Mintraching

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Mintraching im Landkreis Regensburg, zum gleichnamigen Ortsteil der Gemeinde Neufahrn im Landkreis Freising siehe Mintraching bei Freising.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Mintraching
Mintraching
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Mintraching hervorgehoben
48.95194444444412.245833333333335Koordinaten: 48° 57′ N, 12° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Regensburg
Höhe: 335 m ü. NHN
Fläche: 53,87 km²
Einwohner: 4781 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 89 Einwohner je km²
Postleitzahl: 93098
Vorwahl: 09406
Kfz-Kennzeichen: R
Gemeindeschlüssel: 09 3 75 170
Gemeindegliederung: 26 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Friedenstraße 2
93098 Mintraching
Webpräsenz: www.mintraching.de
1. Bürgermeisterin: Angelika Ritt-Frank (SPD)
Lage der Gemeinde Mintraching im Landkreis Regensburg
Landkreis Amberg-Sulzbach Landkreis Cham Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Eichstätt Landkreis Kelheim Landkreis Landshut Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Landkreis Schwandorf Straubing Landkreis Straubing-Bogen Regensburg Forstmühler Forst Kreuther Forst Brunn (Oberpfalz) Alteglofsheim Altenthann Aufhausen Bach an der Donau Barbing Beratzhausen Bernhardswald Bernhardswald Brennberg Brunn (Oberpfalz) Deuerling Donaustauf Duggendorf Hagelstadt Hemau Holzheim am Forst Kallmünz Köfering Laaber Lappersdorf Mintraching Mötzing Neutraubling Nittendorf Obertraubling Pentling Pettendorf Pfakofen Pfatter Pielenhofen Riekofen Regenstauf Schierling (Oberpfalz) Sinzing Sünching Tegernheim Thalmassing Wenzenbach Wiesent (Gemeinde) Wörth an der Donau Wolfsegg (Oberpfalz) ZeitlarnKarte
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Mintraching ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Regensburg.

Geografie[Bearbeiten]

Mintraching liegt etwa 17 km südöstlich von Regensburg.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

An Mintraching grenzen (von Norden im Uhrzeigersinn):

Barbing, Pfatter, Riekofen, Aufhausen, Hagelstadt, Alteglofsheim, Köfering, Obertraubling und Neutraubling.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Mintraching hat 26 amtlich benannte Ortsteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten]

Mintraching[Bearbeiten]

Der Ort Mintraching wurde bereits 768 als Muntrihhinga erstmals erwähnt. Es wurden jedoch hier auch Siedlungsspuren der ältesten Bauernkultur Mitteleuropas entdeckt. Bei der Herzogmühle wurden Spuren einer römischen Villa rustica gefunden. Es wurde von Bajuwaren besiedelt (die Endung -ing bedeutet, dass sich dort germanische Stämme dauerhaft niederließen). Gemäß Urkunden aus dem Jahre 1148 gehörte der Ort damals zum Kloster Niederaltaich. Das Kloster blieb bis zur Säkularisation 1803 wichtiger Grundherr im Ort.

Mangolding[Bearbeiten]

Siehe Mangolding

Siehe auch: Burgstall Haidau

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Mangolding, Moosham (mit dem im Jahr 1945 oder 1946 eingemeindeten Ort Tiefbrunn[3]) und Sengkofen sowie Gebietsteile der Gemeinden Köfering und Rosenhof eingegliedert.[4]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Nach der Kommunalwahl vom 16. März 2014 ergab sich bei einer Wahlbeteiligung von 65,33 % (2008: 70,2 %) folgende Zusammensetzung des Gemeinderats:

Partei / Gruppierung Sitze
CSU 4
SPD 4
Freie Wählergemeinschaft Mintraching-Rosenhof 2
Freie Wählergemeinschaft Mangolding-Scheuer 2
Wählervereinigung Moosham-Sengkofen-Tiefbrunn 3
Bürgerliste 1


Zeitraum Name Partei/Wählergruppierung
2008 bis 2014 Kurt Senft Freie Wähler
ab 1. Mai 2014 Angelika Ritt-Frank SPD

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: Schild gespalten von Gold und Rot, vorn ein grüner Dreiberg im Schildfuß, hinten ein silberner Schrägbalken. Das Wappen wird seit 1953 geführt. Das Wappen setzt sich aus den zwei Wappen der ehemaligen Grundherren von Mintraching zusammen. Das Hochstiftswappen, ein silberner Schrägbalken im roten Feld, leitet sich vom Bischof Sigirich von Regensburg ab und der grüne Dreiberg im goldenen Feld der Benediktiner von derAbtei Niederalteich.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

St. Mauritius in Mintraching

Kirchen[Bearbeiten]

  • Die Ortsmitte Mintraching wird durch die Pfarrkirche St. Mauritius (erbaut Ende des 17. Jahrhunderts) und die Kapelle St. Leonhard (erbaut im Pestjahr 1713) geprägt. Die Pfarrkirche aus dem 18. Jahrhundert besitzt eine klassizistische Ausstattung (Seitenaltäre von 1730) und eine Spiegeldecke. Neben dem Hochaltar jüngeren Datums stehen die Figuren des Heiligen Johannes Nepomuk und des Heiligen Franz Xaver aus der Barockzeit. Bemerkenswert sind auch die Holzfiguren aus dem 18. Jahrhundert. 1922 schuf der Maler Josef Wittmann einen Freskenzyklus.
  • Im Pfingstwinkel nahe dem Ort befindet sich ein Pestgrab mit 43 Toten aus dem Pestjahr 1713.
  • Die Wallfahrtskirche St. Maria in Scheuer aus der Zeit der Gotik besitzt eine Ausstattung aus Barock- und Rokokozeit.

Weitere Bauwerke[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Der Bahnhof Mangolding liegt an der Bahnstrecke Regensburg–Passau. Er ist reiner Betriebsbahnhof: Die Züge halten nicht zum Ein- und Ausstieg.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Herbert Folger: Mintraching. Dorf- und Pfarrgeschichte 768–1968 (= Festschrift zur 1200-Jahrfeier der Gemeinde Mintraching 768–1968). Kallmünz 1968
  • Monika Seidel: Mintraching. Heimatgeschichte in Wort und Bild. Horb am Neckar 1998

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111215/220242&attr=OBJ&val=1020
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 555.
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 658 und 659.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mintraching – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien