Knappschaft (Krankenkasse)

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Knappschaft
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Sozialversicherung Gesetzliche Krankenversicherung
Kassenart Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See
Rechtsform Körperschaft des öffentlichen Rechts
Zuständigkeit Deutschland
Sitz Bochum
Vorstand Georg Greve (Vors.)
Aufsichtsbehörde Bundesversicherungsamt
Versicherte 1.754.775
Haushaltsvolumen 6,7 Mrd. Euro[1]
Geschäftsstellen 100[2]
Website www.knappschaft.de

Unter der Marke Knappschaft tritt seit 2002 die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See als einer der Träger der gesetzlichen Krankenversicherung auf. Sie ist bundesweit geöffnet.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Knappschaft entwickelte sich aus dem Zusammenschluss der Sankt Johannis Bruderschaft der Bergleute am Rammelsberg bei Goslar,[3] welcher der Hildesheimer Bischof Johann I. von Brakel in einer Urkunde vom 28. Dezember 1260 seinen Schutz zusicherte,[4] und ist damit die älteste Sozialversicherung der Welt. Bis zum 31. März 2007 war die Mitgliedschaft allein Versicherten der Knappschaftlichen Rentenversicherung vorbehalten (vornehmlich Bergbaubeschäftigten und deren Familien sowie Knappschaftsmitarbeitern). In den 1930er Jahren wurde ein Mehrleistungsanspruch für Personen, die als Angestellte im Bergbau oder als angestellte Knappschaftsmitarbeiter bei der Knappschaft krankenversichert waren, geschaffen. Dieser brachte für Angestellte auch einen höheren Beitragssatz als für Arbeiter mit sich. Beispielsweise zahlte die Knappschaft bei stationären Krankenhausaufenthalten ein Zweibettzimmer und die Chefarztbehandlung.

Seit April 2007 ist die Krankenkasse für alle gesetzlich Krankenversicherten geöffnet.[5] Neumitglieder können den Mehrleistungsanspruch nicht erwerben. Für sie sind die Leistungen vergleichbar mit denen anderer gesetzlicher Krankenkassen. Altmitgliedern steht weiterhin ein Bestandsschutz bei knappschaftsspezifischen Sonderleistungen zu. Nach der Öffnung besitzt die Knappschaft keinen wesentlichen Wettbewerbsvorteil mehr gegenüber anderen Krankenkassen.

Am 1. Januar 2008 nahm abschließend die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See die See-Krankenkasse und damit auch die See-Pflegekasse auf.[6]

Zahlen und Fakten[Bearbeiten]

Die Knappschaft unterhält 110 Dienststellen bundesweit. Das Medizinische Netz der Knappschaft umfasst 1.500 niedergelassene Ärzte, elf Krankenhäuser, die in Eigenregie oder als Teil von Krankenhausgesellschaften betrieben werden, elf Rehabilitationskliniken sowie einen eigenen sozialmedizinischen Dienst. Die Krankenversicherung der Knappschaft zählt ca. 1,75 Millionen Mitglieder (Stand: 1. Juli 2012) und rund 130.000 Pflegebedürftige erhalten Leistungen aus ihrer Pflegeversicherung.

Beitragssätze[Bearbeiten]

Seit 1. Januar 2009 werden die Beitragssätze vom Gesetzgeber einheitlich vorgegeben. Seither ist auch die Finanzierung des Mehrleistungsanspruchs für Altmitglieder geändert. Die Finanzierung über einen zusätzlichen Beitragssatz wurde durch ein Prämiensystem abgelöst.[7] Die DRV KBS erhob bis 31. Dezember 2014 keinen einkommensunabhängigen Kassenindividueller Zusatzbeitrag. Ab dem 1. Januar 2015 erhebt sie einen einkommensabhängigen Zusatzbeitrag in Höhe von 0,8 Prozent des beitragspflichtigen Einkommens.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.kbs.de/DE/00_ueber_uns/05_verbund/auf_einen_blick/InhaltsNav.html
  2. http://www.kbs.de/DE/00_ueber_uns/05_verbund/geschaeftsstellen/InhaltsNav.html
  3. Die Knappschaft als sozialer Pfadfinder, S. 7)
  4. 750 Jahre Knappschaft – Geschichtliche Meilensteine
  5. [1]
  6. Geschäftsbericht 2007, S. 13
  7. [2]