Ortona

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Ortona (Begriffsklärung) aufgeführt.
Ortona
Vorlage:Infobox Gemeinde in Italien/Wartung/Wappen fehltKein Wappen vorhanden.
Ortona (Italien)
Ortona
Staat Italien
Region Abruzzen
Provinz Chieti (CH)
Koordinaten 42° 21′ N, 14° 24′ OKoordinaten: 42° 21′ 0″ N, 14° 24′ 0″ O
Höhe 72 m s.l.m.
Fläche 70 km²
Einwohner 23.446 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte 335 Einw./km²
Stadtviertel Alboreto, Aquilano, Caldari, Colombo, Cucullo, Feudo, Fontegrande, Foro, Fossato, Gagliarda, Iurisci, Lazzaretto, Lido Riccio, Madonna delle Grazie, Ranchini, Riccio, Ripari Bardella, Rogatti, Ruscitti, San Donato, San Leonardo, San Marco, San Pietro, Santa Lucia, Savini, Tamarete, Vaccari, Villa Deo, Villa Grande, Villa Iubatti, Villa Pincione, Villa San Leonardo, Villa San Nicola, Villa San Tommaso, Villa Torre
Angrenzende Gemeinden Crecchio, Francavilla al Mare, Frisa, Miglianico, San Vito Chietino, Tollo
Postleitzahl 66026
Vorwahl 085
ISTAT-Nummer 069058
Volksbezeichnung Ortonesi
Schutzpatron San Tommaso
Website Ortona

Ortona ist eine Hafenstadt in der italienischen Provinz Chieti mit 23.446 Einwohnern und liegt an der adriatischen Küste etwa 22 Kilometer südlich der Stadt Pescara.

Eine massive Zitadelle aus der Zeit des Königreichs Neapel schützt die sehr reizvolle historische Altstadt, die sich auf einer geschützten Stelle oberhalb des Hafens befindet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die sehr alte Stadt wurde 803 von den Franken erobert. Nach militärischen Zwischenspielen geriet die Stadt schließlich im 13. Jahrhundert unter neapolitanische Oberhoheit.

1258 wurden die Gebeine des Apostels Thomas nach Ortona überführt - ein Indiz dafür, dass die Stadt damals bedeutend gewesen sein muss. Sie liegen heute in der öffentlich zugänglichen Krypta in der Kirche San Tommaso (Saint Thomas).

Im Zweiten Weltkrieg bombardierten die Alliierten im Jahre 1943 die Stadt Ortona und ihr Umland sechs Monate lang, um einen Durchbruch durch die Gustav-Linie, eine Verteidigungslinie der deutschen Wehrmacht südlich von Ortona, vorzubereiten. Vom 20. bis zum 28. Dezember 1943 kam es zu einem einwöchigen Gefecht zwischen deutschen Fallschirmjägern und Einheiten der 1. kanadischen Infanterie-Division (Schlacht um Ortona). Winston Churchill bezeichnete den mit äußerster Härte geführten Häuserkampf als „Stalingrad Italiens“, da – ähnlich wie in der russischen Stadt – in Ortona fast alle Häuser völlig zerstört wurden.

Zum Gedenken an die Schlacht wurde im Jahre 2006 in der Innenstadt von Ortona ein Mahnmal für die gefallenen Kanadier errichtet, die im Soldatenfriedhof „Moro River Canadian War Cemetery“ im Süden der Stadt liegen. Die Schlacht um Ortona ist für die kanadische Armee eine der bedeutendsten und verlustreichsten Schlachten im Zweiten Weltkrieg. Ein von der SD Cinematografica produzierter Dokumentarfilm „Ortona 1943: ein blutiges Weihnachtsgeschenk“ erzählt die Geschichte dieser für Ortona schwersten Zeit im 20. Jahrhundert.

Wein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2011 besitzt der hier angebaute Weiß- und Rotwein eine „kontrollierte Herkunftsbezeichnung“ (Denominazione di origine controllata – DOC), die zuletzt am 7. März 2014 aktualisiert wurde.[2] Im Jahr 2014 wurden von 19 Hektar Rebfläche 1.781 Hektoliter DOC-Wein erzeugt.[3]

Es werden zwei Weintypen erzeugt:

  • Ortona Rosso: Muss zu mindestens 90 % aus der Rebsorte Montepulciano bestehen. Höchstens 10 % andere rote Rebsorten, die für den Anbau in der Region Abruzzen zugelassen sind, dürfen zugesetzt werden.
  • Ortona Bianco: Muss zu mindestens 70 % aus der Rebsorte Trebbiano bestehen. Höchstens 30 % andere weiße Rebsorten, die für den Anbau in der Region Abruzzen zugelassen sind, dürfen zugesetzt werden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ortona – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2015.
  2. Disciplinare di Produzione della Denominazione di Origine Controllata (Produktionsvorschriften und Beschreibung). wineacts.com, 7. März 2014, abgerufen am 11. Januar 2017 (PDF, italienisch).
  3. Weinbau in Zahlen 2015. In: V.Q.P.R.D. d’Italia 2015. federdoc.com, abgerufen am 11. Januar 2017 (PDF, italienisch).