Düsseldorfer Malerschule

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Wilhelm von Schadow, lange Jahre Direktor der Düsseldorfer Malerschule, in einer Zeichnung von Carl Christian Vogel von Vogelstein, 1821

Der kunsthistorische Begriff Düsseldorfer Malerschule[1] bezeichnet eine Gruppe von Malern, die vor allem im 19. Jahrhundert – genauer von 1819 bis 1918 – an der Königlich-Preußischen Kunstakademie in Düsseldorf ausgebildet worden waren, dort gelehrt, von Lehrern der Kunstakademie Privatunterricht genommen oder im nahen Umfeld der Kunstakademie gewirkt hatten.[2]

Die ersten Akademiedirektoren Peter von Cornelius und Wilhelm von Schadow prägten die anfänglich engere Ausrichtung der Lehranstalt im Sinne einer Künstlergemeinschaft nazarenischen Typs, die einer religiös und idealistisch fundierten Historien- und Monumentalmalerei den Vorrang gab. Unter dem Einfluss des Vormärz erweiterte sich das Programm der Akademie und ihres künstlerischen Umfeldes aber schon bald in der Breite romantischer und weiterer Strömungen, so dass auch einer realistischen, gesellschaftskritischen Kunstauffassung sowie der Landschafts- und Genremalerei mehr Raum und Geltung zukamen. Unter den Bildthemen und Stilen der Malerschule sind „Historienmalerei, Landschaft, Genre und Stillleben in allen Facetten vertreten“, die in der „bürgerlich bestimmten Kunst des 19. Jahrhunderts eine Rolle gespielt haben“.[3] Durch Rezensionen, Veröffentlichungen und Ausstellungen, durch die Verbreitung der Werke über den internationalen Kunstmarkt, durch Reisen, weitverzweigte freundschaftliche und familiäre Verbindungen sowie durch die teilweise globalen schulischen und beruflichen Karrieren ihrer Protagonisten strahlte das Schaffen der Düsseldorfer Malerschule weit aus, vor allem im Zeitraum zwischen 1830 und 1870, durchaus aber auch in späteren Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts. Weltweit gaben die in Düsseldorf geschulten Maler ihre künstlerischen Techniken, Haltungen, Lehrmethoden, Sujets, Topoi und Diskurse weiter, in anderen Kunstakademien und in den aufkommenden Künstlerkolonien. Insbesondere die Düsseldorfer Landschafts- und Genremalerei war viele Jahre führend und stilbildend.[4]

Geschichte[Bearbeiten]

Doppelporträt der Prinzen Friedrich von Preußen (1794–1863) und Friedrich Wilhelm Heinrich zu Solms-Braunfels (1801–1868) in Kürassier-Uniformen von Wilhelm von Schadow, 1830: Das Bild zeigt die Prinzen, die über ihre Mutter Halbbrüder waren, vor dem Hintergrund der Rheinlandschaft. Ein Blickpunkt der Landschaft ist die Burg Rheinstein, die 1829 im Auftrag des der Rheinromantik zugeneigten Prinzen Friedrich wiederaufgebaut worden war.

Seit der Neugründung der Düsseldorfer Kunstakademie ebneten ihr Leiter Peter von Cornelius, Direktor zwischen 1819 und 1824, und vor allem sein Nachfolger Wilhelm von Schadow, Direktor von 1826 bis 1859, den Weg zu einer international beachteten Kunsthochschule, die auch auf junge Künstler aus dem Ausland eine große Anziehungskraft ausübte. Hierin gefördert wurde die Akademie durch den 1829 gegründeten Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, an dessen Gründung neben Schadow auch Karl Josef Ignatz Mosler, Akademiesekretär und Lehrer für Kunstgeschichte, maßgeblich beteiligt war. Grundlage des „Siegeszugs der Düsseldorfer Malerschule“[5] war nicht zuletzt der Kunstmarkt, der durch die rege Nachfrage des aufstrebenden rheinischen und westfälischen Bürgertums wesentlich getragen wurde. Spektakuläre Kunstkäufe des Hochadels, aber auch private Kunstgalerien wie die Eduard Schultes oder die Galerie Boisserée, die ab den 1830er Jahren in Düsseldorf, Köln, Berlin und New York[6] gegründet wurden, sorgten für einen ständigen Absatz und trugen den Ruf der Düsseldorfer Malerschule in die Welt hinaus.[7] In Düsseldorf selbst bildete sich ab ca. 1835 – besonders entlang der Alleestraße und der Ratinger Straße – das erste Galerienviertel des Rheinlands. Weitere Ausstellungsgebäude wie die 1878 bis 1881 errichtete Düsseldorfer Kunsthalle unterstützten eine öffentlichkeitswirksame Präsentation der Bilder. Verfahren der Vervielfältigung über Holz- und Kupferstich sowie Lithografie schufen für die Maler weitere Absatzmöglichkeiten. Im Zuge des aufstrebenden Kunsthandels und Medienbetriebs und der damit steigenden Nachfrage nach Kunstdrucken und Illustrationen spezialisierten sich darauf eine Reihe Düsseldorfer Betriebe, etwa die Anstalt von Richard Brend’amour oder die Firma Arnz & Comp., später Elkan & Comp.

Romantische Landschaft von Carl Friedrich Lessing, 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts
Früchte auf einer Porzellanschale von Johann Wilhelm Preyer, 1832

Ein bedeutender Förderer und früher Sammler der Düsseldorfer Maler war der Berliner Bankier Joachim Heinrich Wilhelm Wagener, aus dessen Schenkung 1861 der entscheidende Impuls zur Gründung der Berliner Nationalgalerie hervorging. 1850 hatte der private Sammler Pierre Louis Ravené mit einem bedeutenden Anteil an Bildern der Düsseldorfer Malerschule die erste öffentlich zugängliche Kunstsammlung Berlins eröffnet. Zur Jahrhundertwende baute der Galerist und Sammler Alfred Flechtheim seine Kollektion und seinen Kunsthandel zunächst mit Werken der Düsseldorfer Malerschule auf.[8] Eine andere Galerie an der Düsseldorfer Königsallee, die die Düsseldorfer Malerschule bis in die 1930er Jahre führte und die Spitzen der Gesellschaft zu ihren Kunden zählte, war die 1913 gegründete Kunsthandlung von Julius und Max Stern. Zeitgenössische Veröffentlichungen von Moritz Blanckarts, Carl Gustav Carus, Anton Fahne, Ernst Förster, Wilhelm Füssli, Georg Wilhelm Friedrich Hegel,[9] Heinrich Heine, Mary Botham Howitt, Wilhelm von Humboldt,[10] Carl Leberecht Immermann, Adolph Kohut, Wolfgang Müller von Königswinter, Adolf Kröner,[11] Franz Kugler, Romeo Maurenbrecher, Hermann Püttmann, Atanazy Raczyński,[12] Adolf Rosenberg,[13] Karl Schnaase, Johann Joseph Scotti, Carl Seidel, Karl Leopold Strauven, Ernst H. Toelken, Friedrich von Uechtritz, Friedrich Theodor Vischer,[14] J.F. Wilhelmi[15] und Karl Woermann,[16] später auch Paul Clemen und Walter Cohen, machten die Malerschule dem deutschsprachigen Bildungsbürgertum bekannt. Bei der weltweit beachteten Kunstausstellung Salon de Paris des Jahres 1864 bemerkte der Kritiker Alexandre Cantaloube: „An allen Ecken und Enden werden Sie Werke der Düsseldorfer Malerschule finden.“[17]

Das von Schadow entwickelte, vielerorts nachgeahmte Lehrkonzept der Akademie, das den Lehrbetrieb als eine sozial eng vernetzte, hierarchisch gegliederte Künstlergemeinschaft aus Direktor, Lehrern und Hilfslehrern, Meisterschülern und einfachen Schülern auffasste, wies der Historienmalerei den höchsten Rang unter den Fächern zu. Es folgten die Bildnis- (d.h. die Akt- und Porträt-), die Genre- und schließlich die Landschaftsmalerei. Erst später wurde durch Johann Wilhelm Preyer die Stilllebenmalerei als eigenständiges Fach begründet. Zusätzlich wurden Anatomie, Architektur und Kupferstich gelehrt. 1854 wurde eine Professur für Bildhauerei eingerichtet. 1868 kam ein Lehrstuhl für Kunstwissenschaften hinzu. Erst 1874 wurde für die Genremalerei eine Meisterklasse eröffnet. Ab 1903 bot ein nach Münchner Vorbild eingerichtetes Freiluftatelier der Tiermalerei optimierte Lehrbedingungen. Außerhalb des offiziellen Lehrbetriebs der Düsseldorfer Akademie gaben die Lehrkräfte Privatunterricht. Dieser ermöglichte es im 19. Jahrhundert unter anderem rund 200 Künstlerinnen, sich auf akademischem Niveau ausbilden zu lassen.

Bereits ab Mitte der 1830er Jahre traten Differenzen zwischen den Künstlern und Kunstrichtungen auf, die schließlich zum Rückzug Wilhelm von Schadows und zur Spaltung des Instituts führte. Die Gründe für die Differenzen waren unterschiedlicher Art. Auf der einen Seite ließ sich Schadows Gedanke einer von gleichen Idealen beseelten, homogenen Vereinigung von Künstlern kaum aufrechterhalten. Dieser im Pietismus wurzelnde Gedanke war besonders vom deutschrömischen Lukasbund, dem Cornelius und Schadow angehört hatten, hochgehalten worden. Zum zweiten fühlten sich die neupreußischen Schüler aus der Rheinprovinz und aus Westfalen gegenüber den altpreußischen „Ostländern“ benachteiligt, etwa bei der Besetzung akademischer Ämter, bei Stipendien und bei dem Verkauf von Bildern.[18][19] Einige von ihnen verließen daraufhin Düsseldorf.[20] Und schließlich führten die vielschichtigen Veränderungen in der Zeit des Vormärz, die sich im sozialen und kulturellen Leben Preußens und seiner Nachbarländer niederschlugen, zu einer von Schadow ungern gesehenen Schwerpunktverlagerung von der nazarenischen Kunst hin zur biedermeierlichen und spätromantischen Landschafts- und Genremalerei.

Einen thematischen Schwerpunkt bildete die Historienmalerei, als deren Düsseldorfer Exponenten neben den Direktoren Cornelius und Schadow etwa die Maler Alfred Rethel, Hermann Stilke, Heinrich Mücke, Carl Friedrich Lessing, Emanuel Leutze, Johann Peter Theodor Janssen, Wilhelm Camphausen und Hermann Wislicenus hervortreten. Die jungen Künstler der Landschaftsklasse unter Johann Wilhelm Schirmer orientierten sich an niederländischen Künstlern wie Jacob Isaacksz. van Ruisdael oder Allart van Everdingen, im Gegensatz zu dem auf italienische Vorbilder ausgerichteten Kreis um Schadow. Gemeinsam mit dem Romantiker Carl Friedrich Lessing lehrte Schirmer die Landschaftsmalerei in und „vor der Natur“, die Pleinairmalerei. Häufig gewählte Sujets waren die Landschaften, Geschichten und Mythen des Nieder- und Mittelrheins. Zum Teil sind diese Werke, etwa die Aquarelle Caspar Scheurens von der Burg Stolzenfels, dem Bereich der Rheinromantik zuzuordnen.[21] Vereinzelt entstanden aber auch Bilder, die von einem früh aufkommenden Realismus zeugen, weil alltägliche Bildthemen ausgesucht und sachlich-natürlich dargestellt wurden. Die Künstler der Genreklasse beschäftigten sich unter anderem mit Themen sozialer Problematik, bezogen politisch Stellung zu den gesellschaftlichen Veränderungen und der wirtschaftlichen Rezession der 1840er Jahre, auch mit den Mitteln der Ironie und der Parodie, wie es besonders einige Werke von Adolf Schroedter und Johann Peter Hasenclever zeigen. Frühe impressionistische Malweisen, die den Malern die Möglichkeit gaben, unterschiedlichste Stimmungen hervorzurufen und dramatische Lichteffekte einzufangen, lösten zunehmend die Feinmalerei Schadowscher Lehre ab. Die Gegensätze innerhalb der Düsseldorfer Malerschule verstärkten sich so. Neben dem Kreis von Schadow, der von ihm und seinen Meisterschülern gebildet wurde, gruppierten sich – auch aus Gründen der Raumnot der Akademie – weitere Kreise, zum Teil als private, freie Ateliergemeinschaften. Die neuen Gemeinschaften, die sich zusehends voneinander lösten, gaben sich scherzhafte Namen: „Neu-Bethlehem“ oder „Jerusalem“ für die Historienmaler, „Alhambra“ für die Landschaftsmaler und „Sibirien“ für die Genremaler. Zwar versuchte der im Revolutionsjahr 1848 gegründete Künstlerverein „Malkasten“, den Zusammenhalt der Künstlerschaft wieder zu festigen, doch die Spannungen in der Akademie waren schließlich so groß, dass Schadow 1859 resigniert aufgab.

Brautfahrt auf dem Hardangerfjord, Gemälde von Hans Gude und Adolph Tidemand, 1848, ein Hauptwerk der Norwegischen Nationalromantik

Die 1840er bis 1860er Jahre der Düsseldorfer Malerschule waren durch einen bemerkenswerten Zulauf von ausländischen Schülern gekennzeichnet, und der Bekanntheitsgrad der Schule machte die Düsseldorfer Kunstwerke der einheimischen und der zugewanderten Künstler zu einem beliebten Exportartikel. Intensive Verflechtungen bestanden zu Künstlern aus den Vereinigten Staaten,[22][23] insbesondere zu Malern der Hudson River School,[24] sowie mit den Milieus romantischer Maler aus Skandinavien, den baltischen Ländern und Russland.[25][26]

Auszug des Prinzen Rebensaft – Düsseldorfer Maler in Kostümen im Stil der Zeit des Dreißigjährigen Krieges auf dem Festzug vom 14. Juni 1851 zum Biwak an der „Fahnenburg“[27]
Heitere Runde im Malkasten von Wilhelm Schreuer, um 1900

Eng verflochten waren die Maler auch mit dem kulturellen und politischen Leben Düsseldorfs. Sie bereicherten das Bühnenbild des Theaters, sie sangen in den Chören, sie gestalteten Feste und Aufführungen.[28][29] Bekanntheit erlangten die Tableaux vivants, „lebende Bilder“, die Düsseldorfer Maler in ihrer besonderen Affinität zu literarischen und theatralischen Stoffen inszenierten.[30][31] Robert Reinick ließ Eindrücke seiner Düsseldorfer Zeit in die romantischen Dichtungen seiner Lieder eines Malers mit Randzeichnungen seiner Freunde einfließen. Eduard Bendemann beteiligte sich an der Publikation, Robert Schumann vertonte sie später.[32] Einen engen künstlerischen und freundschaftlichen Austausch gab es zwischen Eduard Bendemann, Julius Hübner und dem Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy. Die Maler hatten zwischen 1829 und 1831 mit der „Casa Bendemann-Hübner“ an Roms Piazza del Popolo ein offenes, gastfreundliches Haus deutscher Italienreisender unterhalten, den Komponisten dort kennengelernt und 1833 anlässlich des Besuchs des preußischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm in Düsseldorf gemeinsam mit Mendelssohn im Galeriesaal der Akademie Teile von Händels Oratorium Israel in Ägypten aufgeführt.[33] Während der Deutschen Revolution 1848/49 engagierten sich viele Düsseldorfer Maler für die Anliegen einer demokratischen Verfassung und einer großdeutschen Einheit unter dem Dach einer konstitutionellen Monarchie. Als Sinnbild dessen schuf der Maler Karl Ferdinand Sohn die Monumentalskulptur einer Germania aus Holz, Leinwand und Pappe für das Fest der deutschen Einheit, das am 6. August 1848 von Bürgern, Künstlern und dem neugegründeten Düsseldorfer Turnverein auf dem Düsseldorfer Friedrichsplatz ausgerichtet wurde.[34] Etliche Maler, etwa Johann Peter Hasenclever, Carl Wilhelm Hübner, Wilhelm Kleinenbroich, Gustav Adolf Koettgen, George Caleb Bingham, Carl d’Unker und Richard Caton Woodville, interessierten sich für damals aktuelle gesellschaftspolitische und soziale Fragen, einige unter ihnen hingen frühsozialistischen und nationalistischen Idealen an. Kritik an den politischen Verhältnissen pointierte die während der Revolution vom Publizisten und Historienmaler Lorenz Clasen herausgegebene Satirezeitschrift Düsseldorfer Monathefte, zu der viele Düsseldorfer Maler Zeichnungen lieferten. Aber auch nationalromantisch fundierte und politisch affirmative Malerei kam aus Düsseldorf, etwa die zwischen 1877 und 1897 von Hermann Wislicenus geschaffenen Wandbilder des Kaisersaals in Goslar. 1856 stellten Düsseldorfer Künstler rund ein Viertel der Teilnehmer eines Treffens, das zur Gründung der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft, des ersten Berufsverbandes bildender Künstler in Deutschland, führte. Der Künstlerverein „Malkasten“ hatte zu diesem Treffen nach Bingen am Rhein eingeladen. In späteren Jahren unterstützten Düsseldorfer Maler Heinrich Lueg dabei, internationale Industrie- und Gewerbeausstellungen auszustatten und zu organisieren.[35] Zur Industrie- und Gewerbeausstellung Düsseldorf des Jahres 1902 wurde nach einer Idee der Maler Fritz Roeber und Georg Oeder die sogenannte Golzheimer Insel für Ausstellungszwecke entwickelt und für die Ausstellung der Künstler der Kunstpalast erbaut,[36] aus welchem später das Museum Kunstpalast am Ehrenhof hervorging. In ihren Beiträgen für das örtliche Kulturleben griffen die Düsseldorfer Maler häufig die Motive des Theaters, der Musik, der Literatur und des Brauchtums auf, um sie für ihre malerischen Aussagen zu nutzen.[37] Düsseldorfer Originale wie Peter Muckel oder Malerkollegen standen ihnen Modell.

Im Laufe des 19. Jahrhunderts vollzog die Düsseldorfer Malerschule im Zuge einer zunehmenden Kommerzialisierung und eines steigenden Konkurrenzdrucks eine deutliche Wende zu marktgängigen Themen wie der anekdotisch-humorigen Genremalerei in gut verkäuflichen Wohnzimmerformaten. Dies trug ihr den Ruf des Qualitätsverfalls ein, für den der Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen wegen seine offensiven Vermarktungsstrategie verantwortlich gemacht wurde.[38] Ein bemerkenswerter Vertreter dieser kommerziellen Ausrichtung war der ab 1858 in Düsseldorf ansässige Maler Otto Erdmann, der fast ausschließlich Genrebilder im Rokoko- bzw. Neorokoko-Stil schuf.[39] Zeitgleich mit der Kommerzialisierung tritt auch die Verwendung des Pseudonyms J. Metzler auf Landschaftsgemälden auf. Bis heute ist nicht geklärt, welcher Düsseldorfer Künstler sich hinter dem erfolgreichen Namen verborgen hatte, auch über die Ursachen der Anonymisierung kann nur spekuliert werden.

Im Park der Villa Borghese von Oswald Achenbach, 1886

Nach der Reichsgründung (1871) stieg die Bevölkerungszahl der Stadt Düsseldorf stark an. Die Hochkonjunktur bescherte der Stadt ein buntes und vielfältiges kulturelles Leben und die Akademie war nicht mehr der alleinige Mittelpunkt der Künstlerschaft. Viele Maler zogen von auswärts an den Rhein, um die Großstadt Düsseldorf als Zentrum des Kunstschaffens und des Kunstmarkts zu nutzen. Die Düsseldorfer Malerschule als künstlerisch homogene Einheit gab es längst nicht mehr. Unter der 44-jährigen Ägide Eugen Dückers, der Oswald Achenbach 1872 als Lehrer für Landschaftsmalerei nachgefolgt war, überwand die Düsseldorfer Malerschule die spätromantische Malerei und wandte sich verstärkt dem Naturalismus und dem Impressionismus zu, insbesondere dem Stil der Haager Schule. Hans Dahl, der norwegische Malerfreund Kaiser Wilhelm II., führte auf der Grundlage der in Düsseldorf aufgenommenen spätromantischen Malerei die Norwegische Nationalromantik im Sinne Hans Fredrik Gudes und Adolph Tidemands bis ins 20. Jahrhundert fort.

1909 gründeten einige Maler der Landschaftsklasse, Julius Bretz, Max Clarenbach, August Deusser und Walter Ophey, unter dem Vorsitz des Mäzens Karl Ernst Osthaus den „Sonderbund“, der versuchte, den Kontakt mit dem französischen Impressionismus zu vertiefen. In zwei Ausstellungen 1909 und 1912 wurden französische Impressionisten und Postimpressionisten zum ersten Mal in Deutschland der breiten Öffentlichkeit vorgestellt, darunter Vincent van Gogh, Paul Gauguin und Pablo Picasso. Der Erste Weltkrieg beendete dann fürs Erste nicht nur die Kontakte mit französischen Künstlern, sondern er bedeutete auch das Ende der Düsseldorfer Malerschule.

