Barbing

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Barbing
Barbing
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Barbing hervorgehoben
49.00333333333312.199166666667332Koordinaten: 49° 0′ N, 12° 12′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Regensburg
Höhe: 332 m ü. NHN
Fläche: 30,51 km²
Einwohner: 5244 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 172 Einwohner je km²
Postleitzahl: 93092
Vorwahlen: 09401, 09403 (Sarching, Friesheim), 09481 (Illkofen, Auburg, Altach, Eltheim)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: R
Gemeindeschlüssel: 09 3 75 117
Gemeindegliederung: 11 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchstraße 12
93092 Barbing
Webpräsenz: www.barbing.de
Bürgermeister: Johann Thiel (CSU)
Lage der Gemeinde Barbing im Landkreis Regensburg
Landkreis Amberg-Sulzbach Landkreis Cham Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Eichstätt Landkreis Kelheim Landkreis Landshut Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Landkreis Schwandorf Straubing Landkreis Straubing-Bogen Regensburg Forstmühler Forst Kreuther Forst Brunn (Oberpfalz) Alteglofsheim Altenthann Aufhausen Bach an der Donau Barbing Beratzhausen Bernhardswald Bernhardswald Brennberg Brunn (Oberpfalz) Deuerling Donaustauf Duggendorf Hagelstadt Hemau Holzheim am Forst Kallmünz Köfering Laaber Lappersdorf Mintraching Mötzing Neutraubling Nittendorf Obertraubling Pentling Pettendorf Pfakofen Pfatter Pielenhofen Riekofen Regenstauf Schierling (Oberpfalz) Sinzing Sünching Tegernheim Thalmassing Wenzenbach Wiesent (Gemeinde) Wörth an der Donau Wolfsegg (Oberpfalz) ZeitlarnKarte
Über dieses Bild

Barbing ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Regensburg in Bayern.

Die Gemeinde am östlichen Stadtrand von Regensburg ist Gewerbestandort und Wohngemeinde.

Pfarrkirche St. Martin in Barbing

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde Barbing liegt zwischen dem östlichen Stadtrand von Regensburg und etwa 15 Kilometer westlich der Stadt Wörth an der Donau.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Barbing hat elf amtlich benannte Ortsteile[2]:

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Eltheim, Friesheim, Illkofen (mit dem am 1. April 1949 eingegliederten Ort Auburg[3]) und Sarching eingegliedert.[4]

Ausgliederungen[Bearbeiten]

Am 1. April 1951 wurde die Industriesiedlung Obertraubling als neue Gemeinde Neutraubling aus dem Gemeindegebiet herausgelöst.[3] Am 1. Januar 1978 kamen die früheren Gemeindeteile Kreuzhof, Irlmauth und Irl zur Stadt Regensburg sowie am 1. Mai 1978 die Gärtnersiedlung und das Gut Oberheising zur Industriegemeinde Neutraubling.[4]

Geschichte[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet wurde schon in frühgeschichtlicher (Fund[5] eines Hockergrabes der Glockenbecherkultur) und römischer Zeit besiedelt. Friedrich Barbarossa sammelte in der Nähe von Barbing bei Kreuzhof sein Heer für einen Kreuzzug. Das Adelsgeschlecht der Barbinger ist ab 1130 belegt. Nach deren Aussterben erwarb das Hochstift Regensburg 1463 die Veste Barbing. Mit der Säkularisation 1803 kam Barbing erst zum Fürstentum Regensburg und später zum Königreich Bayern.

Im 19. Jahrhundert ließ König Ludwig I. die schnurgerade Walhallastraße zwischen Obertraubling und Barbing anlegen, die in Blickrichtung auf die Walhalla verläuft.

Ende der 1960er Jahre bekam die Gemeinde einen Autobahnanschluss. In den 90er Jahren wurde zur Beruhigung der Ortsdurchfahrt eine Umgehungsstraße für die Bundesstraße 8 gebaut, die bis dahin den Ort zweiteilte. In den letzten Jahren wurden in Unterheising und an der Bundesstraße 8 Gewerbegebiete geschaffen.

Religionen[Bearbeiten]

Wie in der gesamten Oberpfalz ist auch in Barbing der größte Teil der Bevölkerung römisch-katholisch. Die Katholiken gehören der Pfarrgruppe Barbing / Sarching / Illkofen und somit dem Dekanat Donaustauf, das dem Bistum Regensburg zugeordnet ist, an.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 2013 Johann Thiel (CSU). Er wurde mit 64,54 % der Stimmen gewählt und ist Nachfolger von Albert Höchstetter (CSU), der 2013 verstorben ist.

Kommunalwahl 2014[6]
Wahlbeteiligung: 56.24 %
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55,08 %
34,01 %
10,91 %

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 20 Mitglieder.

(Stand: Kommunalwahl am 16. März 2014)

Wappen[Bearbeiten]

Wappen Barbing.svg

Blasonierung: Gespalten von Rot und Silber; vorne ein silberner Schrägbalken, hinten ein oben gezinnter blauer Balken.

Der silberne Schrägbalken steht für das Hochstift Regensburg, zu dem die Gemeinde lange gehörte und der gezinnte blaue Balken für das Adelsgeschlecht der Barbinger, das bis zum 15. Jh. hier seinen Sitz hatte.

Ortsteile[Bearbeiten]

Sarching[Bearbeiten]

Kirche St. Mariä-Himmelfahrt Sarching

Auf dem ehemaligen Fronhof Sarching ist für die Zeit zwischen 520 und 780 der Bau einer Kapelle, die der Jungfrau Maria geweiht war, durch die bayerischen Herzöge aus dem Geschlecht der Agilolfinger belegt.

Der Name Sarching soll auf einen Gründer Saricho oder Saro zurückgehen. Die selbständige Gemeinde Sarching wurde am 1. Januar 1978 mit den Gemeinden Eltheim, Friesheim und Illkofen in die Gemeinde Barbing eingegliedert.[4]

Siehe auch: Geschichte Sarchings

Friesheim[Bearbeiten]

Kirche St. Maria Friesheim

Schriftlich erstmals erwähnt wurde Friesheim in einer Urkunde des Jahres 901, als Bischof Tato den Ort und die nähere Umgebung erworben hatte. Die folgenden Fürstbischöfe waren Landes- und Grundherren, die mit Gerichtsbarkeit über den Donaugau bis zur Säkularisation herrschten.

Friesheim ist eines der ältesten Fischerdörfer der Oberpfalz. Die Friesheimer Donaufischer sind aber zwischenzeitlich zu Hobbyfischern geworden. Der Ausbau der Donau hat den Ort zur Donau hin deutlich verändert. Es ist förmlich eine Uferpromenade entstanden.

Friesheim wurde am 1. Januar 1978 in die Gemeinde Barbing eingegliedert.[4]

Illkofen[Bearbeiten]

Kirche St. Martin Illkofen

Das Dorf wird geprägt durch die Kirche St. Martin mit ihrem auffallend geformten Turm. Die Pfarrei ist eine Urpfarrei und kann auf 1200 Jahre Geschichte zurückblicken.

Illkofen wurde am 1. Januar 1978 in die Gemeinde Barbing eingegliedert.[4]

Eltheim[Bearbeiten]

Kirche St. Laurentius Eltheim

1145 wird die Kirche von Otelthaima erwähnt. Eltheim wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört und 1634 von der Pest heimgesucht. Die heutige barocke Kirche St. Laurentius wurde 1724 erbaut.

Eltheim wurde am 1. Januar 1978 in die Gemeinde Barbing eingegliedert.[4]

Altach[Bearbeiten]

Eine Urkunde aus dem 8. Jahrhundert sagt aus, dass mit Zustimmung des Herzogs Tassilo von Bayern dem Kloster Sankt Emmeram in Regensburg Grundflächen auf der von Donauarmen umflossenen Insel "Opinesaldaha" = Altach überlassen wurden.

Auburg und Altach sind auch heute noch landwirtschaftlich geprägt.

Auburg[Bearbeiten]

Kirche St. Stephan Auburg

Die Hofmark Auburg, eine Weiherhausanlage mit Wassergraben und zwei fast rechteckigen Beringen aus dem Anfang des 13. Jahrhunderts, wurde 1634 durch einen Brand zerstört und gehörte in der Folgezeit dem Regensburger Bischof Pankratius.

Siehe auch: Burgstall Auburg

Auburg wurde am 1. April 1949 in die Gemeinde Illkofen eingegliedert.[3] Diese kam am 1. Januar 1978 zur Gemeinde Barbing.[4]

  • Ober-, Mitterheising, Gärtnersiedlung, siehe Neutraubling
  • ehemalige Ortsteile Irl, Irlmauth und Kreuzhof siehe Ostenviertel

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Ehem. Schloss, heute Barbinger Rathaus

Das heutige Rathaus ist ein dreigeschossiger Mansarddachbau mit Walmdach. Ursprünglich war der Bau als Schloss 1648 errichtet. Dieses ging auf eine in der Mitte des 12. Jahrhunderts erstmals erwähnte Niederungsburg zurück, die im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurde. Es wurde als Sommersitz des Regensburger Bischofs Johann Michael Sailer genutzt.

Chorturmkirche mit Vorzeichen, Turm gotisch, Langhaus 1733, Erweiterung 1935/36; Friedhofsmauer, Bruchstein, 17./18. Jahrhundert.

Alle Baudenkmäler[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Barbing

Sport und Vereine[Bearbeiten]

Barbing hat gut ausgebaute Sportstätten und ein reiches Vereinsleben mit zahlreichen Vereinshäusern. Theater, Musik sowie gesellschaftliche Veranstaltungen haben dort ihren festen Platz.

Die Freiwillige Feuerwehr Barbing sowie die Freiwilligen Feuerwehren der Ortsteile sorgen für den Brandschutz und die allgemeine Hilfe im Gemeindegebiet und darüber hinaus.

Freizeit[Bearbeiten]

Viel besuchtes Naherholungsgebiet ist der ehemalige Baggersee und heutige Badesee Sarchinger Weiher.

Natur[Bearbeiten]

Am Altwasser der Donau bei Barbing befindet sich das Naturdenkmal "Rinsen". Es handelt sich um einen Naturraum mit überregionaler Bedeutung und hat einen hohen Stellenwert im Bereich Naturschutz und Freizeitgestaltung.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

In Barbing gibt es eine gute Nahversorgung und es sind zahlreiche Handels-, Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe angesiedelt. Seit der Gründung der Gewerbegebiete Unterheising und Sarchinger Feld, vor 20 Jahren, haben sich etwa 100 Unternehmen unmittelbar am Autobahnanschluss Rosenhof und an der Bundesstraße 8 angesiedelt, nahezu 1000 Arbeitsplätze sind dadurch entstanden.

Barbing profitiert durch seine Lage als Stadtrandgemeinde zu Regensburg.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Verkehrsinfrastruktur der Gemeinde Barbing ist gut.

Medien[Bearbeiten]

In der Gemeinde erscheint die Donau-Post, eine Lokalausgabe des Straubinger Tagblatts und die Mittelbayerische Zeitung sowie das Regensburger Wochenblatt, eine Ausgabe der Wochenblatt Verlagsgruppe. Im Gemeindegebiet können neben den überregionalen Programmen auch die Radiosender Radio Charivari, Radio Gong FM und der regionale Fernsehsender TVA empfangen werden.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Rathaussaal
  • Barbinger Rathausrestaurant
  • Kindergarten in Barbing und Sarching
  • Kinderhort
  • Kinderkrippe in Barbing und Sarching
  • Jugendräume
  • Gemeindebücherei
  • Kläranlage
  • Wertstoffhof

Bildung[Bearbeiten]

  • Grundschule

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111215/200354&attr=OBJ&val=1005
  3. a b c  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 555.
  4. a b c d e f g  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 657 und 659.
  5. Wertvolles Gold, schadhafte Waffen. Archäologie in Deutschland, Heft 6/2011, Seite 41
  6. http://www.barbing.de/wahlen/kom2014/375117_000029/index.html

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Barbing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien