Constantin Schreiber

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Constantin Schreiber bei der Verleihung des Grimme-Preises 2016

Constantin Schreiber (* 14. Juni 1979) ist ein deutscher Journalist. Für die Moderation der deutsch-arabischen Sendung Marhaba wurde er 2016 mit dem Grimmepreis ausgezeichnet.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schreiber studierte Jura (1998–2002) und absolvierte ein journalistisches Volontariat (2004–2006). Er forschte als Reuters-Stipendiat an der Universität Oxford und verbrachte bereits als Jugendlicher längere Zeit in Syrien, wo er die arabische Sprache erlernte.

Nach dem Abitur absolvierte er ein Praktikum in einem Handelskontor in Port Said. 2006 arbeitete Schreiber als Reporter für die libanesische Tageszeitung Daily Star in Beirut. Er schrieb unter anderem Reportagen über die Hisbollah und begleitete internationale Helfer bei der Beseitigung von Landminen im Südlibanon. Schreiber organisiert Fotoausstellungen in Europa, Nahost und Afrika. 2009 reiste er gemeinsam mit einem weiteren Fotografen an den Tschadsee in Zentralafrika und erstellte Bildzeugnisse von dem austrocknenden Naturparadies für die Ausstellung „Tschadsee – Lebensraum im Wandel“. Außerdem organisiert er für die international media alliance (IMA) e. V. internationale Medienveranstaltungen.

Von 2009 bis 2011 war Schreiber als Medienberater für den Nahen Osten im Auswärtigen Amt tätig. Er initiierte eine Reihe von deutsch-arabischen Medienprojekten, koordinierte mediale Projekte Deutschlands im Verlaufe des arabischen Frühlings und erstellte Richtlinien des AA für den Gebrauch von sozialen Medien wie Facebook oder Twitter. Von 2007 bis 2009 war Schreiber der Korrespondent des arabischen Programms der Deutschen Welle in Dubai. Sein Berichtsgebiet umfasste die arabische Halbinsel und Nordostafrika. 2007 produzierte er eine Reportage aus dem Norden Somalias. Im selben Jahr dokumentierte er eine Flüchtlingskatastrophe vor den Komoren. 2008 berichtete er von der tschadisch-sudanesischen Grenze über das dortige Flüchtlingsdrama. Er begleitete zahlreiche Politiker auf ihren Nahostreisen, darunter Bundeskanzlerin Angela Merkel, EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier.

2010 erschien sein erstes Buch Ausverkauf Deutschland über die Rolle ausländischer Investoren in Deutschland. 2015 war er Herausgeber des Erfolgsbuchs 1000 Peitschenhiebe, für das er die gelöschten Texte des saudischen Bloggers Raif Badawi zusammengetragen hatte. Das Buch wurde in zahlreiche Sprachen, darunter Englisch, Französisch, Italienisch und Niederländisch übersetzt.

Seit 2012 arbeitet Schreiber als Fernsehmoderator für verschiedene TV-Sender: In Deutschland moderiert er Nachrichtensendungen bei n-tv und die Live-Berichterstattungen zu den Themen Naher und Mittlerer Osten des Senders. Im Nahen Osten moderiert Schreiber auf Arabisch für den ägyptischen Sender ONtv, den omanischen Sender OmanTV sowie QatarTV.

Schreiber ist verheiratet, er hat eine Tochter und lebt in Berlin-Prenzlauer Berg. Er spricht neben seiner Muttersprache Deutsch fließend Arabisch, Spanisch und Englisch.

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ausverkauf Deutschland. Wie ausländische Investoren unser Land übernehmen. Econ, Berlin 2010, ISBN 978-3-430-20095-0.
  • als Herausgeber: 1000 Peitschenhiebe. Weil ich sage, was ich denke. Ullstein Buchverlag, 2015, ISBN 978-3-550-08120-0.
  • Marhaba, Flüchtling! Im Dialog mit arabischen Flüchtlingen. Hoffmann und Campe, Hamburg 2016, ISBN 978-3-455-50411-8.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2016: Grimmepreis in der Kategorie Information / Kultur für die Moderation von „Marhaba – Ankommen in Deutschland“
  • 2016: Preis für crossmediale Programminnovationen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]