Wilhelm Keitel

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Dieser Artikel befasst sich mit dem deutschen Generalfeldmarschall; für den Dirigenten siehe Wilhelm Keitel (Dirigent).
Wilhelm Keitel als Generalfeldmarschall, 1942

Wilhelm Bodewin Johann Gustav Keitel (* 22. September 1882 in Helmscherode; † 16. Oktober 1946 in Nürnberg) war ein deutscher Heeresoffizier (seit 1940 Generalfeldmarschall) und von 1938 bis 1945 Chef des Oberkommandos der Wehrmacht. Er gehörte zu den 24 im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof angeklagten Personen, wurde am 1. Oktober 1946 in allen vier Anklagepunkten schuldig gesprochen, zum Tod durch den Strang verurteilt und mit neun weiteren Verurteilten am 16. Oktober 1946 in Nürnberg hingerichtet.

Leben[Bearbeiten]

Kaiserreich und Erster Weltkrieg[Bearbeiten]

Wilhelm Keitel war der älteste Sohn des Gutsbesitzers Carl Keitel (1854–1934) aus Helmscherode am Harz und dessen Frau Apollonia, geb. Vissering (1855–1888). Seine Kindheit verbrachte er auf dem Familiengut. Die Mutter starb 1888 nach der Geburt des jüngeren Bruders Bodewin, eines späteren Generals der Infanterie, am Kindbettfieber. Keitel erhielt zunächst Hausunterricht und besuchte später das Humanistische Gymnasium in Göttingen, das heutige Max-Planck-Gymnasium. Seine schulischen Leistungen gehörten zum Klassendurchschnitt. Genau wie sein Vater wollte Keitel Landwirt werden, was aber nicht möglich war, weil der Vater das Gut weiterhin selbst bewirtschaften wollte. Daher trat er nach dem Abitur 1901 in die preußische Armee ein, wie es bei Gutsbesitzersöhnen üblich war. Aus Standes- und Kostengründen entschied sich Keitel gegen die Kavallerie und für den Dienst bei der (berittenen) Feldartillerie.[1]

Einige Historiker gehen auf die Prägung Keitels durch seine Herkunft ein. Samuel W. Mitcham und Gene Mueller rechnen sein loyales und gehorsames Verhalten gegenüber der Obrigkeit zu den Erfahrungen der Jugendjahre. Die Beschreibung als „typisch preußischen Junker“, die in der älteren Forschung verbreitet war,[2] wird dagegen abgelehnt, weil er aus einer hannoverschen Familie stammte, die der preußischen Uniform eher kritisch gegenüberstand.[3]

Am 18. April 1909 heiratete Keitel Lisa Fontaine, Tochter eines hannoverschen Ritterguts- und Brauereibesitzers. Aus der Ehe gingen sechs Kinder hervor, von denen eines früh starb. In einigen biografischen Darstellungen wird Lisa Keitel als ihrem Manne überlegen geschildert. Sie habe einen entscheidenden Einfluss auf den Verlauf der Karriere ihres Mannes genommen, denn bis zum Ersten Weltkrieg und auch später gab Keitel seinen Wunschtraum, Landwirt auf dem Familiengut zu werden, nicht auf. Nach dem Tod seines Vaters am 10. Mai 1934 reichte er ein Rücktrittsgesuch beim Chef der Heeresleitung, General Werner Freiherr von Fritsch, ein. Die Entscheidung, beim Militär zu bleiben, beeinflusste nicht nur eine in Aussicht gestellte Beförderung, sondern auch der Wunsch seiner Ehefrau, lieber die Frau eines Offiziers als die eines Landwirtes zu sein, entscheidend.[4]

