Hochschule Biberach

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Hochschule Biberach
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Gründung 1964
Trägerschaft staatlich
Ort Biberach an der Riß
Bundesland Baden-Württemberg
Land Deutschland
Rektor André Bleicher
Studenten 2.295 WS 2016/17[1]
Professoren 80
Website www.hochschule-biberach.de
Hochschule Biberach, Verwaltungsgebäude A am Campus Stadt
Blick über den Campus Stadt mit den Gebäuden B und G
Gebäude der Fakultät Biotechnologie am Campus Aspach

Die Hochschule Biberach (HBC, bis 2005: Fachhochschule Biberach) ist eine staatliche Hochschule für angewandte Wissenschaften[2] in Biberach an der Riß in Baden-Württemberg. Ihre Schwerpunkte in Lehre und Forschung liegen auf den Gebieten Bauwesen, Energie, Betriebswirtschaft und Biotechnologie.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hochschule wurde 1964 als staatliche Ingenieurschule für Bauwesen gegründet und 1971 zur Fachhochschule erhoben. Sie bot anfangs die Studiengänge Architektur und Bauingenieurwesen an, 1978 folgte der Studiengang Betriebswirtschaft mit dem Schwerpunkt Bau und Immobilien, der in dieser Form erstmals in Deutschland angeboten wurde. 1991 wurde der Studiengang Bauingenieurwesen/Projektmanagement eingeführt, 1998 folgte der Studiengang „Gebäudetechnik/Gebäudeklimatik“ (seit 2014/15: Energie-Ingenieurwesen).

Zum Wintersemester 2006/2007 wurde mit dem Bachelor-Studiengang „Pharmazeutische Biotechnologie“ ein neuer fachlicher Schwerpunkt begründet. Er umfasst inzwischen weitere Studiengänge (Industrielle Biotechnologie, Biopharmazeutisch-Medizintechnische Wissenschaften) sowie ein Promotionskolleg in Kooperation mit der Universität Ulm.[3]

2015 wurde der Gebäudekomplex der früheren Dollinger-Realschule nach einjährigem Umbau als neuer zentraler Hochschulcampus eingeweiht. Zuvor war die Hochschule auf mehrere Standorte im Stadtgebiet verteilt.[4]

Zusammen mit der Universität Ulm und den Hochschulen Ulm und Neu-Ulm bildet die Hochschule Biberach seit 2017 den Hochschulverbund „InnoSÜD“. Der Verbund wird von Bund und Ländern im Rahmen des Programms „Innovative Hochschule“ bis 2022 mit insgesamt 15 Millionen Euro gefördert.[5]

Fakultäten und Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hochschule gliedert sich in vier Fakultäten (Architektur und Energie-Ingenieurwesen, Bauingenieurwesen und Projektmanagement, Betriebswirtschaft, Biotechnologie), die auf zwei Standorte verteilt sind. Die meisten Einrichtungen befinden sich seit 2015 auf dem zentralen Campus in der Biberacher Innenstadt, die Fakultät Biotechnologie ist auf dem Campus Aspach am nördlichen Stadtrand angesiedelt.[6]

Die Forschungsaktivitäten der HBC sind in derzeit sieben Fachinstituten gebündelt.[7] Zur Stärkung des Technologietransfers entsteht derzeit ein regionales Innovations- und Technologietransferzentrum ITZ Plus, in dem Forschungsmöglichkeiten für Start-up-Unternehmen und interessierte Bürger bereitgestellt werden. Träger des ITZ ist die Stadt Biberach in Kooperation mit der Hochschule, dem Landkreis Biberach sowie der Industrie- und Handelskammer Ulm; gefördert wird es aus Mitteln des EU-Förderprogramms „RegioWin“.[8]

Bereits seit 1983 besteht die Akademie der Hochschule Biberach (bis 2011: Bauakademie Biberach) als gemeinnützige Stiftung und Weiterbildungseinrichtung.[9] Neben Fortbildungen und Seminaren für Berufstätige (ca. 1500 Teilnehmer im Jahr) bietet die Akademie mehrere berufsbegleitende und kostenpflichtige Aufbaustudiengänge an.[10][11]

Ebenfalls berufsbegleitende Studiengänge entwickelt das 2015 gegründete Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung,[12] das aus Mitteln des Bund-Länder-Programms „Offene Hochschule“ gefördert wird.[13]

Studiengänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bachelor- und Masterstudiengänge
Duale Studiengänge (Bachelor + Berufsausbildung)
Berufsbegleitende Studiengänge

Partnerhochschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hochschule Biberach unterhält derzeit 39 Hochschulpartnerschaften in 25 Ländern.[15] Hervorzuheben sind unter anderem der binationale Master-Studiengang Engineering Management, der seit 2012 in Kooperation mit der Universidad Nacional de Tucumán in Argentinien angeboten und vom Deutsch-Argentinischen Hochschulzentrum gefördert wird.[16]

Seit Sommersemester 2017 haben die Studierenden aller Studienfächer die Möglichkeit, im Rahmen des Studienmodells „Bachelor International“ jeweils ein Studien- und Praxissemester im Ausland zu verbringen und damit sowohl theoretische als auch praktische Erfahrungen im internationalen Umfeld zu sammeln.[17]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistische Berichte Baden-Württemberg, Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Artikel-Nr. 3234 17001 B III 1 - j/17, Unterricht und Bildung vom 3. August 2017, S. 3.
  2. So die gesetzliche Bezeichnung in Baden-Württemberg seit 2005, siehe Henning Hochrinner: Alles Unis oder was? Neue Namen für Fachhochschulen. In: sueddeutsche.de. 2010, ISSN 0174-4917 (sueddeutsche.de [abgerufen am 12. Oktober 2017]).
  3. Ulm und Biberach bilden zusammen Doktoranden aus. In: Südwest Presse vom 22. Januar 2011, S. 18.
  4. Übergabe der sanierten Dollinger-Realschule an die Hochschule Biberach. In: Gemeinsame Pressemitteilung des baden-württembergischen Finanz- und Wissenschaftsministeriums. 23. Oktober 2015, abgerufen am 12. Oktober 2017.
  5. Mehr Innovation für die Region. Die Hochschulen Biberach, Ulm und Neu-Ulm und die Uni Ulm wollen die Region für die Zukunft stärken. In: Schwäbische Zeitung vom 12. Juli 2017, S. 23.
  6. Lageplan des Innenstadt-Campus und des Campus Aspach. In: www.hochschule-biberach.de. Abgerufen am 12. Oktober 2017 (PDF; 120 kB).
  7. Forschungsschwerpunkte - Fachinstitute - Hochschule Biberach. Abgerufen am 9. November 2017.
  8. Pressemitteilung zur Übergabe des Zuwendungsbescheids. Stadt Biberach, 5. Mai 2017, abgerufen am 9. November 2017 (PDF).
  9. Akademie erweitert Themenfeld. In: Schwäbische Zeitung vom 15. September 2011, S. 2.
  10. Masterstudiengänge - Akademie der Hochschule Biberach. Abgerufen am 12. Oktober 2017.
  11. Hochschule bietet neuen Masterstudiengang an. Weiterbildung in der Gebäudeautomation richtet sich an Ingenieure mit Berufserfahrung. In: Schwäbische Zeitung vom 19. Januar 2017, S. 18.
  12. Über uns. Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung der Hochschule Biberach, abgerufen am 12. Oktober 2017.
  13. Offene Hochschule - Hochschule Biberach. Abgerufen am 9. November 2017.
  14. Neues Studienangebot. In: Schwäbische Zeitung vom 8. September 2017, S. 19.
  15. Partnerhochschulen - Hochschule Biberach. Abgerufen am 25. Oktober 2017.
  16. Binationaler Master-Studiengang Engineering Management. HBC-Pressemitteilung. 12. Oktober 2017, abgerufen am 25. Oktober 2017.
  17. International studieren: Mit dem Bachelor International zum Studien- und Praxissemester ins Ausland. Abgerufen am 25. Oktober 2017.

Koordinaten: 48° 5′ 37″ N, 9° 47′ 18″ O