Wings

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Dieser Artikel erläutert die Musikgruppe Wings; zu anderen Bedeutungen siehe Wings (Begriffsklärung).
Wings
Paul und Linda McCartney 1976
Paul und Linda McCartney 1976
Allgemeine Informationen
Genre(s) Rock
Gründung 1971
Auflösung 1981
Gründungsmitglieder
Paul McCartney
Gesang, Keyboard
Linda McCartney
Gesang, Gitarre, Bass, Keyboard
Denny Laine
Denny Seiwell (bis 1973)
Ehemalige Mitglieder
Gitarre
Henry McCullough (1972–1973)
Schlagzeug
Geoff Britton (1974)
Gitarre
Jimmy McCulloch (1974–1978)
Schlagzeug
Joe English (1974–1977)
Schlagzeug
Steve Holly (1978–1981)
Gitarre
Laurence Juber (1978–1981)

Wings ist der Name einer Musikgruppe von Paul McCartney mit seiner ersten Frau Linda und Denny Laine.

Geschichte[Bearbeiten]

Nach dem Ende der Beatles veröffentlichte Paul McCartney 1970 sein Soloalbum McCartney und 1971 zusammen mit seiner Frau Linda McCartney das Album Ram. Im gleichen Jahr gründeten sie die Gruppe Wings. Neben Paul und Linda McCartney war der englische Gitarrist Denny Laine (ex-Moody Blues) das einzige ständige Mitglied der Band bis zu ihrer Auflösung im Jahr 1981. Zur Urbesetzung gehörte noch der US-amerikanische Studiomusiker Denny Seiwell am Schlagzeug. Das erste Album der Gruppe mit dem Titel Wild Life wurde 1971 veröffentlicht. Im Februar 1972 ging die Gruppe (verstärkt um den irischen Gitarristen Henry McCullough) (ex-Grease Band) auf ihre erste Tournee in Großbritannien, wo sie hauptsächlich unangekündigt in diversen Universitäten spielte. Weitere Konzerte in Europa folgten im Sommer.

Zunächst konnte die Band kommerziell nicht an die Erfolge der Beatles anknüpfen. Erst 1973 kam der Durchbruch mit der Single Live And Let Die, dem Titellied des James-Bond-Films Leben und sterben lassen, und dem Album Band on the Run. Bis dahin waren die Veröffentlichungen der Wings vor allem bei den Kritikern unbeliebt. Generell wurde die Gruppe nicht als solche wahrgenommen, sondern lediglich als Begleitband McCartneys gesehen. Dieser machte in Interviews jedoch immer wieder deutlich, dass die Wings tatsächlich eine „echte“ Band seien. Dennoch erschienen 1973 und 1974 diverse Singles und Alben unter dem Namen „Paul McCartney & Wings“.

Mitte der 1970er Jahre befanden sich die Wings auf dem Höhepunkt der Karriere. In den Jahren 1975 und 1976 ging die Gruppe auf diverse Tourneen. In Seattle spielten sie vor über 60.000 Menschen. Die Tournee wurde 1976 auf der Dreifach-LP Wings Over America und 1981 im Film Rockshow dokumentiert.

Im Jahr 1977 erschien das Lied Mull of Kintyre. Es war die erste Single, von der in Großbritannien mehr als zwei Millionen Exemplare verkauft wurden, blieb dort die meistverkaufte Single bis zum Jahr 1984 und wird in der Bestsellerliste bis heute nur von diversen Benefiz-Projekten übertroffen.

1979 erschien das letzte Wings-Album Back to the Egg mit dem neuen Gitarristen Laurence Juber und Schlagzeuger Steve Holly. Auf der letzten Tournee durch Großbritannien fand das von McCartney und der UNICEF initiierte „Concert for the People of Kampuchea“ im Dezember 1979 statt. Eine Wings-Tournee durch Japan kam 1980 nicht zustande, weil Paul McCartney bei der Einreise in Tokio wegen Drogenbesitzes verhaftet wurde. 1981 wurde offiziell das Ende der Band bekanntgegeben.

Wings ist das erfolgreichste Projekt eines Ex-Beatles. Trotz anfänglich harscher Kritik und häufig wechselnder Besetzung gelang es Paul McCartney, die Gruppe zu einer Einheit zusammenzuschweißen, obwohl das Gros der Lieder von ihm komponiert und gesungen wurde. Wings gehört mit 14 Top-Ten-Singles in Großbritannien und zwölf Top-Ten-Singles in den USA zu den erfolgreichsten Gruppen der 1970er Jahre.

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Alben Chartplatzierungen
AT CH DE UK US
1971 Wild Life - - 47 11 10
1973 Red Rose Speedway ? ? ? 4 1
1973 Band on the Run - - 15 1 1
1975 Venus and Mars - - 11 1 1
1976 Wings at the Speed of Sound - - 32 2 1
1978 London Town 4 - 6 4 2
1979 Back to the Egg 12 - - 6 8

Sonstige Alben[Bearbeiten]

Jahr Alben Chartplatzierungen
AT CH DE UK US
1977 Wings over America (live) 12 - 8 8 1
1978 Wings Greatest (Comp.) - - 18 5 29
2001 Wingspan: Hits and History (Comp.) 28 - 20 5 2

Alben mit Beteiligung der Wings[Bearbeiten]

  • Live and Let Die - Original Soundtrack (nur Titelsong), 1973
  • McGear, Wingsproduktion mit Mike McCartney, 1974
  • Hollydays, Wingsproduktion mit Denny Laine, 1977
  • Japanese Tears, Wingsproduktion mit Denny Laine, 1980
  • Concert for the People of Kampuchea, 1981
  • Wide Prairie, Linda McCartney, acht Titel mit Wingsbeteiligung, 1998

Singles[Bearbeiten]

Jahr Singles Chartplatzierungen
AT CH DE UK US
1972 Give Ireland Back to the Irish - - - 16 -
1972 Mary Had a Little Lamb - - - 9 -
1972 Hi Hi Hi / C Moon - - 16 5 10
1973 My Love - - 43 9 1
1973 Live and Let Die - - 31 9 2
1973 Helen Wheels - - 33 12 10
1974 Mrs. Vanderbilt - - 33 - -
1974 Jet - - 6 7 7
1974 Band on the Run - - 22 3 1
1974 Junior’s Farm - - - 16 3
1975 Sally G. - - - - 39
1975 Listen to What the Man Said - - 42 6 1
1975 Letting Go - - - - 39
1975 Venus and Mars – Rockshow - - - - 12
1976 Silly Love Songs - - 14 2 1
1976 Let ’Em In - - 29 2 3
1977 Maybe I’m Amazed - - - 28 10
1977 Mull of Kintyre / Girls’ School 1 1 1 1 -
1977 Girl’s School - - - - 33
1978 With a Little Luck 19 11 17 5 1
1978 I’ve Had Enough - - - - 25
1978 London Town - - - - 39
1979 Goodnight Tonight - - 34 5 5
1979 Old Siam Sir - - - 35 -
1979 Getting Closer - - - - 20
1979 Arrow Through Me - - - - 29
1980 Coming Up - - 11 - 1

Literatur[Bearbeiten]

  • Victor Rust: The Moody Blues Encyclopaedia, Volumes 1 & 2, Pembury (Kent) 2008. Die Bände sind gleichzeitig eine Enzyklopädie der Wings.