Köfering

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der bayerischen Gemeinde Köfering. Für weitere Bedeutungen, siehe Köfering (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Köfering
Köfering
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Köfering hervorgehoben
48.93805555555612.195343Koordinaten: 48° 56′ N, 12° 12′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Regensburg
Höhe: 343 m ü. NHN
Fläche: 5,28 km²
Einwohner: 2384 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 452 Einwohner je km²
Postleitzahl: 93096
Vorwahl: 09406
Kfz-Kennzeichen: R
Gemeindeschlüssel: 09 3 75 161
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstraße 11
93096 Köfering
Webpräsenz: www.koefering.de
Bürgermeister: Armin Dirschl (Bürgerliste Köfering/Egglfing)
Lage der Gemeinde Köfering im Landkreis Regensburg
Landkreis Amberg-Sulzbach Landkreis Cham Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Eichstätt Landkreis Kelheim Landkreis Landshut Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Landkreis Schwandorf Straubing Landkreis Straubing-Bogen Regensburg Forstmühler Forst Kreuther Forst Brunn (Oberpfalz) Alteglofsheim Altenthann Aufhausen Bach an der Donau Barbing Beratzhausen Bernhardswald Bernhardswald Brennberg Brunn (Oberpfalz) Deuerling Donaustauf Duggendorf Hagelstadt Hemau Holzheim am Forst Kallmünz Köfering Laaber Lappersdorf Mintraching Mötzing Neutraubling Nittendorf Obertraubling Pentling Pettendorf Pfakofen Pfatter Pielenhofen Riekofen Regenstauf Schierling (Oberpfalz) Sinzing Sünching Tegernheim Thalmassing Wenzenbach Wiesent (Gemeinde) Wörth an der Donau Wolfsegg (Oberpfalz) ZeitlarnKarte
Über dieses Bild

Köfering ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Regensburg.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Der Ort wird vom Bach Pfatter durchflossen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Alteglofsheim, Thalmassing, Obertraubling, Mintraching, Hagelstadt

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Köfering hat 2 amtlich benannte Ortsteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten]

Urkundlich wird Köfering erstmals 1143 als Cheferingen erwähnt. Die Veste Köfering wurde am 26. Dezember 1491 während des Aufstandes des Löwlerbundes zerstört. Die Grafen von Lerchenfeld sind seit 1569 im Ort ansässig. Die schriftlichen Dokumente zur Ortsgeschichte wurden größtenteils im oder nach dem Zweiten Weltkrieg vernichtet. Der übriggebliebene Rest verschwand bei der Gebietsreform 1972.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2004 wuchs die Bevölkerung der Gemeinde um 110% - mehr als in jeder anderen Gemeinde Bayerns. Die Einwohnerzahlen ab 1840 beziehen sich auf die heutige Gemeindefläche (Stand: 25. Mai 1987).

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1840 1900 1939 1950 1961 1970 1987 2000 2007 2012
Einwohner 321 562 654 1.082 995 1.026 1.030 1.949 2.356 2.384

Ausgliederungen[Bearbeiten]

Die Gemeinde Köfering trat am 1. Mai 1978 ein Gebiet mit mehr als 300 Einwohnern an die Nachbargemeinde Mintraching ab.[3]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 15 Mitglieder.

(Stand: Kommunalwahl am 16. März 2014)


Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: Gespalten; vorne in Silber ein aufrechter roter Striegel mit vier Spitzen, hinten in Rot ein silberner Sparren, darin eine auffliegende schwarze Lerche. Das Wappen wird seit 1982 geführt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Wasserschloss Köfering mit Wassergraben

Vereine[Bearbeiten]

Freiwillige Feuerwehr Köfering, Krieger-, Reservisten- und Soldatenverein, Obst- und Gartenbauverein, Bund Naturschutz, Männergesangverein, Pfarrjugend, Köferinger Radwallfahrt, Musikförderverein Köfering, VdK Alteglofsheim/Köfering

Sportvereine[Bearbeiten]

  • Sportverein Köfering (SSV) 1926 e. V.
  • Schützenverein Alpenrose
  • Boxclub Köfering

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Wasserschloss Köfering: Die erste Wasserburg an der Pfatter wurde wohl im 12. Jahrhundert erbaut. Mitte des 12. Jh. wird das Geschlecht der Köferinger erstmal erwähnt. Die Veste Köfering wurde am 26. Dezember 1491 während des Aufstandes des Löwlerbundes zerstört. Die Grafen von und zu Lerchenfeld sind seit 1569 Eigentümer des Wasserschlosses Köfering. Das Schloss wurde im Dreißigjährigen Krieg beschädigt und 1680-1720 in der heutigen Form wiederaufgebaut. Die Schlossanlage besteht aus einem Mittelrisalit, an den sich allerdings nur ein Nordflügel anschließt, im Westen ist ein weiterer Flügel mit vorspringenden Eckrisaliten und südlich angebaut das eingeschossige ehemalige Marstallgebäude. Der einzige Zugang zum Schloss ist über eine steinerne Brücke erreichbar. Der Wassergraben um das Schloss ist noch erhalten. Sehenswert sind der Weiße Saal mit Intarsienparkett und die Kapelle.
  • Gasthaus zur Post: Ein Gebäude aus dem späten 17. Jahrhundert mit markantem, polygonalem Eckerker. Es diente früher als Posthalterstation und wird heute als Gasthof bewirtschaftet.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Durch Köfering verläuft die Bundesstraße 15. Zudem verfügt der Ort über den Haltepunkt Köfering an der Eisenbahnstrecke von Regensburg nach München.

Bildung[Bearbeiten]

  • Grundschule Köfering
  • Kindergarten

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Henriette Brink-Kloke: Drei Siedlungen der Linienbandkeramik in Niederbayern. Studien zu den Befunden und zur Keramik von Alteglofsheim-Köfering, Landshut-Sallmansberg und Straubing-Lerchenhaid. VML, Buch 1992.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111215/212943&attr=OBJ&val=1017
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 659.
  4. Die Märtyrer von Tokwon, Bruder Paschalis (Johann Baptist) Fangauer – (Missionsbenediktiner)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Köfering – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien