Hadza

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Hadza in Tansania bei der Rückkehr von der Jagd
Verbreitungsgebiet des Hadza-Volkes (dunkelgrau) in Tansania
Ein Bildschirmphoto des Eyasi-Sees aus dem NASA World Wind-Programm.

Die Hadza (auch Hadzabe, Hadzapi, Tindiga, Watindiga, Kindiga, Kangeju) sind eine Volksgruppe im Norden Tansanias, deren Zahl heute auf „ungefähr tausend Menschen“ geschätzt wird.[1] Sie leben verstreut an den Ufern des Eyazi-Sees in einem unzugänglichen und wenig fruchtbaren Gebiet von etwa 1.500 Quadratkilometern, das ein letztes Rückzugsgebiet von einem früher erheblich größeren Lebensraum darstellt.

Die Hadza sind traditionell Jäger und Sammler und eine der letzten Volksgruppen, die noch Steinwerkzeuge verwendet, beziehungsweise in jüngster Vergangenheit verwendet hat. Aus diesem Grund finden sie seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts großes Interesse bei Wissenschaftlern, die in ihnen eine Modell-Ethnie für anthropologische Fragestellungen und ein frühes Stadium der Menschheitsentwicklung sehen.

Mittlerweile wächst ihre Beeinflussung durch die Moderne. Die Anzahl der Angehörigen des Volkes, die noch der traditionellen nomadischen Lebensweise nachgehen, wird auf wenige Hunderte geschätzt. Durch eine Reihe von sehr langfristigen historischen Entwicklungen und zudem moderne gesellschafliche und wirtschaftliche Veränderungen sind sie in ihrer Lebensweise sowie ihrer kulturellen und ethnischen Identität akut bedroht.

Die Namensbezeichnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Hadza wurden in der Reise- und Fachliteratur verschiedene Namen verwendet. Da die afrikanischen Sprachen überwiegend schriftlos waren, gehen geschriebene Versionen erst auf europäische Autoren zurück, wobei deutsche und englische Autoren gemäß den Mustern ihrer Muttersprachen unerschiedliche Schreibweisen wählten. Zudem gibt es wie in weltweit vielen Fällen sowohl Eigen- als auch Fremdbezeichnungen durch Nachbarvölker, d h. in diesem Fall Angehörige anderer Sprachfamilien.

Hadza ist eine Eigenbezeichnung und bedeutet lediglich „Mensch, menschliches Wesen.“ Hadzabe oder Hadzabee ist die Pluralform dazu und Hadzapi (Hadzaphii) bedeutet sie sind Menschen. Hatza und Hatsa sind deutsche Schreibweisen älterer Zeit. Heute hat sich durch den Verlauf der Kolonialgeschichte und die angloamerikanische Forschungsliteratur die englische Schreibweise durchgesetzt.

Tindiga geht auf ein Wort der Swahilisprache zurück, watindiga, was „Leute / Volk vom Sumpfgras“ bedeutet und auf eine große Wasserquelle in Mangola zurückgeht; kitingida bezeichnet dann deren Sprache. Kindiga ist offensichtlich eine Variantenform derselben aus einer der lokalen Bantusprachen.

Kangeju ist eine heute aufgegebene Namensform unklaren Ursprungs aus der älteren deutschsprachigen Literatur.

Für die traditionell sehr ähnlich lebenden Wildbeuter des südlichen Afrikas wurde in der Kolonialzeit der englische Name bushmen geprägt (heute verwendet man meist die Kollektivbezeichnung San, die von den sesshaften Nachbarvölkern jener Region stammt) und als Buschmänner oder Buschleute ins Deutsche entlehnt. Dieser Ausdruck wurde auch auf die Hadza Ostafrikas übertragen und in der deutschen wissenschaftlichen Literatur noch zum Ende des 20. Jahrhunderts gelegentlich für diese verwendet.[2]

Der geographische Rahmen: Lebensraum und Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Serengeti-Jagdgründe im Hadzaland.
Der Lebensstil der Hadza ist höchst konservativ. Hütten wurden in diesem Stil errichtet, seit Aufzeichnungen darüber berichten.
Der Afrikanische Affenbrotbaum oder Baobab...
...liefert mit seinen Früchten und Samen begehrte Nahrung für Tier und Mensch sowie seit Jahrtausenden hohe Dosen an natürlichen Vitaminen.
Auch reife Früchte des Marula-Baumes werden verzehrt.
Der Baum der Spezies Cordia sinensis liefert Beerenfrüchte, von denen die Hadza sich in der Reifezeit hauptsächlich ernähren.
Der ostafrikanischen Hochlandbiene (und einigen Wildbienenarten)...
...verdanken die Hadza eine überaus geschätzte, sehr energiereiche Speise (und heute auch Tauschhandelsware)...
...mit nährreichen Beilagen.
Auch die Jungvögel des in sehr großen Kolonien brütenden Blutschnabelwebers sind saisonal eine Hauptnahrung.

Der Lebensraum der Hadza ist in den letzten sechzig Jahren auf etwa ein Viertel der ursprünglichen Ausdehung eingeengt worden und erstreckte sich davor noch viel weiter vor allem im Westen und Südwesten.[3] Im Laufe der letzten hundert Jahre ist er schätzungsweise sogar um 90 % gegenüber der früheren Größe geschrumpft.[4] Es gibt heute vier verschiedene Gebiete, in denen die Hadza während der Trockenzeit leben: Westlich vom Südende des Eyazi-Sees, zwischen Eyazi-See und dem östlich davon gelegenen Yaeda-Sumpf, östlich des Yaeda-Tales im Mbulu-Hochland und nördlich des Tales rund um das Dorf Mang'ola. Bei Trockenheit können sie leicht von einem Lebensraum zum nächsten wechseln. Der Zugang zum westlichsten Gebiet erfolgt über das Südende des Eyazi-Sees, der in der Trockenzeit zuerst austrocknet, oder über die Böschung des Serengeti-Plateaus am Nordufer. Auch das Yaeda-Tal kann leicht überquert werden. Während der Regenzeit leben die Hadza zwischen und außerhalb der beschriebenen Gebiete, da diese dann schlecht zugänglich sind.

Das Klima im Norden Tanzanias ist durch eine deutliche Saisonalität gekennzeichnet: Die Regenzeit dauert von Dezember bis Mai, woran sich die Trockenzeit von Juni bis November anschließt. Dieser Naturrhythmus prägt mit Wasserangebot, Vegetation und Reproduktionsphasen der Tiere auch das Leben der unmittelbar von natürlichen Nahrungsquellen abhängigen Hadza.

Geschichte und Vorgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hadza galten schon lange als letzte Repräsentanten der Urbevölkerung Ostafrikas.[5] Neueste genetische Untersuchungen durch eine internationale Forschergruppe, an der auch Wissenschaftler vom deutschen Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte in Jena beteiligt waren, unterstützen diese Ansicht.[6][7]

Die traditionelle Lebensweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Impalas (hier ein männliches Exemplar) sind eine typische Beute mittelgroßer tierischer und menschlicher Jäger Ostafrikas. Ihre Häute dienen außerdem den Hadza häufig als Schlafunterlage.
Hadza üben Bogenschießen
Die Wüstenrose Adenium obesum liefert ihnen das wichstigste der Pfeilgifte, die für die Jagd auf größere Beutetiere verwendet werden.
Vom Steppenpavian gewinnen sie eine besonders beliebte Fleischmahlzeit.
Um in den Genuß eines Stachelschweins zu kommen, muß es der Jäger in stundenlanger Arbeit aus seinem Bau ausgraben, was mit Verletzungsgefahr verbunden ist.
Auch die Kadaver von Elephanten - im Bild eine Familiengruppe mit Jungtieren verschiedener Altersstufen - waren traditionell eine Quelle für Fleisch und das höchst begehrte Fett.
Hadza beim Entfachen eines Feuers

Die Hadza suchten traditionell auch außerhalb der beschriebenen Gebiete bis in die Serengeti hinein nach Nahrung. Nach Feldforschungsergebnissen sind die Erwachsenen am Tag durchschnittlich für vier bis sechs Stunden mit der Nahrungsbeschaffung beschäftigt.[8] Nahrung liefern Wurzelknollen diverser Pflanzenarten (z. B. Vigna fructescens, Vigna macrorhyncha, Coccinia sp., Eminia entennulifa, Ipomoea transvaalensis, Vatoraea pseudolablab), der Afrikanische Affenbrotbaum oder Baobab mit seinen Früchten, Beeren (von Pflanzenarten wie Cordia crenata und Schwesternarten derselben Gattung, oder den Sternbüschen Grewia bicolor und Grewia villosa) und andere Früchte (wie die des Marula-Baumes oder Elefantenbaumes, Sclerocarya sp. u. a.) und essbare Blätter. Diese machen zusammen gut 80 Prozent ihrer Ernährung aus. Der Rest des Nahrungsbedarfs wird durch Wildfleisch und Honig gedeckt.[9] Der von den Hadza äußerst geschätzte Honig stammt von der Ostafrikanischen Hochlandbiene und einigen Wildbienenarten. In der Reifezeit der Beeren einer Cordia-Spezies (Cordia sinensis) verzehren die Hadza große Mengen der Früchte, die während etwa zweier Monate ihre Hauptnahrung darstellen. Zur Brutsaison der Webervögel – in diesem Fall wurden Blutschnabelweber (Quelea quelea) dokumentiert – werden deren Jungvögel in großer Zahl aus den Nestern erbeutet.[10] Diese bis 12 cm große Vogelart bildet nämlich „kleinere oder größere Brutkolonien [...] Die größten [...] können eine Fläche von mehreren hundert Hektar bedecken und schätzungsweise bis zu zehn Millionen Nester enthalten. [Diese] stehen gewöhnlich in Bäumen, vor allem Akazien, gelegentlich auch in Binsenbeständen. Sie sind kunstvoll gewebt, von rundlicher Form mit seitlichem Eingang, und ähneln denen der Feuerweber und Widas. [...] Die Jungen bleiben sechzehn Tage im Nest [...]“[11] Die Brutsaison findet in Ostafrika zweimal im Jahr statt, von Dezember bis Februar und von Mai bis Juli. Bis zu 6.000 Nester können in einem Baum gezählt werden. Da das Brutverhalten hochgradig synchronisiert ist, verlassen alle Vögel das Brutareal oft schon 40 Tage nach erstem Brutbeginn. Die Nester ziehen eine ganze Reihe von Beutegreifern an, die von der Langfühlerschrecke Acanthoplus discoidalis über Reptilien und große Vögel bis zu Großkatzen reicht[12] – und auch die Hadza einschließt, die in Gruppen mit aus langen Zweigen angefertigten Stangen die Jungvögel aus den Nestern stoßen und an dieser Nahrungsfülle teilhaben. Für die Jagd auf größere Beutetiere werden die Pfeile mit Giftpflanzen präpariert. Dafür wird in erster Linie die Wüstenrose Adenium obesum verwendet,[13] die in ihrer Sprache (s. u.) panju, panjub oder panjube heißt, weiters auch Strophanthus eminii,[14] den sie shanjo nennen. Beide Pflanzen gehören der Familie der Hundsgiftgewächse an. Als besonders begehrte Fleischmahlzeit und damit Jagdbeute wurden Steppenpaviane beschrieben, wobei das Gehirn zum Abschluss der Mahlzeit von den Jägern gemeinsam verzehrt wird.[15] Beutetiere wie Stachelschweine (In Tanzania: Hystrix cristata) müssen in stundenlanger Arbeit aus ihrem Bau ausgegraben werden, was trotz der beträchtlichen Verletzungsgefahr nicht gescheut wird.[16] Selbst die Kadaver von Elefanten, die von den Hadza ihrer Größe wegen nicht aktiv gejagt werden können, waren für sie traditionell eine Quelle nicht geringer Mengen an Fleisch und des äußerst begehrten Tierfettes. Obwohl die Jagd in der Serengeti verboten ist, erkennen die tansanischen Behörden an, dass hier ein Sonderfall vorliegt, und setzen die Verordnungen nicht durch. Ebenso sind die Hadza die einzige Volksgruppe in Tansania, die keine Steuern zahlen muss.

Die Sprache[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sprache der Hadza, von ihnen Hadzane genannt, ist isoliert, weist aber typologische Ähnlichkeiten mit den Khoisan-Sprachen auf.[17] Diese sah man vor allem in der Verwendung von Klick- oder Schnalzlauten. Die Wortstellung ist flexibel: Die Grundstellung ist Verb-Subjekt-Objekt (VSO), doch Verb-Objekt-Subjekt (VOS) und das Gegenüberstellen zu Subjekt-Verb-Objekt (SVO) sind beide sehr gebräuchlich. Es gibt für Nomina (Hauptwörter) Genus oder grammatikalisches Geschlecht (Maskulinum und Femininum = männlich und weiblich) und Numerus oder Zahl (Singular und Plural = Einzahl und Mehrzahl). Sie werden durch Suffixe (angehängte Endsilben) angezeigt wie folgt:

sg. pl
m -bii
f -ko -bee

Auch Adjektive und Verben werden durch Zwischen- und Endsilben flektiert. Es gab keine Zahlwörter außer itchame (eins) und pie (zwei), bevor solche aus Nachbarsprachen entlehnt wurden.

Eine Besonderheit: Spezielle Namen für tote Tiere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hadza hat einige Aufmerksamkeit erlangt[18] für ein dutzend „Feier-“ ("celebratory") (Woodburn) oder „Triumph-“ ("triumphal") (Blench) Namen für tote Tiere. Diese sind grammatikalisch keine Nomina, sondern Verbformen im Imperativ. Sie werden verwendet, um eine erfolgreiche Jagd (oder Erbeutung eines Kadavers) zu verkünden und somit auf die spezifische Beute aufmerksam zu machen. Es sind diese (im Imperativ Singular):

Tier Generischer Name Triumphname
Zebra dóngoko hantáii
Giraffe zzókwanako háwaii
Kaffernbüffel naggomako tíslii
Leopard nqe, tcanjai henqêe
Löwe séseme hubuee
Elenantilope khomatiko hubuii
Impala p(h)óphoko dlunkúii
Gnu
Kuhantilope
bisoko
qqeleko
zzonoii
Andere große Antilope hephêe
Kleine Antilope hingcíee
Spitzmaulnashorn tlhákate hukhúee
Elephant
Flußpferd
beggáuko
wezzáiko
kapuláii
Warzenschwein
Eber
dláha
kwa'i
hatcháee
Pavian neeko nqokhóii
Afrikanischer Strauß khenangu hushúee

Die Wörter sind einigermaßen generisch: henqêe kann für jede gefleckte Katze verwendet werden, hushuee (hushuwee) für jeden rennenden Laufvogel. „Löwe“ und „Elen“ verwenden dieselber Wurzel. Blench (2008) schätzt, daß dies damit zu tun haben mag, daß die Elenantilope in der Region als magisch angesehen wird.

Physis und Gesundheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch zur Physis und Gesundheit der Hadza liegen heute teils sehr detaillierte wissenschaftliche Studien vor. In Meßreihen, die im Jahr 2000 veröffentlicht wurden, wurden geschlechtsspezifische durchschnittliche Körpermaße erwachsener Personen wie folgt bestimmt:[19]

Bei Männern Bei Frauen
Körperlänge 1,625 m 1,513 m
Körperfettanteil 11 % 20,4 %
Körpermasseindex (Body-Mass-Index) 20,2 20,6

Ernstere Versorgungsengpässe kommen selbst in Dürrejahren nicht vor und ärztliche Untersuchungen haben gezeigt, dass die Hadza über eine sehr ausgewogene Ernährung verfügen, die ihnen eine weit bessere Gesundheit beschert als ihren feldbauenden Nachbarn.[20]

Existenzbedrohung und offene Zukunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die verbliebenen Jagd- und Sammelgründe der Hadza sind durch Eingriffe stark bedroht. Der westliche Lebensraum der Hadza befindet sich in einem privaten Jagdgebiet; der Aufenthalt der Hadza ist auf ein Reservat beschränkt, in dem sie nicht jagen dürfen. Das Yaeda-Tal, lange wegen der Tsetse-Fliege unbesiedelt, wird nun von Datooga-Hirten beansprucht. Die Datooga räumen die Hadza-Ländereien auf beiden Seiten des Tales als Weidegebiet für ihre Ziegen und Rinder. Das Wild wird bejagt und aus dem Gebiet vertrieben, die Beeren, Knollen, Honigstöcke und Wasserlöcher, auf die die Hadza angewiesen sind, verschwinden.

Die Mang'ola-Region schließlich wurde zum Hauptanbaugebiet für Zwiebeln in Ostafrika und führte zu einem starken Bevölkerungsanstieg in den letzten Jahren.

Durch Dokumentationen in den Medien wurden die Mang'ola-Hadza zu einer Touristenattraktion. Das brachte sie aber auch erstmals in Kontakt mit Alkohol und einer Tuberkulose-Epidemie, für die vom Alkoholismus geschwächte Körper besonders anfällig sind.

Der erfahrene Feldforscher Nicholas Blurton Jones beschreibt dagegen die Wünsche der traditionell lebenden Angehörigen des Volkes:

"The Hadza say they have always hunted and gathered, and often say that they wish to do so for ever. When the context arises, they explain to other Tanzanians that the bush is clean, peaceful, and safe, and that unlike farmers, they like to eat meat and the bush provides enough, even though their hunting is conducted only by traditional bow and arrow."

(„Die Hadza sagen, sie haben immer gejagt und gesammelt, und sagen oft, daß sie wünschen, dies für immer zu tun. Bei Gelegenheit erklären sie anderen Tansaniern, daß der Busch sauber, friedlich und sicher ist und daß sie im Gegensatz zu Ackerbauern gerne Fleisch essen und der Busch genügend zur Verfügung stellt, obwohl ihre Jagd nur mit Pfeil und Bogen durchgeführt wird.“)[21]

Im Oktober 2011 hat die Regierung Tansanias zum ersten Mal die Landrechte einer Hadza-Gemeinde formal anerkannt und Eigentumsurkunden übergeben.[22]

Forschung bei den Hadza[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hadza sind für Wissenschaftler deshalb besonders interessant, weil sie gewissermaßen als Modell-Ethnie für allgemeine Fragestellungen der Anthropologie, der Evolutionsökologie und der Hominisation dienen,[23] wobei das Schlussfolgern von rezenten Beobachtungen und stets ausschnitthaften Daten wissenschaftsmethodische Tücken birgt: „Die Rekonstruktion von Verhalten ist ein wichtiger Bestandteil von Szenarien zur Menschwerdung: Ernährungsstrategien wie Sammeln, Jagen oder Aasfressen sowie Aspekte des Gemeinschaftslebens wie Nahrungsteilung, Kooperation und Kommunikation basieren auf individuellen Verhaltensweisen, aber die Gegenargumente zu den Hominisationsmodellen zeigen, daß viele Schwächen und Irrtümer in den Modellen auf Fehlinterpretationen im Bereich des Verhaltens beruhen.“[24] Ergebnisse aus der Feldforschung bei den Hadza werden zunächst als englischsprachige Aufsätze in Fachzeitschriften veröffentlicht, finden inzwischen aber auch Eingang in Lehrbücher deutscher und englischer Sprache in verschiedenen Fachdisziplinen wie der Humanbiologie[25] und der Evolutonären Medizin.[26]

Eine im Jahr 2017 veröffentlichte Untersuchung der Darmflora von 188 Personen zeigte, dass diese in der Regen- bzw. Trockenzeit – also in Jahreszeiten, da unterschiedliche Nahrungsquellen genutzt werden – in ihrer Artenzusammensetzung deutliche Unterschiede aufweist.[27]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wissenschaftliche Fachliteratur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Forschung bei den Hadza basierende Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Reiseberichte und Forschungsergebnisse, die in der Kolonialzeit publiziert wurden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(in chronologischer Reihenfolge nach dem Jahr der Veröffentlichung)[28]

  • (1910) M. Krause: „Das Pfeilgift der Watindiga“. In: Berliner Klinische Wochenschrift. S. 1699-1702.
  • (1912) Erich Obst: „Von Mkamala ins Land der Wakindiga.“ In: Mitteilungen der Geographischen Gesellschaft Hamburg, Band 26, S. 1–45.
  • (1931) D. F. Bleek: "The Hadzapi or Watindega of Tanganyika Territory." In: Africa. Band 4, S. 273–286.
  • (1949) B. Cooper: "The Kindiga." In: Tanganyika Notes and Records. S. 8-15.
  • (1956) Ludwig Kohl-Larsen: Das Elefantenspiel. Mythen, Riesen und Stammessagen. Volkserzählungen der Tindiga. Erich Röth-Verlag, Eisenach und Kassel. (Eine Sammlung von Mythen der Hadza: Von Riesen, von der Entstehung der Welt und ihrer natürlichen Ordnung, sowie Stammessagen und anekdotische Märchen.)
  • (1958) Ludwig Kohl-Larsen: Wildbeuter in Ostafrika. Die Tindiga, ein Jäger- und Sammlervolk. Berlin.
Moderne Forschungsergebnisse, die seit der Unabhängigkeit Tanganjikas publiziert wurden (alphabetisch)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Nicholas Blurton Jones: Demography and Evolutionary Ecology of Hadza Hunter-Gatherers. (Cambridge studies in biological and evolutionary anthropology.) Cambridge University Press, Cambridge 2016, ISBN 978-1-107-06982-4.(Diese umfangreiche Monographie von knapp 500 Seiten ist „spezialisierter“ angelegt als die Beschreibung der Hadza von Frank Marlowe (s.u.)[29] und widmet sich auf der Grundlage jahrelanger Feldforschung des Autors dem Schwerpunktthema „Demographie und Evolutionsökologie der Hadza-Jäger und Sammler.“)
  • Frank Marlowe: "Why the Hadza are still hunter-gatherers." In: Sue Kent (Hrsg.): Ethnicity, Hunter-Gatheres, and the "Other": Association or Assimilation in Africa. Smithsonian Institution Press, Washingston D. C. 2002, S. 247-257. (Ein einführender Aufsatz unter einer zentralen Fragestellung: „Warum die Hadza noch Jäger und Sammler sind.“)
    • Elektronische Textfassung: s. u. Weblinks.
  • Frank Marlowe: The Hadza. In: Carol R. Ember (Hrsg.): Encyclopedia of medical anthropology: health and illness in the world's cultures. Band 2: Cultures. Springer Verlag, New York 2004, ISBN 978-0-306-47754-6, S. 689-96. (Ein Übersichtskapitel aus der Sicht der angloamerikanischen "Medical anthropology",[30] die als Fachgebiet ungefähr der deutschsprachigen Medizinethnologie entspricht.)
  • Frank W. Marlowe: The Hadza. Hunter-gatherers of Tanzania. (Origins of human behavior and culture; Band 3.) University of California Press, Berkeley u. a. 2010, ISBN 978-0-520-25342-1. (Diese Monographie faßt auf 325 Seiten die Ergebnisse jahrelanger Feldforschung des Autors, sowie der seinerzeit verfügbaren Fachliteratur zusammen und unternimmt eine Gesamtdarstellung aller Aspekte der Lebensweise und Kultur der Hadza; ein Standardwerk, das seitdem in Forschungsaufsätzen vielfach zitiert wird.)[31]
  • Martin Porr: Hadzapi, Hadza, Hatza, Hadzabe, Wahadzabe, Wakindiga, WaTindiga, Tindiga, Kindiga, Hadzapi? Eine Wildbeuter-Kultur in Ostafrika. Mo-Vince-Verlag, Tübingen 1997, ISBN 978-3-9804834-5-2. (Eine kleine Monographie aus der Sicht eines Archäologen.)[32]
  • James Woodburn: The social organisation of the Hadza of Northern Tanganyika. Dissertation, Universität Cambridge 1964. (Die erste Hochschulschrift über die Hadza. Von einem Pionier der modernen Feldforschung, der diese in den späten 1950er Jahren - noch vor der Unabhängigkeit des Landes - begonnen hatte.)
  • James Woodburn: "An introduction to Hadza ecology." In: Richard Borshay Lee und Irven DeVore[33] (Hrsg.): Man the hunter: the first intensive survey of a single, crucial stage of human development - Man's once universal hunting way of life. Aldaine, Chicago 1968, S. 49-55. (Eine frühe Überblicksdarstellung, enthalten in einer umfangreichen und bis in die 1980er Jahre vielfach nachgedruckten Aufsatzsammlung, die aus einer wegweisenden internationalen Wissenschaftlerkonferenz im April 1966 in Chicago über „Den Menschen als Jäger“, also vergleichende weltweite Forschung zur Ethnologie und Ökologie der damals noch existierenden Wildbeuterkulturen, hervorging.)
  • James Woodburn: Hunters and gatherers. The material culture of the nomadic Hadza. The trustees of the British Museum, London 1970, ISBN 0-7141-1510-X. (Eine kleinere Publikation des British Museum, die vor allem Abbildungen enthält.)
  • James Woodburn: "Egalitarian Societies." In: Man. Neue Serie, Band 17, September 1982, S. 431-451. (Ein grundlegender Aufsatz, erschienen in der vom Royal Anthropological Institute of Great Britain and Ireland herausgegebenen Fachzeitschrift, der Grundfragen der Sozialorganisation in Abhängigkeit von der Nahrungsbeschaffung und Lebensweise anhand afrikanischer Wildbeuterkulturen untersucht. Er steht im Zusammenhang mit der wissenschaftlichen, politischen und philosophischen Diskussion um die Egalitäre Gesellschaft und inwieweit sie von „ursprünglichen“ Wildbeuter-Horden repräsentiert wird.)
  • Bwire Kaare und James Woodburn: "Hadza." In: Richard B. Lee und Richard Daily (Hrsg.): The Cambridge encyclopedia of hunters and gatherers. Cambridge University Press, Cambridge u. a. 1999, ISBN 978-0-521-57109-8, S. 200-204. (Ein Übersichtsartikel über die Hadza, verfasst nach vier Jahrzehnten Feldforschungserfahrung.)

Hintergrundinformationen (Biologie, Ethnobotanik, Geographie, Landeskunde, Geschichte, Politik)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hynek Burda / Peter Bayer / Jan Zrzavy: Humanbiologie. Verlag Eugen Ulmer / UTB basics, Suttgart 2014, ISBN 978-3-8252-4130-8.
  • Theodor C. H. Cole: Wörterbuch der Tiernamen. Latein - Deutsch - Englisch. Deutsch - Latein - Englisch. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg und Berlin 2000, ISBN 3-8274-0589-0.
  • Andreas Ebert / Andreas Kaiser (Hrsg.): Ostafrika: Kenia, Tansania, Uganda, Ruanda, Burundi. (= WBG-Länderkunden: Geographie, Geschichte, Wirtschaft, Politik.) Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2017, ISBN 978-3-534-26775-0.
  • Hans Hecklau: Ostafrika (Kenya, Tanzania, Uganda). (= Werner Storkebaum (Hrsg.): Wissenschaftliche Länderkunden; Band 33.) Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1989, ISBN 3-534-06213-2.
  • Hans Dieter Neuwinger: Afrikanische Arzneipflanzen und Jagdgifte: Chemie, Pharmakologie, Toxikologie. Eine afrikanische Etrhnopharmakologie und Ethnobotanik. 2., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1998, ISBN 3-8047-1550-8.
  • Bernard Wood (Hrsg.): Wiley Blackwell student dictionary of human evolution. Wiley, Oxford u. a. 2015, ISBN 978-140-515-506-9.
  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander: Enzyklopädie der Pflanzennamen. Zwei Bände. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2003, ISBN 978-3-8001-5406-7.

Journalistische Beiträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Michael Finkel: The Hadza. In: National Geographic Magazine. Dezember 2009, S. 94-119. (Reportage mit einer von der Nationalen Geographischen Gesellschaft der USA erstellten Landkarte der Region und großformatigen Farbphotographien.) (auf englisch)
    • Elektronische Version (auf englisch): mit identischem Text, ohne Landkarte, ohne Seitenzahlen, mit zusätzlichen Photographien.
    • Eine deutsche Textfassung vom Portal des deutschen Nachrichtenmagazins Der Spiegel. Dort veröffentlicht am 29. November 2009 unter dem Titel Nomaden in Afrika: Mit den Hadza zurück in die Steinzeit. (Vollständiger Text, ohne Landkarte, nur ein Bild.)
  • Christopher Plitz: Auf Mikroben-Jagd mit >>Dr. Shit<<: „Die Menschen vom Volk der Hadza kennen keine Diabetes. Weil ihre Ernährung und eine einzigartige Darmflora sie schützen. Davon ist der Biologe Jeff Leach überzeugt. Und er tut alles, um den heilsamen Mikroben der Jäger und Sammler auf die Spur zu kommen. Wirklich alles.“ In: Geo. Februar 2015, S. 24-41. (Mit großformatigen Photographien vom traditionellen Leben und vor allem dem Nahrungserwerb der Hadza.) (Vergleiche oben Forschung bei den Hadza.)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bilder und Dateien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hadza – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Wissenschaftliche Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Frank Marlowe: Why the Hadza are Still Hunter-Gatherers. (PDF; 592 kB) (Nicht mehr online verfügbar.) In: Harvard College. 2002, archiviert vom Original am 10. Oktober 2012; (englisch). (Für die bibliographischen Daten der Originalveröffentlichung siehe oben Literatur.)
  • Projektbeschreibung Hadza Foragers - Northern Tanzania (Hadza-Wildbeuter - Nördliches Tanzania) auf dem Portal des deutschen Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte in Jena: mit einem kurzen Einführungstext, einer detaillierten aktuellen Landkarte vom Lebensraum der Hadza und einer Liste ausgewählter wissenschaftlicher Veröffentlichungen aus dem 2. Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts (Text und Publikationen auf englisch). (Siehe auch oben Geschichte und Vorgeschichte.)
  • Frei lesbaren Publikationen neuerer Zeit (Im September 2019: aus den Jahren 2000 bis 2017) mit einem Schwerpunkt auf Feldforschung bei den Hadza (auf englisch). Aus einer Veröffentlichungsliste vom Informationsportal des US-amerikanischen Anthropologen Brian Wood, einem Schüler F. Marlowes (siehe Literatur), der heute an der Universität von Kalifornien in Los Angeles und am deutschen Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte in Jena forscht.
  • Informationsportal der britischen, heute an der US-amerikanischen Universität von Pennsylvania lehrenden Anthropologin Coren Lee Apicella, einer Schülerin F. Marlowes (siehe Literatur). Mit einem kurzen Einführungstext über die Hadza und deren Erforschung, einigen großformatigen Photographien aus ihrer Feldforschungstätigkeit sowie frei lesbaren wissenschaftlichen Texten, die aus ihrer sozialanthropologischen Forschung resultierten. (Text und Puiblikationen auf englisch.)

Journalistische Beiträge und politisches Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Siehe auch die elektronischen Versionen gedruckter Texte oben unter Literatur.)

  • Reportage mit reichem Bildmaterial von Dan Saladino über die traditionelle Ernährung und Nahrungsbeschaffung der Hadza vom Portal der britischen Rundfunkanstalt BBC, dort veröffentlicht am 23. Juli 2017 unter dem Titel Trying the Hadza hunter-gatherer berry and porcupine diet („Ausprobiert: Die Hadza-Jäger & Sammler-Beeren-und-Stachelschwein-Diät“) (englischer Text) (>Achtung: Der Sender warnt vor drastischem Bildmaterial!<)
  • Nachrichten und Filme über die Hadza. Rettet die Naturvölker e.V.;
  • Interview mit der Anthropologin Alyssa Crittenden (Universität von Nevada in Las Vegas) vom Portal des Deutschlandfunks: Volksgruppe der Hadza: Das Ende der letzten Jäger und Sammler? Dort veröffentlicht am 22. November 2018.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. "There are about a thousand people whose first language is Hadzane." Nicholas Blurton Jones: Demography and Evolutionary Ecology of Hadza Hunter-Gatherers. Erster Satz der Einleitung (S.3).
  2. „[...] Reste der prähistorischen Bevölkerung Ostafrikas scheinen die Buschmänner zu sein. HUNTINGFORD (1982, S. 61) hält die Hadzapi im Gebiet des Eyasisees für die einzigen Überlebenden der ehemaligen Buschmannbevölkerung Ostafrikas. [...]“ / Hans Hecklau: Ostafrika. S. 125 (Hervorhebungen im Original).
  3. Gezeigt auf der Landkarte, die die US-amerikanische nationale geographische Gesellschaft auf der Grundlage von tansanischen Behördenunterlagen erarbeitete und die in der Reportage von Michael Finkel (The Hadza) auf S. 105 abgebildet ist. Die Unterschrift dort lautet: "Shifting Ground: The Hadza, who once moved freely over 4,000-plus square miles of the Great Rift Valley, are down to a quarter of their homeland as farms and livestock expand. Some Tanzanians see the group as an embarrassment for a modernizing nation."
  4. "Over the past century, the Hadza have lost exclusive possession of as much as 90 percent of their homeland." ibidem, S. 112.
  5. Urbevölkerung. Die älteste noch lebende Bevölkerung von Tanganjika scheinen die Kindiga und Sandawe im sogenannten abflußlosen Gebiet zu sein. Bei den Sandawe in Ussandawi, die etwa 23 000 Menschen zählen, können sowohl negerische und hamitische als auch hottentottische und buschmannähnliche Elemente festgestellt werden. Nicht viel anders liegen die Dinge bei den Kindiga, einem besonders altertümlichen Jägervölkchen von etwa nur noch 400-450 Menschen auf der Ostseite des Njarasa-Sees [...]“ Aus: Hugo Adolf Bernatzik (Hrsg.): Afrika - Handbuch der angewandten Völkerkunde. Band 2. Schlüsselverlag, Innsbruck 1947, Seite 973 (Hervorhebungen im Original).
  6. Neue Einblicke in Afrikas Bevölkerungsgeschichte: Erste großangelegte Genomstudie prähistorischer Skelette aus Afrika weisen [sic / recte: weist] überraschende Verwandtschaftsverhältnisse auf dem Kontinent nach. Meldung vom 27. September 2017 auf dem Portal der Max-Planck-Gesellschaft, abgerufen zuletzt am 5. September 2019.
  7. Die zitierte Originalstudie: Pontus Skoglund et alii: "Reconstructing prehistoric African population structure." In: Cell. Band 171, Nr. 1, 12. September 2017, S. 59-71.e21; abgerufen am 7. September 2019.
  8. Michael Finkel in seiner Reportage The Hadza. Seite 104.
  9. Stephanie L. Schnorr, Marco Candela u. a.: Gut microbiome of the Hadza hunter-gatherers. In: Nature Communications. 5, 2014, doi:10.1038/ncomms4654.
  10. F. Marlowe: The Hadza. S. 218.
  11. „Blutschnabelweber.“ In: Grzimeks Tierleben. Band 9 (= Vögel III). Kindler Verlag, Zürich 1970, ISBN 3-463-16909-6, S. 422.
  12. "Genus QUELEA." In: J. del Hoyo et alii: Handbook of the birds of the world. Band 15. Lynx Edicions. Barcelona 2010, ISBN 978-84-96553-68-2, S. 139.
  13. H. D. Neuwinger: Afrikanische Heilpflanzen und Jagdgifte. S. 85-90. Zu den Hadza siehe dort die S. 86f.
  14. ibidem, S. 173-175.
  15. "[...] They love baboon; Onwas [ein erfahrener Jäger und Gesprächspartner des Journalisten bei dessen Reportage im Hadzaland] joked to me that a Hadza man cannot marry until he has killed five baboons[..]." So beschreibt es Michael Finkel in seiner Reportage The Hadza auf Seite 105; sowie S. 116 und 118 (wo die abschließende Gehirnmahlzeit plastisch beschrieben wird).
  16. Siehe die bebilderte Reportage über die traditionelle Ernährung und Nahrungsbeschaffung der Hadza des britischen Journalisten Dan Saladino, auf die im Anhang verwiesen wird.
  17. Ernst Kausen: Die Sprachfamilien der Welt. Teil 2: Afrika – Indopazifik – Australien – Amerika. Buske, Hamburg 2014, ISBN 978-3-87548-656-8, S. 457–460.
  18. E.g. in Parkvall (2006) Limits of language
  19. Nach F. Marlowe: Hadza in der Encyclopedia of Medical anthropology.
  20. Klaus E. Müller: Die bessere und die schlechtere Hälfte. Ethnologie des Geschlechterkonflikts. Campus, Frankfurt am Main und New York 1984, ISBN 3-593-33360-0, S. 34.
  21. Demography and Evolutionary Ecology. Einleitung auf S. 4.
  22. Hadza feiern Landtitel. In: Survival International. 8. November 2011, abgerufen am 4. Mai 2019.
  23. "Observations about the Hadza, who collect and consume foods in an ecosystem that may have been quite similar to that of our early hominin ancestors, allow researchers to test hypotheses about evolutionary ecology." / Alyssa Crittenden: "Hadza." In: Bernard Wood (Hrsg.): Wiley Blackwell student dictionary of human evolution. S. 168.
  24. Gisela Grupe / Kerrin Christiansen / Inge Schröder / Ursula Wittwer-Backofen: Anthropologie. Einführendes Lehrbuch. 2. Auflage. Verlag Springer - Spektrum, Berlin und Heidelberg 2012, ISBN 978-3-642-25153-5, S. 61.
  25. Hynek Burda et alii: Humanbiologie. / Die Hadza werden auf den Seiten 116, 124, 125, 127, 130 und 368 erwähnt.
  26. Martin Brüne und Wulf Schiefenhövel (Hrsg.): The Oxford handbook of evolutionary medicine. Oxford University Press, Oxford 2019, ISBN 978-0-19-878966-6. / Die Hadza werden darin indirekt und auch direkt erwähnt, letzteres auf S. 248, 257 und 798 im Zusammenhang mit Diet, Evolution of Microbiota, and the Imunne system (Ernährung, Evolution der Microbiota und das Immunsystem); Childcare and evolution (Kindesfürsorge und Evolution) und Sleep patterns (Schlafmuster).
  27. Katharina Roll: Die Darmflora ändert sich mit der Saison. In: orf.at. 25. August 2017, abgerufen am 26. August 2017.
  28. Bibliographische Angaben weitgehend nach H. D. Neuwinger: Afrikanische Arzneipflanzen und Jagdgifte. S. 96f.
  29. "[...] My aim here is more specialized [...]" / Einleitung auf S. 3.
  30. Vergleiche den entsprechenden Artikel in der englischen Wikipedia.
  31. Siehe auch das Lob über Marlows Leistung und Buch von seinem akademischen Mentor Nicholas Blurton Jones, zu Beginn der Einleitung von dessen Untersuchung zu Demography and Evolutionary Ecology.
  32. Siehe sein Portät auf dem Portal des Frobenius-Institutes der Goethe-Universität Frankfurt (abgerufen am 7. September 2019).
  33. Die englische Wikipedia enthält einen Artikel über seine Person und wissenschaftshistorische Rolle.