Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen

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Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen sind aliphatische organische Verbindungen, bei denen an mindestens einem Kohlenstoffatom die Wasserstoffatome am Kohlenstoffgerüst vollständig durch Fluoratome dergestalt ersetzt worden sind.[1] Die OECD definiert PFAS wie folgt:[2]

PFAS sind definiert als fluorierte Stoffe, die mindestens ein vollständig fluoriertes Methyl- oder Methylen-Kohlenstoffatom (ohne daran gebundene H/Cl/Br/I-Atome) enthalten, d. h. bis auf wenige bekannte Ausnahmen ist jeder Stoff mit mindestens einer perfluorierten Methylgruppe (–CF3) oder einer perfluorierten Methylengruppe (–CF2-) ein PFAS.

Als Abkürzung wird üblicherweise PFAS (von englisch per- and polyfluoroalkyl substances) verwendet. Laut OECD gibt es mindestens 4730 verschiedene PFAS mit mindestens drei perfluorierten Kohlenstoffen.[3] Die Distributed Structure-Searchable Toxicity (DSSTox) Database der US EPA enthält 8163 PFAS.[4] Über 1400 PFAS konnten mehr als 200 unterschiedlichen Anwendungen zugeordnet werden.[5]

Historisch wurde die Bezeichnung Perfluorierte Tenside (engl. fluorosurfactants, fluorinated surfactant oder perfluorinated alkylated substance) und die Abkürzung PFT genutzt, welche allerdings primär Perfluorsulfonsäuren (PFSA) und Perfluorcarbonsäuren (PFCA) mit den beiden Leitsubstanzen Perfluoroctansulfonat (PFOS) und Perfluoroctansäure (PFOA) umfassten. Ebenfalls nur noch wenig gebräuchlich ist die Abkürzung PFC, die für „per- und polyfluorierte Chemikalien“ steht.

PFAS haben keine natürliche Quelle. Sie werden industriell hergestellt und in einer Vielzahl von Produkten verwendet. Viele PFAS reichern sich in der Umwelt sowie im menschlichen und tierischen Gewebe an. Einige PFAS stehen im Verdacht krebserregend zu sein. Die jährlichen gesundheitsbezogenen Gesamtkosten im Zusammenhang mit der Exposition des Menschen gegenüber PFASs beliefen sich in den Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) auf mindestens 52 bis 84 Milliarden Euro.[6] Die jährlichen Gesamtkosten für Umweltscreening, Überwachung bei Kontamination, Wasseraufbereitung, Bodensanierung und Gesundheitsbewertung belaufen sich im EWR plus der Schweiz auf 821 Millionen bis 170 Milliarden Euro.[6]

In Deutschland ist die Exposition vor allem auf den Konsum von Fisch, Fleisch, Fleischerzeugnissen und in geringerem Umfang auch auf den von Eiern und Milchprodukten zurückzuführen. Die Menge in pflanzlichen Lebensmitteln liegt oft unter der Nachweisgrenze.[7]

Einteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nicht-Polymere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Perfluoralkylsäuren (PFAA)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Perfluoralkylsäuren
Name Perfluorcarbonsäuren Perfluorsulfonsäuren Perfluorphosphonsäuren
Halbstrukturformel CnF(2n+1)COOH, (n = 4–12) CnF(2n+1)SO3H, (n = 4, 6, 8) CnF(2n+1)PO3H2
Beispiel Perfluoroctansäure (PFOA) Perfluoroctansulfonsäure (PFOS)  

(n=4: Perfluorbutansäure, n=6: Perfluorhexansäure, n=8: Perfluoroctansäure, n=10: Perfluordecansäure …)

Weitere Perfluoralkylverbindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andere hoch fluorierte Substanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Polymere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fluorpolymere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seitenkettenfluorierte Polymere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fluorierte Methylacrylpolymere (Fluortelomeracrylat (FTA))
    (aus dem Monomer Methyl-2-fluoracrylat: C4H5FO2 (EG-Nummer: 607-233-2)[10])
  • Fluorierte Urethanpolymere
  • Fluorierte Oxetanpolymere

Weitere Polymere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chemische Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

PFAS weisen eine hohe thermische und chemische Stabilität auf. Die Kohlenstoffkette der Verbindung ist hydrophob, während die oft vorhandene Kopfgruppe hydrophile Eigenschaften aufweist. Aus diesem amphiphilen Charakter resultiert die Verwendung als Tensid.

Im Gegensatz zu den üblichen Tensiden hat die perfluorierte Kohlenstoffkette zudem einen lipophoben Charakter. Sie weist also neben Wasser auch Öl, Fette und andere unpolare Verbindungen sowie Schmutzpartikel ab.

Herstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Herstellung perfluorierter Tenside werden in der industriellen Synthetisierung meist die Verfahren der elektrochemischen Fluorierung (ECF) nach Simons (1941) oder der Fluortelomerisierung angewandt. Jährlich werden mehrere tausend Tonnen PFAS hergestellt; das Land mit der größten Produktionsmenge sind die USA (Stand: 2005).[11]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Verbindungen werden in der Textilindustrie zur Herstellung wasserabweisender, atmungsaktiver Textilien und in der Papierindustrie zur Herstellung von schmutz-, fett- und wasserabweisenden Papieren verwendet. Weitere Einsatzgebiete sind die Fotoindustrie, die Herstellung von Feuerlöschmitteln, die Luftfahrt und die Galvanische Industrie. Sie können auch Bestandteil von Schmier- und Imprägniermitteln sein. Bei der Herstellung der Fluorpolymere PTFE (Polytetrafluorethylen, „Teflon“) und PVDF (Polyvinylidenfluorid) wird PFOA als Emulgator eingesetzt. Bei dieser Anwendung tritt PFOA als Prozessemission und als Verunreinigung in Endprodukten auf.[12] PFAS sind unter anderem ein Bestandteil von Skiwachs.[13]

Im bluesign-System, welches für eine nachhaltige Herstellung von Textilien eintritt und umweltbelastende Stoffe aus dem Fertigungsprozess ausschließt, sind zahlreiche PFAS in der Negativliste enthalten, darunter Perfluoralkylsulfonate, Perfluorcarboxylate und Fluortelomerverbindungen.[14]

Zumindest in den USA enthalten viele Kosmetika schädliche PFAS.[15][16]

Umwelt- und Gesundheitsaspekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

PFAS gelten als in der Natur nicht vollständig abbaubar. Sie werden daher als langlebige organische Schadstoffe eingestuft. Mittlerweile sind die Chemikalien dieser Gruppe weltweit verbreitet; sie wurden etwa in der Leber von Eisbären nachgewiesen.[11]

PFOS ist deutlich bioaffiner als PFOA, daher ist ersteres in biologischen Proben vorherrschend, während in den Ozeanen letzteres dominiert. In der Luft werden dagegen immer häufiger Fluortelomeralkohole nachgewiesen. Sie sind besonders bedeutsam für die Bildung von Perfluorcarbonsäuren wie z. B. PFOA.[17][18]

Perfluorierte Tenside sind für Menschen und Tiere toxisch und stehen im Verdacht, Krebs zu verursachen. Im Körper reichern sich perfluorierte Tenside im Blut und im Organgewebe an und werden nur langsam ausgeschieden (beim Menschen in 4,4 Jahren etwa um die Hälfte bei PFOA, bei PFOS in etwa 8,7 Jahren). Erste Nachweise im Blut von Chemiearbeitern wurden in den 1960er-Jahren erbracht. Erst im Jahre 2001 wurden entsprechend empfindliche Messmethoden veröffentlicht, die auch den Nachweis von PFAS-Belastungen in der Allgemeinbevölkerung ermöglichten.[11] Im Jahre 2006 wurden einzelne Vertreter der PFAS in Niedersachsen in der Muttermilch nachgewiesen.[19]

PFAS und andere Substanzen stehen im Verdacht, die Schilddrüsenhormone zu beeinflussen und dadurch zu neurologischen Entwicklungsstörungen beizutragen.[20]

Gesundheitliche Auswirkungen der Exposition gegenüber PFAS[21][22][23][24][25][26]

PFAS in deutschen Gewässern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Drainage der mit perfluorierten Tensiden belasteten Fläche bei Scharfenberg
Feld in Rüthen, nach dem Abtragen des Oberbodens

Niedersachsen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2019 wurden Fische aus der Ochtum auf PFAS untersucht. Auf Grund der starken Belastung mit PFOS wurde vom Verzehr der Fische abgeraten.[27]

Nordrhein-Westfalen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im März 2006 wurden im Rahmen einer Studie des Instituts für Hygiene und Öffentliche Gesundheit (IHÖG) an der Universität Bonn zum Vorkommen ausgewählter PFCA und PFSA in unterschiedlichen Oberflächenwässern in Deutschland erhöhte Konzentrationen in der Ruhr und anschließend auch in der Möhne nachgewiesen.[28][29][30] Grund für diese Untersuchung war eine Testreihe bezüglich hoher PFAS-Konzentrationen in Gewässern in den USA, die deutschen Forscher wollten deutsche Böden ebenfalls nach dem krebserregenden Stoff untersuchen, um die Trinkwasserqualität zu überprüfen. Im Stadtteil Arnsberg-Neheim wurde im Trinkwasser eine Konzentration von 0,56 µg/l gefunden, die Trinkwasserkommission des Umweltbundesamts strebt einen Wert von 0,1 µg/l an.[31] Es stellte sich heraus, dass die Belastung von aus Industrieabfällen hergestelltem Dünger herrührten, der auf im Einzugsgebiet der Flüsse liegenden Feldern ausgebracht wurde.[32] Einige Flächen wurden in der Folge saniert. Je nach Kontaminationsgrad und Geologie des Untergrunds entschied man sich für eine Drainage mit anschließender Aktivkohlebehandlung des Sickerwassers[33] oder für die Abtragung und Deponierung des Oberbodens (siehe Bilder).

Im November 2006 haben Untersuchungen an der Kläranlage in Rhede gezeigt, dass im Zulauf der Kläranlage hohe Gehalte verschiedener PFAS im Abwasser vorhanden sind. Auch im Ablauf der Kläranlage wurden noch deutlich erhöhte Konzentrationen gemessen. Diese Untersuchungen lassen vermuten, dass sich manche PFAS im Klärschlamm anreichern.[34]

Auf Grund der breiten Anwendung gelangen perfluorierte Tenside auch über kommunale Kläranlagen in die Umwelt und sind insbesondere unterhalb von Siedlungsschwerpunkten an vergleichsweise abflussschwachen Vorflutern aufspürbar. Ein Beispiel dafür ist die Itter unterhalb von Solingen, in der bis zu 0,7 µg/l "PFT" (keine Nennung der nachgewiesenen Verbindunge(en)) nachgewiesen wurden.[35]

Harald Friedrich, damals zuständiger Abteilungsleiter im Umweltministerium schlug aufgrund der möglichen Vorbelastung des Ruhrwassers vor, die Aufbereitung des daraus gewonnenen Trinkwassers in den Wasserwerken an der Ruhr durch weitere Maßnahmen grundsätzlich zu verbessern.

In der Ruhr bei Essen wurde für die Summe von PFOA und PFOS im Jahresmittel 2009 eine Fracht von 0,044 µg/l ermittelt. Damit nahm die mittlere Tagesfracht an der Ruhrmündung im Vergleich mit 2007 um insgesamt 59 Prozent ab.[36]

Bayern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auffällige PFAS-Gehalte wurden im Jahr 2006 auch in Südostoberbayern unterhalb der wasserrechtlich genehmigten Einleitung aus dem Industriepark Werk Gendorf in die Alz gemessen (Summe analysierter PFAS etwa 8 µg/l, davon PFOA 7,5 µg/l). Entsprechend der weiteren Verdünnung wurden für PFOA stromabwärts am Inn und an der Donau noch Konzentrationen von 0,1 bzw. 0,05 µg/l gemessen.[37]

Für den Baubeginn der Nordanbindung des Nürnberger Flughafens an die Autobahn A3 (Bundesstraße 4f) mit Untertunnelung der Start- und Landebahn hat die Regierung von Mittelfranken in ihrer Planfeststellung vom 15. Februar 2012 zur Auflage gemacht, dass der Bau keinen Einfluss auf die im Flughafenbereich gefundenen, nicht näher definierten PFAS-Rückstände hat. Die beim Tunnelbau vorgesehene Absenkung des Grundwasserspiegels um 22 Meter erfordert umfangreiche Wasserumleitungsmaßnahmen. Damit ist eine Verfrachtung der im Boden befindlichen PFAS-Rückstände nicht auszuschließen. Diese entstanden durch Versickerung von Löschschaum bei Feuerwehrübungen auf dem Flughafengelände. Da zunächst Verfahren zur Beseitigung der Stoffe im Boden gefunden und erprobt werden müssen, kann sich der Baubeginn um viele Jahre verzögern.[38]

2012 wurden auch im Badesee Stoibermühle nördlich des Flughafens München sowie im Lindacher See nördlich des Fliegerhorstes Ingolstadt/Manching erhöhte Werte von PFOS nachgewiesen.[39]

2015 wurden im Birkensee nahe Röthenbach im Kreis Nürnberger Land erhöhte Werte nicht näher definierter PFAS nachgewiesen.[40]

Auf dem Gelände des Allgäu Airports Memmingen wurden an verschiedenen Grundwassermessstellen Verunreinigungen mit PFAS festgestellt. Diese stammen aus dem Löschschaum der v. a. bei Feuerlöschübungen freigesetzt wurde.[41] Beim Abbau des Feuerlöschbeckens wurde PFAS-belastetes Erdreich in anderen Bereichen des ehemaligen Fliegerhorstes verbracht.[42] Inzwischen sind die Verunreinigungen in der Trinkwasserfassung der Nachbargemeinde Ungerhausen angekommen.[43] Bei der letzten veröffentlichten Trinkwasseruntersuchung vom 11. September 2015 betrug die Summe der analysierten PFAS-Einzelstoffe 8,7 ng/l Trinkwasser.[44] Die höchsten Gehalte auf dem Gemeindegebiet Ungerhausen werden derzeit im Unterflurhydrant 11d gemessen, in einer Entnahmetiefe von 15,00 m wurden dort Summen der analysierten PFAS-Einzelstoffe von 360 ng/l (5. Mai 2015) und 320 ng/l (8. Juni 2015) Wasser dokumentiert.[45] Auch im Schmiedbach Ungerhausen wurden PFAS nachgewiesen. An der Einleitungsstelle von Oberflächenwasser aus dem Allgäu Airport in den Schmiedbach wurde am 19. Mai 2015 eine Summe der analysierten PFAS-Einzelstoffe von 10 ng/l und an der Brücke Schmiedbach 33 ng/l (davon 16 ng Perfluoroctansulfonsäure, 11 ng Perfluornonansäure und 4,6 ng Perfluorhexansulfonsäure) nachgewiesen.[46] „Die öffentliche Hand sieht allerdings derzeit keinen Handlungsbedarf, da die Werte noch unter den Schwellenwerten … liegen.“[46] Die Gemeinde beanstandet, dass das Landratsamt Unterallgäu „nicht sehr kooperativ“ sei und stellt Überlegungen an, sich an dem Wasserverbund mit der Nachbargemeinde Sontheim (Schwaben) zu beteiligen.[46]

Im Fliegerhorst Landsberg/Lech wurden in einem Feuerlöschbecken ebenfalls Löschübungen mit PFAS-haltigem Löschschaum durchgeführt. Im Sediment des Beckens wurden 776,4 µg/kg PFCA und 3603 µg/kg PFSA gemessen (keine Angabe, ob auf Trocken- oder Frischgewicht referenziert).[43] Der Gutachter rechnet mit Sanierungskosten durch Ausbau und Entsorgung i. H. v. 4–6 Mio. €.[43] Auch hier sind die Stoffe im Trinkwasser angekommen. „Sofort nach Bekanntwerden erhöhter Werte von perfluorierten Chemikalien (PFC) im Trinkwasser der sieben Quellen in Untermühlhausen … wurde … die Einspeisung des Trinkwassers in das Versorgungsnetz der angeschlossenen Gemeinden und Gemeindeteilen (Untermühlhausen, Epfenhausen, Weil, Geretshausen, Petzenhausen, Beuerbach, Pestenacker, Mangmühle, Adelshausen) beendet.“[47]

Saarland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine erhöhte PFAS-Belastung durch einen Löschmitteleintrag wurde auch in einem Fischweiher und Vorfluter festgestellt, die im Saarland nach einem „normalen“ Löscheinsatz beobachtet wurden.[48]

Baden-Württemberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Umgebung von Rastatt (Baden-Württemberg) sind 480 Hektar ehemaliger Ackerflächen mit PFAS kontaminiert. Die Verunreinigung wurde 2013 festgestellt und ist vermutlich durch die langjährige Ausbringung von Kompost, vermischt mit Schlämmen aus der Papierproduktion, die mit verschiedenen Vorläufersubstanzen verunreinigt sind, verursacht worden.[49] Im Laufe der Zeit wurden die aufgebrachten Verbindungen zu PFAA abgebaut und diese auch in Pflanzen angereichert. Vom Anbau stark anreichernder Kulturen wie bspw. Spargel und Erdbeeren auf den betroffenen Feldern wird abgeraten. Mit der Zeit wurden die mobilen PFAA auch in das Grundwasser ausgewaschen und als Folge der dadurch verursachten Trinkwasserkontamination wurden erhöhte PFAS-Gehalte im Blut der lokalen Bevölkerung nachgewiesen.[49] Das Ausmaß der Kontamination wurde lang nicht erkannt. Schätzungen, die alle negativen Umweltauswirkungen und sozioökonomischen Kosten, die aus der Kontamination resultieren, berücksichtigen, liegen nicht vor, aber nach Angaben des Wasserwerks belaufen sich allein die Kosten für die Wasseraufbereitung mit Aktivkohlefiltern auf mehrere Millionen Euro.[50] Es sind immer noch hohe Konzentrationen von bereits identifizierten sowie vermutlich von noch unbekannten PFAA-Vorläuferverbindungen im Boden enthalten, so dass keine ausreichend sichere Prognosen für die Entwicklung der Kontamination abgeleitet werden können.[51]

Entlegene Regionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Greenpeace veröffentlichte im September 2015 Untersuchungsergebnisse, die zeigen, dass PFAS (Perfluorcarbonsäuren, Perfluorsulfonsäuren, Fluortelomersulfonsäuren, Perfluoroctansulfonamid) in Wasser und Eis entlegener Gebirgsregionen vorhanden sind.[52]

Reinigung PFAS-kontaminierter Abwässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

PFAS werden in kommunalen Kläranlagen üblicherweise nicht vollständig abgebaut, da die C-F-Bindung weitestgehend inert gegenüber biologischem Abbau ist. Die PFAS gelangen so unvermindert in den Vorfluter und den Klärschlamm. Eine Möglichkeit, zumindest langkettige Vertreter der Stoffgruppe effektiv aus dem Wasser zu entfernen, ist die Dosierung von Aktivkohle. Verursacherermittlungen zur Herkunft der im Abwasser enthaltenen PFAS sind schwierig. Ein mit gutem Erfolg bislang eingesetztes Passivsammlerverfahren ist bei Günther et al. (2009)[53] beschrieben.

PFAS in Muttermilch und Nahrung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine 2006 von Greenpeace in Auftrag gegebene und vom Fraunhofer IME[54] durchgeführte Studie an Pommes frites in mehreren deutschen Städten zeigte einer breiten Öffentlichkeit das Vorkommen von PFAS auch in Lebensmitteln. Zuvor hatte das Institut in einer Pilotstudie PFAS in der Muttermilch nachgewiesen.[55] Internationale Studien zeigen, dass Lebensmittel auf Fischbasis vergleichsweise hohe Gehalte an PFOS, PFHxS und verschiedener PFCA aufweisen.[56][57][58][59][60] Trifluoressigsäure, der kurzkettigste Vertreter der PFCA, wurde bis in den einstelligen mg/l-Bereich in pflanzlichen Nahrungsmitteln nachgewiesen.[61]

Die Aufnahme über Nahrungsmittel scheint aufgrund der langen Halbwertszeit und Bioakkumulation langkettiger PFAS-Vertreter im menschlichen Körper die PFAS-Blutgehalte der Durchschnittsbevölkerung im unteren ppb-Bereich erklären zu können. Die den Studien zugrunde liegenden Rechenmodelle weisen allerdings hohe Unsicherheiten auf und können nicht ausschließen, dass auch weitere Quellen signifikant zur Belastung des Menschen beitragen.[62][63]

Grenzwerte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutsche Trinkwasserverordnung enthält für die Gruppe der PFAS (PFOA, PFOS u. a.) keine spezifischen Grenzwerte. Auch international sind keine Grenzwerte zu PFAS verfügbar. Das Umweltbundesamt empfahl 2006 folgende Höchstwerte:[64]

  • 0,1 μg/l: „Gesundheitlicher Orientierungswert“ – Zielwert für das Trinkwasser bei lebenslanger Exposition
  • 0,3 μg/l: „Lebenslang gesundheitlich duldbarer Leitwert für alle Bevölkerungsgruppen“
  • 0,5 μg/l: „Vorsorglicher Maßnahmewert für Säuglinge (und Schwangere)“
  • 5,0 μg/l: „Maßnahmewert für Erwachsene“ – Als Trinkwasser „nicht mehr verwendbar“ (Werte von 1,5 bis 5 μg/l sind bis zu 1 Jahr tolerierbar)

Die Höchstwerte gelten für die Summe der verschiedenen Perfluortenside wie PFOA, PFOS u. a. Aufgrund lückenhafter Daten und unklarer Risikobewertung fand eine allgemeine Bezugnahme auf die Empfehlung für „teil- oder nicht bewertbare“ Stoffe statt. Diese sehen für „schwach bis nicht gentoxische Stoffe“ einen „pragmatischen gesundheitlichen Orientierungswert“ von generell 0,1 μg/l vor.

In der Neufassung der Europäischen Trinkwasserrichtlinie vom 16. Dezember 2020 ist die Anwendung summarischer Ansätze gefordert und bis zum 12. Januar 2024 legt die Kommission technische Leitlinien bezüglich der Analyseverfahren zur Überwachung von PFAS im Rahmen der Parameter PFAS gesamt und Summe der PFAS fest, einschließlich Nachweisgrenzen Parameterwerten und Häufigkeit der Probenahmen.[65]

Die Erlaubte Tagesdosis (Tolerable Daily Intake TDI) für alle Risikogruppen (incl. Säuglinge) wird vom Umweltbundesamt mit 0,1 μg pro kg Körpergewicht und Tag angegeben. Dies bedeutet bei einem 70 kg schweren Erwachsenen eine erlaubte Zufuhr von 7 μg am Tag.

Die Werte berücksichtigen nicht eine mögliche allgemeine Hintergrund-Exposition, etwa über die Nahrung. So wurde in Großbritannien allein für PFOS eine durchschnittliche Aufnahme über die Nahrung bei Erwachsenen von 0,13 μg/kg Körpergewicht pro Tag ermittelt.[66]

Die EFSA hat die tolerierte Wochendosis (englisch tolerable weekly intake, TWI) im Dezember 2018 auf 13 ng pro kg Körpergewicht und Woche für PFOS und 6 ng pro kg Körpergewicht und Woche für PFOA gesenkt. Es wurde festgestellt, dass die Exposition eines namhaften Anteils der Bevölkerung höher ist als diese Werte.[67] Im September 2020 hat die EFSA den TWI für die Summe von vier PFAS – PFOA, PFNA, PFHxS und PFOS – auf 4,4 ng pro kg Körpergewicht und Woche gesenkt.[68][69] Dies bedeutet bei einem 70 kg schweren Erwachsenen eine erlaubte Zufuhr von 0,3 μg pro Woche.

Verbote[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf einen Vorschlag der Europäischen Kommission hat der Umweltausschuss des Europaparlaments am 13. Juli 2006 eine Ausweitung des Verbots von perfluorierten Tensiden beschlossen.[32] Die Europäische Kommission hatte zunächst eine Grenze von 0,1 Prozent vorgeschlagen.[70] Mit der am 26. Oktober 2007 in Kraft getretenen 11. Verordnung zur Änderung chemikalienrechtlicher Verordnungen gemäß der Richtlinie 2006/122/EG des europäischen Parlaments und des Rates vom 12. Dezember 2006 dürfen ab 27. Juni 2008 Perfluoroctansulfonate (PFOS; Perfluoroctansulfonsäure, -metallsalze, -halogenide, -amide und andere Derivate einschließlich Polymere) und Zubereitungen mit einem Massengehalt von 0,005 % PFOS oder mehr mit wenigen Ausnahmen nicht mehr verwendet werden. Mit EU-Verordnung Nr. 757/2010 vom 24. August 2010 wurde der Grenzwert auf 0,001 % reduziert[71], nachdem PFOS, ihre Salze und Perfluoroctansulfonylfluorid 2009 in den Anhang B des Stockholmer Übereinkommens aufgenommen wurde[72].

PFOA inkl. ihrer Salze und verwandter Verbindungen wurde 2019 in den Anhang A des Stockholmer Übereinkommens aufgenommen.[73] In der Europäischen Union wurde dieses Verbot am 8. April 2020 mit der Delegierten Verordnung (EU) 2020/784 umgesetzt.[74] In Gemischen liegt die Obergrenze für PFOA bei 25 ppb und für PFOA-Vorläuferverbindungen bei 1000 ppb. Es gelten allerdings einige (teilweise zeitlich befristete) Ausnahmen, z. B. für die Verwendung in Schaummittel für Feuerwehren.[75]

PFHxS inkl. ihrer Salze und verwandter Verbindungen wurden für eine Aufnahme in das Übereinkommen evaluiert und der Vertragsparteienkonferenz zur Aufnahme empfohlen.[76]

Weiterhin gibt es, insbesondere in der EU, Bestrebungen weitere PFAS zu regulieren (z. B. PFHxA[77]) oder PFAS in bestimmten Anwendungen wie z. B. Schaummittel für Feuerwehren[78] zu verbieten.

In der EU wurden PFOA, PFHxS, HFPO-DA, PFBS sowie die C9–C14-Perfluorcarbonsäuren (PFNA, PFDA, PFUnDA, PFDoDA, PFTrDA, PFTeDA) als SVHC-Stoffe bewertet.[79]

In Maine werden nicht-essentielle PFAS per 2030 verboten.[80]

Wissenschaftspolitische Bestrebungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zürcher Erklärung betont, dass in den letzten zwei Jahrzehnten zwar bekannte alte PFAS wie PFOS und PFOA umfassend untersucht und auf ihre identifizierten gefährlichen Eigenschaften hin reguliert wurden, dass jedoch nur sehr wenige Informationen über die derzeitigen Anwendungen und potenziellen Gefahren vieler anderer PFAS existieren. Es wird eine verstärkte Zusammenarbeit beim Sammeln von Informationen um kritische Datenlücken zu schließen, die Entwicklung neuartiger Konzepte zur Fokussierung auf sehr persistente Stoffe und die Durchführung gemeinsamer Bewertungen für Gruppen von PFAS.[81] Die Erklärung baut auf früheren Aufforderungen von Wissenschaftlern zu PFAS auf, namentlich auf die Helsingør-Erklärung[82] im Jahr 2014 und die Madrider Erklärung[83] im Jahr 2015. Dort wird ein Vorsorgeansatz für den Einsatz von PFAS sowie ein Übergang zur Entwicklung und Nutzung weniger persistenter oder nicht-chemischer Alternativen propagiert.[81]

Die EU-Kommission plant PFAS als Gruppe einer Beschränkung zu unterziehen und dabei deren Anwendungen basierend auf einer Publikation von 2019[84] in nicht-essentielle, substituierbare und essentielle einzuteilen.[85]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Perfluorierte Substanzen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Robert C Buck, James Franklin, Urs Berger, Jason M Conder, Ian T Cousins: Perfluoroalkyl and Polyfluoroalkyl Substances in the Environment: Terminology, Classification, and Origins. In: Integrated Environmental Assessment and Management. Band 7, Nr. 4, Oktober 2011, ISSN 1551-3777, S. 513–541, doi:10.1002/ieam.258, PMID 21793199, PMC 3214619 (freier Volltext).
  2. OECD: Reconciling Terminology of the Universe of Per- and Polyfluoroalkyl Substances: Recommendations and Practical Guidance, OECD Series on Risk Management, No. 61, OECD Publishing, Paris, 2021, S. 23.
  3. OECD: Toward a New Comprehensive Global Database of Per- and Polyfluoroalkyl Substances (PFASs): Summary Report on Updating the OECD 2007 List of Per- and Polyfluoroalkyl Substances (PFASs), Series on Risk Management, No. 39, ENV/JM/MONO(2018)7.
  4. CompTox Chemicals Dashboard | PFASSTRUCT Chemicals. Abgerufen am 19. November 2020.
  5. Juliane Glüge, Martin Scheringer, Ian T. Cousins, Jamie C. DeWitt, Gretta Goldenman, Dorte Herzke, Rainer Lohmann, Carla A. Ng, Xenia Trier, Zhanyun Wang: An overview of the uses of per- and polyfluoroalkyl substances (PFAS). In: Environmental Science: Processes & Impacts. 30. Oktober 2020, doi:10.1039/D0EM00291G.
  6. a b Nordic Council of Ministers: THE COST OF INACTION: A socioeconomic analysis of environmental and health impacts linked to exposure to PFAS, TemaNord 2019:516.
  7. Industriechemikalien PFAS: Einige Bevölkerungsgruppen überschreiten teilweise den gesundheitsbasierten Richtwert. BfR, abgerufen am 28. Juni 2021.
  8. Nordic Council of Ministers: Per- and polyfluoroalkylether substances: identity, production and use. 2020, doi:10.6027/NA2020-901 (Volltext).
  9. Zhanyun Wang, Gretta Goldenman, Tugce Tugran, Alicia McNeil, Matthew Jones: Per- and polyfluoroalkylether substances: identity, production and use. Nordic Council of Ministers, 6. Februar 2020, doi:10.6027/na2020-901, urn:nbn:se:norden:org:diva-5872.
  10. InfoCard zu methyl 2-fluoroacrylate der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 7. Juli 2020.
  11. a b c Marc Fricke und Uwe Lahl (BMU – Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit): Risikobewertung von Perfluortensiden als Beitrag zur aktuellen Diskussion zum REACH-Dossier der EU-Kommission, in: Zeitschrift für Umweltchemie und Ökotoxikologie (UWSF), Jahrgang 17, Vol. 1, S. 36–49, 2005, doi:10.1007/BF03038694.
  12. David A. Ellis, Scott A. Mabury, Jonathan W. Martin and Derek C. G. Muir (2001): Thermolysis of fluoropolymers as a potential source of halogenated organic acids in the environment. In: Nature 412, S. 321–324. doi:10.1038/35085548.
  13. Matthias Kotthoff, Josef Müller, Heinrich Jürling, Martin Schlummer, Dominik Fiedler: Perfluoroalkyl and polyfluoroalkyl substances in consumer products. In: Environmental Science and Pollution Research. 22(19), 2015, S. 14546–14559, doi:10.1007/s11356-015-4202-7, PMC 4592498 (freier Volltext), PMID 25854201.
  14. bluesign® system substances list (BSSL) – Consumer safety limits, Version 9.0, Juli 2018, S. 26–27.
  15. Many cosmetics contain hidden, potentially dangerous ‘forever chemicals’. In: Science News. 15. Juni 2021, abgerufen am 21. Juli 2021 (amerikanisches Englisch).
  16. Heather D. Whitehead, Marta Venier, Yan Wu, Emi Eastman, Shannon Urbanik, Miriam L. Diamond, Anna Shalin, Heather Schwartz-Narbonne, Thomas A. Bruton, Arlene Blum, Zhanyun Wang, Megan Green, Meghanne Tighe, John T. Wilkinson, Sean McGuinness, Graham F. Peaslee: Fluorinated Compounds in North American Cosmetics. In: Environmental Science & Technology Letters. Band 8, Nr. 7, 13. Juli 2021, S. 538–544, doi:10.1021/acs.estlett.1c00240.
  17. Schadstofflexikon: Perfluorierte Tenside (PFT) (Memento vom 24. August 2017 im Internet Archive), abgerufen am 7. April 2018.
  18. Bernd Schröder: Schleichender Störfall – Industriechemikalien: Perfluortenside kontaminieren die Umwelt – Teil 1, Telepolis, 17. November 2007.
  19. taz-Artikel über PFT in Muttermilch und in den Flüssen Ruhr und Möhne Taz vom 11. August 2006.
  20. J. E. Lee, K. Choi K: Perfluoroalkyl substances exposure and thyroid hormones in humans: epidemiological observations and implications. In: Annals of Pediatric Endocrinology & Metabolism. Band 22, Nr. 1, März 2017, S. 6–14, doi:10.6065/apem.2017.22.1.6, PMID 28443254, PMC 5401824 (freier Volltext).
  21. Emerging chemical risks in Europe — ‘PFAS’, Europäischen Umweltagentur, 2019.
  22. Toxicological profile for Perfluoroalkyls, Agency for Toxic Substances and Disease Registry (ATSDR), 2018.
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