Holzgünz
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Schwaben | |
| Landkreis: | Unterallgäu | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Memmingerberg | |
| Höhe: | 605 m ü. NN | |
| Fläche: | 12,1 km² | |
| Einwohner: |
1202 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 99 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 87752 | |
| Vorwahl: | 08393 | |
| Kfz-Kennzeichen: | MN | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 7 78 151 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Benninger Str. 3 87766 Memmingerberg |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Paul Nagler (FWH/FWS) | |
| Lage der Gemeinde Holzgünz im Landkreis Unterallgäu | ||
Holzgünz ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Unterallgäu und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Memmingerberg.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Holzgünz liegt ca. 8 km östlich von Memmingen in der Region Donau-Iller in Mittelschwaben.
Ausdehnung des Gemeindegebietes [Bearbeiten]
Das Gemeindegebiet besteht aus den Gemarkungen Holzgünz und Schwaighausen.
Zur Gemeinde Holzgünz gehören die Orte Holzgünz und Schwaighausen.
Geschichte [Bearbeiten]
Das Dorf erscheint bereits 1167 bei der Isengrimschen Schenkung und wird 1270 erstmals namentlich erwähnt. Holzgünz gehörte seit dem Mittelalter zur Freien Reichsstadt Memmingen, genauer den Kreuzherren des Memminger Oberhospitals. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 kam der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
Eingemeindungen [Bearbeiten]
Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Schwaighausen eingegliedert.[2]
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
- 1961: 768 Einwohner[2]
- 1970: 842 Einwohner[2]
- 1987: 914 Einwohner
- 2000: 1008 Einwohner
- 2011: 1202 Einwohner
Politik [Bearbeiten]
Bürgermeister ist Paul Nagler (FWH/FWS). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Martin Riedmiller (Freie Wähler).
Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1.856 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 501 T€.
Wappen [Bearbeiten]
Das Wappen wurde am 29. Juli 1986 durch Bescheid der Regierung von Schwaben genehmigt.
Blasonierung: „Gespalten von Schwarz und Silber mit einem gesenkten Wellenbalken in verwechselten Farben; vorne ein doppelarmiges gegabeltes (zwölfspitziges) silbernes Kreuz, hinten ein bewurzelter grüner Laubbaum.“
Das gegabelte Doppelkreuz stellt das Wappen des Memminger Oberhospitals (Kloster des Kreuzherrenordens) dar. Die Kreuzherren sind seit 1296 Inhaber des Kirchenpatronats. 1444 brachten sie auch den Ort Oberholzgünz in ihren Besitz. Der bewurzelte Laubbaum „redet“ für den Ortsnamen. Gleichzeitig erinnert er an die Zeit vor dem Kapellenbau von 1748 in Schwaighausen, als die Gläubigen ihre Andacht im Freien unter einem Baum verrichteten. Der Wellenbalken verweist auf den Kohbach, der als verbindendes Element der Gemeinde durch alle drei Ortsteile (Oberholzgünz, Unterholzgünz und Schwaighausen) fließt.
Der Entwurf des Wappens stammt von Stiftsarchivar und Kreisheimatpfleger Aegidius Kolb und die Gestaltung übernahm der Passauer Max Reinhart.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Baudenkmäler [Bearbeiten]
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft [Bearbeiten]
Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 14, im produzierenden Gewerbe 334 und im Bereich Handel und Verkehr 47 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 95 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1.393. Im verarbeitenden Gewerbe gab es acht Betriebe, im Bauhauptgewerbe fünf Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 81 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2.084 ha, davon waren 1.581 ha Ackerfläche.
Verkehr [Bearbeiten]
Holzgünz liegt an der Bundesautobahn 96 (Lindau – München).
Bildung [Bearbeiten]
Im Jahr 1999 gab es folgende Einrichtungen:
- Kindergärten: 47 Kindergartenplätze mit 32 Kindern
Literatur [Bearbeiten]
- Hermann Immerz: Holzgünz. Heimatkundliche Beiträge zur Geschichte der Ortsteile Ober- und Unterholzgünz. Verlag für Heimatpflege, Kempten 1998, ISBN 3-88019-028-3
Weblinks [Bearbeiten]
- Holzgünz: Wappengeschichte vom HdBG
- Holzgünz: Amtliche Statistik des LStDV (PDF; 1 MB)
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 783.
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