Kunstwerke (Auswahl)[Bearbeiten]

Künstler[Bearbeiten]

Zwischen 1819 und 1918 gehörten der Düsseldorfer Malerschule etwa 4000 Künstler[42] an, unter anderem:

Ausstellungen[Bearbeiten]

  • 1976: The Hudson and the Rhine. Die amerikanische Malerkolonie in Düsseldorf im 19. Jahrhundert, Kunstmuseum Düsseldorf
  • 1976: The Hudson and the Rhine. Die amerikanische Malerkolonie in Düsseldorf im 19. Jahrhundert, Kunsthalle Bielefeld
  • 1979: Die Düsseldorfer Malerschule, Kunstmuseum Düsseldorf
  • 1979: Die Düsseldorfer Malerschule, Mathildenhöhe, Darmstadt
  • 2011: Weltklasse. Die Düsseldorfer Malerschule und ihre internationale Ausstrahlung 1819–1918, Museum Kunstpalast, Düsseldorf
  • 2011: Düsseldorfer Malerschule, Galerie Paffrath, Düsseldorf
  • 2014: Die Düsseldorfer Malerschule am Rhein, Siebengebirgsmuseum, Königswinter
  • 2015: Die Düsseldorfer Malerschule und das Baltikum, Eesti Kunstimuuseum, Tallinn, Estland

Literatur[Bearbeiten]

  • Anonymus (Düsseldorf Gallery): Catalogue of Paintings by Artists of the Düsseldorf Academy of Fine Arts. Baker & Godwin, New York City 1855 (online); darin: Historical Sketch of the Dusseldorf School of Art, S. 3–6
  • Anonymus (The Saturday Review): The Dusseldorf School of Painting. In: Eliakim Littell, Robert S. Litell (Hrsg.): Littell’s Living Age. Volume C, Fourth Series, Volume XII (January, February, March 1869), Littell and Gay, Boston 1869, S. 299 (online)
  • Bettina Baumgärtel (Hrsg.): Die Düsseldorfer Malerschule 1819–1918. Ausstellungskatalog. 2 Bände. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2011, ISBN 978-3-86568-702-9.
  • Martina Gödecke-Behnke: Das bürgerlicher Frauenporträt der Düsseldorfer Malerschule im Zeitraum von 1820 bis 1848. Eine kunstgeschichtliche und kulturhistorische Betrachtung anhand von zehn Beispielen. Diss. 1982 an der Fakultät der Abteilung Philosophie an der Ruhr-Universität Bochum. Wissenschaftliche Reihe Bd. 7. Verlag Dr. Bernd Kretschmer, St. Augustin 1983, ISBN 3-88873-004-X.
  • Wolfgang Hütt: Die Düsseldorfer Malerschule 1819–1869. E. A. Seemann, Leipzig 1995, ISBN 3-363-00634-9.
  • Wend von Kalnein (Hrsg.): Die Düsseldorfer Malerschule. Ausstellungskatalog. Redaktion: Dieter Graf. Kunstmuseum Düsseldorf 1979, ISBN 3-8053-0409-9.
  • Wend von Kalnein: The Hudson and the Rhine. Die amerikanische Malerkolonie in Düsseldorf im 19. Jahrhundert. Kunstmuseum Düsseldorf, 1976
  • Ralf Kern: Oswald Achenbach: Ein Düsseldorfer malt Italien. LIT Verlag, Münster 2009, ISBN 978-3-643-10081-8.
  • Kunstmuseum Düsseldorf, Galerie Paffrath (Hrsg.): Lexikon der Düsseldorfer Malerschule 1819–1918. 3 Bde. Bruckmann, München 1997–1998, ISBN 3-7654-3009-9, ISBN 3-7654-3010-2, ISBN 3-7654-3011-0, ISBN 3-7654-3011-0.
  • Ekkehard Mai: Die Düsseldorfer Kunstakademie im 19. Jahrhundert – Cornelius, Schadow und die Folgen. In: Gerhard Kurz (Hrsg.): Düsseldorf in der deutschen Geistesgeschichte (1750–1850), Schwann, Düsseldorf 1984, ISBN 3-590-30244-5.
  • Sabine Morgen: Die Ausstrahlung der Düsseldorfer Schule nach Amerika im 19. Jahrhundert. Düsseldorfer Bilder in Amerika und amerikanische Maler in Düsseldorf mit Künstlerlexikon auf CD-ROM. Göttinger Beiträge zur Kunstgeschichte, Band 2. Edition Ruprecht, Göttingen 2008, ISBN 978-3-7675-3059-1.
  • Hans Paffrath: Meisterwerke der Düsseldorfer Malerschule 1819–1918. Droste, Düsseldorf 1995
  • Friedrich Schaarschmidt: Zur Geschichte der Düsseldorfer Kunst, insbesondere im XIX. Jahrhundert, herausgegeben vom Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Verlag August Bagel, Düsseldorf 1902, online
  • Johann Josef Scotti: Die Düsseldorfer Maler-Schule, oder auch Kunst-Academie in den Jahren 1834, 1835 und 1836, und auch vorher und nachher. Schreiner, Düsseldorf 1837 (Digitalisierte Ausgabe der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf)
  • Karl Leopold Strauven: Ueber künstlerisches Leben und Wirken in Düsseldorf bis zur Düsseldorfer Maler-Schule unter Direktor Schadow. Hofbuchdruckerei H. Voß, Düsseldorf 1862
  • Andreas Wartmann: Studien zur Bildnismalerei der Düsseldorfer Malerschule (1826–1876). Uni Press Hochschulschriften Band 80. Lit Verlag, Münster 1996, ISBN 3-8258-2845-X
  • Rudolf Wiegmann: Die Königliche Kunst-Akademie zu Düsseldorf. Ihre Geschichte, Einrichtung und Wirksamkeit und die Düsseldorfer Künstler. Düsseldorf 1856.
  • Christian Scholl, Anne-Katrin Sors (Hrsg.): Vor den Gemälden: Eduard Bendemann zeichnet. Bestandskatalog der Zeichnungen und Skizzenbücher eines Hauptvertreters der Düsseldorfer Malerschule in der Göttinger Universitätskunstsammlung. Göttingen 2012, Göttinger Universitätsverlag, ISBN 978-3-86395-083-5, online (PDF; 15,4 MB)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bereits 1837 beschreibt Friedrich von Uechtritz das Wirken des Malerkreises um Wilhelm von Schadow als „Düsseldorfer Schule“ (Blicke in das Düsseldorfer Kunst- und Künstlerleben. Erster Band. Düsseldorf, 1839, S. 21–22). Im gleichen Jahr folgen Carl Gustav Carus (Bemerkungen über die Bilder der Düsseldorfer Schule, ausgestellt in Dresden im Dezember 1836. Kunst-Blatt Nr. 28, 1837) und Anton Fahne, der den Begriff „Düsseldorfer Maler-Schule“ kreiert (Die Düsseldorfer Maler-Schule in den Jahren 1834, 1835 und 1836. Düsseldorf 1837, S. 30–31). 1839 verwendet Hermann Püttmann den Begriff „Düsseldorfer Malerschule“ ohne Bindestrich (Die Düsseldorfer Malerschule und ihre Leistungen seit Errichtung des Kunstvereins im Jahre 1829. Leipzig 1839, S. 108).
  2. Bereits 1843 nahm der Schweizer Reiseschriftsteller W. Füssli die Düsseldorfer Malerschule als ein ortsunabhängiges Phänomen wahr. Er rechnete „[…] im weitern Sinn auch jene Künstler dazu, welche selbst nicht mehr in Düsseldorf wirkten, aber den Charakter der Anstalt in sich aufgenommen und anderwärts ihren Wirkungskreis sich geschaffen hatten, wie Hübner und Bendemann in Dresden, Rethel in Frankfurt die beiden Lasinski [sic] am Rhein und Andere.“ – Vgl. W. Füssli: Zürich und die wichtigsten Städte am Rhein mit Bezug auf alte und neue Werke der Architektur, Skulptur und Malerei. 2 Bände, Zürich, Comptoirs 1842–1843, S. 536. Zitiert nach: Bettina Baumgärtel: Zum Projekt. In: Bettina Baumgärtel (Hrsg.): Die Düsseldorfer Malerschule und ihre internationale Ausstrahlung 1819–1918. Band 1, Michael Imhof Verlag, Petersberg 2011, ISBN 978-3-86568-702-9, S. 18