Seine Karriere im Kaiserreich begann als Fahnenjunker im Niedersächsischen Feldartillerie-Regiment Nr. 46 in Wolfenbüttel. Ein Jahr später wurde er turnusgemäß zum Leutnant ernannt. Ab 1908 wurde er als Regimentsadjutant eingesetzt und 1910 zum Oberleutnant befördert. Schon zu Anfang des Ersten Weltkriegs wurde er von einem Granatsplitter am rechten Unterarm verwundet. Nach seiner Genesung kehrte er als Hauptmann und Batterieführer zu seinem Regiment zurück. 1914 lernte er Major Werner von Blomberg kennen, der seine spätere berufliche Laufbahn im starken Maße beeinflusste. Im Frühjahr 1915 wechselte er ohne die bis dahin übliche Ausbildung in den Generalstab. 1916 wurde er als Erster Generalstabsoffizier (Ia) der 19. Reserve-Division eingesetzt, 1918 dann als Ia des Marinekorps Flandern. Eingesetzt wurde er in den Schlachten von Namur, an der Marne, in den Vogesen, vorübergehend an der Ostfront, dann wieder bei Verdun und schließlich in Flandern. Insgesamt wurde er während des Krieges zwölf Mal ausgezeichnet, unter anderem mit dem Ritterkreuz des Königlichen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern.[5]

Weimarer Republik[Bearbeiten]

Auch nach Kriegsende blieb Keitel beim Militär und wurde in die Reichswehr übernommen. In der Weimarer Republik wurde er zunächst als Taktiklehrer der Kavallerieschule in Hannover eingesetzt. Drei Jahre später folgte eine Versetzung zum Stab des 6. (Preußisches) Artillerie-Regiments. Im Jahre 1923 erhielt er seine Beförderung zum Major. Von 1925 bis 1927 war er Gruppenleiter in der Heeres-Organisationsabteilung (T 2) im Truppenamt; 1927 wurde er zum Kommandeur der II. Abteilung des 6. (Preußisches) Artillerie-Regiments ernannt und 1929 zum Oberstleutnant befördert. Von Oktober 1929 bis Oktober 1933 war er wiederum im Reichswehrministerium eingesetzt, diesmal als Abteilungschef „T 2“. Dabei beteiligte er sich an dem illegalen Ausbau der Reichswehr, mit dem im Falle eines nationalen Notstandes die Möglichkeit der Erhöhung der Reichswehr von 10 auf 30 Divisionen bestand. 1931 reiste Keitel mindestens einmal in die Sowjetunion, um dort geheime Ausbildungslager der Reichswehr zu inspizieren.

Mueller[6] beschreibt Keitel als gewissenhaften und fleißigen Stabsarbeiter, was auch auf Kosten seiner Gesundheit ging, und 1933 zu einer Krankheit und Beurlaubung führte. Während seines Aufenthalts im tschechoslowakischen Sanatorium in der Hohen Tatra erlebte Keitel den zweiten Regimewechsel seiner Dienstzeit: die „Machtergreifung“ durch Adolf Hitler.

Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten]

Vorkriegszeit und Aufstieg zum Chef des OKW[Bearbeiten]

Im Oktober 1933 kehrte Keitel als Artillerieführer III und stellvertretender Kommandeur der 3. Division in den Truppendienst zurück.[7] Obwohl Keitel als Offizier der nach außen unpolitischen Reichswehr mit der NSDAP nichts zu tun haben durfte, sympathisierte er mit Hitler und dem nationalsozialistischen Gedankengut. Von der ersten Begegnung mit Hitler im Juli 1933 und dessen Rede auf dem Tempelhofer Feld in Berlin war Keitel sehr beeindruckt. 1939 sollte er das Goldene Parteiabzeichen der NSDAP erhalten, durch dessen Annahme er auch automatisch Mitglied der Partei wurde.[8]

Am 1. März 1934 wurde Keitel zum Generalmajor befördert und im Oktober 1934 als Infanterieführer VI und Kommandant von Bremen mit der Aufstellung der 22. Infanterie-Division beauftragt. Am 1. Oktober 1935 wurde er schließlich zum Chef des Wehrmachtamts im Reichskriegsministerium berufen. Dies geschah auf Betreiben des Chefs des Generalstabs des Heeres, General Ludwig Beck, der sich damit gegen Reichswehrminister Blomberg durchsetzen konnte.[9] Im neuen Amt versuchte Keitel, die Koordinierung zwischen Heer, Kriegsmarine und Luftwaffe durch einen gemeinsamen Führungsstab zu verbessern. Dieser Plan scheiterte aber an dem Widerstand der Generäle. Am 1. Januar 1936 wurde Keitel zum Generalleutnant und am 1. August 1937 zum General der Artillerie befördert.

