Peter Laviolette

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Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Peter Laviolette Eishockeyspieler
Peter Laviolette
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 7. Dezember 1964
Geburtsort Franklin, Massachusetts, USA
Größe 188 cm
Gewicht 91 kg
Spielerbezogene Informationen
Position Verteidiger
Schusshand Links
Spielerkarriere
1982–1986 Westfield State College
1986–1987 Indianapolis Checkers
1987–1988 Team USA
1988–1989 New York Rangers
1989–1990 Flint Spirits
1990–1992 Binghamton Rangers
1992–1993 Providence Bruins
1993–1994 Team USA
1994 San Diego Gulls
1994–1997 Providence Bruins

Peter Laviolette junior (* 7. Dezember 1964 in Franklin, Massachusetts) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Eishockeyspieler und derzeitiger -trainer. Seit Mai 2014 ist er Cheftrainer der Nashville Predators in der National Hockey League. Laviolette ist der US-amerikanische Trainer mit den meisten Siegen in der NHL.

Karriere[Bearbeiten]

Als Spieler[Bearbeiten]

Laviolette begann seine Karriere im Eishockey als Verteidiger im nordamerikanischen Collegeeishockey. Anschließend verbrachte er 11 Spielzeiten in der American Hockey League und der International Hockey League. Er wurde 12 mal in der NHL von den New York Rangers eingesetzt.

1988 und 1994 war er Mitglied der amerikanischen Nationalmannschaft bei den Olympischen Winterspielen, wobei er bei der zweiten Teilnahme die Position des Kapitäns übernahm.

Als Trainer[Bearbeiten]

An seine Laufbahn als aktiver Spieler schloss Laviolette eine Karriere als Trainer an. Erste Erfahrungen sammelte er in der East Coast Hockey League. Hier erreichte sein Team, die Wheeling Nailers die Play-offs und schieden erst in der dritten Runde aus. Dieser Erfolg qualifizierte Laviolette als Cheftrainer der Providence Bruins, dem Farmteam der Boston Bruins in der AHL. Bereits in seiner ersten Saison 1998/99 in Providence führte er das Team zum Gewinn der AHL-Meisterschaft, dem Calder Cup. Dies brachte ihm auch die Auszeichnung als bester AHL Trainer der Saison ein. In der folgenden Spielzeit konnten die Providence Bruins unter seine Regie erneut die Play-offs erreichen und scheiterten erst im Halbfinale. 2000/01 begleitete Laviolette die Boston Bruins als Assistenztrainer. In den folgenden beiden Spielzeiten konnte er die New York Islanders in die Play-offs der NHL führen, bei denen sie aber über die erste Runde nicht hinauskamen. Während der laufenden Saison 2003/04 ersetzte Laviolette Paul Maurice bei den desolaten Carolina Hurricanes. 2005/06 nach dem Lockout konnten die Hurricanes mit Laviolette die beste reguläre Spielzeit nach Punkten in den 34 Jahren der Geschichte der Franchise abliefern und zudem den Stanley Cup gewinnen. Laviolette schaffte es unter die Finalisten des Jack Adams Award für den besten Trainer in der NHL, der jedoch an Lindy Ruff von den Buffalo Sabres ging. Laviolette bekam einen Vertrag für fünf weitere Jahre bei den Hurricanes.

Trotz des Stanley-Cup-Sieges verpasste Laviolette in den folgenden beiden Spielzeiten mit den Hurricanes die Playoff-Qualifikation. Aufgrund der vorangegangenen Geschehnisse hielt das Management aber an seiner Position fest. Erst im Dezember 2008, nach einer Niederlagenserie, wurde Laviolette entlassen und durch seinen Vorgänger Paul Maurice ersetzt. Zuvor hatte Laviolette im Saisonverlauf einen Rekord aufgestellt, als er der US-amerikanische Cheftrainer mit den meisten Siegen in der NHL wurde.

2006 wurde Laviolette zum Trainer der amerikanischen Eishockeynationalmannschaft bei den Olympischen Winterspielen in Turin ernannt. 2004 und 2005 war er Trainer der USA bei den Eishockey-Weltmeisterschaften. 2004 war er Assistenztrainer der Mannschaft beim World Cup of Hockey. Seit Dezember 2009 ist er Cheftrainer bei den Philadelphia Flyers, wo er John Stevens ersetzte. In der Saison 2009/10 erreichte er mit den Flyers die Finalspiele um den Stanley Cup, verlor allerdings in sechs Spielen gegen die Chicago Blackhawks. Nachdem seine Mannschaft die ersten drei Spiele der Saison 2013/14 verloren hatte, wurde er im Oktober 2013 von den Flyers beurlaubt.[1]

Im Mai 2014 trat Laviolette die Nachfolge von Barry Trotz als Cheftrainer bei den Nashville Predators an, der das Team zuvor 16 Jahre lang begleitet hatte.[2]

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Als Trainer[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Peter Laviolette – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Trainerwechsel bei den Flyers; Meldung auf Sport1, 7. Oktober 2013.
  2. predators.nhl.com: „Nashville Predators Name Peter Laviolette Head Coach“ (englisch, 6. Mai 2014, abgerufen am 8. Mai 2014)