Channel Airways

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Channel Airways
Channel Airways Trident
IATA-Code: -
ICAO-Code: CW
Rufzeichen: CHANNEL AIR
Gründung: 1946
Betrieb eingestellt: 1972
Sitz: Southend-on-Sea
Drehkreuz:

Flughafen London-Stansted

Heimatflughafen: Flughafen Southend-on-Sea
Flottenstärke: 12
Ziele: international
Channel Airways hat den Betrieb 1972 eingestellt. Die kursiv gesetzten Angaben beziehen sich auf den letzten Stand vor Einstellung des Betriebes.

Channel Airways (bis 1962 als East Anglian Flying Service firmierend) war eine in Southend-on-Sea ansässige britische Fluggesellschaft, die ihren Betrieb im Jahr 1972 eingestellt hat.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine De Havilland DH.106 Comet auf dem Flughafen Berlin-Tegel im Jahr 1971. Das Flugzeug erhielt die Gesellschaft von Olympic Airways.

Die Fluggesellschaft Channel Airways wurde am 16. August 1946 in Ipswich unter dem Namen East Anglian Flying Service (EAFS) von dem ehemaligen RAF-Piloten Jack Jones gegründet. Anfänglich führte die Gesellschaft Gelegenheitsdienste (Ad-hoc-Charter) mit Flugzeugen des Typs De Havilland DH.89 Dragon Rapide vom Flughafen Ipswich durch. In den 1950er-Jahren verlegte das Unternehmen den Sitz nach Southend-on-Sea. Zeitgleich wurde die Flotte mit Maschinen des Typs De Havilland DH.104 Dove modernisiert, die auf Linienstrecken von Southend nach Birmingham und Ipswich zum Einsatz kamen. Im Jahr 1958 eröffnete EAFS ihre erste internationale Linienverbindung nach Rotterdam, die mit Flugzeugen des Typs Bristol 170 Wayfarer beflogen wurde. Ab Mai 1959 führte das Unternehmen auch internationale Charterflüge durch.

Am 25. Oktober 1962 änderte die EAFS ihren Namen in Channel Airways. Im Dezember 1962 übernahm das Unternehmen die ebenfalls in Southend ansässige Fluglinie Tradair, wodurch die Gesellschaft ihre ersten Maschinen des Typs Vickers Viscount erhielt. In den 1960er-Jahren baute Channel Airways das Liniennetz weiter aus und richtete internationale Verbindungen vom Flughafen Portsmouth nach Paris-Le Bourget und Ostende ein. Zudem erfolgten Linienflüge von Portsmouth, Ipswich und Bournemouth zu den britischen Kanalinseln. Channel Airways expandierte ab 1967 auf dem Chartermarkt und erwarb hierzu elf weitere Maschinen des Typs Vickers Viscount. Im Juni 1967 erhielt die Gesellschaft ihre ersten Düsenflugzeuge des Typs BAC 1-11, die ab Frühjahr 1968 auf IT-Charterflügen vom Flughafen London-Stansted in den Mittelmeerraum eingesetzt wurden. Maschinen des Typs Hawker Siddeley Trident ergänzten im selben Jahr die Flotte. Zudem übernahm die Gesellschaft im Januar 1970 vier Flugzeuge des Typs de Havilland Comet, mit denen ab März 1971 auch touristische Charterflüge vom Flughafen Berlin-Tegel angeboten wurden. Im Verlauf des Jahres 1971 geriet Channel Airways in wirtschaftliche Schwierigkeiten, die zur Einstellung des Flugbetriebs am 29. Februar 1972 führten.

Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am 3. Mai 1967 stürzte eine Vickers Viscount 812 der Channel Airways (G-AVJZ) unmittelbar nach dem Start vom Flughafen Southend ab. Die Besatzung befand sich auf einem Testflug für die Lufttüchtigkeit des Flugzeugs und hatte zuvor den Propeller eines Triebwerks in Segelstellung gebracht. Bei dem Absturz wurden zwei Personen am Boden getötet. ie drei Piloten überlebten.[2]
  • Am 4. Mai 1968 überrollte eine Vickers Viscount 812 der Channel Airways (G-APPU) auf dem Flughafen Southend das Ende der Landebahn und kollidierte mit einem Erdwall. Die Maschine war mit zu hoher Geschwindigkeit aufgesetzt worden, außerdem hatte der Kapitän die Parkbremse betätigt. Dies führte zum Verlassen der Landebahn und zu einer Kollision mit einem Erdwall. Das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt. Alle 83 Insassen, die vier Besatzungsmitglieder und 79 Passagiere, überlebten den Unfall. Das Flugzeug wurde als Totalverlust abgeschrieben.[3]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Channel Airways – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Flugunfalldaten und -bericht DC-3 G-AGZB im Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 26. März 2021.
  2. Flugunfalldaten und -bericht Viscount 812 G-AVJZ im Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 26. März 2021.
  3. Flugunfalldaten und -bericht Viscount 812 G-APPU im Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 26. März 2021.