Division 2 1980/81

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Die Saison 1980/81 war die 42. Austragung der französischen Fußball-Division 2. Es handelte sich seit 1970 um eine offene Meisterschaft mit Profis und Amateuren. Zweitligameister wurde Stade Brest.

Teilnahmeberechtigt waren die 29 Vereine, die nach der vorangegangenen Spielzeit weder in die erste Division auf- noch in die dritte Liga (National) abgestiegen waren; dazu kamen zwei Erstligaabsteiger und fünf Aufsteiger aus der National. Diese 36 Teilnehmer spielten in zwei überwiegend nach regionalen Gesichtspunkten eingeteilten Gruppen (eine mit Mannschaften aus dem Norden und Westen sowie eine mit Teams aus dem Süden und Osten).
Somit spielten in dieser Saison folgende Mannschaften um die Meisterschaft der Division 2:

Direkt aufstiegsberechtigt waren nur die jeweiligen Gruppenersten. Dazu kam eine Relegation zwischen dem am schlechtesten platzierten Erstligisten, der nicht direkt abstieg, und dem besten, nicht direkt aufstiegsberechtigten Zweitligisten.

Saisonverlauf und Tabellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jede Mannschaft trug gegen jeden Gruppengegner ein Hin- und ein Rückspiel aus, einmal vor eigenem Publikum und einmal auswärts. Es galt die Zwei-Punkte-Regel; bei Punktgleichheit gab die Tordifferenz den Ausschlag für die Platzierung. In Frankreich wird bei der Angabe des Punktverhältnisses ausschließlich die Zahl der Pluspunkte genannt; hier geschieht dies in der in Deutschland zu Zeiten der 2-Punkte-Regel üblichen Notation.
Gespielt wurde vom 9. August 1980 bis zum 23. Mai 1981; zwischen 14. Dezember und 10. Januar gab es eine vierwöchige Winterpause.[1]

Brest kehrte nach nur zehn Monaten in die höchste Spielklasse Frankreichs zurück, während Montpellier zum ersten Mal seit 18 Jahren den Weg dorthin fand. Auf einen dritten Aufsteiger musste die zweite Division aber erneut verzichten, weil der stärkere Gruppenzweite aus Toulouse sich in der Relegation nicht durchzusetzen vermochte. Auch in dieser Spielzeit gelang es der Mehrzahl der Aufsteiger aus der dritten Liga, die Klasse zu halten, lediglich Caen und Corbeil kehrten postwendend wieder dorthin zurück. Begleiten musste sie mit Avignon ein Verein, der im zurückliegenden Jahrzehnt meist zu den Spitzenmannschaften der Division 2 gehört hatte, und mit Thionville ein Klub, der nach nur zwei Jahren und trotz einer Platzierung im vorderen Tabellenmittelfeld freiwillig wieder eine Klasse tiefer spielen wollte. Letztere Entscheidung sicherte Dunkerque für ein weiteres Jahr den Verbleib in der zweiten Liga.

In den 612 Begegnungen wurden 1.452 Treffer erzielt; das entspricht einem Mittelwert von nur 2,37 Toren je Spiel. Erfolgreichste Torschützen waren in Gruppe A Robert Pintenat (Toulouse) mit 32 und in Gruppe B Marcel Campagnac vom Aufsteiger Abbeville mit 22 Treffern; die Liga-Torjägerkrone gewann somit Pintenat.[2]

Zur folgenden Spielzeit kamen aus der Division 1 die beiden Absteiger Olympique Nîmes und SCO Angers hinzu; aus der dritthöchsten Liga stiegen sechs Mannschaften (Calais RUFC, Stade Français 92 Paris, FC Fontainebleau-Bagneaux, FC Mulhouse, CS Cuiseaux-Louhans und der SC Toulon) neu auf.

Gruppe A
Pl. Mannschaft Sp G U V Tore Tor-
diff.
Pkte.
1. Montpellier La Paillade SC 34 21 8 5 54:17 50:18
2. Toulouse FC 34 20 7 7 66:30 +36 47:21
3. Racing FC Besançon 34 20 7 7 57:24 +33 47:21
4. AS Béziers 34 18 7 9 50:34 43:25
5. AS Angoulême 34 16 10 8 46:24 42:26
6. Olympique Marseille (A) 34 16 7 11 40:33 39:29
7. CS Thonon 34 14 9 11 40:39 37:31
8. FC Gueugnon 34 14 8 12 43:32 36:32
9. AS Cannes 34 13 9 12 42:36 35:33
10. FC Martigues 34 13 7 14 42:44 33:35
11. SR Saint-Dié 34 10 9 15 31:42 29:39
12. FC AS Grenoble (N) 34 11 6 17 33:52 –19 28:40
13. Gazélec FC Ajaccio 34 6 16 12 23:41 –18(a) 28:40
14. AS Libourne (N) 34 8 11 15 32:49 27:41
15. EDS Montluçon 34 10 5 19 29:53 25:43
16. US Tavaux-Damparis 34 6 12 16 31:49 24:44
17. Olympique Avignon 34 7 7 20 37:66 –29 21:47
18. AS Corbeil-Essonnes (N) 34 6 9 19 31:62 –31 21:47
(a) Der Grund dafür, weshalb Ajaccio trotz besserer Tordifferenz hinter Grenoble platziert ist, wird in der verwendeten Literatur nicht angegeben.

(A) = Absteiger aus der Division 1; (N) = Neuling

Gruppe B
Pl. Mannschaft Sp G U V Tore Tor-
diff.
Pkte.
1. Stade Brest (A) 34 20 9 5 59:25 49:19
2. US Nœux-les-Mines 34 18 8 8 48:28 44:24
3. FC Rouen 34 16 10 8 43:31 42:26
4. Stade Rennes 34 16 8 10 41:30 +11 40:28
5. LB Châteauroux 34 15 10 9 50:44 +6 40:28
6. FC Thionville 34 13 11 10 44:37 37:31
7. EA Guingamp 34 12 11 11 38:35 +3 35:33
8. Le Havre AC 34 13 9 12 32:33 –1 35:33
9. US Orléans 34 13 7 14 45:43 33:35
10. Stade Reims 34 13 6 15 55:56 32:36
11. SC Abbeville (N) 34 9 13 12 44:48 31:37
12. AAJ Blois 34 9 12 13 34:45 –11 30:38
13. Stade Quimper 34 10 10 14 27:39 –12 30:38
14. FC Limoges 34 11 7 16 32:48 29:39
15. Paris FC 34 9 10 15 36:34 +2 28:40
16. US Dunkerque 34 10 8 16 34:42 –8 28:40
17. UES Montmorillon 34 9 9 16 38:49 27:41
18. SM Caen (N) 34 6 10 18 25:58 22:46

Ermittlung des Meisters und Aufstiegsrelegation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die beiden Gruppensieger trafen in Hin- und Rückspiel aufeinander, um den diesjährigen Meister der Division 2 zu ermitteln. Dabei gewann Brest in Montpellier mit 3:2 und vor eigenem Publikum mit 2:0 und stieg somit als Zweitligameister auf.

Nach dem gleichen Modus kämpften die beiden Gruppenzweiten darum, wer von ihnen gegen den Erstliga-18. FC Tours um einen weiteren Aufstiegsplatz in die höchste Spielklasse spielen durfte. Hierbei gewannen Nœux-les-Mines (2:0) und Toulouse (5:0) jeweils ihr Heimspiel, so dass die Tordifferenz den Ausschlag zugunsten der Südfranzosen gab. Diese verloren in Tours mit 0:1 und erreichten zuhause nur ein 2:2-Unentschieden, so dass sie ebenfalls in der zweiten Liga verblieben.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alex Graham: Football in France. A statistical record 1894-2005. Soccer Books, Cleethorpes 2005, ISBN 1-86223-138-9
  • Sophie Guillet/François Laforge: Le guide français et international du football éd. 2009. Vecchi, Paris 2008, ISBN 978-2-7328-9295-5

Anmerkungen und Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pascal Grégoire-Boutreau/Tony Verbicaro: Stade de Reims - une histoire sans fin. Cahiers intempestifs, Saint-Étienne 2001, ISBN 2-911698-21-5, S. 330–332
  2. Guillet/Laforge, S. 253