Science City Jena

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Science City Jena
Logo
Gegründet 1993 TuS Jena
2007 Baskets Jena GmbH
2011 Science City Jena e. V.
Halle Sparkassen-Arena
(3.076 Plätze)
Homepage www.baskets-jena.de
Geschäftsführer Lars Eberlein
Präsident Dietmar Bendix
Trainer Frank Menz
Liga ProA Herren
BBL 2018/19: 18. Platz
  NBBL U19
  JBBL U16
Farben Blau/Orange/Weiß
Erfolge
Meister 2. Basketball-Bundesliga Süd: 2007
Meister ProA: 2016

Science City Jena ist ein deutscher Basketballverein aus dem thüringischen Jena. Während die Profimannschaft bereits seit 2007 unter dem Namen Science City Jena antritt, erfolgte die Gründung des Vereins erst 2011 als Reaktion auf die Insolvenz des bisherigen Stammvereins TuS Jena. Der Verein ist mit über 350 aktiven Sportlern einer der 40 größten Basketballvereine Deutschlands sowie der größte in Mitteldeutschland.[1]

Nach dem Mitteldeutschen Basketball Club war Jena 2007 erst die zweite Mannschaft aus den neuen Ländern, die in die Basketball-Bundesliga aufgestiegen ist. Mit Platz 41 in der ewigen Tabelle der Bundesliga ist Jena außerdem der zweiterfolgreichste Verein der neuen Länder der Bundesligahistorie.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfänge des Basketballs in Jena (1938–1993)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Basketball wurde in Jena spätestens seit 1938 gespielt, als man mit einer Auswahl der Hochschule für Lehrerbildung am Deutschen Turn- und Sportfest teilnahm.[3][4] Da die Sporthallen nach dem Krieg zunächst von der sowjetischen Armee belegt waren, konnte der Spielbetrieb nicht unmittelbar wiederaufgenommen werden. Erst Wolfgang Hercher, einer der ersten Sportstudenten der Universität Jena und 1952 Trainer der Damen-Basketballnationalmannschaft,[5] gründete 1951 mit mehreren ehemaligen Mitgliedern der Volleyballabteilung die Basketballabteilung der Universität.[6] Der größte Erfolg der HSG Uni Jena war der dritte Platz bei der Meisterschaft 1953[7] sowie drei Viertplatzierungen in der Oberliga, der höchsten Spielklasse der DDR. Nachdem die SED-Führung jedoch 1969 die Einstellung der finanziellen Förderung des Basketballs im Leistungssportbeschluss beschlossen hatte,[8] konnte Jena nicht mehr mit den Standorten Leipzig, Halle und Berlin konkurrieren. Erst gegen Ende der DDR konnte zumindest die Damenmannschaft der Universität wieder Erfolge verbuchen mit guten Platzierungen bei den Deutschen Meisterschaften.[7]

Gründung im TuS Jena (1993–2007)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1993 wurde beim TuS Jena die Sportart Basketball neu aufgenommen und eine eigene Abteilung gegründet.[9] Die Spieler kamen von Carl Zeiss Süd und im Jugendbereich vom USV Jena. Bereits 1995 stieg der Verein in die Regionalliga Südost, die damals dritthöchste deutsche Spielklasse, auf.[10] Am Ende der Saison 2000/01 folgte der Aufstieg in die Südstaffel der 2. Basketball-Bundesliga. Im ersten Jahr erreichte der Verein unter Coach Dan Palmer den 12. Tabellenplatz. In der Saison 2002/2003 nahm der Verein den Namen eines Sponsors in den Namen auf und trat als TuS Jena erdgas baskets an. Als neuer Trainer konnte der Ex-Coach des Mitteldeutschen BC, Frank Menz, verpflichtet werden und man erreichte einen unerwarteten 4. Platz. In der Folgespielzeit (nun als erdgas baskets Jena) landete das Team in der Schlussabrechnung auf Platz 8, ein Jahr später auf Platz 5. Zum 1. Januar 2005 nahm die Baskets Jena GmbH ihre Geschäftstätigkeit auf. Erster Geschäftsführer war Steffen Hausdörfer. In der Sommerpause 2006 konnte mit dem Fitness-Unternehmen Planet of Motion (POM) ein neuer Namenssponsor gefunden werden. Das bis zu diesem Zeitpunkt beste Saisonergebnis erzielte man mit einem zweiten Platz in der Saison 2005/06. Am 21. April 2007 wurden die POM baskets Jena mit dem damals 24-jährigen Trainer Björn Harmsen überraschend Meister der 2. Bundesliga Süd und stiegen in die Basketball-Bundesliga (BBL) auf.

Aufstiegsfeier 06/07 in Kaiserslautern

Etablierung als Science City Jena (2007–2016)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 7. September 2007 tritt die Profimannschaft als Science City Jena an, nachdem in der Stadt Jena ein Namenssponsor gefunden wurde.[11] Der Name spielt auf den Titel der „Stadt der Wissenschaft“ an, für den Jena sich beworben hatte und der der Stadt 2008 verliehen wurde.[12][13] Dadurch konnte Jena die wirtschaftlichen Bedingungen für eine Bundesligalizenz erfüllen[14] und mit einem Etat von knapp 1,2 Millionen Euro in die erste Bundesligasaison starten.[11] Die Saison begann wenig vielversprechend: bereits nach drei Saisonspielen musste man sich von Adrian Moss und Al Elliott aufgrund von „vereinsschädigendem Verhalten“ trennen, nachdem beide Spieler nach einer Feier einen Verkehrsunfall verursachten.[15] Nach nur zwei Siegen aus 19 Spielen wurde Björn Harmsen, der bis dahin der jüngste Bundesligatrainer aller Zeiten war, entlassen und von Sean McCaw ersetzt, der noch unmittelbar zuvor als Spieler aktiv war.[16] Nach einjähriger Zugehörigkeit zur BBL stieg der Verein letztlich mit lediglich fünf Siegen als Tabellenletzter wieder ab. Eine Teilnahme am Verfahren zur Erteilung einer Wildcard der BBL für die Saison 2008/09 war ausgeschlossen, da dem Verein keine Lizenz erteilt wurde. Gründe dafür waren die fehlende sportliche Qualifikation und die mangelnde wirtschaftliche Leistungsfähigkeit.[17] Nachdem zunächst auch die Lizenz für die ProA nicht erteilt wurde, konnte im zweiten Anlauf die Teilnahme gesichert werden.

Die Jahre nach dem Abstieg waren geprägt von einer finanziellen sowie sportlichen Konsolidierung des Vereins.[18][19] Nach Ende der Saison 2008/09 wurde Lars Eberlein neuer kaufmännischer Geschäftsführer der Baskets Jena GmbH.[20] In der nachfolgenden Saison kooperierte man mit dem Bundesligisten Mitteldeutscher BC, die es einigen Spielern mittels einer Doppellizenz erlaubte, sowohl in der ProA als auch der Bundesliga anzutreten.[21] 2011 erfolgte die Gründung des reinen Basketballvereins Science City Jena e. V., der nach der Insolvenz des bisherigen Stammvereins TuS Jena fortan für die Organisation der Jugendmannschaften und des Breitensports verantwortlich ist.[22] Obwohl man 2011 noch gegen den Abstieg in die ProB spielte,[23] konnte sich Science City seit Einführung der Play-off-Regelung in der Saison 2011/12 vier Jahre in Folge für die Play-offs der ProA qualifizieren, verpasste jedoch immer den Aufstieg. In der Saison 2015/16 gewann Jena schließlich unter der Leitung von Cheftrainer Björn Harmsen, der die Mannschaft erneut seit 2013 trainierte,[24] den Meistertitel in der 2. Bundesliga ProA und kehrte in die Bundesliga zurück.[25] Harmsen wurde am Ende der Saison zum Coach des Jahres gekürt.[26]

Rückkehr in die Bundesliga (2016–2019)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Erstligasaison seit fast zehn Jahren begann unglücklich und in den ersten acht Spielen konnten die Jenenser lediglich zwei Siege verbuchen. Danach stabilisierten sich die Leistungen der Mannschaft und kurzzeitig hielt man sogar Anschluss an die Play-off-Plätze.[27] Zwar wurden die Play-offs letztlich verpasst, doch gelang bereits am 26. Spieltag frühzeitig der erste Klassenerhalt der Vereinsgeschichte[28] und die Lizenz für die Folgesaison wurde ohne Auflagen erteilt.[29]

Mit dem Neuzugang Derrick Allen sowie den gebliebenen Routiniers Julius Jenkins und Immanuel McElroy standen in der nachfolgenden Saison drei Spieler im Alter von über 36 Jahren im Kader, weswegen die Mannschaft teilweise als „Oldie-Truppe“ verballhornt wurde.[30] Während der Saison gab der Verein bekannt, dass Björn Harmsen einen unbefristeten Arbeitsvertrag erhalte, was als ungewöhnlich im Profisport kommentiert wurde.[31] Fünf Spieltage vor Ende der Hauptrunde gelang Jena erneut der frühzeitige Klassenerhalt.[32] Besondere Dramatik erzeugte das letzte Spiel der Saison: Jena empfing im Thüringen-Derby die Rockets, die nur durch einen Sieg den Klassenerhalt sicher hätten schaffen können. Jena gewann das Spiel 85:81 und die Rockets stiegen ab.[33] Am Ende der Saison belegte man wie bereits in der Vorsaison den 13. Platz, jedoch bedeuteten die 14 Siege das bisher beste Saisonergebnis der Thüringer in der Basketball-Bundesliga.

Auch in die dritte Erstligasaison in Folge ging man mit dem Ziel, den Klassenerhalt zu sichern.[34] Aufgrund der Erhöhung des von der Liga geforderten Mindestetats ab der Folgesaison arbeitete man außerdem an der Verbesserung der finanziellen Rahmenbedingungen.[35] Zu Saisonbeginn stellten die Saalestädter mit einem durchschnittlichen Alter von 27,4 Jahren den ältesten Kader der Liga.[36] Trotz einer Niederlage am ersten Spieltag gegen den Vizemeister Alba Berlin mit 112:55, die vierthöchste der Bundesligageschichte,[37] gelang Science City mit drei Siegen aus den ersten sechs Ligaspielen der erfolgreichste Bundesligastart der bisherigen Vereinsgeschichte. Auch im reformierten BBL-Pokal gelang nach einer „Pokal-Sensation“, einem Sieg über die EWE Baskets Oldenburg, der Einzug ins Viertelfinale.[38] Im Anschluss folgte jedoch mit wettbewerbsübergreifend elf Niederlagen am Stück die längste Niederlagenserie, die der Verein je in der BBL hingelegt hat. Als Gründe wurden andauernde Verletzungsprobleme, eine nicht tief genug besetzte Bank und nicht eingeschlagene Neuverpflichtungen genannt.[39] Nachdem Geschäftsführer Lars Eberlein zunächst einen Trainerwechsel ausschloss,[40] musste Trainer Harmsen nach einer andauernden Niederlagenserie sein Amt im April 2019 an seinen Assistenten Marius Linartas abgeben.[41] Gleichwohl verpasste Jena, das in der Saisonschlussphase 15 Niederlagen in Folge einstecken musste, den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse.[42]

Neuaufstellung in der ProA (seit 2019)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Geschäftsführer Eberlein im Saisonverlauf zunächst den Erwerb einer Wildcard, die trotz sportlichem Abstieg den Verbleib in der BBL bedeuten würde, ausschloss,[43] äußerte man nach Abschluss der Hauptrunde Interesse an ihrem Erwerb.[44] Hintergrund war die Nichterteilung der Bundesligalizenz an den sportlichen Aufsteiger Nürnberg Falcons, wodurch ein Platz in der Liga freiblieb.[45] Im Mai 2019 wurde Frank Menz, der bereits von 2002 bis 2006 als Trainer fungierte, als Cheftrainer und Sportdirektor vorgestellt. Er unterschrieb einen Vierjahresvertrag.[46] Im Juli 2019 gab der Verein bekannt, doch keine Wildcard erwerben zu wollen und in der ProA anzutreten.[47] Die Lizenz wurde ohne Auflagen erteilt.[48]

Namens- und Logogeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1994–2002: TuS Jena
  • 2002–2003: TuS Jena erdgas baskets
  • 2003–2006: erdgas baskets Jena
  • 2006–2007: POM baskets Jena
  • seit 2007: Science City Jena

Das Logo von Science City Jena zeigt eine stilisierte Silhouette des Jentowers, einem Wahrzeichen der Stadt, sowie einen Basketball, bei dem Bewegungslinien eine Bewegung andeuten. 2019 wurde das Logo im Zuge der Einführung eines Corporate Designs überarbeitet.[49]

Kader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader 2019/2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader von Science City Jena in der Saison 2019/2020
Spieler
Nr. Nat. Name Geburt Größe Info Letzter Verein
Guards (PG, SG)
2 DeutschlandDeutschland Dennis Nawrocki 08.12.1992 1,93 (C)Kapitän der Mannschaft Basketball Löwen Braunschweig
3 DeutschlandDeutschland Jan-Philipp Becker 09.05.2000 1,86 DL eigener Nachwuchs
7 DeutschlandDeutschland Ermen Reyes-Napoles 05.07.1989 1,82 eigener Nachwuchs
24 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Matthew Vest 17.09.1992 1,95 Niners Chemnitz
33 DeutschlandDeutschland Jan Heber 14.11.1998 1,84 eigener Nachwuchs
35 DeutschlandDeutschland Brad Loesing 09.10.1989 1,82 s.Oliver Würzburg
44 SerbienSerbien Vuk Radojičić 29.06.2001 1,85 DL SerbienSerbien KK Borac Čačak
Forwards (SF, PF)
10 DeutschlandDeutschland Julius Wolf 26.01.1993 2,01 FC Bayern München
12 DeutschlandDeutschland Melvin Jostmann 12.07.2000 1,98 DL Paderborn Baskets
17 DeutschlandDeutschland Joschka Ferner 05.01.1996 2,00 Crailsheim Merlins
19 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Justin Leon 29.07.1995 2,03 Oklahoma City Blue
22 DeutschlandDeutschland Dominik Schusel 15.06.1999 2,01 DL Nürnberg Falcons BC
25 DeutschlandDeutschland Lorenz Bank 06.04.2001 1,95 DL eigener Nachwuchs
Center (C)
41 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Alex Herrera 15.08.1992 2,06 Phoenix Hagen
50 DeutschlandDeutschland Oliver Mackeldanz 20.07.1990 2,12 SC Rasta Vechta
Trainer
Nat. Name Position
DeutschlandDeutschland Frank Menz Cheftrainer
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten/DeutschlandDeutschland Steven Clauss Co-Trainer
LitauenLitauen Marius Linartas Co-Trainer
Legende
Abk. Bedeutung
(C)Kapitän der Mannschaft Mannschaftskapitän
DL Doppellizenz
Quellen
Teamhomepage
Ligahomepage
Stand: 18. September 2019

Zu- und Abgänge 2019/20[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zugänge Abgänge
Wechsel zur Saison 2019/2020

Mitglieder und Fans[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Mitgliederzahl

Mit 364 aktiven Mitgliedern zählt Science City Jena zu den 40 größten Basketballvereinen Deutschlands.[1] Diese Zahl bezieht sich ausschließlich auf Mitglieder mit Teilnehmerausweis, die am Spielbetrieb teilnehmen, und nicht auf passive Mitgliedschaften. Damit ist der Verein der größte Basketballverein Thüringens und nach dem EBC Rostock der zweitgrößte Basketballverein der neuen Länder.

Im Laufe der Zeit gab es einige Fangruppierungen, die als offizielle Fanklubs agierten. 2003 wurde der D-Fans Jena e. V. als erste organisierte Fangruppe gegründet.[50] 2008 löste sich der Verein auf. Seit dem Jahr 2007 gab es eine weitere Gruppierung, die aus Teilen des Fanclub D-Fans Jena e. V. entstanden ist, die Sprungball Ultras Jena. Nach einem Streit zwischen Fanclub und Vereinsführung, in dem die Fans dem Verein unter anderem mangelhafte Kommunikation vorwarfen, löste sich die Organisation Anfang 2015 auf.[51] Seit 2016 tritt die Fangruppierung JenensAir als offizieller Fanclub auf.[52] Im gleichen Zeitraum entstand auch die Fangruppierung Baseline Crew.

Weitere Mannschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2. Herrenmannschaft (Culture City Weimar)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 2005 spielte die zweite Mannschaft des TuS Jena in der 1. Regionalliga Südost. Nach dem Abstieg in der Saison 2004/05 spielte man (bis auf die Saison 2007/08, in der man auf- und unmittelbar wieder abstieg) ununterbrochen in der 2. Regionalliga Südost. 2011 übernahm man nach der Insolvenz des bisherigen Stammvereins den Namen des neuen Vereins Science City Jena. 2016 gelang schließlich der erneute Wiederaufstieg in die 1. Regionalliga. In der Saison 2018/19 trug die Mannschaft erstmals ein Heimspiel im benachbarten Weimar aus, woraufhin man bekannt gab, dass alle Heimspiele der Folgesaison dort stattfinden sollen.[53] Die Mannschaft tritt seitdem unter dem Namen Culture City Weimar an, eine Kooperation der Baskets Jena GmbH mit dem HSV Weimar und dem KSSV Victoria Weimar.[54] Laut Sportdirektor Frank Menz sei das Ziel, dass die Mannschaft perspektivisch in die ProB aufsteige.[55]

Damenmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Damenmannschaft des TuS Jena spielte von 2008 bis 2011 unter dem Namen TuS Ladybaskets Jena in der 2. Damen-Basketball-Bundesliga. Im Anschluss gab es keine Senioren-Frauenmannschaft mehr im Verein. Erst 2014 trat erstmals wieder eine Damenmannschaft in der Oberliga an.[56]

Nachwuchskonzept[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Jenaer GutsMuths-Sportgymnasium und dem TuS Jena wurde ein Ausbildungsprogramm erarbeitet, so dass sich im Kader der Mannschaft auch immer junge deutsche Nachwuchsspieler finden. Im Dezember 2011 wurde durch die ehemaligen Abteilungsleitung Basketball des TuS Jena und der Baskets Jena GmbH der Science City Jena e. V. gegründet und das Ausbildungskonzept fortgeführt, da der TuS Jena Insolvenz anmelden musste.[22]

Seit Beginn der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga in der Saison 2006/07 stellt Jena eine Mannschaft unter dem Namen Funkwerk Junior Baskets Jena. Ebenfalls seit Beginn der Jugend-Basketball-Bundesliga in der Saison 2009/10 stellt Jena eine Mannschaft unter dem Namen PlanOrg Junior Baskets Jena. Seit dem Sommer 2010 spielen beide Mannschaften unter dem Namen der ProA-Mannschaft. Somit wurden die Funkwerk Junior Baskets Jena zu Science City Funkwerk Baskets Jena und die PlanOrg Junior Baskets Jena zu Science City PlanOrg Baskets Jena. Seit der Saison 2012/13 spielen alle Mannschaften einheitlich als Science City Jena. Im Zeitraum von 2017 bis 2019 wurde das Nachwuchsprogramm des Vereins jedes Jahr von der BBL mit einem Ball zertifiziert.[57][58][59] 2019 organisierte Jena erstmals das TOP-4-Turnier der NBBL und JBBL. Bei diesem Turnier verbuchte die JBBL-Mannschaft mit der Vizemeisterschaft auch den größten Erfolg der bisherigen Vereinsgeschichte.[60]

Seit 2017 ist man mit zwei Mannschaften in der neugegründeten Mitteldeutschen Liga Basketball, einem Gemeinschaftsprojekt des Thüringer Basketball Verbands sowie der Basketballverbände Sachsen und Sachsen-Anhalt, in den Altersklassen U14 und U12 vertreten.[61] Seit 2018 tritt eine Mannschaft (unterstützt von Spielern von BiG Gotha) in der European Youth Basketball League an.[62]

E-Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2019 unterhält der Verein eine E-Sport-Sparte, welche im Spiel NBA 2K antritt.[63]

Spielstätte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zuschauerschnitt
Saison Liga Gesamt (Heimspiele) Schnitt Kapazität Auslastung Quelle
2007/08 BBL 38.522 (17) 2.266 3.000 75,5 % [64]
2014/15 ProA 35.022 (17) 2.060 2.750 74,9 % [65]
2015/16 ProA 48.800 (20) 2.440 2.750 88,7 % [65]
2016/17 BBL 41.842 (16) 2.615 3.076 85,0 % [66]
2017/18 BBL 42.867 (17) 2.522 3.076 82,0 % [66]
2018/19 BBL 40.958 (17) 2.409 3.076 78,3 % [66]
Sparkassen-Arena 2016

Bis 2007 trug die Mannschaft von Science City Jena ihre Heimspiele in der Werner-Seelenbinder-Halle in Jena-Neulobeda aus. Nach dem Aufstieg in die Basketball-Bundesliga brauchte die Mannschaft eine neue Spielstätte, da die bisherige Halle nicht den Anforderungen der Liga genügte. Diese forderte eine Hallenkapazität von 3000 Zuschauern. Als Übergangslösung für die erste Bundesligasaison wurde die „JenArena“ aufgebaut, eine Leichtbauhalle für 3000 Zuschauer, die auf dem Gelände des ehemaligen Namenssponsors Planet of Motion errichtet wurde.[67][68] Nachdem man sich in den Folgejahren auf keinen permanenten Neubau einigen konnte, spielte man auch nach dem Abstieg 2008 in der Halle, bevor man 2009 in die Werner-Seelenbinder-Halle zurückkehrte.[69] 2012 verkaufte man das „Zelt“ an ProA-Aufsteiger BiG Gotha.[70]

Eine langfristige Hallenlösung, die auch die Anforderungen der Bundesliga erfüllte, wurde über mehrere Jahre ergebnislos diskutiert.[71] 2010 begannen schließlich die ersten Planungen für einen Neubau in Jena-Burgau,[10] der 2012 offiziell beschlossen wurde[72] und dessen Bau im Dezember desselben Jahres begann.[73] 2013 sicherte sich die Sparkasse Jena-Saale-Holzland für 10 Jahre die Namensrechte an der neuen Halle,[74] welche auch für Veranstaltungen wie Konzerte oder Messen genutzt werden solle.[75] Die Sparkassen-Arena, welche bis zu 3076 Zuschauern Platz bietet, wurde schließlich Anfang 2014 eingeweiht.[76] Auf dem Arenengelände begannen 2017 Bauarbeiten für zusätzliche Trainingshallen und eine Physiotherapiepraxis.[77]

Bekannte ehemalige Spieler und Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Damen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trainer (seit 2001)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amtszeit Name
2001–2002 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dan Palmer
2002–2006 DeutschlandDeutschland Frank Menz
2006–02/2008 DeutschlandDeutschland Björn Harmsen
02/2008–2009 Vereinigte StaatenVereinigte StaatenOsterreichÖsterreich Sean McCaw
2009–12/2009 DeutschlandDeutschland Tino Stumpf
12/2009–2010 DeutschlandDeutschland Georg Eichler
2010–03/2011 DeutschlandDeutschland Tino Stumpf
03/2011–2013 DeutschlandDeutschland Georg Eichler
2013–04/2019 DeutschlandDeutschland Björn Harmsen
04/2019–05/2019 LitauenLitauen Marius Linartas
2019– DeutschlandDeutschland Frank Menz

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Science City Jena – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Die 100 größten Basketball-Vereine des DBB. (PDF; 996 kB) In: basketball-bund.de. 31. Dezember 2018, S. 2, abgerufen am 2. Mai 2019.
  2. easyCredit – Ewige Tabelle. In: easycredit-bbl.de. Abgerufen am 1. Juli 2019.
  3. Basketball in Gera. In: tt-basketball-halle.de. Abgerufen am 10. Oktober 2017.
  4. Krebs, Hans-Dieter: Basketball - ein deutscher Spätstarter eine Chronik der deutschen Frühgeschichte 1895-1945. Hrsg.: Deutscher Basketball Bund. 1. Auflage. Hagen 2012, S. 57.
  5. Führungspersönlichkeiten im DBV der DDR, der Sektion Basketball der DDR (Vorgänger) und dem Deutschen Basketball Verband e.V(Nachfolger). Abgerufen am 10. Oktober 2017.
  6. Michael Ulbrich: USV Jena: Ein besonderes Trikot soll an Basketball-Historie erinnern. 18. November 2014, abgerufen am 17. Oktober 2019 (deutsch).
  7. a b Stephan Müller: Basketball – DDR-Meisterschaften. Abgerufen am 10. Oktober 2017.
  8. Anne Armbrecht, Jena: Science City Jena: Aufstieg im Basketball-Entwicklungsland. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 5. Mai 2016, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 15. August 2017]).
  9. Andreas Rabel: Basketball-Urgestein Dietmar Bendix wird 60 Jahre alt. In: thueringer-allgemeine.de. 12. September 2011, abgerufen am 13. Juni 2019.
  10. a b Thomas Wolfer: Jena: Neue Spielstätte dringend nötig. 9. Dezember 2010, abgerufen am 17. Oktober 2019 (deutsch).
  11. a b Aufsteiger darf in BBL ran. In: kicker.de. 7. September 2007, abgerufen am 5. Juni 2019.
  12. Stadt der Wissenschaft 2008. (PDF; 5,65 MB) In: jenakultur.de. JenaKultur und Allianz für Wissen und Wachsen, abgerufen am 3. Juni 2019.
  13. Sascha Klettke: Basketball-Bundesliga: Stars im Schatten. In: Spiegel Online. 4. Oktober 2007 (spiegel.de [abgerufen am 5. Juni 2019]).
  14. Jena erfüllt Finanzauflagen. In: kicker.de. 18. September 2007, abgerufen am 5. Juni 2019.
  15. Aus für Elliott und Moss. In: kicker.de. 15. Oktober 2007, abgerufen am 5. Juni 2019.
  16. Björn Harmsen entlassen. In: kicker.de. 11. Februar 2008, abgerufen am 5. Juni 2019.
  17. Vier Bewerber für ein Ticket – Basketball. In: kicker.de. 29. April 2008, abgerufen am 5. Januar 2018.
  18. Lutz Prager: Der Marathon des Lars Eberlein: Wie Fußball-Sponsoren in Jena dem Basketball helfen. 4. Dezember 2013, abgerufen am 17. Oktober 2019 (deutsch).
  19. Andreas Rabel: Neues Outfit: Jenaer Basketballer spielen weiß und schwarz. In: Ostthüringer Zeitung. 29. Juli 2010, abgerufen am 16. Februar 2018.
  20. Lars Eberlein und Tino Stumpf neue Geschäftsführer. In: baskets-jena.de. 24. April 2009, abgerufen am 5. Januar 2018.
  21. Science City Jena und der MBC kooperieren. In: baskets-jena.de. 8. Oktober 2009, abgerufen am 17. Oktober 2019.
  22. a b Aus der Not eine Zukunft gemacht – Gründung des Science City Jena e. V. In: baskets-jena.de. 21. Dezember 2011, abgerufen am 13. Mai 2019.
  23. Thomas Wolfer: Eichler will Science City Jena vor Absturz in ProB bewahren. 18. März 2011, abgerufen am 17. Oktober 2019 (deutsch).
  24. Andreas Rabel: Basketball-Trainer Björn Harmsen zurück bei Science City Jena. In: Ostthüringer Zeitung. 13. Mai 2013, abgerufen am 16. Februar 2018.
  25. Aufstieg perfekt gemacht: Science City Jena ist Meister der 2. Basketball-Bundesliga. (otz.de [abgerufen am 4. Februar 2017]).
  26. 2. Basketball-Bundesliga | ProA Spieler, Coach, Team der Saison 15/16. Abgerufen am 11. Oktober 2017.
  27. Sport1.de: BBL: Siege für Telekom Baskets Bonn und Science City Jena. In: Sport1.de. (sport1.de [abgerufen am 11. Oktober 2017]).
  28. Top-Scorer von Science City Jena erwartet ein hartes Spiel. (thueringer-allgemeine.de [abgerufen am 13. August 2017]).
  29. Science City Jena erhält die Lizenz der easyCredit BBL ohne Auflagen. In: baskets-jena.de. 12. Mai 2017, abgerufen am 16. Februar 2018.
  30. Bert Mark: Desolate zweite Halbzeit: Baskets vergeigen eine 18-Punkte-Führung gegen Jena. In: Kölnische Rundschau. (rundschau-online.de [abgerufen am 26. März 2018]).
  31. Tom Prager: Abkommen für die Ewigkeit: Harmsen erhält unbefristeten Vertrag. In: Thüringer Allgemeine. 16. Dezember 2017, abgerufen am 26. März 2018.
  32. Holger Zaumsegel: Klassenerhalt für Science City Jena ist perfekt: Trainer Björn Harmsen blickt schon etwas weiter. In: otz.de. 17. April 2018, abgerufen am 18. April 2018.
  33. Steffen Langbein: Saisonfinale: Jena gewinnt, Rockets steigen ab! In: jenaer-nachrichten.de. 1. Mai 2018, abgerufen am 2. Mai 2018.
  34. Tim Skrezka: Björn Harmsen geht ohne Angst in die neue Saison. In: mdr.de. 27. September 2018, abgerufen am 23. Oktober 2018.
  35. Gemeinsam erstklassig bleiben – Unterstützung mit Signalwirkung. In: baskets-jena.de. 29. September 2018, abgerufen am 30. April 2019.
  36. Holger Zaumsegel: „Ältestes Team der Liga“: Science City Jena startet in die neue Bundesliga-Saison. In: Thüringer Allgemeine. 27. September 2018 (thueringer-allgemeine.de [abgerufen am 23. Oktober 2018]).
  37. Basketball-Bundesliga: Jena von ALBA gedemütigt | MDR.DE. 30. September 2018 (mdr.de [abgerufen am 23. Oktober 2018]).
  38. Holger Zaumsegel: Pokal-Sensation in Oldenburg: Science City Jena erreicht Pokal-Viertelfinale. In: thueringer-allgemeine.de. 8. Oktober 2018, abgerufen am 15. Januar 2019.
  39. Holger Zaumsegel: Negativserie von Science City Jena – Eine Analyse. In: otz.de. 4. Januar 2019, abgerufen am 10. Februar 2019.
  40. Holger Zaumsegel: Science-City-Geschäftsführer Eberlein: „Die Trainer-Frage stellt sich bei uns überhaupt nicht“. In: otz.de. 10. Januar 2019, abgerufen am 10. Februar 2019.
  41. http://baskets-jena.de/newsarchiv/tickets/tx_news/bjoern-harmsen-setzt-persoenlich-impuls-im-kampf-um-den-klassenerhalt/
  42. Science City Jena steigt aus Basketball-Bundesliga ab. In: otz.de. 4. Mai 2019, abgerufen am 4. Mai 2019.
  43. Holger Zaumsegel: Kritische Fragen an Basketball-Geschäftsführer in Jena. In: otz.de. 6. April 2019, abgerufen am 13. Mai 2019.
  44. Holger Zaumsegel: Science City Jena: Niederlage zum Abschied. In: thueringer-allgemeine.de. 13. Mai 2019, abgerufen am 13. Mai 2019.
  45. Keine BBL-Lizenz für Bremerhaven und Nürnberg. In: kicker.de. 9. Mai 2019, abgerufen am 13. Mai 2019.
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  54. Holger Zaumsegel: Science-City-Jena-Spieler Dennis Nawrocki ist mit dem Basketball-Gen geboren. 14. September 2019, abgerufen am 18. September 2019.
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  75. Frank Döbert: Sieben-Millionen-Investition: Richtfest für die "Sparkassen-Arena. 24. August 2013 (otz.de [abgerufen am 15. August 2017]).
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  77. Thomas Beier: Jena: Verbindungsbau mit Gesundheitsplus. 24. Juni 2017 (otz.de [abgerufen am 15. August 2017]).