General der Flieger Milch, General der Artillerie Keitel, Generaloberst von Brauchitsch, Generaladmiral Raeder und General der Kavallerie Freiherr von Weichs während des „Tags der Wehrmacht“ auf dem Reichsparteitag, September 1938

Nach der Blomberg-Fritsch-Krise und der damit verbundenen Veränderung der Kommandostruktur der Wehrmacht, wie die Reichswehr seit 1935 offiziell hieß, wurde er zum Chef des Oberkommandos der Wehrmacht (OKW) berufen. Diese Dienststelle war im selben Jahr neu eingerichtet worden und ersetzte das Amt des Reichskriegsministers, das pro forma von Hitler persönlich übernommen wurde. Die Neuorganisation der militärischen Führung war monatelang von Keitel selbst gemeinsam mit dem damaligen Oberst Alfred Jodl ausgearbeitet worden, mit dem er auch in Zukunft eng kooperieren sollte.[10] Keitel war als Chef des OKW direkt Hitler unterstellt. Während die operativen Aufgaben der Kriegführung vom Wehrmachtführungsstab unter Alfred Jodl besorgt wurden, lagen in Keitels Verantwortung die Bereitstellung von Soldaten und Kriegsgerät, die Spionage, die Versorgung der Kriegsgefangenen und Verwundeten sowie die Verwaltung der Wehrmacht und des Heeresgebietes, in dem sie tätig war. Dabei war es seine Aufgabe, die Befehle Hitlers weiterzugeben; nach dem Ausbruch des Krieges hatte er außerdem die Aufgabe, die Verbindung zwischen Hitler und seinen Generälen aufrechtzuerhalten. Diese vermittelnde Rolle spielte Keitel bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges.

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]

Keitel (Mitte) im Gespräch mit dem japanischen Außenminister Yōsuke Matsuoka (links) und Heinrich Georg Stahmer in Berlin am 28. März 1941.

Im Zweiten Weltkrieg war Keitel als Chef des OKW in alle zentralen militärischen Entscheidungsprozesse eingebunden, agierte aber hauptsächlich als Hitlers Erfüllungsgehilfe: Initiativen zur Änderung der Strategie gingen von ihm nicht aus. Hitler sagte nach dem schnellen Sieg im Westen (Westfeldzug Mai/Juni 1940) bzw. nach dem Waffenstillstandsgesuch Frankreichs zu Keitel: „Jetzt haben wir gezeigt, wozu wir fähig sind. Glauben Sie mir, Keitel, ein Feldzug gegen Rußland wäre dagegen ein Sandkastenspiel.“[11] Am 19. Juli 1940 ernannte Hitler Keitel – und gleichzeitig elf weitere Generäle – zum Generalfeldmarschall. Keitel sah es fortan nur noch mehr als seine Aufgabe an, Hitlers Entscheidungen bedingungslos zu unterstützen oder „dem Führer entgegenzuarbeiten“ (Kershaw), so zum Beispiel beim sogen. Kommissarbefehl vom 12. Mai 1941.[12]

In der Forschung wird seine Dienstbeflissenheit und Willfährigkeit gegenüber Hitler hervorgehoben. Keitel prägte nach der Eroberung der Benelux-Staaten und Frankreichs den Begriff „Größter Feldherr aller Zeiten“ für Hitler, der nach Stalingrad als Gröfaz verulkt wurde. (Originalzitat: „Mein Führer, Sie sind der größte Feldherr aller Zeiten.” 17. Juni 1940, nachdem das französische Waffenstillstandsgesuch in Hitlers Hauptquartier eingetroffen war.) Außerdem wurde er von seinen Kameraden als „Jasager“ bezeichnet, was für andere Generäle, so Mueller, fatale Folgen hatte, wenn sie anderer Meinung waren. Im Offizierkorps genoss Keitel aus diesem Grund nur wenig Respekt und hatte den Spitznamen „Lakeitel“.

Keitels Loyalität wurde von Hitler mit Dotationen belohnt. 1942 erhielt er eine Bardotation in Höhe von 250.000 Reichsmark, im Oktober 1944 zusätzlich 246 Hektar Waldbesitz in Lamspringe (Niedersachsen) im Wert von 739.340 Reichsmark.[13][14]

Verantwortung für Kriegsverbrechen[Bearbeiten]

Als Chef des OKW war es Keitels Aufgabe, Hitlers teils völkerrechtswidrigen Weisungen mit seiner Unterschrift Befehlskraft zu verleihen.

Die Anweisungen zur Ausrottung der polnischen Eliten trug er widerspruchslos mit und verteidigte sie gegenüber Kritikern. So erklärte er am 12. September 1939 gegenüber dem über die Massenerschießungen entsetzten Admiral Wilhelm Canaris:

„Die Sache [sei] bereits vom Führer entschieden …, der dem Ob.d.H. klargemacht habe, daß, wenn die Wehrmacht hiermit nichts zu tun haben wolle, sie es auch hinnehmen müsse, daß SS und Gestapo neben ihr in Erscheinung treten. Es werde daher in jedem Militärbezirk neben den Militär- auch Zivil-Befehlshaber eingesetzt werden, letzteren würde eben die ’Volkstums-Ausrottung’ zufallen.[15]

Nach dem Balkanfeldzug und ersten Kampfhandlungen mit jugoslawischen Partisanengruppen gab Keitel am 16. September 1941 den Geisel-Sühne-Befehl für Serbien:

„Als Sühne für ein deutsches Soldatenleben muß in diesen Fällen im allgemeinen die Todesstrafe für 30 bis 100 Kommunisten als angemessen gelten.“[16]

Im so genannten Banditenbekämpfungsbefehl vom 16. Dezember 1942 erklärte er im Zusammenhang mit dem Partisanenkrieg in Jugoslawien:

„Die Truppe ist daher berechtigt und verpflichtet, in diesem Kampf ohne Einschränkung auch gegen Frauen und Kinder jedes Mittel anzuwenden, wenn es nur zum Erfolg führt.“[17]

An den Entscheidungsprozessen, die in Vorbereitung des Angriffs auf die Sowjetunion zu den verbrecherischen Befehlen[18] führten, war Keitel nicht beteiligt. Er unterzeichnete aber mehrere Befehle, die Massenmord anordneten oder billigten. Dazu gehören der Kommissarbefehl vom 6. Juni 1941 und der Nacht-und-Nebel-Erlass vom 7. Dezember 1941. Am 12. September 1941 wies er die Truppe in einem Geheimbefehl an:

„Der Kampf gegen den Bolschewismus verlangt ein rücksichtsloses und energisches Durchgreifen, vor allem auch gegen die Juden, die Hauptträger des Bolschewismus.[19]

Außerdem gab er Hitlers Durchhaltebefehle während und nach der Schlacht von Stalingrad ohne Bedenken weiter und verschrieb sich bedingungslos der Idee, die Kampfmoral der Truppe durch die Erziehung zum unbedingten Glauben an die „Genialität des Führers“ wieder aufzurichten.

Endphase des Krieges und Kapitulation der Wehrmacht[Bearbeiten]
GFM Keitel unterzeichnet in Berlin-Karlshorst die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht (9. Mai 1945)

Am 20. Juli 1944 war Keitel bei der Lagebesprechung in der Wolfschanze anwesend, bei der das Hitler-Attentat des Obersten Stauffenberg verübt wurde, und half danach dem nur leichtverletzten Hitler aus den Trümmern der Baracke.[20] Anschließend gab er telefonische Befehle zur Verfolgung der Verschwörer aus.[21] Er wurde anschließend Mitglied des sogenannten Ehrenhofs der Wehrmacht, der über die Ausstoßung von am Attentatsplan beteiligten Offizieren aus der Wehrmacht entschied, damit diese vom Volksgerichtshof abgeurteilt werden konnten.

Erst in den letzten Wochen des Krieges übernahm das OKW auch die Aufgaben der operativen Führung, was aber für den Verlauf der Ereignisse nicht mehr von großer Bedeutung war. Seine letzte Aufgabe erfüllte Keitel in der Nacht vom 8. auf den 9. Mai 1945, als er die deutsche Kapitulationsurkunde im sowjetischen Hauptquartier in Berlin-Karlshorst unterzeichnete.

Verhaftung und Prozess[Bearbeiten]

Wilhelm Keitel in seiner Nürnberger Gefängniszelle im November 1945. Er trägt nach wie vor seine Uniform, an der man sämtliche Abzeichen entfernt hat.

Am 13. Mai 1945 wurde Keitel von den Alliierten festgenommen und zusammen mit anderen hochrangigen Wehrmachtangehörigen und Mitgliedern der NSDAP-Hierarchie in das Kriegsgefangenenlager Nr. 32 (Camp Ashcan) im luxemburgischen Bad Mondorf eingeliefert. Im August 1945 wurde er nach Nürnberg überstellt. Keitel wurden sämtliche Orden und Ehrenzeichen abgenommen. Vor Gericht erschien er zwar in Uniform und Schaftstiefeln, doch hatte man an seinem Waffenrock zuvor die Schulterstücke und Kragenspiegel sorgfältig entfernt. An seiner Stiefelhose hatte man sogar die roten Lampassen abgetrennt, so dass nichts mehr auf seinen früheren Rang als Generalfeldmarschall hindeutete.

Zusammen mit 23 anderen wurde er im Prozess angeklagt. In allen vier Anklagepunkten wurde er schuldig gesprochen: Verschwörung zur Planung eines Angriffskrieges, Verbrechen gegen den Frieden, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Laut der Anklage war er für die Verstrickung der Wehrmacht als Institution in die verbrecherischen Aktionen des NS-Regimes besonders verantwortlich.

Am 1. Oktober 1946 wurde er zum Tod durch den Strang verurteilt und mit neun weiteren Verurteilten am 16. Oktober 1946 in Nürnberg hingerichtet.

Militärische Laufbahn (Übersicht)[Bearbeiten]

Datum Dienstgrad
14. Oktober 1901 Fähnrich
18. August 1902 Leutnant
18. August 1910 Oberleutnant
8. Oktober 1914 Hauptmann
1. Juni 1923 Major
1. Februar 1929 Oberstleutnant
1. Oktober 1931 Oberst
1. April 1934 Generalmajor
1. Januar 1936 Generalleutnant
1. August 1937 General der Artillerie
1. November 1938 Generaloberst
19. Juli 1940 Generalfeldmarschall

Werke[Bearbeiten]

  •  Generalfeldmarschall Keitel – Verbrecher oder Offizier? Erinnerungen, Briefe, Dokumente des Chefs OKW. Muster-Schmidt, Göttingen/West-Berlin/Frankfurt am Main posthum 1961, DNB 573493642 (hrsg. von Walter Görlitz).
  •  Mein Leben – Pflichterfüllung bis zum Untergang. Hitlers Generalfeldmarschall und Chef des Oberkommandos der Wehrmacht in Selbstzeugnissen. Edition q, Berlin posthum 1998, ISBN 3-86124-353-9 (hrsg. von Werner Maser).
  •  Keitel in Nürnberg. Stellungnahme des Generalfeldmarschalls und Chefs des Oberkommandos der Wehrmacht zu verschiedenen Anklagepunkten im Nürnberger Prozeß. Verlag Bublies, Beltheim posthum 2002, ISBN 3-926584-90-4 (hrsg. von Hans-Joachim Keitel).

Literatur[Bearbeiten]

  • Der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof. Nürnberg 14. November 1945–1. Oktober 1946. Internationaler Militärgerichtshof Nürnberg [amtlicher Text in deutscher Sprache]. Delphin. München/Zürich 1948. ISBN 3-7735-2511-7 (Nachdruck 1984).
  • Thilo Vogelsang: Keitel, Wilhelm. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 11, Duncker & Humblot, Berlin 1977, ISBN 3-428-00192-3, S. 412 f. (Digitalisat).
  • Karl-Heinz Janßen, Fritz Tobias: Der Sturz der Generäle. C.H. Beck. München 1994. ISBN 3-406-38109-X.
  • Guido Knopp/Christian Dick: Der Gehilfe. in: Guido Knopp: Hitlers Krieger. C. Bertelsmann. München 1998. ISBN 3-570-00265-9. S. 93–156.
  • Samuel W. Mitcham jr.: Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel. In: Gerd R. Ueberschär (Hrsg.): Hitlers militärische Elite. Band 1. Primus. Darmstadt 1998. ISBN 3-89678-083-2. S. 112–120.
  • Gene Mueller: Wilhelm Keitel. Der gehorsame Soldat. In: Ronald Smelser, Enrico Syring (Hrsg.): Die Militärelite des Dritten Reiches. 27 biographische Skizzen. Ullstein. Berlin/Frankfurt am Main 1995. ISBN 3-550-07080-2. S. 251–269.
  • Kirstin A. Schäfer: Werner von Blomberg. Hitlers erster Feldmarschall. Schöningh. Paderborn 2006. ISBN 978-3-506-71391-9.
  • Robert S. Wistrich: Wer war wer im Dritten Reich. Ein biographisches Lexikon. Anhänger, Mitläufer, Gegner aus Politik, Wirtschaft, Militär, Kunst und Wissenschaft. (Originaltitel: Who's Who in Nazi Germany. übersetzt von Joachim Rehork, überarbeitet und erweitert von Hermann Weiss) Harnack. München 1983. ISBN 3-88966-004-5. S. 53f.
  • Gerd Ueberschär, Winfried Vogel: Dienen und verdienen. Hitlers Geschenke an seine Eliten. Fischer-TB 14966, Frankfurt am Main 2000. ISBN 3-596-14966-5.
  • Michael Bertram: Das Bild der NS-Herrschaft in den Memoiren führender Generäle des Dritten Reiches – eine kritische Untersuchung. Ibidem-Verlag. Stuttgart 2009. ISBN 978-3-8382-0034-7.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wilhelm Keitel: Mein Leben. Pflichterfüllung bis zum Untergang. Hitlers Generalfeldmarschall und Chef des Oberkommandos der Wehrmacht in Selbstzeugnissen, hrsg. von Werner Maser, Berlin 1998, S. 31–34; Samuel W. Mitcham, Jr.: Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel. In: Gerd R. Ueberschär (Hrsg.): Hitlers militärische Elite. Band 1, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1998, S. 112 f.
  2. Siehe z. B. Walter Görlitz: Keitel, Jodl, and Warlimont. In: Correlli Barnett (Hrsg.): Hitler’s Generals. Grove Weidenfeld, New York 1989, S. 139.
  3. Samuel W. Mitcham, Jr.: Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel. In: Gerd R. Ueberschär (Hrsg.): Hitlers militärische Elite. Band 1, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1998, S. 251–269; Gene Mueller: Wilhelm Keitel. Der gehorsame Soldat. In: Ronald Smelser, Enrico Syring (Hrsg.): Die Militärelite des Dritten Reiches. 27 biographische Skizzen. Berlin 1995, S. 251.
  4. Walter Görlitz: Generalfeldmarschall Keitel. Verbrecher oder Offizier? Erinnerungen, Briefe, Dokumente des Chefs OKW. Berlin u.a. 1961, S. 17–26; Samuel W. Mitcham, Jr.: Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel. In: Gerd R. Ueberschär (Hrsg.): Hitlers militärische Elite. Band 1, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1998, S. 112–114.
  5. Rangliste des Deutschen Reichsheeres, Hrsg.: Reichswehrministerium, Mittler & Sohn Verlag, Berlin 1930, S.115
  6. Gene Mueller: Wilhelm Keitel. Der gehorsame Soldat. In: Ronald Smelser und Enrico Syring (Hrsg.): Die Militärelite des Dritten Reiches. 27 biographische Skizzen. Berlin 1995, S. 254.
  7. Wilhelm Keitel: Mein Leben. Pflichterfüllung bis zum Untergang. Hitlers Generalfeldmarschall und Chef des Oberkommandos der Wehrmacht in Selbstzeugnissen, hrsg. von Werner Maser, Berlin 1998, S. 171f.
  8. Klaus D. Patzwall: Das Goldene Parteiabzeichen und seine Verleihungen ehrenhalber 1934-1944, Studien zur Geschichte der Auszeichnungen Band 4, Verlag Klaus D. Patzwall, Norderstedt 2004, ISBN 3-931533-50-6, S. 19.
  9. Wilhelm Deist, Manfred Messerschmidt, Hans-Erich Volkmann und Wolfram Wette: Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg. Band 1: Ursachen und Voraussetzungen der deutschen Kriegspolitik. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1979, S. 507.
  10. Wilhelm Deist, Manfred Messerschmidt, Hans-Erich Volkmann und Wolfram Wette: Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg. Band 1: Ursachen und Voraussetzungen der deutschen Kriegspolitik. Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart 1979, S. 508 f.
  11. Zit. n. Guido Knopp: Die Wehrmacht. Eine Bilanz. München, 3. Aufl. 2007, S. 76.
  12. Vgl. Ian Kershaw: Hitler. 1936–1945. DVA, Stuttgart 2000, S. 474 f.
  13. ...schlechthin unwürdig, Zeit online, Ausgabe 14/1997.
  14. Gerd R. Ueberschär, Winfried Vogel: Dienen und Verdienen. Hitlers Geschenke an seine Eliten. Frankfurt 1999. ISBN 3-10-086002-0.
  15. Martin Broszat: Nationalsozialistische Polenpolitik 1939–1945. Fischer, Frankfurt am Main 1965, S. 20.
  16. zitiert bei Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. Fischer Taschenbuch Verlag, Zweite aktualisierte Auflage, Frankfurt am Main 2005, S. 303.
  17. Helmut Krausnick und Hans-Heinrich Wilhelm: Die Truppe des Weltanschauungskrieges. Die Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD 1938–1942. Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart 1981, S. 513.
  18. Hierzu Jürgen Förster, «Verbrecherische Befehle», in: Wolfram Wette und Gerd Ueberschär (Hrsg.), Kriegsverbrechen im 20. Jahrhundert, Darmstadt 2001, S. 137-151.
  19. Zitat aus Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. Fischer Taschenbuch Verlag, Zweite aktualisierte Auflage, Frankfurt am Main 2005, ISBN 978-3-596-16048-8, S. 303.
  20. Hubert Beckers: Wilhelm Keitel (1882–1946) auf Shoa.de.
  21. Vgl. Samuel W. Mitcham, Jr.: Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel. In: Gerd R. Ueberschär (Hrsg.): Hitlers militärische Elite. Band 1, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1998, S. 116–118; Gene Mueller: Wilhelm Keitel. Der gehorsame Soldat. In: Ronald Smelser und Enrico Syring (Hrsg.): Die Militärelite des Dritten Reiches. 27 biographische Skizzen. Berlin 1995, S. 261–263; Robert Wistrich: Wer war wer im Dritten Reich. Anhänger, Mitläufer, Gegner aus Politik, Wirtschaft, Militär, Kunst und Wissenschaft. Harnack, München 1983, S. 154.