurde die Bahnlinie von Waldshut über Singen nach Konstanz fertiggestellt, wenig später die Schwarzwaldbahn über Singen nach Konstanz und 1875 die Strecke nach Winterthur. Diese Verkehrsanbindungen förderten die Ansiedlung von Industrien im Hegau.

Heutzutage ist der Tourismus ein entscheidender wirtschaftlicher Faktor, der in der reizvollen Kulturlandschaft des Hegaus zwischen Bodensee, Hochrhein, Schwarzwald und Schwäbischer Alb ausgezeichnete Entwicklungsmöglichkeiten aufweist.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Naturschönheiten

Burgen und Schlösser

Städte und Orte

Museen

Liste der Schlösser im Hegau[Bearbeiten]

Ökologie[Bearbeiten]

Fauna[Bearbeiten]

Zu den ausgestorbenen Tierarten im Hegau zählt der Nordluchs. Derzeit prüft die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) Freiburg, ob die Meldungen über Sichtungen von Jägern und Privatpersonen, die Luchse im schweizerischen Bargen bei Schaffhausen und im angrenzenden deutschen Randengebiet gesehen haben wollen, plausibel sind. Des Weiteren soll ein im Dezember in Tengen 2009 gerissenes Schaf einem Exemplar des Raubtiers zu Opfer gefallen sein. Bei dem Tier könnte es sich um möglicherweise um ein aus der Schweiz eingewandertes Tier handeln, dort wurden vor ein paar Jahren Luchse ausgewildert.[4]

Hegaulandschaft bei Büßlingen (April 2011)

Literatur[Bearbeiten]

  • Peter Greis (Hrsg.): Der Hegau. Landschaft zwischen Rhein, Donau und Bodensee. Freiburg im Breisgau 1990, ISBN 3-7930-0578-X
  • Andreas Gruschke: Der Hegau. Freiburg im Breisgau 1991, ISBN 3-7930-0576-3

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Albert Krieger: Topographisches Wörterbuch des Großherzogtums Baden, Band 1, S. 882 (1904)
  2. Becker, Ernst: Die Basalte des Wartenbergs bei Geisingen in Baden. Zeitschrift der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften, Band 59. p. 244–274, Einleitung
  3. Adalbert der Erlauchte, bei Genealogie Mittelalter
  4. Albert Bittlingmaier: Ein Luchs wurde angeblich am Randen gesichtet - Tengener meldet gerissenes Schaf. Auf leisen Pfoten in den Hegau. In: Südkurier vom 30. Dezember 2009

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hegau – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

47.7963888888898.75Koordinaten: 47° 47′ 47″ N, 8° 45′ 0″ O