British Mediterranean Airways

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British Mediterranean Airways Ltd.
Logo der British Airways, für die BMED ausschließlich operierte
Airbus A320 der BMED
IATA-Code: KJ[1]
ICAO-Code: LAJ
Rufzeichen: BEE MED
Gründung: 1994
Betrieb eingestellt: 2007
Sitz: London,
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
Heimatflughafen:

Flughafen London Heathrow

Unternehmensform: Ltd.
Allianz: Oneworld
(Für British Airways)
Vielfliegerprogramm: Executive Club
(Für British Airways)
Flottenstärke: 8
Ziele: international
British Mediterranean Airways Ltd. hat den Betrieb 2007 eingestellt. Die kursiv gesetzten Angaben beziehen sich auf den letzten Stand vor Einstellung des Betriebes.

British Mediterranean Airways Ltd., kurz BMED, war eine britische Fluggesellschaft mit Sitz in London. Die Gesellschaft unterhielt ein Franchise-Abkommen mit British Airways und flog ausschließlich in deren Markenauftritt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Airbus A320-200 der British Mediterranean in eigenständiger Lackierung

BMED wurde 1994 von einer privaten Investorengruppe gegründet. Der Flugbetrieb wurde am 28. Oktober 1994 mit einem Airbus A320-200 und einem Flug zum Flughafen Beirut aufgenommen. Anfang 1995 folgten weitere Flüge nach Amman und Damaskus.[2][3]

Am 30. März 1997 unterzeichnete die Gesellschaft ein Franchise-Abkommen mit British Airways. Flugzeuge der BMED erhielten infolgedessen Kabine und Lackierung der British Airways. Außerdem wurden alle Flüge unter British Airways Flugnummern (BA6500–6669) durchgeführt.

Nachdem BMED in massive finanzielle Schwierigkeiten geraten war, wurde die Gesellschaft im Februar 2007 durch bmi für 30 Millionen Pfund übernommen. BMED flog noch bis zum Ende des Sommers 2007 für British Airways und stellte den Flugbetrieb dann ein. Flotte und Personal wurden in die bmi integriert.[4]

Flugziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der Levante, Zentralasien und Nordafrika wurden Flüge nach London Heathrow durchgeführt, die Passagieren das Umsteigen in Langstreckenflüge der British Airways ermöglichen sollten.[2]

Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Airbus A321 der British Mediterranean Airways im Außenauftritt der British Airways

Die Flotte bestand zur Betriebseinstellung im Sommer 2007 aus acht Flugzeugen[5]:

Alle Maschinen gingen in den Bestand der bmi über.

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 31. März 2003 war ein Airbus A320 der BMED in einen ernsthaften Zwischenfall verwickelt. Beim Landeanflug auf den Flughafen Addis Abeba berechnete das Flight Management System eine falsche Position der Maschine, nachdem diese fehlerhafte Informationen durch ein Funkfeuer des Flughafens erhalten hatte. Die Piloten bemerkten erst spät, dass das Flugzeug auf Gelände zusteuerte und leiteten ein Durchstartmanöver ein. Wie Berechnungen hinterher ergaben, befand sich die Maschine zum kritischsten Zeitpunkt gerade einmal 17 Meter über dem Boden.[6]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: British Mediterranean Airways – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ch-aviation: BMED, abgerufen am 6. Juli 2015
  2. a b Günter Endres / Graham Edwards: Typenhandbuch Airlines. Heel, 2008, ISBN 978-3-89880-916-0.
  3. BMED Company History. Archiviert vom Original am 3. Juli 2006, abgerufen am 6. Juli 2015.
  4. Alistair Osborne: Bmi takes control of BMED in £30m deal. In: The Telegraph. 3. Februar 2007, abgerufen am 6. Juli 2015 (englisch).
  5. planespotters.net: British Mediterranean Airways Fleet Details and History (englisch), abgerufen am 6. Juli 2015
  6. AAIB: Report on the accident to Airbus A320-231, G-MEDA On approach to Addis Abeba Airport, Ethiopia (englisch), abgerufen am 6. Juli 2015