  3. Hans Paffrath: Meisterwerke der Düsseldorfer Malerschule 1819–1918. Droste, Düsseldorf 1995, S. 7.
  4. Ekkehard Mai: Die Düsseldorfer Kunstakademie im 19. Jahrhundert – Cornelius, Schadow und die Folgen. In: Gerhard Kurz (Hrsg.): Düsseldorf in der deutschen Geistesgeschichte (1750–1850), Schwann, Düsseldorf 1984, S. 197 ff., ISBN 3-590-30244-5
  5. Patrick Bahners: Ausstellung „Weltklasse“ in Düsseldorf – Das Glück der stillen Brüter, Artikel vom 20. Dezember 2011 im Online-Portal der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, abgerufen am 20. Dezember 2011
  6. Gemeint ist hier die 1849 gegründete „Düsseldorf Gallery“ des preußischen Generalkonsuls John Godfrey Boker, eigentlich Johann Gottfried Böker (1794–1860) aus Remscheid, Mitinhaber der Weinhandlung J.G. & J. Böker in New York, Fachleuten noch heute bekannt durch das Produkt Boker's Bitter. In New York war Böker auch der Vertreter des Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen.
  7. Die Vermarktungsaktivitäten des A&O und ihre Aktivitäten im Kunstmarkt (PDF; 81 kB), abgerufen am 30. September 2011
  8. Andreas Rehnold: „Mir ist die Kunst alles“, Onlineportal epd.de des Evangelischen Pressediensts, abgerufen am 15. März 2012
  9. Vgl. die von Heinrich Gustav Hotho 1835 bzw. 1842 veröffentlichen Ästhetikvorlesungen Hegels. – Siehe auch: Annemarie Gethmann-Siefert: Die Kritik an der Düsseldorfer Malerschule bei Hegel und den Hegelianern. In: Gerhard Kurz (Hrsg.): Düsseldorf in der deutschen Geistesgeschichte (1750–1850), Schwann, Düsseldorf 1984, S. 263 ff., ISBN 3-590-30244-5
  10. Wilhelm von Humboldt: Verhandlung der am 19. März 1833 gehaltenen Versammlung des Vereins der Kunstfreunde im preußischen Staate, S. 3–14, 1833. In: Gesammelte Schriften. Werke. Band 6, S. 585, Berlin 1907, Nachdruck durch Walther de Gruyter, 1968
  11. Adolf Kröner: Zur Vorfeier des Düsseldorfer Jubelfestes, Artikel zur 50-Jahrfeier der Wiedergründung der Düsseldorfer Kunstakademie in der Zeitschrift Die Gartenlaube, Jahrgang 1869, S. 394
  12. Atanazy Raczyński: Düsseldorf und das Rheinland. Mit einem Ausflug nach Paris. In: Die neuere deutsche Kunst, Erster Band, Berlin 1836 (online)
  13. Adolf Rosenberg: Aus der Düsseldorfer Malerschule. Studien und Skizzen. Leipzig, 1890
  14. Vischer kritisierte an der Düsseldorfer Malerschule das Fehlen einer deutsch-nationalen Qualität. Statt „Männlichkeit“ und der „künstlerischen Kraft des Charakters“ trete dort das „Weibische und Energielose, Traurige und Kümmerliche, Mimige und Hohle, Kindelnde und Spielende“ hervor (Deutsche Kunstgeschichte. In: Jahrbücher der Gegenwart. 2, 1844). – Zitiert nach: Annemarie Gethmann-Siefert: Die Kritik an der Düsseldorfer Malerschule bei Hegel und den Hegelianern. In: Gerhard Kurz (Hrsg.): Düsseldorf in der deutschen Geistesgeschichte (1750–1850), Schwann, Düsseldorf 1984, S. 283, ISBN 3-590-30244-5
  15. J.F. Wilhelmi: Panorama von Düsseldorf und seinen Umgebungen. J.H.C. Schreiner’sche Buchhandlung, Düsseldorf 1828, S. 89 f.
  16. Karl Woermann: Zur Geschichte der Düsseldorfer Kunstakademie, Düsseldorf 1880
  17. Gabriele Holthuis: Schätze der Sammlung. Die Düsseldorfer Malerschule, Webseite des Museums im Prediger der Stadt Schwäbisch Gmünd zur Ausstellung Die Düsseldorfer Malerschule vom 7. November 2008 bis zum 13. April 2009, abgerufen am 5. Oktober 2011
  18. Bernd Füllner et. al.: Düsseldorf als Stadt der Kunst 1815–1850. In: Dokumentation zur Geschichte der Stadt Düsseldorf (Pädagogisches Institut der Landeshauptstadt Düsseldorf), Düsseldorf 1987, Band 10, S. 14
  19. Anton Fahne: Die Düsseldorfer Maler-Schule in den Jahren 1834, 1835 und 1836. Düsseldorf 1837, S. 30–31
  20. Werner Alberg: Die Düsseldorfer Malerschule im 19. Jahrhundert. pdf-Dokument ohne Datum, Sammlung des Stadtmuseums Landeshauptstadt Düsseldorf, abgerufen im Portal duesseldorf.de am 9. Dezember 2012
  21. Roswitha Oschmann: Siebengebirgsmuseum zeigt „Sagen und Burgen am Rhein“. Artikel vom 16. November 2013 im Portal general-anzeiger-bonn.de, abgerufen am 19. November 2013
  22. Natalie Spassky (mit Linda Bantel, Doreen Bolger Burke, Meg Perlman und Amy L. Walsh): American Paintings in the Metropolitan Museum of Art. Volume II: A Catalogue of Works by Artists Born between 1816 and 1845. The Metropolitan Museum of Art, New York City, 1985, ISBN 0-87099-439-5, Introduction, S. XXV (online)
  23. Marisa J. Pascucci: Düsseldorf and Munich schools. In: The Grove Encyclopedia of American Art. Oxford University Press, New York 2011, ISBN 978-0-19-533579-8, S. 112 (online)
  24. Arne Neset: Arcadian Waters and Wanton Seas. The Iconology of Waterscapes in the Nineteenth-Century Transatlantic Culture. Peter Lang Publishing Inc., New York 2009, ISBN 978-1-4331-0297-4, S. 57 (online)
  25. Didier Rykner: L'Ecole de Düsseldorf, Artikel vom 16. November 2011 im Online-Portal der Zeitschrift La Tribune de l'Art, abgerufen am 20. Dezember 2011
  26. Rosalind P. Gray: Russian Genre Painting in the Nineteenth Century. Oxford University Press, Oxford, New York 2000, ISBN 0-19-820875-8, S. 53 (online)
  27. Otto von Reinsberg-Düringsfeld: Das festliche Jahr in Sitten, Gebräuchen und Festen der germanischer Völker. Leipzig 1863, S. 172 (Digitalisat)
  28. Werner Schwerter: Schau im Heine-Institut: Düsseldorfer Malerschule, Artikel vom 2. September 2010 im Portal RP ONLINE, abgerufen am 20. Januar 2012
  29. Karl Immermann beklagte hierzu in seinen Maskengesprächen: „Die Düsseldorfer Künstler sind geistige Nomanden. (…) Sie malen nicht nur, sich verkleiden sich auch, machen Knittelreime, oder gelegentlich Ottaven, extemporieren Schnurren, oder führen Komödien auf“ – Zitiert nach: Sabine Herder: Arnz & Comp. – Eine lithographische Anstalt zwischen Theater und Künstlerschaft. In: Bettina Baumgärtel: Die Düsseldorfer Malerschule und ihre internationale Ausstrahlung 1819–1918. Michael Imhof Verlag, Peterberg 2011, ISBN 978-3-86568-702-9, Bd. 1, S. 286
  30. Volker Frech: Lebende Bilder und Musik am Beispiel der Düsseldorfer Kultur. Magisterarbeit an der Universität Köln, November 1999, S. 7 (online)
  31. Toril Moi: Henrik Ibsen and the Birth of Modernism. Art, Theater, Philosophy. Oxford University Press, New York 2006, ISBN 978-0-19-929587-6, S. 129 (online)
  32. Christian Scholl, Anne-Katrin Sors (Hersg.): Vor den Gemälden: Eduard Bendemann zeichnet. Universitätsverlag Göttingen 2012, ISBN 978-3-86395-083-5, S. 11
  33. Christian Scholl, Anne-Katrin Sors, S. 11
  34. Hugo Weidenhaupt: Kleine Düsseldorfer Stadtgeschichte. Triltsch Verlag, Düsseldorf 1983, neunte überarbeitete Auflage, S. 109
  35. Stefanie Schäfers: Vom Werkbund zum Vierjahresplan. Die Ausstellung Schaffendes Volk, Düsseldorf 1937, als Buch erschienen in: Quellen und Forschungen des Niederrheins, Band 4 (Hrsg.: Düsseldorfer Geschichtsverein), ISBN 3-7700-3045-1, sowie auf Website 1880: Rheinisch-Westphälische Gewerbeausstellung, verbunden mit einer Allgemeinen Deutschen Kunstausstellung (In: Die Ausstellungsgeschichte der Stadt Düsseldorf, Website 7 von 14), abgerufen am 4. März 2012
  36. Stefanie Schäfers, Website 1902: Industrie- und Gewerbe-Ausstellung für Rheinland, Westfalen und benachbarte Bezirke verbunden mit einer Deutsch-Nationalen Kunstausstellung, abgerufen am 4. März 2012
  37. Theater und Maler im 19. Jahrhundert – Eine Ausstellung des Theatermuseums im Rahmen des Projekts „Weltklasse – die Düsseldorfer Malerschule“, Beitrag vom 5. Oktober 2011 im Portal duesseldorf.de, abgerufen am 9. Oktober 2011
  38. Bettina Baumgärtel: Die Düsseldorfer Malerschule und ihre internationale Ausstrahlung. In: Bettina Baumgärtel (Hrsg.): Die Düsseldorfer Malerschule und ihre internationale Ausstrahlung 1819–1918, Band 1 – Essays, S. 40, Michael Imhof Verlag, Petersberg 2011, ISBN 978-3-86568-702-9
  39. Babette Marie Warncke: Rokoko-Mode. Rokokorezeption in der deutschen Malerei des 19. Jahrhunderts. Dissertation an der Albert-Ludwigs-Universität, Freiburg im Breisgau, 1995, S. 50 (Online-Fassung) (PDF; 54,4 MB)
  40. Felix Schlesinger – „In der Paß- und Polizeistube vor der Emigration“, Webseite im Portal dah-bremerhaven.de (Stiftung Deutsches Auswandererhaus), abgerufen am 4. August 2014
  41. Auf der New York Sanitary Fair 1864 wurde das Bild begeistert aufgenommen. In ihm ließ Bierstadt seine Düsseldorfer Malerausbildung sowie seine Eindrücke von Reisen in europäische und amerikanische Hochgebirge einfließen. Mit einem Preis von 25.000 Dollar wurde es schließlich als teuerstes Landschaftsgemälde seiner Zeit verkauft. Vgl. Michaela Maier: Abert Bierstadt: Rocky Mountains – Lander’s Peak, Magisterarbeit, Heidelberg 1999, S. 4, pdf-Datei, abgerufen im Portal archiv.ub.uni-heidelberg.de am 18. August 2013
  42. Kunstmuseum Düsseldorf und Galerie Paffrath (Hrsg.): Lexikon der Düsseldorfer Malerschule, 3 Bände, Düsseldorf und München, 1997–1999
  43. Stephan Hamacher: Kunstwerk in St. Andreas entdeckt, Bericht vom 27. Oktober 2011 im Portal RP ONLINE, abgerufen am 27. Oktober 2011
  44. Um 1910 datieren Landschaftsgemälde, unter denen ein Maler mit dem Namen J. Metzler signierte, manchmal mit dem Zusatz Ddf, wohl für Düsseldorf. Aufgrund des Zusatzes, aber auch aufgrund der Malweise und Bildthemen wird dieser Maler der Düsseldorfer Schule zugeordnet. Bis heute ist nicht geklärt, um welche Person es sich dabei handelt bzw. welcher Düsseldorfer Künstler sich das Pseudonym zugelegt hatte.
  45. Weltklasse – Die Düsseldorfer Malerschule 1819–1918, Text der Ausstellungsankündigung des Museums Kunstpalast, Düsseldorf 2011, abgerufen am 24. September 2011

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Düsseldorfer Malerschule – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien