Roy Jay Glauber

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Roy Jay Glauber (* 1. September 1925 in New York, NY, USA) ist ein US-amerikanischer Physiker. Er ist Mallinckrodt Professor of Physics an der Harvard-Universität und erhielt 2005 den Nobelpreis für Physik.

Leben[Bearbeiten]

Glauber absolvierte die High School in New York als einer der ersten an der 1939 gegründeten Bronx High School of Science, einer berühmten öffentlichen Eliteschule. 1940 gewann er mit Fotos, die er durch selbstgebaute Teleskope und Spektroskope schoss, einen Wissenschaftspreis für Schüler der Westinghouse Corporation, und auch mit seinen selbst gebauten Spektroskopen gewann er 1939 Preise. Außerdem war er in den 1930er Jahren in Dorothy Bennett´s „Junior Astronomy Club“ aktiv, der dem New Yorker Planetarium angegliedert war. Nach seinem Schulabschluss 1941 studierte er an der Harvard-Universität in Cambridge, Massachusetts. Im Zweiten Weltkrieg war er Mitarbeiter in der theoretischen Abteilung am Manhattan-Projekt, wo er sich mit der genaueren Berechnung kritischer Massen befasste. Er machte in Harvard seinen Bachelor of Science 1946 und promovierte 1949 bei Julian Schwinger über ein Thema der Quantenfeldtheorie. Danach war er am Institute for Advanced Study und in Zürich bei Wolfgang Pauli, bevor er auf Vermittlung Robert Oppenheimers seine erste Lehrposition am Caltech in Pasadena erhielt in Vertretung Richard Feynmans, der ein Jahr nach Brasilien ging. In der Mitarbeit an der dortigen Forschungsgruppe um Linus Pauling erwachte sein Interesse an Streutheorie. Ab Ende der 1950er Jahre befasste er sich zunehmend mit der Physik der damals neu entwickelten Maser und Laser. Seit 1976 ist er Professor in Harvard und seit 1988 Professor der optischen Fakultät an der University of Arizona. Glauber war während seiner Karriere unter anderem Gastprofessor bzw. Professor am CERN, an der Universität Leiden und am Collège de France in Paris.

Er heiratete 1960 und hat zwei Kinder.

Wirken[Bearbeiten]

Roy Jay Glauber forscht auf dem Gebiet der Quantenoptik. Er erforschte unter anderem die Physik kohärenter Strahlung, wo er eine Formel für kohärente Zustände entwickelte. Des Weiteren befasste er sich mit der Streuung hochenergetischer Teilchen, z.B. von Hadronen an Kernen, bei denen die Wellenlänge der gestreuten Teilchen kleiner als die Reichweite der Wechselwirkung ist, ähnlich Beugungsphänomenen in der Optik nur mit Einschluss inelastischer Streuung (Glauber-Theorie).

Im Jahre 2005 erhielt er die Hälfte des Nobelpreises für Physik, während die andere Hälfte an John L. Hall und Theodor W. Hänsch ging. 1996 erhielt er den Dannie-Heineman-Preis für mathematische Physik.

Sonstiges[Bearbeiten]

In den vergangenen Jahren hatte er die Ehre, während der Ig-Nobelpreis-Verleihung als „Besenmeister“ die Papierflieger von der Bühne zu fegen.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Quantum Theory of Optical Coherence: Selected Papers and Lectures. Wiley-VCH, Weinheim 2007. ISBN 978-3527406876
  • The Quantum Theory of Optical Coherence Phys. Rev. 130, 2529–2539 (1963)
  • Theory of high energy hadron-nucleus collisions. 3. International Conference of High Energy Physics and Nuclear Structure 1969. S.207

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Roy J. Glauber – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien