Laudenbach (Bergstraße)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Laudenbach
Laudenbach (Bergstraße)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Laudenbach hervorgehoben
49.6113888888898.65102Koordinaten: 49° 37′ N, 8° 39′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Rhein-Neckar-Kreis
Höhe: 102 m ü. NHN
Fläche: 10,29 km²
Einwohner: 6037 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 587 Einwohner je km²
Postleitzahl: 69514
Vorwahl: 06201
Kfz-Kennzeichen: HD
Gemeindeschlüssel: 08 2 26 040
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Untere Straße 2
69514 Laudenbach
Webpräsenz: www.gemeinde-laudenbach.de
Bürgermeister: Hermann Lenz (CDU)
Lage der Gemeinde Laudenbach im Rhein-Neckar-Kreis
Bayern Hessen Rheinland-Pfalz Heidelberg Heilbronn Landkreis Heilbronn Landkreis Karlsruhe Mannheim Neckar-Odenwald-Kreis Eberbach Altlußheim Angelbachtal Bammental Brühl (Baden) Dielheim Dossenheim Eberbach Eberbach Eberbach Edingen-Neckarhausen Edingen-Neckarhausen Epfenbach Eppelheim Eschelbronn Gaiberg Heddesbach Heddesheim Heiligkreuzsteinach Helmstadt-Bargen Hemsbach Hirschberg an der Bergstraße Hockenheim Ilvesheim Ketsch Ladenburg Laudenbach (Bergstraße) Leimen (Baden) Leimen (Baden) Lobbach Malsch (bei Wiesloch) Mauer (Baden) Meckesheim Mühlhausen (Kraichgau) Neckarbischofsheim Neckargemünd Neidenstein Neulußheim Nußloch Oftersheim Plankstadt Rauenberg Reichartshausen Reilingen Sandhausen St. Leon-Rot Schönau (Odenwald) Schönbrunn (Baden) Schriesheim Schwetzingen Schwetzingen Sinsheim Spechbach Waibstadt Walldorf (Baden) Weinheim Weinheim Wiesenbach (Baden) Wiesloch Wilhelmsfeld ZuzenhausenKarte
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Ortskern

Laudenbach ist eine Gemeinde im Rhein-Neckar-Kreis im sogenannten Rhein-Neckar-Dreieck im Nordwesten Baden-Württembergs. Zur Gemeinde Laudenbach gehören außer dem gleichnamigen Dorf keine weiteren Ortschaften.

Geografie[Bearbeiten]

Laudenbach liegt am gleichnamigen Bach an der nördlichen badischen Bergstraße, direkt an der hessischen Landesgrenze. Die Gemarkung Laudenbachs grenzt im Westen, Norden und Osten an Hessen; im Osten bildet die Bergstraße die Grenze der Rheinebene zum Odenwald. Im Süden befindet sich Hemsbach, im Westen Lorsch, im Norden Heppenheim, und östlich liegt das zu Heppenheim gehörende Ober-Laudenbach, mit dem es historisch bedingt einen sehr komplizierten Grenzverlauf gibt, so dass die durch Ober-Laudenbach führenden Straßen zur Gemarkung von Laudenbach gehören. Größere Städte sind etwa 25 km südwestlich Mannheim, 25 km südlich Heidelberg und etwa 30 km nördlich Darmstadt.

Die Gemarkung erstreckt sich auf einer Höhe zwischen 94 und 402 Metern über 1029 Hektar. Davon sind 18,9 Prozent Siedlungs- und Verkehrsfläche, 56,3 Prozent werden landwirtschaftlich genutzt und 21,6 Prozent sind bewaldet.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

795 wurde Laudenbach erstmals urkundlich als »Lutenbach« im Lorscher Codex erwähnt, dem Urkundenbuch des Klosters Lorsch. 1232 wurde Laudenbach dem Hoheitsgebiet des Erzbischofs von Mainz zugesprochen. 1288 wechselte die Ortschaft in Pfälzer Lehen, woraufhin Besitzstreitigkeiten des Pfalzgrafen mit dem Erzbischof von Mainz entbrannten. 1460 wurde das Dorf niedergebrannt. 1485 kam Laudenbach unter die Verwaltung des kurmainzischen Bischofs von Worms, Zoll- und Zentrechte verblieben aber bei der Kurpfalz. Nach zahllosen Streitigkeiten erhielt die Kurpfalz 1705 wieder die volle Hoheit über Laudenbach und gliederte den Ort in das Oberamt Ladenburg ein.

Mit dem Ende des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation wurde 1803 auch die Kurpfalz aufgelöst. Laudenbach wurde daraufhin badisch und Grenzort mit Hauptzollstation zu Hessen. 1849 wurde Laudenbach in Kampfhandlungen zwischen hessischem Militär und badischen Revolutionstruppen verwickelt, von denen noch heute eine Kanonenkugel im alten Pfarrhaus zeugt.

Politisch waren seit der Reichsgründung 1871 zunächst die Liberalen die stärkste Strömung, ehe sie 1912 von der SPD abgelöst wurden. Diese blieb auch in der Weimarer Republik bis 1930 die stärkste Kraft. Bei der Reichstagswahl 1933 erhielt die NSDAP 42,5 Prozent der Stimmen.

Nachdem Laudenbach bis dahin zum badischen Amt Weinheim gehört hatte, erfolgte 1936 die Eingliederung zum Bezirksamt Mannheim, dem späteren Landkreis Mannheim.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erfuhr Laudenbach durch die Aufnahme von Flüchtlingen einen starken Bevölkerungszuwachs. Die Gemeinde wurde Teil des neugebildeten Bundeslandes Baden-Württemberg und bei der Kreisreform 1973 dem Rhein-Neckar-Kreis angegliedert. 1995 feierte Laudenbach das 1200-jährige Gemeindejubiläum.

Jahr 1496 1777 1834 1905 1950 1967 2006 2007 2010
Einwohner[3] 185 784 1724 1753 3022 3564 6091 6130 6051

Religionen[Bearbeiten]

Die Pfalz führte gegen den Widerstand des Wormser Bischofs bis 1573 die Reformation ein und vollzog mit dem Herrscherhaus der Wittelsbacher die mehrmaligen Religionswechsel. Nach dem Regensburger Vergleich 1653 kam es zum Simultaneum zwischen Katholiken und Reformierten. Von 1825 bis 1945 waren die Evangelischen in Laudenbach in der Mehrheit. Durch den starken Zuzug von Heimatvertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg verschoben sich die Verhältnisse, und die Katholiken stellten 1961 51 Prozent der Einwohner.

Die katholische Gemeinde gehört heute zum Dekanat Heidelberg-Weinheim des Erzbistums Freiburg und die evangelische Gemeinde zum Kirchenbezirk Ladenburg-Weinheim der Evangelischen Landeskirche in Baden.

Politik[Bearbeiten]

Rathaus

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat Laudenbachs setzt sich aus dem Bürgermeister als Gemeinderatsvorsitzender und 18 Gemeinderäten zusammen, die in direkter Wahl für jeweils fünf Jahre gewählt werden. Jeder wahlberechtigte Bürger hat bei der Wahl 18 Stimmen und kann diese beliebig auf die Kandidaten verteilen mit der Einschränkung, dass jeder Kandidat maximal drei Stimmen bekommt.

Übersicht von 1984 bis 2014
Wahldatum Sitze CDU Sitze SPD Dauer1
28. Oktober 1984 9 9 260 Wochen
22. Oktober 1989 9 9 242 Wochen
12. Juni 1994 9 9 280 Wochen
24. Oktober 1999 11 7 242 Wochen
13. Juni 2004 11 7 260 Wochen
7. Juni 2009 11 7 259 Wochen
25. Mai 2014 10 8
1 Hier ist die verstrichene Zeit bis zur jeweils nächsten Wahl angegeben. Da Wahlen immer sonntags stattfinden, lässt sich diese Zeitdauer in Wochen ausdrücken. Genau fünf Jahre liegen knapp2 unter 261 Wochen.
2 Liegen in den fünf Jahren zwei Schalttage, so sind diese fünf Jahre genau 261 Wochen. In der Regel (mit 75% Wahrscheinlichkeit) trifft man in fünf Jahren jedoch nur einen Schalttag an.

Gemeinderatswahl 2009[Bearbeiten]

Die vorletzte Gemeinderatswahl fand am 7. Juni 2009 statt. Sowohl CDU als auch SPD stellten jeweils 18 Kandidaten auf. Bei der Verteilung der Sitze wurde das D’Hondt-Verfahren angewendet. Nach diesem Verfahren werden die 18 zu verteilenden Sitze zuerst auf die beiden Parteien verteilt. Dabei spielt ausschließlich die Gesamtzahl der Stimmen, die die Parteien erhalten haben, eine Rolle. Wie sich die Stimmen der Partei auf die Kandidaten verteilen, ist erst im zweiten Schritt von Bedeutung. Hier werden die Sitze, die jede Partei zusteht, mit den Kandidaten dieser Partei besetzt, die die meisten Stimmen bekommen haben.

Die folgenden beiden Tabellen listen die jeweils 18 Kandidaten der beiden Parteien nach ihrer erhaltenen Stimmanzahl sortiert auf, wobei die Kandidaten, die es in den Gemeinderat schafften, grün hinterlegt sind.[4]

Stimmverteilung der CDU
Platz Kandidat Stimmen pro Wähler
1 Dr. Bernhard Wahl 3256 1,17
2 Alois Nickel 3084 1,10
3 Dr. Gerd Duddek 2445 0,88
4 Bernhard Boppel 2237 0,80
5 Franz Hautschek 1930 0,69
6 Marlene Bausch 1717 0,61
7 Michaela Kremmin-Nischwitz 1604 0,57
8 Dr. Eva Schüßler 1341 0,48
9 Oliver Kohl 1300 0,47
10 Sascha Horneff 1254 0,45
11 Martin Lohmeier 1166 0,42
12 Verena Schlecht 930 0,33
13 Stefan Schmitt 843 0,30
14 Uwe Hördt 825 0,30
15 Andrea Schröttke 806 0,29
16 Jürgen Zang 739 0,26
17 Anatol Borejdo 681 0,24
18 Dieter Kreis 583 0,21
Gesamt 26.741 9,57
Stimmverteilung der SPD
Platz Kandidat Stimmen pro Wähler
1 Dieter Ehle 2460 0,88
2 Dr. Klaus-Jürgen Pittner 2394 0,86
3 Armin Kast 1933 0,69
4 Bernd Hauptfleisch 1633 0,58
5 Hans-Jürgen Moser 1386 0,50
6 Güney Yilmaz 1055 0,38
7 Beate Bangert 953 0,34
8 Christa Brinkmann 917 0,33
9 Edith Stockmann 915 0,33
10 Ulrike Schweizer 851 0,30
11 Maren Deringer 782 0,28
12 Ursula Boller-Schmidt 732 0,26
13 Birgit Krämer 638 0,23
14 Robin Stockmann 603 0,22
15 Roswitha Spahovic 554 0,20
16 Friedhelm Stiller 525 0,19
17 Andrea Littau 450 0,16
18 Hannelore Krobitzsch 385 0,14
Gesamt 19.166 6,86

Gemeinderatswahl 2014[Bearbeiten]

Die letzte Gemeinderatswahl fand am 25. Mai 2014 statt. Bei der Verteilung der Sitze wurde erstmals das Sainte-Laguë-Verfahren angewendet. Dieses stimmt jedoch in den im vorherigen Abschnitt beschriebenen Punkten des D’Hondt-Verfahrens mit diesem überein. Die in den folgenden Tabellen grün gefärbten Kandidaten wurden in den Gemeinderat gewählt.[5]

Stimmverteilung der CDU
Platz Kandidat Stimmen pro Wähler
1 Dr. Gerd Duddek 2459 0,86
2 Dr. Eva Schüßler 2166 0,76
3 Jörg Werner 2118 0,74
4 Sabine Diehlmann 2040 0,71
5 Martin Lohmeier 1848 0,65
6 Oliver Kohl 1534 0,54
7 Sascha Horneff 1518 0,53
8 Angelika Nickel 1395 0,49
9 Verena Schlecht 1360 0,48
10 Kai-Enno Dewald 1219 0,43
11 Heiko Hartmann 1080 0,38
12 Heike Flath-Stoy 1026 0,36
13 Olaf Schulz 875 0,31
14 Jörg Stigler 831 0,29
15 Matthias Müller 807 0,28
16 Lucas Kirsch 785 0,27
17 Uwe Hördt 780 0,27
18 Wolfgang Schreiner 678 0,24
Gesamt 24.519 8,58
Stimmverteilung der SPD
Platz Kandidat Stimmen pro Wähler
1 Dieter Ehle 2765 0,97
2 Armin Kast 2230 0,78
3 Bernd Hauptfleisch 2075 0,73
4 Hans-Jürgen Moser 1802 0,63
5 Jürgen Kraske 1361 0,48
6 Kerstin Kuczewski 1191 0,42
7 Güney Yilmaz 1113 0,39
8 Ulrike Schweizer 1080 0,38
9 Beate Bangert 1058 0,37
10 Alexandra Spengler 953 0,33
11 Bianca Rau 929 0,33
12 Maren Deringer-Littau 829 0,29
13 Janis Marx 801 0,28
14 Sina Selonke 794 0,28
15 Ulrike Wagner 739 0,26
16 Csaba Kristof 532 0,19
17 Bernhard Eg 471 0,16
18 Karlheinz Birke 314 0,11
Gesamt 21.037 7,36

Die Tabellen zeigen, dass jeder Wähler im Schnitt nur 15,94 seiner 18 möglichen Stimmen nutzte, also 2,06 Stimmen verfallen ließ. Anders als bei der vorherigen Wahl schaffte es diesmal kein Kandidat im Schnitt mehr als eine Stimme pro Wähler zu erhalten, obwohl theoretisch bis zu drei Stimmen pro Wähler möglich sind. Die beiden Kandidaten, denen dies 2009 gelang (Dr. Bernhard Wahl und Alois Nickel), traten jedoch 2014 auch nicht mehr an.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der Bürgermeister wird in direkter Wahl für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Seit 1996 ist Hermann Lenz (CDU) Bürgermeister von Laudenbach.

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: In von Blau und Silber gespaltenem Schild vorn ein silbernes Winzermesser, hinten eine blaue Weintraube an schwarzem Rebast mit grünem Blatt.

Das Wappen geht zurück auf ein Gerichtssiegel aus dem Jahr 1539. Es nimmt Bezug auf die große Bedeutung des Weinbaus für den Ort. Die Farben wurden 1910 festgelegt und greifen die Tingierung des kurpfälzer Wappens auf.

Die Flagge ist Blau-Weiß und wurde 1963 vom Innenministerium verliehen.[6]

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Laudenbach ist seit 1981 mit der französischen Gemeinde Ivry-la-Bataille, die 80 km westlich von Paris und in der Normandie liegt, verschwistert. 1994 kam eine Partnerschaft zu Elek in Ungarn hinzu.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Alte Dorfkirche
St.-Bartholomäus-Kirche

Kirchen[Bearbeiten]

Eine Kirche in Laudenbach wurde erstmals im Jahr 1238 in einer Bulle von Papst Gregor IX. erwähnt. Der spätgotische Bau der alten Dorfkirche - heute die evangelische Martin-Luther-Kirche - stammt aus der Zeit um 1500. Die Kirche wurde mehrmals, so 1612, 1722 und 1936, umgebaut oder erweitert. Seit dem Regensburger Vergleich 1653 wurde sie von Katholiken und Protestanten gemeinsam genutzt. Erst 1935 wurde das Simultaneum beendet, als die katholische Gemeinde die St.-Bartholomäus-Kirche errichtete.

Sport[Bearbeiten]

  • Turngemeinde Laudenbach 1889
  • Sportverein 1928 Laudenbach
  • Sportschützenverein Laudenbach 1922
  • Tennisclub 1972 Laudenbach
  • Skiclub Laudenbach
  • Ring- und Stemmclub 1908 Laudenbach
  • Kegelverein KV Laudenbach e. V.
  • Kegelsportgemeinschaft KSG Laudenbach e. V.
  • Landjugend Neckar-Bergstraße (Tauziehen)
  • Radgemeinschaft Laudenbach
  • Schachklub 1995 Laudenbach

Musik[Bearbeiten]

  • Singverein 1870 Laudenbach
  • Außenstelle der Musikschule Badische Bergstraße e. V.
  • Evang. Kirchenchor 1887 Laudenbach
  • Evang. Posaunenchor Laudenbach
  • Kath. Kirchenchor 1910 Laudenbach
  • Musikverein Laudenbach
  • Jazzkeller am Rathaus
  • Spielmannszug 1898 der Freiwilligen Feuerwehr Laudenbach
  • Kinder- und Jugendchor Fontäne[7]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Am ersten Wochenende im September (bis einschl. Montag) findet die Laudenbacher Froschkerwe statt. Ebenso findet am zweiten Samstag im Juli regelmäßig das Lindenplatzfest statt. Am ersten Samstag im Dezember findet der traditionelle Weihnachtsmarkt am Rathaus statt. Diese Veranstaltungen werden vom Laudenbacher Kerwe- und Heimatverein organisiert und durchgeführt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Durch seine Lage im Rhein-Neckar-Dreieck begünstigt, bietet sich Laudenbach ein sehr gutes wirtschaftliches Umfeld. So liegen mit den Städten Mannheim, Ludwigshafen, Heidelberg und Darmstadt gleich mehrere wirtschaftsstarke Standorte in unmittelbarer Nähe. Darüber hinaus haben sich in einem hierfür ausgewiesenen Gewerbe- und Industriegebiet mehrere mittelständische Betriebe vor Ort angesiedelt.

Verkehr[Bearbeiten]

Laudenbach liegt verkehrsgünstig an der Bundesautobahn 5 (Frankfurt - Karlsruhe). Das Fehlen einer eigenen Autobahnauffahrt hat jedoch dazu geführt, dass der gesamte Pendlerverkehr über die beiden benachbarten Städte Hemsbach und Heppenheim fließt, was die dort ohnehin schon angespannte Verkehrssituation noch verschlechtert. Laudenbach liegt außerdem an einer der längsten Bundesstraßen Deutschlands, der B 3 (zwischen Darmstadt und Heidelberg).

In Laudenbach befindet sich ein Haltepunkt der Main-Neckar-Bahn. Nach Weinheim führt eine Buslinie. Nach Hemsbach und Heppenheim verkehren Ruftaxi-Linien. Laudenbach liegt im Tarifgebiet des Verkehrsverbunds Rhein-Neckar.

Bildung[Bearbeiten]

Laudenbach verfügt mit der Sonnberg-Schule über eine Grundschule sowie drei Kindergärten, von denen sich je einer in evangelischer, in römisch-katholischer und in kommunaler Trägerschaft befindet.

Zudem gehört die Gemeinde dem Schulverband Nördliche Badische Bergstraße an. Dieser betreibt in der Nachbargemeinde Hemsbach ein Bildungszentrum mit Hauptschule, Realschule und Gymnasium.

Die Gemeinde betreibt eine Bücherei.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • 1598–1613 Wirkungsort von Anton Praetorius, reformierter Pfarrer, Gegner der Hexenprozesse. Er verfasste hier 1598 das Buch: »Von Zauberey vnd Zauberern Gründlicher Bericht« gegen Hexenprozesse und Folter. 1602 fasste er in einer zweiten Auflage des »Gründlichen Berichtes« den Mut, seinen eigenen Namen als Autor zu verwenden. 1613 erschien die dritte Auflage seines Berichtes über Zauberey und Zauberer mit einem persönlichen Vorwort.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Huth: Die Kunstdenkmäler des Landkreises Mannheim: Ohne Stadt Schwetzingen. München 1967
  • Staatl. Archivverwaltung Baden-Württemberg in Verbindung mit d. Städten u. d. Landkreisen Heidelberg u. Mannheim (Hrsg.): Die Stadt- und die Landkreise Heidelberg und Mannheim: Amtliche Kreisbeschreibung.
    • Bd. 1: Allgemeiner Teil. Karlsruhe 1966
    • Bd. 3: Die Stadt Mannheim und die Gemeinden des Landkreises Mannheim. Karlsruhe 1970

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Stand: 31. Dezember 2004
  3. Einwohnerzahlen bis 1967: Kreisbeschreibung Bd. 3 S. 659.
  4. Ergebnis der Gemeinderatswahl 2009 in Laudenbach
  5. Vorläufiges Ergebnis der Gemeinderatswahl 2014 in Laudenbach
  6. Herwig John, Gabriele Wüst: Wappenbuch Rhein-Neckar-Kreis. Ubstadt-Weiher 1996, ISBN 3-929366-27-4, S. 41
  7. Kinder- und Jugendchor Fontäne stellt sich vor

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Laudenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien