Kramatorsk

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Kramatorsk
Краматорськ
Wappen von Kramatorsk
Kramatorsk (Ukraine)
Kramatorsk
Kramatorsk
Basisdaten
Oblast: Oblast Donezk
Rajon: Kreisfreie Stadt
Höhe: keine Angabe
Fläche: 356 km²
Einwohner: 159.445 (2016)
Bevölkerungsdichte: 448 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 84313
Vorwahl: +380 6264
Geographische Lage: 48° 43′ N, 37° 32′ OKoordinaten: 48° 43′ 12″ N, 37° 31′ 48″ O
KOATUU: 1412900000
Verwaltungsgliederung: 1 Stadt, 9 SsT, 2 Dörfer, 2 Ansiedlungen
Bürgermeister: Hennadij Kostjukow
Adresse: пл. Леніна 2
84313 м. Краматорськ
Statistische Informationen
Kramatorsk (Oblast Donezk)
Kramatorsk
Kramatorsk
i1

Kramatorsk (ukrainisch Краматорськ; russisch Краматорск/Kramatorsk) ist eine Großstadt mit etwa 160.000 Einwohnern (2016)[1] in der Oblast Donezk im Osten der Ukraine. Sie ist der Verwaltungssitz der ukrainisch kontrollierten Teile der Oblast Donezk und wird vollständig vom Rajon Slowjansk umschlossen.

Kulturpalast

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kramatorsk liegt am Ufer des Kasennyj Torez, einem Nebenfluss des Siwerskyj Donez, im Norden der Oblast Donezk. Durch die Stadt verläuft in Nord-Süd-Richtung die Fernstraße N 20.

Die Stadtgemeinde Kramatorsk gliedert sich neben der eigentlichen Stadt in die 9 Siedlungen städtischen Typs Bilenke, Komyschuwacha, Krasnotorka, Malotaraniwka, Olexandriwka, Sofijiwka, Schabelkiwka, Jasna Poljana und Jasnohirka, die 2 Dörfer Prywillja (Привілля) und Semeniwka (Семенівка) sowie in die 2 Selyschtsche (Siedlungen) Aschurkowe (Ашуркове) und Wassyliwska Pustosch (Василівська Пустош).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kramatorsk wurde 1868 als eine Eisenbahnstation gegründet. Seit Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Kramatorsk zu einem wichtigen Industriezentrum, vor allem der Maschinenbauindustrie, 1937 wurde die bis zum 1. August 2017 bestehende Straßenbahn Kramatorsk eröffnet.

In der Stadt bestand das Kriegsgefangenenlager 217 für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs.[2] Die Friedrich Krupp AG betrieb hier die "Neue Maschinenfabrik Kramatorsk". [3]

Während des Kalten Krieges befanden sich bis 1991 auf dem 6 km südöstlich von Kramatorsk gelegenen Militärflugplatz mit einer Start- und Landebahn von 2500 m mehrere sowjetische Abfangjäger vom Typ MiG-23P und 39 Su-15TM.

Seit dem 13. Oktober 2014 ist Kramatorsk das Verwaltungszentrum für die ukrainisch kontrollierten Teile der Oblast Donezk[4].

Wegen seiner hohen Anzahl von Auftragsmorden wird Kramatorsk auch als das „Chicago der Ukraine“ bezeichnet.[5][6]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1923 1926 1939 1959 1970 1979 1989 2001 2005 2016
6.476 12.305 94.114 115.385 149.832 178.163 198.094 181.025 174.892 159.445

Quellen: [1]


Volksgruppe Einwohner 2001 (%)[7]
Ukrainer 151.389 70,2
Russen 58.002 26,9
Weißrussen 1.439 0,7
Armenier 1.386 0,6
Aserbaidschaner 370 0,2
Juden 262 0,1

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kramatorsk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Demographie ukrainischer Städte auf pop-stat.mashke.org
  2. Maschke, Erich (Hrsg.): Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des zweiten Weltkrieges. Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 1962-1977.
  3. Heinz Bergschicker: Stalingrad, Verlag der Nation, Berlin
  4. http://espreso.tv/news/2014/10/13/donoda_pereyizhdzhaye_iz_mariupolya_do_kramatorska____kikhtenko
  5. Christian Neef: Pirogge mit Zyankali. Der Spiegel, 14. Januar 2002, abgerufen am 17. Juni 2013.
  6. Malgorzata Nocun, Andrzej Brzeziecki: Chicago der Ukraine. Die Welt, 6. Februar 2006, abgerufen am 17. Juni 2013.
  7. http://donetskstat.gov.ua/census/census.php?ncp=11&ncp1=6 (Memento vom 3. Februar 2012 auf WebCite)