Île de Groix

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Groix
Groe
Wappen von Groix
Groix (Frankreich)
Groix
Region Bretagne
Département Morbihan
Arrondissement Lorient
Kanton Lorient-2
Gemeindeverband Lorient Agglomération
Koordinaten 47° 38′ N, 3° 27′ WKoordinaten: 47° 38′ N, 3° 27′ W
Höhe 0–48 m
Fläche 14,82 km²
Einwohner 2.233 (1. Januar 2013)
Bevölkerungsdichte 151 Einw./km²
Postleitzahl 56590
INSEE-Code
Website http://www.groix.fr/

Karte der Insel

Die Île de Groix (bretonisch: Enez Groe) ist eine 2,5 Kilometer breite und 6 Kilometer lange französische Insel im Département Morbihan in der Region Bretagne. Sie liegt acht Kilometer südlich von Lorient in der Bretagne. Ihre Leuchtfeuer dienen Schiffen als Navigationshilfe.

Die Insel ist identisch mit der Gemeinde Groix, die 2233 Einwohner hat (Stand 1. Januar 2013). Sie ist die einzige Gemeinde im gleichnamigen Kanton.

Bis 1940 war Groix Frankreichs wichtigster Thunfischhafen. Im Hauptort Le Bourg ziert ein Thunfisch den Kirchturm der Église Saint-Tudy.

Eine Seltenheit in Europa ist der Plage des Grands Sables (der große Sandstrand), ein feinsandiger, etwa 500 m langer konvexer Strand.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Île de Groix gehört zum Armorikanischen Massiv und ist damit ein winziger Teil der Kollisionszone der Urkontinente Gondwana und Laurussia, die sich im Karbon zum Urkontinent Pangaea vereinigten (→ Variszische Orogenese). Auf der gesamten Insel, einschließlich des Schutzgebietes Pointe des Chats, treten Gesteine zu Tage, die vor über 300 Millionen Jahren tief in der Erdkruste durch Metamorphose entstanden sind und in anderen Teilen Europas unterhalb mächtiger Deckschichten lagern. Es handelt sich dabei vor allem um Glimmerschiefer und Chloritschiefer sowie ferner um Amphibolit und Glaukophanschiefer.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Men kam

Die für die Bretagne typischen Dolmen Men Kam und Men Yann sind zwei der Galeriegräber die auf Groix liegen. Der Dolmen Men Yann (auch Men Yeun genannt) liegt 100 Meter von der Küste, auf einem Hügel mit Blick auf Port-Saint-Nicolas und das Tal von Kerlard. Er ist umgeben von den Resten seines Hügels von etwa 10,0 m Durchmesser. Der Dolmen von Men Kam (dt. "der hinkende Stein") liegt etwa 50,0 Meter entfernt. Er hat noch ein Dutzend Tragsteine auf einer Länge von etwa 10,0 Metern. Sein Hügel ist teilweise erhalten. Auf der Insel sind noch Galeriegraber, Dolmen und Menhire erhalten. Die Dolmen in V-Form und die Allées couvertes datieren in das 4. Jahrtausend v. Chr.

Auf der Insel wurde auch ein Schiffsgrab der Wikinger ausgegraben. Neben Spielsteinen aus Walrossknochen enthielt es die unvollständigen Reste einer erwachsenen Frau ohne Grabbeigaben. Ähnliche Fundzusammenhänge wurden auch in Ballateare und Balladoole auf der Isle of Man gemacht. Vor diesem Hintergrund wird angenommen, dass die Knochen einem Opfer zuzuordnen sind. Der Brauch, die Beisetzung mit geopferten Sklavinnen zu bedenken, ist in Haithabu und Oseberg (Norwegen) belegt.

Ab 1944 unterhielt die deutsche Kriegsmarine auf der Insel ein Marinelazarett.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Claude Audren, Claude Triboulet, L. Chauris, J.P. Lefort, J. Vigneresse, J. Audrain, D. Thiéblemont, J. Goyallon, P. Jégouzo, P. Guennoc, C. Augris, A. Carn: Notice explicative. Zu: Carte géologique de la France à 1/25 000. Feuille 415: Ile de Groix. Bureau de Recherches Géologiques et Minières, Orléans 1993, ISBN 2-7159-1415-6.
  • Mark Redknap: Great Sites. Balladoole. In: British Archaeology. Heft 59, Juni 2001, ISSN 1357-4442, S. 24–27, online.
  • Michael Müller-Wille: Das Schiffsgrab von der Ile de Groix: ein Exkurs zum Bootkammergrab von Haithabu. In: Ausgrabungen in Haithabu (1963–1980): Das archäologische Fundmaterial der Ausgrabung Haithabu. Band 3 (= Berichte über die Ausgrabungen in Haithabu. Bericht 12). Wachholtz, Neumünster 1978, ISBN 3-529-01912-7, S. 48–84.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Groix – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien