Reilingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Reilingen
Reilingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Reilingen hervorgehoben
49.2947222222228.5691666666667102Koordinaten: 49° 18′ N, 8° 34′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Rhein-Neckar-Kreis
Höhe: 102 m ü. NHN
Fläche: 16,35 km²
Einwohner: 7217 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 441 Einwohner je km²
Postleitzahl: 68799
Vorwahl: 06205
Kfz-Kennzeichen: HD
Gemeindeschlüssel: 08 2 26 068
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hockenheimer Straße 1-3
68799 Reilingen
Webpräsenz: www.reilingen.de
Bürgermeister: Stefan Weisbrod (parteilos)
Lage der Gemeinde Reilingen im Rhein-Neckar-Kreis
Bayern Hessen Rheinland-Pfalz Heidelberg Heilbronn Landkreis Heilbronn Landkreis Karlsruhe Mannheim Neckar-Odenwald-Kreis Eberbach Altlußheim Angelbachtal Bammental Brühl (Baden) Dielheim Dossenheim Eberbach Eberbach Eberbach Edingen-Neckarhausen Edingen-Neckarhausen Epfenbach Eppelheim Eschelbronn Gaiberg Heddesbach Heddesheim Heiligkreuzsteinach Helmstadt-Bargen Hemsbach Hirschberg an der Bergstraße Hockenheim Ilvesheim Ketsch Ladenburg Laudenbach (Bergstraße) Leimen (Baden) Leimen (Baden) Lobbach Malsch (bei Wiesloch) Mauer (Baden) Meckesheim Mühlhausen (Kraichgau) Neckarbischofsheim Neckargemünd Neidenstein Neulußheim Nußloch Oftersheim Plankstadt Rauenberg Reichartshausen Reilingen Sandhausen St. Leon-Rot Schönau (Odenwald) Schönbrunn (Baden) Schriesheim Schwetzingen Schwetzingen Sinsheim Spechbach Waibstadt Walldorf (Baden) Weinheim Weinheim Wiesenbach (Baden) Wiesloch Wilhelmsfeld ZuzenhausenKarte
Über dieses Bild
Wersau 1690
Reilingen 1782
Reilingen und Umgebung 1907

Reilingen ist eine Gemeinde mit etwa 7000 Einwohnern im Rhein-Neckar-Kreis in Baden-Württemberg.

Geographie[Bearbeiten]

Lage und Naturraum[Bearbeiten]

Reilingen liegt in der Metropolregion Rhein-Neckar in der Oberrheinischen Tiefebene zwischen der Schwetzinger Hardt im Norden und der Unteren Lußhardt im Süden. Durch das Gemeindegebiet fließt der Kraichbach.

Die Gemarkung erstreckt sich über 1635 Hektar. Davon sind 16,8 Prozent Siedlungs- und Verkehrsfläche, 38,6 Prozent werden landwirtschaftlich genutzt und 42,9 Prozent sind bewaldet.[2]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Angrenzende Gemeinden sind Hockenheim im Norden, eine unbewohnte Exklave von Leimen im Nordosten, Walldorf im Osten, St. Leon-Rot im Südosten, Waghäusel im Süden, Altlußheim im Südwesten und Neulußheim im Westen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde Reilingen gehören der Weiler Wersauerhof und das Haus Schloßmühle.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Bodenfunde in und um Reilingen deuten auf eine sehr frühe Besiedelung. Hierauf weist der Fund eines menschlichen Schädelfragments hin, das 1978 in einer Kiesgrube gefunden und von einem der führenden Paläanthropologen Deutschlands in einem Museum entdeckt wurde,[4] auf ein Alter von 300.000 Jahren datiert wird und somit zu Homo erectus („Homo erectus reilingensis“) gestellt wird. 1286 wurde Reilingen als „villa reitling" erstmals urkundlich erwähnt. In der Nähe gab es eine Burg Wersau, die 1236 erstmals genannt wurde. Zum Herrschaftsgebiet der Burg gehörten Reilingen und Hockenheim. 1286 erwarb Pfalzgraf Ludwig II. die Burg und die beiden Orte als Pfand vom Hochstift Speyer. Formal gehörten die Gebiete weiter zu Speyer, bis sie während der Mainzer Stiftsfehde endgültig zur Kurpfalz gelangten und in die Kirchheimer Zent eingegliedert wurden. 1689 wurde Reilingen im Pfälzischen Erbfolgekrieg zerstört.

1803 wurde die Kurpfalz aufgelöst und Reilingen gelangte zu Baden, in dem es dem Amt Schwetzingen zugeordnet wurde. 1924 ging es im Bezirksamt Mannheim auf, dem späteren Landkreis Mannheim. Politisch waren seit der Reichsgründung die Nationalliberalen am stärksten, ehe sie 1912 von den Sozialdemokraten übertroffen wurden. Während der Weimarer Republik war das Zentrum die bevorzugte Partei bis es ab 1930 von der NSDAP abgelöst wurde, die bei der Reichstagswahl 1933 58,3 Prozent der Stimmen erhielt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden eine Reihe von Infrastrukturmaßnahmen umgesetzt. 1959 war die vollständige Kanalisierung des Ortes abgeschlossen. 1965 wurde die Friedrich-von-Schiller-Schule errichtet und 1976 erweitert. 1971 konnte die Mehrzweckhalle eröffnet werden. Im Rahmen der Kreisreform 1973 kam Reilingen vom aufgelösten Landkreis Mannheim zum neuen Rhein-Neckar-Kreis. Bei der baden-württembergischen Gemeindereform konnte Reilingen seine Selbständigkeit bewahren und ging 1975 mit Hockenheim, Altlußheim und Neulußheim eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft ein.

Religionen[Bearbeiten]

Reilingen gehört ursprünglich zur Pfarrei Hockenheim. 1446 errichtete die Gemeinde eine Kapelle zu Ehren des heiligen Wendelin. 1498 wurde die Kapelle zur Pfarrkirche erhoben. Als pfälzische Pfarrei erlebte Reilingen die häufigen Konfessionswechsel innerhalb der Kurpfalz als Auswirkungen der Reformationszeit. Die Kirche fiel bei der pfälzischen Kirchenteilung 1705 den Reformierten zu. 1788 konnten die Katholiken ein eigenes Gotteshaus errichten. Die heutige Kirche der katholischen Gemeinde wurde 1901/05 im neugotischen Stil erbaut. Die heutige evangelische Kirche wurde 1819/20 im spätklassizistischen Stil vollendet. 1925 stellten die Protestanten mit 55 Prozent die Mehrheit der Reilinger. Durch den Zuzug von Heimatvertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg waren 1961 jeweils knapp die Hälfte evangelisch und katholisch. Außerdem gibt es eine Gemeinde der Zeugen Jehovas im Ort.

Seit dem 18. Jahrhundert gab es Juden in Reilingen. Ihren Höchststand erreichte die Gemeinde 1871 mit 112 Mitgliedern. Danach setzte eine Abwanderung in die Städte ein, besonders nach Frankfurt. Die 1840 von Friedrich Dyckerhoff errichtete Synagoge verkaufte die zu klein gewordene Gemeinde 1929. Von den 1933 noch elf jüdischen Einwohnern verließen einige aufgrund der nationalsozialistischen Verfolgungen Reilingen. 1938 wurden jüdische Wohnungen überfallen und verwüstet. Der letzte verbliebene Jude wurde 1940 im Rahmen der Wagner-Bürckel-Aktion deportiert und ermordet.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Um das nach dem Dreißigjährigen Krieg erheblich dezimierte Reilingen zu fördern, genehmigte der Kurfürst 1685 zwölf Piemontesischen Familien die Ansiedlung und befreite sie vom Zunftzwang. Die meisten verließen Reilingen aber bereits kurz danach wieder wegen des Pfälzischen Erbfolgekriegs. Seit dem 18. Jahrhundert nahm die Bevölkerung gleichmäßig zu. Zwischen 1875 und 1961 gab es eine Verdopplung der Einwohnerzahlen, darunter 500 Heimatvertriebene, die Reilingen nach dem Zweiten Weltkrieg aufnahm. Aufgrund der fehlenden Industrie und der vergleichsweise großen Entfernung zu den Großstädten der Region, war dies allerdings die geringste Zunahme aller Gemeinden im Süden der Landkreise Mannheim und Heidelberg.

Jahr 1577 1727 1777 1818 1852 1905 1925 1950 1967 1987 2006
Einwohner[6] 175 278 637 850 1584 2516 3009 3878 4892 6077 7106

Politik[Bearbeiten]

Rathaus

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 18 Mitglieder und wird für jeweils fünf Jahre direkt gewählt. Hinzu kommt der Bürgermeister als Gemeinderatsvorsitzender. Bei der letzten Wahl 2009 gab es folgendes Ergebnis:

Gemeinderatswahl 2009
Partei Stimmen Sitze
FW 30,5 % (+1,8) 6 (+1)
CDU 29,6 % (−5,1) 5 (−2)
SPD 21,7 % (−1,5) 4 (±0)
FDP 18,1 % (+4,8) 3 (+1)
Wahlbeteiligung: 55,7 %

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der Bürgermeister wird in direkter Wahl für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Seit dem 16. Juni 2013 ist Stefan Weisbrod Bürgermeister von Reilingen.

  • 1882–1888: Bernhard Eichhorn
  • 1888–1894: Johann Michael Claus
  • 1894–1903: Bernhard Eichhorn
  • 1903–1915: Georg Philipp Müller
  • 1915–1919: Josef Bernhard Kneis
  • 1919–1928: Ludwig Römpert (SPD)
  • 1928–1937: Friedrich Karl Eichhorn
  • 1937–1939: Arthur Kauther
  • 1939–1945: Fritz Mannherz (FWV)
  • 1945–1952: Ludwig Römpert (SPD)
  • 1953–1971: Fritz Mannherz (FWV)
  • 1971–1981: Hermann Kief (CDU)
  • 1981–1997: Helmut Müller (FWV)
  • 1997–2013: Walter Klein (CDU)
  • seit 2013: Stefan Weisbrod (parteilos)

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: In Blau ein silberner Hasenkopf, oben rechts drei achtstrahlige silberne Sterne.

Das Wappen geht zurück auf ein Siegel aus dem Jahr 1719. Es wurde 1901 vom badischen Generallandesarchiv ausgearbeitet und von der Gemeinde angenommen. Die Bedeutung des Hasenkopfs ist nicht geklärt. Die Farben erinnern an die Wittelsbacher, das Herrschergeschlecht der Kurpfalz.

Die Flagge ist Blau-Weiß.[7]

Partnerschaften[Bearbeiten]

Reilingen unterhält Partnerschaften mit dem französischen Jargeau (seit 1989) und mit dem italienischen Mezzago (seit 2009).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Heimatmuseum Reilingen
Reilinger See

Reilingen liegt an der Badischen Spargelstraße und der Bertha Benz Memorial Route, die an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführen.

Heimatmuseum[Bearbeiten]

Seit 1986 besitzt Reilingen ein Heimatmuseum für ländliches Handwerk und Gewerbe in einem der schönsten und ältesten Fachwerkhäuser der Gemeinde. Vom Arbeitskreis „Heimatpflege Nordbaden“ erhielt die Gemeinde 1990 einen Förderpreis im Rahmen des Wettbewerbs „Vorbildliches Heimatmuseum“.

Spargel und Tabaklehrpfad[Bearbeiten]

Im Frühjahr 1993 wurde der Reilinger Spargel- und Tabaklehrpfad in den Gewannen „Bei den 20 Morgen“, „Weiheräcker“ und „Hoffeld“ eingeweiht. Mit diesem Lehrpfad will die Gemeinde Reilingen allen Interessierten die Sonderkultur Tabak, aber insbesondere den Spargel, lebendig näherbringen. Viele Liebhaber dieses königlichen Gemüses kennen nicht die mühselige Anbauform in der schönsten Zeit des Jahres, die den Spargelbauern an Einsatz und Kraft vieles abfordert.

Darüber hinaus soll er jedoch auch ein Werbemittel sein, um auf das heimische „Frischeprodukt“, das im Wettbewerb mit Spargel aus anderen europäischen und außereuropäischen Anbaugebieten steht, nicht nur hinweisen, sondern besonders auf die Vorzüge eines stechfrisch, d.h. am gleichen Tag geernteten Spargels aufmerksam machen.

Der Spargel- und Tabaklehrpfad beginnt am Parkplatz beim Friedhof Reilingen mit einer übersichtlich gestalteten Streckenbeschreibung. Danach folgen fünf die Sonderkultur Spargel beschreibende, aus Holz gefertigte und daher auch landschaftsgerechte Informationsschilder. Sie befinden sich auf den jeweils nach Alter und Kultivierungsstand unterschiedlichen Spargeläckern und informieren über Historisches und Sorten bis hin zu Erntegegebenheiten. Im Verlauf des Rundweges folgen noch zwei Tabakinformationsschilder, die auch die Sonderkultur Tabak, seit Jahrhunderten in Reilingen angebaut, anschaulich beschreibt.

Waldfestplatz Heidelberger Weg[Bearbeiten]

Unter den Reilinger Vereinen und den zahllosen Besuchern gleichermaßen beliebt ist der Waldfestplatz am Heidelberger Weg. Er ist ein Gemeinschaftswerk der Gemeinde und der Kultur und Sportgemeinschaft und steht seit 1983 für große und kleine Anlässe zur Verfügung. Der Pavillonbau ist umgeben von Sitzgruppen.

Komplettiert wird die bis in den Herbst hinein gut frequentierte Einrichtung von einer Pergola, einer Brunnenanlage und diversen Spielgeräten für die Kleinen.

Fränkische Hofanlage[Bearbeiten]

Die unter Denkmalschutz stehende fränkische Hofanlage in der Hauptstraße 12 besteht aus zwei giebelständigen Gebäuden an der Straßenseite und dazwischen einer reich gestalteten Fachwerktoranlage aus dem Jahr 1810. Längsseiten und hofseitige Giebel sind in Fachwerk ausgeführt. Die gut erhaltene Hofanlage gibt Zeugnis eines ortstypischen großen Bauernhofes um 1800.

Wersau, Fröschau und Kisselwiesen[Bearbeiten]

Südöstlich von Reilingen liegt die Fröschau mit den Kisselwiesen, eine Niedermoor- und Wiesenlandschaft in deren Mitte sich die einst bedeutende Burg Wersau befindet.

Naturlehrpfad Reilinger See[Bearbeiten]

Nach Abschluss der Kiesförderung wurde 1989 rings um den Reilinger See ein Naturlehrpfad errichtet. Auf dem Rundweg geben Schautafeln einen Überblick über die im Ökosystem See lebenden Tier und Pflanzenarten, vermitteln die örtlichen Gegebenheiten und bringen den Erholungssuchenden die Bedeutung und Schutzwürdigkeit dieses Bereiches näher. Aus Anlass zahlreicher frühgeschichtlicher Knochenfunde befasst sich eine Schautafel auch mit Zeugnissen der Vorgeschichte. Schließlich weist der Reilinger See eine einmalige Besonderheit auf. Hier wurden beim Kiesabbau im Jahre 1978 Schädelfragmente des Reilinger Menschen („homo erectus reilingensis“), einer Spätform des „homo erectus“ gefunden, der ein Alter von 250.000 bis 300.000 Jahre aufweist.

Sport[Bearbeiten]

Der AV Reilingen war 1982 deutscher Meister und 1980 Vizemeister im Mannschaftsringen. Der Fußballverein SC 08 Reilingen spielt unterklassig. Der Verein brachte unter anderem den Nationalspieler Kurt Niedermayer hervor.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Traditionell lebten die Reilinger von der Landwirtschaft. Auf den sandigen Böden des Rheintals kann jedoch klassische Landwirtschaft (Anbau von Getreide und Hackfrüchten) heute weniger denn je rentabel betrieben werden. So setzte man schon früh auf Sonderkulturen. Im 17. Jahrhundert brachten Hugenotten den Tabak in die Kurpfalz. Noch heute zählt Reilingen zu den größten Tabakanbaugebieten Nordbadens. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts kam der Spargelanbau hinzu. So hat sich Reilingen zur überregional bekannten „Spargelgemeinde“ entwickelt. Der Spargelanbau wird heute von wenigen Haupterwerbsbetrieben und zahlreichen Nebenerwerbslandwirten betrieben. Dabei spielt die Direktvermarktung eine zunehmend wichtige Rolle.

Dank einer Reihe leistungsfähiger Klein- und Mittelstandsbetriebe aus dem gewerblichen und handwerklichen Bereich sowie dem Dienstleistungsbereich verfügt Reilingen auch über Arbeitsplätze am Ort.

Verkehr[Bearbeiten]

Nördlich führt an Reilingen die Bundesstraße 39 (Speyer–Sinsheim) vorbei. Im Osten verlaufen die Autobahnen A 6 (Mannheim–Heilbronn) und A 5 (Frankfurt–Karlsruhe).

Reilingen ist an den Busverkehr Rhein-Neckar angebunden. So kommt man in einer halben Stunde ins zehn Kilometer entfernte Speyer und in rund einer Stunde ins 20 Kilometer entfernte Heidelberg. Reilingen gehört zum Tarifgebiet des Verkehrsverbunds Rhein-Neckar.

Die umliegenden 700 Hektar Waldflächen sind mit zahlreichen Rad-, Reit- und Wanderwegen erschlossen.

Medien[Bearbeiten]

Über das lokale Geschehen berichtet die Hockenheimer Tageszeitung. Die Reilinger Nachrichten erscheinen wöchentlich.

Bildung[Bearbeiten]

In Reilingen gibt es mit der Friedrich-von-Schiller-Schule eine Grund- und Werkrealschule. Weiterführende Schulen können in Hockenheim, Walldorf, Schwetzingen und Speyer besucht werden. Für die jüngsten Anwohner bestehen zwei römisch-katholische, ein evangelischer und ein privater Kindergarten.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Die Gemeinde hat neunmal die Ehrenbürgerwürde verliehen. Zwei aus der Zeit des Nationalsozialismus wurden nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aberkannt.[8]

  • 1907: Adolf Ritzhaupt (1840–1916), Fabrikant, Bezirksrat, Kommerzienrat
  • 1933: Paul von Hindenburg, Reichspräsident
  • 1958: Franz Riegler (1887–1965), Rektor, Chorleiter
  • 1960: Ludwig Römpert (1885–1968), Bürgermeister
  • 1965: Dr. Lea Ueltzhöffer (1908–1971), Ärztin
  • 1975: Fritz Mannherz (1903–1986), Bürgermeister, Kreisrat
  • 2004: Helmut Müller (*1944), Bürgermeister

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • Josef Krämer (1901–1991), Theologe, Landtagsabgeordneter
  • Erich Klaus (* 1953), Ringer, 3. Platz bei der WM 1979, Vize-Europameister 1981 griech.-röm. Stil, Leichtgewicht
  • Kurt Niedermayer (* 1955), Fußballspieler beim Karlsruher SC, FC Bayern München, VFB Stuttgart, Trainer der A-Jugend des FC Bayern München

Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen[Bearbeiten]

  • Kurt Tschenscher (* 1928), FIFA-Schiedsrichter, wohnt in Reilingen
  • Kurt Eigl (* 1954), Fußballspieler, Karrierebeginn beim SC 08 Reilingen Stationen HSV, SV Darmstadt, TSV 1860 München, Jugendtrainer 1. FC Nürnberg
  • Günter Laier (* 1961), Ringer, Deutscher Mannschaftsmeister im Ringen mit AV Reilingen 1982
  • Dirk Müller (* 1968), Börsenmakler und Bankkaufmann, lebt in Reilingen
  • Marcel Klefenz (* 1986), Fußballspieler, Karrierebeginn beim SC 08 Reilingen

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Huth: Die Kunstdenkmäler des Landkreises Mannheim: Ohne Stadt Schwetzingen. München 1967
  • Staatl. Archivverwaltung Baden-Württemberg in Verbindung mit d. Städten u.d. Landkreisen Heidelberg u. Mannheim (Hrsg.): Die Stadt- und die Landkreise Heidelberg und Mannheim: Amtliche Kreisbeschreibung.
    • Bd 1: Allgemeiner Teil. Karlsruhe 1966
    • Bd 3: Die Stadt Mannheim und die Gemeinden des Landkreises Mannheim. Karlsruhe 1970

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Stand: 31. Dezember 2004
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2. S. 372–373
  4. Alfred Czarnetzki: Nouvelle découverte d'un fragment de crâne d'un hominide, archaïque dans le Sud-Ouest de l'Allemagne. (Rapport préliminaire) L'Anthropologie 39, 103 - 112, fig. 6, cit. 17
  5. Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum: Reilingen
  6. Einwohnerzahlen bis 1967: Kreisbeschreibung Bd. 3, S. 776.
  7. Herwig John, Gabriele Wüst: Wappenbuch Rhein-Neckar-Kreis. Ubstadt-Weiher 1996, ISBN 3-929366-27-4, S. 99
  8. Gemeinde Reilingen

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Reilingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Reilingen – Reiseführer