Laaber

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Laaber (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Laaber
Laaber
Deutschlandkarte, Position des Marktes Laaber hervorgehoben
49.06527777777811.886111111111402Koordinaten: 49° 4′ N, 11° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Regensburg
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Laaber
Höhe: 402 m ü. NHN
Fläche: 29,66 km²
Einwohner: 5155 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 174 Einwohner je km²
Postleitzahl: 93164
Vorwahl: 09498
Kfz-Kennzeichen: R
Gemeindeschlüssel: 09 3 75 162
Marktgliederung: 33 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Jakobstr. 9
93164 Laaber
Webpräsenz: www.markt-laaber.de
Bürgermeister: Hans Schmid (CSU)
Lage des Marktes Laaber im Landkreis Regensburg
Landkreis Amberg-Sulzbach Landkreis Cham Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Eichstätt Landkreis Kelheim Landkreis Landshut Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Landkreis Schwandorf Straubing Landkreis Straubing-Bogen Regensburg Forstmühler Forst Kreuther Forst Brunn (Oberpfalz) Alteglofsheim Altenthann Aufhausen Bach an der Donau Barbing Beratzhausen Bernhardswald Bernhardswald Brennberg Brunn (Oberpfalz) Deuerling Donaustauf Duggendorf Hagelstadt Hemau Holzheim am Forst Kallmünz Köfering Laaber Lappersdorf Mintraching Mötzing Neutraubling Nittendorf Obertraubling Pentling Pettendorf Pfakofen Pfatter Pielenhofen Riekofen Regenstauf Schierling (Oberpfalz) Sinzing Sünching Tegernheim Thalmassing Wenzenbach Wiesent (Gemeinde) Wörth an der Donau Wolfsegg (Oberpfalz) ZeitlarnKarte
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Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Blick vom Marktplatz zur Ruine Laaber
Burgruine Laaber
Das Wappentier von Laaber (Stadtbrunnen)

Laaber ist ein Markt im Oberpfälzer Landkreis Regensburg und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Laaber.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Der Markt liegt westlich von Regensburg im Ostausläufer des Fränkischen Jura an der Schwarzen Laber.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde hat 33 amtlich benannte Ortsteile (in Klammern Einwohnerstand: 31. Dezember 2010)[2]:

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte des Marktes Laaber wurde Jahrhunderte hindurch durch die Geschicke und Persönlichkeiten des gleichnamigen Adelsgeschlechts bestimmt. Heute sind die alten Überreste der Burg Laaber und einiger Urkunden noch Zeugen dieses berühmten Adelsgeschlechts.
siehe auch Burgstall Martinsberg, Burgstall Durchelenburg, Burgstall Eselsburg

In Verbindung mit der Gründung des Klosters Reichenbach werden die Herren von Laaber im Jahre 1118 erstmals in einer Urkunde genannt. Zuvor nannten sie sich nach Brunn und stammen sehr wahrscheinlich in direkter Linie vom Regensburger Burggrafen Babo ab. Somit sind sie mit den Riedenburgern verwandt. Mit den benachbarten Abensbergern sind sie seit Mitte des 12. Jahrhunderts mehrfach verschwägert.

Ihre Beteiligung am öffentlichen Leben in Reich und Land im 11., 12. und 13. Jahrhundert war bedeutend und ist in Urkunden und Archiven seit dem Jahre 1181 ununterbrochen belegt. In der Zeit von 1334 bis 1337 war beispielsweise ein Hadmar von Laaber der Bürgermeister von Regensburg, im Jahr 1366 amtierte Ulrich von Laaber als Bürgermeister von Nürnberg. Hadmar IV., dessen Grabstein in der Pfarrkirche zu Laaber niedergelegt wurde, befand sich im Jahr 1374 in Berlin bei Kaiser Karl IV. und war einige Jahre später ebenfalls Bürgermeister von Regensburg.

Auch auf dem Gebiet der Dichtkunst und des Minnegesangs hat sich das ritterliche Geschlecht derer von Laaber hervorgetan. Das wohl bekannteste Werk ist „Die Jagd“ von Minnesänger Hadmar III. Noch zu Anfang des 15. Jahrhunderts galt das Geschlecht derer von Laaber als sehr reich. Sie hatten in der ganzen Gegend von Nürnberg bis Regensburg Besitztümer. Doch mit dem Hinscheiden von Hadmar IV. im Jahre 1420, zu dessen Lebzeiten Laaber das Marktrecht verliehen worden war, begann der Umschwung, die Güterteilung, Verkauf und damit die Zertrümmerung des Besitztums.

Bis zum Jahr 1465 verblieb es noch in den Händen der Nachkommen, doch als dann zehn Jahre später der letzte aus dem Geschlecht derer von Laaber, Hadmar VII., starb, wurden die Rechte über Burg und Ort, die Herrschaft unter Herzöge und Amtsverwalter geteilt. Laaber kam dann in den Besitz des Herzogs von Niederbayern, der hier ein Gericht und Pflegeamt errichten ließ. Als 1503-05 aus dem Landanteil Georgs des Reichen von Niederbayern ein eigenes Herzogtum Neuburg gebildet wurde, kam auch Laaber hinzu. In die 1530er Jahre fällt die Einführung des Luthertums durch Ottheinrich in Neuburg – also auch in Laaber. Bis 1618 waren die Pfarrer zu Laaber und Umgebung lutherisch. Laaber blieb auch in den folgenden Jahrhunderten ein Pflegeamt des Herzogtums Pfalz-Neuburg und teilte die Schicksale dieses Gebiets. 1778 wurde es zusammen mit den pfälzischen Landen nach Bayern zurückgeführt. Seine Marktrechte hat Laaber seit dem Jahre 1393 nach Erteilung eines Freibriefes.

Die Herren von Prunn, Laber, Breitenegg und ihre Herrschaft von 1080 bis 1475[Bearbeiten]

Der Stammbaum der Herren von Laaber ist von Hund und Aventinus erstellt worden. Dr. Franz Xaver Scheuerer hat die Arbeit im Herbst 1980 als Neubearbeitung vorgelegt. Es tauchen auch beide Schreibweisen auf, Herren von Laaber und Laber. Sie waren streng katholisch.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Endorf eingegliedert. Am 1. Juli 1971 kamen Bergstetten und Großetzenberg hinzu.[3] Ein kleiner der aufgelösten Gemeinde Haag mit weniger als zehn Einwohnern kam am 1. Mai 1978 hinzu.[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Politik[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2008[5]
Wahlbeteiligung: 64,1 %
 %
40
30
20
10
0
34,9 %
24,4 %
17,7 %
14,0 %
9,0 %

Marktgemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 16. März 2014 führte zu folgender Verteilung der 20 Sitze im Marktgemeinderat:

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: Ein goldener Löwenkopf mit Krone und roter Zunge auf schwarzem Hintergrund mit drei Rauten in blau und silber darüber.

Verkehr[Bearbeiten]

Laaber hat eine Anschlussstelle an der A 3 Nürnberg-Regensburg und einen Bahnhof an der Bahnstrecke Nürnberg–Regensburg.

Schulen[Bearbeiten]

  • Grundschule Laaber
  • Mittelschule Laaber

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111215/213612&attr=OBJ&val=1018
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 546.
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 658.
  5. http://www.wahlen.bayern.de/biz/kowa_g2008.php?g=h&schluessel=375&suchbegriff=3

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Laaber – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien