Nittendorf

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Nittendorf
Nittendorf
Deutschlandkarte, Position des Marktes Nittendorf hervorgehoben
49.02511.96416Koordinaten: 49° 2′ N, 11° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Regensburg
Höhe: 416 m ü. NHN
Fläche: 33,55 km²
Einwohner: 8998 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 268 Einwohner je km²
Postleitzahl: 93152
Vorwahl: 09404
Kfz-Kennzeichen: R
Gemeindeschlüssel: 09 3 75 175
Marktgliederung: 27 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Am Marktplatz 3
93152 Nittendorf
Webpräsenz: www.nittendorf.de
Bürgermeister: Helmut Sammüller (Freie Wähler)
Lage des Marktes Nittendorf im Landkreis Regensburg
Landkreis Amberg-Sulzbach Landkreis Cham Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Eichstätt Landkreis Kelheim Landkreis Landshut Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Landkreis Schwandorf Straubing Landkreis Straubing-Bogen Regensburg Forstmühler Forst Kreuther Forst Brunn (Oberpfalz) Alteglofsheim Altenthann Aufhausen Bach an der Donau Barbing Beratzhausen Bernhardswald Bernhardswald Brennberg Brunn (Oberpfalz) Deuerling Donaustauf Duggendorf Hagelstadt Hemau Holzheim am Forst Kallmünz Köfering Laaber Lappersdorf Mintraching Mötzing Neutraubling Nittendorf Obertraubling Pentling Pettendorf Pfakofen Pfatter Pielenhofen Riekofen Regenstauf Schierling (Oberpfalz) Sinzing Sünching Tegernheim Thalmassing Wenzenbach Wiesent (Gemeinde) Wörth an der Donau Wolfsegg (Oberpfalz) ZeitlarnKarte
Über dieses Bild

Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Nittendorf ist ein Markt im oberpfälzischen Landkreis Regensburg und liegt 15 km westlich von Regensburg zwischen Schwarzer Laber und Naab im östlichen Ausläufer des Fränkischen Jura.

Geografie[Bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Nittendorf hat 27 amtlich benannte Ortsteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten]

Der urkundlich älteste Ort der Gemeinde ist Etterzhausen, das bereits im 9. Jahrhundert erstmals erwähnt wurde. Die meisten anderen Ortsteile gehen auf das 12. Jahrhundert zurück. Die Orte Nittendorf und Etterzhausen wurden im Dreißigjährigen Krieg schwer verwüstet. In Eichhofen und Schönhofen gab es lange Zeit Hammerwerke zur Erzverarbeitung.
siehe auch Burgstall Schönhofen

Die heutige Gemeinde Nittendorf entstand am 1. Juli 1972 im Zuge der Kommunalen Gebietsreform durch Zusammenlegung der fünf bis dahin eigenständigen Gemeinden Eichhofen (im Jahr 1945 oder 1946 um Gebietsteile von Rothenbügl vergrößert), Etterzhausen, Haugenried, Nittendorf und Schönhofen.[3] Am 12. November 2003 wurde Nittendorf zum Markt erhoben.

Politik[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Rot über einem unterhalben goldenen Wasserrad ein schreitender silberner Widder. Das Wappen wird seit 1974 geführt.

Partnergemeinde[Bearbeiten]

Partnergemeinde ist AUT Langenwang COA.jpg Langenwang in der Steiermark.

Verkehr[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeit[Bearbeiten]

Sehenswertes[Bearbeiten]

  • Pfarrkirche St. Katharina in Nittendorf: Die Kirche wurde 1730 durch das Kloster Prüfening errichtet. Der ältere Turm dürfte noch vom Vorgängerbau stammen. 1895 wurde die Kirche erweitert. Im Inneren sind eine Holzfigur von Maria auf der Mondsichel aus dem Jahr 1500, mehrere Grabsteine und Beichtstühle mit Akanthusschnitzereien bemerkenswert. 2012 wurde über dem Eingangsportal in einer Nische eine vom Burschenverein Nittendorf gestiftete Marienstatue aufgestellt.
  • Schlossbrauerei Eichhofen
  • Schloss Etterzhausen: Die zweigeschossige Anlage mit achteckigem Turm wurde 1590 vom damaligen Besitzer vom Etterzhausener Hans Siegmund von Erlbeck in seiner heutigen Form erbaut. Nach der Zerstörung durch Brand im Dreißigjährigen Krieg wurde es wiederaufgebaut. 1799 wurde es vom damaligen Besitzer Friedrich Freiherr von Dittmer erweitert. Seit 1858 ist es im Besitz der Familie Fromm.
  • Schloss Eichhofen (in Brauereibesitz): Das heute dreigeschossige, rechteckige Gebäude stammt aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts und wurde 1866 erweitert.
  • Burgruine Loch
  • Alpinensteig, Wanderweg durch Felsformationenen des Fränkischen Jura mit Gipfelkreuz
  • Räuberhöhle bei Etterzhausen: Die 24 Meter lange und 7 Meter hohe Höhle bot wohl in vergangenen gefährlichen Zeiten den Bewohnern der Umgebung Schutz. Über der Höhle sind noch die Reste eines quadratischen Turms (genannt Hohes Haus) erhalten, der wohl als Beobachtungsturm diente.
  • Schloss Undorf, heute "Gasthof Müller" in Undorf
  • Wehrkirche in Penk
  • Haus Werdenfels: Das Haus Werdenfels ist ein Werdenfelser Gebirgshaus. 1906 wurde es auf einer Ausstellung in Nürnberg errichtet. Geller von Kühlwetter kaufte das Musterhaus, ließ es als Privatvilla nahe Eichhofen aufstellen und gab ihm seinen Namen. 1929 kaufte es die Diözesanpräsenz und nutzte es als Jugenderholungsheim. 1934 und 1935 wurde das Haus um zwei Kapellen erweitert und als Exerzitienheim genutzt. 1940 beschlagnahmte es die SS und verwendete es als Durchgangslager. Nach weiteren Nutzungen als Heim für kranke Umsiedler und danach als Säuglingsspital der Stadt Regensburg wurde es 1945 von den Amerikanern beschlagnahmt. Seit 1947 ist es wieder Exerzitienhaus.
  • Kirche in Schönhofen: Schlichte mittelalterliche Kirche mit quadratischem Turm und Pyramidendach, Die Westwand besteht aus anstehendem Fels. Bemerkenswert ein Gedächtnisstein des Adelsgeschlechtes der Sauerzapf von 1708.
  • Bergleutkirchlein St. Nikolaus in Haugenried: Die kleine romanische Kirche wurde um 1150 von Bergleuten erbaut, die in der Gegend Eisenerz abbauten. Die Mauern sind aus großen Quadern errichtet und einen Meter dick. Der Legende nach soll die Kirche vom heiligen Bonifatius geweiht worden sein.
  • Kapelle Maria zur Buche im Ortsteil Undorf
  • Vom Grafenrieder Weg und seinen Querstraßen aus bietet sich den Spaziergängern ein schöner Blick über das untere Naabtal, über den gesamten nördlichen Teil der Stadt Regensburg und den nahegelegenen Keilberg. An klaren Tagen sind von dort auch einige Höhenzüge des Bayerischen Waldes erkennbar, zum Beispiel der 60 Kilometer entfernte Pröller.

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Nittendorf

Schulen[Bearbeiten]

  • Grundschule in Nittendorf
  • Mittelschule in Undorf

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111215/222110&attr=OBJ&val=1023
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 573.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nittendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien